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Freitag, 19. Juli 2013

Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern...


Ich lese gerade so ein cooles Buch: Das Gedächtnis des Körpers: Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern .

Es ist quasi die wissenschaftliche Erklärung für alle Zusammenhänge in der Psychosomatik. Dass ich dieses Buch überhaupt gekauft habe, habe ich auch wieder Angelina Jolie zu verdanken. Es ist unglaublich, was ich alles dadurch gelernt habe, dass ich mich so über ihre Brustamputation aufgeregt habe. Und an alles, was emotional in einem verhaftet ist, kann man sich auch esser erinnen!!!

Der Autor und das Buch wurden in einem Artikel über Epigenetik erwähnt, also der Wissenschaft darüber, dass auch Dinge, die nicht in unserem Genom verankert sind, Einfluss auf genetische Auswirkungen haben, einfach weil es auch Faktoren gibt, die kontrollieren ob Gene abgeschrieben werden oder nicht. Wenn sich z.B. eine Methylgruppe an ein Gen setzt, wird dieses einfach nicht kopiert. Dann können 1000 Mutationen auf diese Gen sein, es hat keinerlei Auswirkungen.

Der Autor Joachim Bauer ist Molekularbiologe, Neurobiologe und Arzt mit Ausbildung als Internist, Psychologe und Psychiater und leitet als Prof, Dr. die Abteilung Psychosomatische Medizin der Universitätsklinik Freiburg. Also ein Mann, dessen Kompetenz wirklich nicht angezweifelt werden kann.

Das Buch handelt also davon, welche Gene bei welchen Gefühlen abgeschrieben werden um dann Botenstoffe zu synthetisieren, die dann wiederum Auswirkungen auf die Organe haben. Schlussendlich ganz leicht und logisch. Dass Psychosomatik existiert und funktioniert ist soweit ja eh klar. Ich finde auch nicht mal, dass Zweifler überzeugt werden müssen denn zumindest an der Uni Köln wird der psycholsomatik Kram bereits im ersten Semester gelehrt.

Er schreibt dabei aber auch über so Sachen wie, dass, wenn man als Kind eine sichere Bindung zu seiner primären Bezugsperson hatte, man später im Leben leichter mit Stress fertig wird. Und Stress wird ja mit fast jeder Krankheit in Verbindung gebracht, einfach weil Stess Cortisol ausschüttet, welches das Immunsystm unterdrückt und dann haben alle Feinde des menschlichen Körpers leichtes Spiel. Alle Bakterien und Viren, aber auch alle Tumorzellen.

Eine weitere Studie, von der er schreibt, fand ich auch sehr interessant: In Stresstests, bei denen der Partner des Probanden anwesend sein und helfen durfte, stellet sich heraus, dass wenn der Proband ein Mann war und seine Partnerin, die ihn unterstützen durfte, eben eine Frau, war der Stress des Mannes wesentlich geringer. Wenn aber eine Frau Proband war und ihr Partner ein Mann, war das Stresslevel genau so hoch, wenn nicht gar höher!!! Bauer erklärt das nicht näher, sondern sagt nur dass evtl. Frauen bessere Bindungspartner seien. - Oder Frauen leiden an so viel Gefallsucht und fühlen sich so wenig untersürzt, dass sie sogar ein einer Beziehung gestresst sind (...und dann auch wieder Stress machen: Ihren Kindern und ihren Partnern...)

Das beste Heilmittel für Stress und sowieso alles Psychosomatische seien zwischenmenschliche Beziehungen. Das hänge alles wieder genau so mit der allerersten Beziehung zur ersten Bezugsperson zusammen. Also jemand, der eine liebevolle Mutter hatte, hat weniger Stress, neigt dazu auch wieder liebevolle Beziehungen aufzubauen und wird weniger krank.

Obwohl, dann bei Nähe betrachtet, zumindest in meiner Familie, macht das keinen Sinn. Meine Schwester hatte eine liebevolle Mutter, gerade weil sie krank war. Nicht, dass das ihrer Krankheit irgendwie geholfen hätte. Vielleicht hat aber auch meine Mutter all ihren Stress auf meine Schwester übertragen, denn es gibt da ja auch noch die Spiegelneurone. Die aktivieren Neurone, also Nervenzellen im Gegenüber und zwar genau die gleichen Neurone.

Ich mache auch in letzter Zeit ganz bewußt die Erfahrung, dass die Luft in einem Raum, gefüllt mit 50-100 nervösen Studenten vor einer Klausur oder Testat stresshormongetränkt ist und sich diese Atmosphäre sofort auf einen selbst überträgt. Kürzlich kamen 30 Schulkinder in eine Bahn, in der ich saß und auch da war sofort Stress in der Luft. Das könnten auch Spiegelneurone sein. So hat der Stress meiner Mutter meine Schwester evtl. krank gemacht und das könne wiederum nur daran gelegen haben, dass sie selbst als Kind schon keine sichere Bindung hatte, Wenn jemand, wie meine Mutter, aber mit Sätzen wie "Ich hasse alle gesunden Menschen" um sich wirft, kann man da auch nicht mehr helfen.

Was mich nun interessiert ist aber folgendes: Wenn es Spiegelneurone und Psychosomatik gibt, wie stehen dann die Neurone mit der Außenwelt in Verbindung bzw. warum existiert das Gesetz der Anziehung? Klar ist, dass ich, wenn ich meine Gedanken verändere, ich auch meine Genexpression verändere. Ich schütte andere Botenstoffe aus. Aber was macht die Außenwelt dann? Sind das bei den nervösen Studenten vielleicht auch nicht die Spiegelneurone, sondern ist wirklich die Luft stresshormongetränkt? Immerhin nehmen wir ja auch aus der Luft Stoffe wie Sauerstoff auf und reagieren auch auf Sonnenlicht. Könnte es da draußen noch mehr geben, worauf wir körperlich reagieren? Und das auf uns reagiert?

Schlussendlich egal, denn es funktioniert. Es funktioniert sich in Gelassenheit zu üben und es funktioniert positiv zu denken. Denn dann schüttet man gewisse Botenstoffe eben nicht aus, die schlussendlich nur zum Scheitern, zu Unglück und zu Krankheit führen.

Menu des Tages am 18. Juli

1 Grüntee
3 g Spirulina
rohes Müsli mit Banane, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Leinsamen
8 g Ombar kokos

Greensmoothie aus Blattsalat, Banane, Orange, Sunwarrior, Leinsamen
3 TL Carobella (Rohtella nur mit Carob)

Weißkohlsalat - hab kein Foto gemacht, aber das Rezept ist so gut, das gibt es nächste Woche im Newsletter

350 ml Kokoswasser
gefrorene Banane mit Fleisch der jungen Kokosnuss püriert


Salat aus Chinakohl, Blattsalat, Radieschen, Möhren, Blumenkohl, Brokkoli, Knoblauch, Tibetsalz, Walnussöl, vegane rohe Aioli, Linsenkeime, Thymian und Apfelessig

Ich denke, das Resultat des Wochenendes ist, dass ich ca. 1 kg zugenommen habe. Schlussendlich ist das aber keine Katastrophe, da ich ja endlich weiß, wie man abnimmt. Ich werde die Kalorien aber nicht reduzieren, sondern dabei bleiben. Davon habe ich nie zugenommen. Allerdings bin ich morgen mit einem hinreißenden, interessanten Mann verabredet um eine Flasche Rotwein zu leeren und, ehrlich gesagt, das macht mir Sorgen. Weiß der Himmel, auf was für Gedanken ich komme, wenn ich ne Flasche Rotwein leere!;-))) Möglicherweise werde ich die Kalorien dann am Sonntag durch Ausschlafen einfach einsparen.

2139 kcal, 29,4% Fett, Omega 3:6 war 1:2,5, Eiweiß 81,6 g. Nur Vitamin E war 4% zu wenig. Alles gut. Geht doch nix über Salat - auch wenn er ein reiner Restesalat aus allem, was man noch im Kühlschrank hat, ist.

Kokosfleisch und Banane zu Eis zu kombinieren, kommt übrigens nicht allzu gut. Anders als ich gedacht hatte. Kann man drauf verzichten.

Alles Liebe,

Silke

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Donnerstag, 18. Juli 2013

Immer, immer wieder auf das Pferd aufsteigen...


Von den 4 am Wochenende zugenommenen Kilos sind jetzt 2,8 kg weg. Ist doch irre oder? Wie wenig man sich bekloppt machen lassen darf!

Für jemanden, der niemals eine Diät gemacht hat, sind die Gedanken und Mechanismen, die in dem Diäthaltenden ablaufen, wahrscheinlich völlig unbegreiflich. So Gedanken wie: "Heute noch mal reinhauen, und ab morgen dann Disziplin" oder eben auch "Ich nehme ja gerade nicht ab, dann ist es eh schon egal" oder auch "Jetzt habe ich über die Strenge geschlagen, dann kann ich ja eh gleich das Handtuch werfen"

Eine Diät ist nichts, wobei man, wenn man ein Mal einen Schritt in die falsche Richtung macht, gleich alles verbockt. Sie ist ein Weg, den man geht und immer wieder korrigieren muss. Das gilt nicht nur für Abnehmdiäten, das gillt ebenso für Ernährungsumstellungen.

Wer jeden Tag immer nur das isst, was man in Restaurants zu essen bekommt, wird ganz klar und definitiv sowohl Diabetes, Arteriosklerose, einen zu hohen Cholesterinspiegel und wahrscheinlich auch Krebs bekommen. Es sei denn, man bestellt immer Salat. Aber alles andere Essen in Restaurant taugt nicht, weil einfach kein Gemüse dabei ist. Nie. Ich weiß nicht wie oft ich versucht habe, irgendwas gemüselastiges zu bestellen und es ging einfach nicht. Pasta z.B. mit Gemüse dazu. Kriegst du nicht. Du kriegst Pasta mit Käsesauce.

Je weiter weg das Essen her kommt, desto mehr Gemüse kriegt man aber auch. Beim Türken, Asiaten und Inder ist es wesentlich leichter Gemüse zu bekommen als in europäischen Restaurant.

Naja, aber worauf ich hinaus wollte: Wenn man mal einen Schritt vom Weg abgekommen ist, ist das noch lange kein Grund das Handtuch zu werfen. Ich weiß, man fühlt sich dann als Versager, weil man seinen eigenen Wünschen nicht gerecht geworden ist. Man wird sich aber noch mehr wie Versage fühlen, wenn man all die Ausreden, die man sich parat gelegt hat, auch glaubt, warum man sich nicht wieder auf Pferd aufschwingen kann.

Ausreden sich keine Mühe zu geben, gibt es wirklich reichlich. Kürzlich hat jemand zu mir gesagt, er könne keine Diät machen, weil er um 6 Uhr früh anfinge zu arbeiten und um 5 Uhr morgens Frühstücken sei schwer. Außerdem brauche gesundes Essen immer Planung.

Zum einen frühstücke ich auch um 5 Uhr morgens wenn ich in den Bioladen muss. Zum anderen: ja, es erfordert Planung, aber man kann nicht erwarten irgendwas im Leben zu bekommen, ohne da irgendwelchen Einsatz für zu bringen! Das ist nun mal so. Um erstrebenswerte Sachen muss man sich auch bemühen! Computerspiele spielen wir aus genau diesem Grund gerne: Da gibt es Hindernisse, die man überwinden muss und wenn man das geschafft hat, kommt man ein Level höher. Warum tun wir uns im richtigen Leben so schwer damit? Wer keine Motivation hat gesund zu essen sollte mal in das Herzzentrum einer Unklinik fahren und sich anschauen was man, wenn man nur Mist ist, im Alter alles bekommt!

Bei den Dreharbeiten unterhielt ich mich mit der Maskenbildnerin, die mich fragte wie das Studium läuft etc. und daraufhin fragte ich sie nach ihrem Leben aus. Sie erzählte mir, ihr Vater hätter sehr, sehr schwer Typ II Diabetes. Sie sei am Wochenende zu Besuch bei ihren Eltern gewesen und es hätte sie schwer geschockt, wie sehr er degeneriert ist, was er alles nicht mehr machen könne, wie viel Gefühl in seinen Extremitäten verloren gegangen sei. Er sei 72 Jahre alt und könne ohne Hilfe ihrer Mutter gar nichts mehr machen.

Daraufhin fragte sie mich, ob das erblich sei, denn sein Bruder habe auch Typ II Diabetes und womöglich sorgte sie sich auch um sich selbst. Typ II-Diabetes ist aber leider ausschließlich angegessenund, was ich ihr auch sagte und habe dann noch ein bisschen was über mein wissenschaftliches Projekt erzählt.

Ist das nicht furchtbar? 72 Jahre ist überhaupt kein Alter. 100 halte ich für absolut realtistisch, wenn man so alt werden möchte.

Nun ist Diabetes ja durchaus reversibel und auch Neuropathie ist bis zu einem gewissen Grad reversibel. Aber verändere Mal die Ernährungsweise eines über 70jährigen. Das Schlimme ist, dass die Gewohnheiten, je älter die Menschen sind, also je kranker sie sidn, auch um so fester sitzen. Wie man da ran kommt, das sollte mir mal jemand beibringen, denn das ist das A und O.
Von allen Patienten, die ich bisher kennen gelernt habe, war jedenfalls keine bereit irgendwas an seiner Ernährung zu verändern. Viele von denen sind jetzt schon tot.

Menu des Tages am 17. Juli 2013

2 Grüntee
3 g Spirulina
rohes Müsli mit Trauenkernmehl, Sunwarrior, Orange, Leinsamen
1 Kugel Schokoladeneis

Greensmoothie aus Rucola, Banane, Sunwarrior, Orange, Sellerie, Wasser

16 g Ombar kokos

Weißkohlsalat



Schokoladeneis mit Banane
Sojajoghurt mit Beeren und Stevia
1 Scheibe Vollkornbrot mit Carobcreme

1 Scheibe Vollkornbrot mit 1/3 Banane belegt

Ich bin ja kein großer Fan von Greensmoothies, einfach, weil die nicht lange satt machen, vielleicht für ne Stunde und ich es hasse direkt einen Liter davon zu trinken, einen überfüllten Magen zu haben und dann nach 2 Stunden wieder Hunger zu haben.

Gestern habe ich Leinsamen und Sunwarrior rein getan und das Problem war erledigt. Der Greensmoothie hat satt gemacht und hat 3-4 Stunden vorgehalten.

Ich hab so viel 80/10/10-Blödsinn gelesen, dass ich es unbewußt für ungesund halte, Leinsamen in einen Smoothie zu tun. Das ist totaler Bullshit. Leinsamen liefern Omega 3, sorgen dafür, dass der Zucker langsamer aufgenommen wird und machen daher länger satt. Sie sind toll! Was ich allerdings tatsächlich für ungesund halte ist Kokosöl in Smoothies zu tun. Gesättigte Fettsäuren braucht man nämlich nicht im Übermaß. Die kann der Körper alle selber herstellen.

Es ging gestern in der Biochemie Vorlesung um ungesättigte Fettsäuren und wofür die wichtig sind. Sie sind wichtig für den Flussmechanismus der Zellmembran. Aber wie der Prof es dargestellt hat, sollte man so viele wie möglich davon aufnehmen, was ja nicht so ist. Wahrscheinlich wollte er darauf hinaus, dass viele Menschen zu wenig davon aufnehmen. Cholesterin verfestigt die Zellmembran und ungesättigte Fettsäuren verflüssigen sie. Sie sollte natürlich, wie alles im Körper, optimal flüssig sein. Nicht zu fest, nicht zu flüssig. Wenn sie zu flüssig wäre, würden wir einfach zu einem Häufchen Matsch am Boden zerfallen, wenn sie zu fest ist, kommt nichts mehr in die Zelle raus oder rein. Es kommt also auch hier auf das richtige Verhältnis an.

Ich hab versucht mit Vollkornbrot am Abend das Fett aus den ungesättigten Fettsäuren der Mayonnaise des Weißkohlsalats auszugleichen. Das hat nicht so gut geklappt. Es waren 31,3% Fett. Dafür was das Omega 3:6 Verhältsnis 1:2, was sogar die Paleo-Fraktion stolz machen würde. 2164 kcal, 88,8 g Eiweiß. Vitamin E war allerdings mal wieder zu wenig. 71%. Sollte ich wohl besser Mandeln statt Cashews in die Mayonnaise tun, was? Oder eine Mischung.

Ach, was solls...An anderen Tagen läuft es anders.

Alles Liebe,

Silke

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Mittwoch, 17. Juli 2013

Dreharbeiten und Weißkohl...

Heute sind von den 4 kg mehr, die ich am Montag auf die Waage brachte 1,8 wieder verschwunden. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt und nehme an, dass Freitag bzw. Samstag alles in meinem Körper, ob es nun Fülle der Verdauungsorgane oder Bindung von Wasser durch Kohlenhydrate und Salz ist, wieder zur Normalität zurückgegangen sein wird. Was dann noch da ist, ist dann das, was ich wirklich zugenommen habe. Wobei ich schon auch sagen muss, dass dass Gewicht auch von einem auf den anderen Tag stark schwanken kann. 1 kg hoch oder runter passiert auch so mal zwischendurch. Ich nehme an zyklusabhängig, denn ich habe kürzlich in einem meiner Lehrbücher gelesen, dass der weibliche Körper so ungefähr alles einlagert was es gibt, wenn er sich auf eine Empfängnis vorbereitet: Wasser, Fett, Glycogen...Alles was er kriegen kann. Ich diskutierte darüber noch mit einer Kommilitonin, ob es sich dabei wohl um Gramm oder Kilogramm handele. Darüber wussten wir beide nichts. Spielt ja auch nicht wirklich ne Rolle, so lange die Klamotten noch passen!;-)

Gestern beim Dreh war ich brav, was bedeutet, ich habe nichts von dem angerührt, was man hingestellt hatte. Einen Kaffee hatte ich hingegen getrunken. Mit Stevia gesüßt.

Funktioniert hat das, indem ich mir einen Active Greens Riegel sowie eine Tafel Ombar kokos eingesteckt hatte. Als Substituenten für das, worauf ich bei Drehtagen geeicht bin: Schokolade! - Ein Schauspielerkollege beschwerte sich ebenfalls darüber, dass er dem Zeug nie widerstehen könne. Außerdem hatte ich mir eine Scheibe Vollkornbrot und eine Banane eingepackt.

Das hat mir durch den Dreh geholfen, der Gott sei Dank, recht früh zuende war, gegen Mittag bereits. Und dann bin ich zu einem Edeka gestapft und habe mir an deren Salattheke einen frischen, veganen Salat aus Gemüse, Mais und Kidneybohnen gemacht. So hat auch das gut funktioniert.

Menu des Tages am 16. Juli 2013

3 g Spirulina
2 Grüntee
rohes Müsli mit Erdbeer-Sojamilch, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Leinsamen und Orange
10 g Bitterschokolade

1 Banane
47 g Vollkornbrot

1 Kaffee mit Stevia
1 Organic Food Bar Avtive Greens
16 g Ombar kokos

gemischte Salatschale mit Balsamicodressing

Banane mit Schokoladeneis - so soll das aussehen!



Weißkohlsalat mit roh-veganer Mayo

Der Salat abends, ich weiß, er schaut nicht hübsch aus, war eine Offenbarung. Ich habe mich vor derartigen Rezepten in den letzten Monaten immer gedrückt, weil ich schon die Krise kriege, wenn ich nur lese, dass 2 Tassen Cashews in ein Rezept sollen.

Bei der Mayo war das auch so, also habe ich nur das halbe Rezept gemacht und durfte feststellen, dass auch das noch ne Unmenge Mayonnaise ist. Schlussendlich habe ich den Salat überhaupt nur gemacht, weil ich noch zwei Köpfe Weißkohl rumliegen habe, die irgendwo hin müssen. Weil es so warm ist, fühle ich mich gerade mehr zur Rohkost hingezogen und da gibt es nicht allzu viele Möglichkeiten Weißkohl zu verwenden. Also habe ich einen klassischen Coleslaw gemacht. Weißkohl, Möhre, Zwiebel und eben Mayo.

Erstaunlich war folgendes: Das ganze hatte 415 kcal, davon 270 aus der Mayo und schlussendich 20 g Fett, was schon recht viel ist. Aber dann auch wiederum nicht so viel, dass man es nicht durch andere, fettärmere Speisen am Tag ausgleichen könnte. Außerdem hat der Salat unglaublich satt gemacht, was Fett ja auch immer ziemlich gut kann, zumindest, wenn es mit Ballaststoffen vergesellschaftet ist, und das war es hier. Aber genau das ist wiederum auch der Grund, warum man mit LowCarb abnehmen kann. Man reduziert Kalorien indem man mehr Fett und Eiweiß isst. Gesund ist das aber halt nicht. Und Kalorien reduzieren kann man auch auf gesunde Art und Weise.

Leider war das aber auch nicht unbedingt ein Tag, an dem ich eine solche Mahlzeit ausgleichen konnte. Das Müsli und auch Organic Food Bar und Ombar hatten bereits ihre Fette. So waren es dann Pi mal Daumen 34%. Ups. Heute mache ich es besser, aber heute gibt es auch wieder Weißkohlsalat. Ich habe nämlich immernoch sowohl Kohl, als auch Mayonnaise im Haus. 2163 kcal waren es gestern.

Alles Liebe,

Silke

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Dienstag, 16. Juli 2013

Wochenendnachwehen...

Ich war das Wochenende über bei meinem Vater und ich muss leider sagen, dass ich mich überfressen habe. Also wirklich so, dass ich einfach viel zu voll war und ich leide jetzt noch darunter. Ich habe jetzt noch zu viel Nahrung in meinem Körper.

Ich hab ja immer gedacht Nahrung ist nach 24 Stunden einmal durch einen durch. Laut der MedFak dauert das 1-5 Tage. Vom Verzehr bis zum Kot. Ich brachte gestern 4 kg mehr auf die Waage als normal und das ist kein Körpergewicht, das ist Nahrung. 1 kg Körperfett enthält 7000 kcal. Ich schätze ich habe an beiden Tagen am Wochenende 3500-4000 kcal gegessen und könnte so maximal 500 g Fett zunehmen, aber nicht 4 kg. Außerdem geht die Lipogenese, die Entstehung von Fett, auch gar nicht so schnell und allein die Aufnahme geht auch gar nicht so schnell, denn möglicherweise ist mein Darm heute noch damit beschäftigt, das Fett vom Wochenende aufzunehmen geschweige denn, es in körpereigenes Fett zu verwandeln. Von gestern auf heute habe ich jedoch auch wieder1 kg verloren, also darf man gespannt sein und schauen wie da was wirkt. Ich sollte einfach wissenschaftlich neugierig sein und beobachen. Zumal ich mich beruhigen kann, dass ich eher Kohlenhydrate statt Fett gegessen habe.

Bananeneis mit Amaretto und Kakaopulver vom Wochenende

Darüber hinaus bin ich völlig durch. Ich hab keine Kraft mehr, keine Lust mehr, brauche Urlaub. Hängt wahrscheinlich aber nur damit zusammen, dass ich gestern keinen Kaffee getrunken habe. Ich will runter von all dem Zeug. Jetzt sind keine Klausuren, also beste Gelegenheit dazu. Ich stelle wieder fest, dass ich, wenn ich müde bin, essen will. Ich über mich also darin mich hin zu legen, wenn ich müde bin, was gestern ganz gut geklappt hat. Gestern Nachmittag hatte ich aber auch frei. Habe ich jetzt eigentlich immer nachmittags außer am Freitag. Da steht der Bioladen auf dem Programm. Vielleicht kann ich aber bis Freitag ein bisschen Schlaf nachholen.

Heute muss ich hingegen zu Dreharbeiten und dass wird mir jetzt so viel mit Dreharbeiten, dass ich mich heute nicht dem Müllessen dort hingegeben werde. Normalerweise ist das ja so: Wenn es ein mal passiert ist das kein Ding, aber das ist jetzt der 3. Drehtag und jetzt bin ich so weit, dass es mich stört, dass es dort nur Süßigkeiten, Kaffee und Brötchen geben wird. Also muss ich jetzt etwas Energie aufwenden, dem zu widerstehen.

Das wird so ablaufen, dass ich Rohkostschololade und einen Riegel mitnehmen werde. Möglicherweise werde ich 1 Kaffee trinken, das weiß ich aber noch nicht. Kaffee ist leider gut um seine Aufmerksamkeit zu bündeln und da ich eigentlich zu fertig bin, könnte das notwendig sein. Wie gesagt, eigentlich brauche ich Urlaub...

Dafür war ich gestern von der Mensa entzückt. Eine Kommilitonin hat mich überredet hin zu gehen und das vegetarische Essen, das angeboten wurde, war Vollkornnudeln mit Dinkel und Gemüse. Dazu Salat.

Letztes Jahr irgendwann war eine Umfrage in der Mensa, ob man vielleicht lieber Bioessen möchte, ob man dafür mehr bezahlen würde und irgendwie hat sich seit dem ein bisschen was verändert. Normalerweise besteht das vegane Essen dort auch nur aus Weißmehl etc. Gestern stand nicht extra dran, dass es vegan war, schätze ich aber so ein, aber vor allem war es auch vollwertig. Was nützte einem vegan, wenn es nicht auch gesund ist?

Habt ihr schon gehört dass Oreo-Kekse neuerdings vegan sind? Die Hersteller haben das Süßmolkepulver raus genommen. Aber beim besten Willen, was nützt es einem Oreos zu essen? Ich wähle jederzeit lieber ein nichtveganes gesundes Essen als ein veganes ungesundes. Und davon gibt es auch reichlich!

Die Mensa hat mich jedenfalls tief beeindruckt und lecker war es dazu. Möglicherweise muss ich da jetzt öfter hin.

Menu des Tages am 15. Juli


2 Grüntee
3 g Spirulina
rohes Müsli mit Sunwarrior, Traubenkernmehl, Banane, Leinsamen und Erdbeersojamilch

Birnen-Ingwer-Riegel

Vollkornnudeln mit Dinkel, Gemüse und Salat
15 g Bitterschokolade

Schokoladeneis mit Banane (morgen im Newsletter)



Salat aus Blattsalat, Paprika, Trauben, Möhre, Brokkoli, Zwiebel, Walnussöl, Apfelessig, Tibetsalz und Cayennepfeffer


20 g Bitterschokolade

Das Eis hat's mit angetan und mich fast süchtig gemacht. Schokolade, Hitze, Müdigkeit, Stress....Es war schwer, sehr schwer mich da zu zügeln. Leider habe ich es aber zu lange stehen lassen, bevor ich das Foto gemacht habe und es war geschmoluen...
Geholfen hat auch da nur die Besinnung auf Mittagsschlaf. Dadurch hatte ich dann aber leider zu wenig gelernt. Tja, und das ist der Grund, warum der Student zu Aufputschmitteln greift...

Ich muss mich sortieren, mich wieder auf geregelte Bahnen bringen und die Prioritäten richtig setzten.

Alles Liebe,

Silke

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Samstag, 13. Juli 2013

Kurzgeschichten...

Heue habe ich leider keine große zusammenhängende Geschichte für euch, sondern nur ein Potpourie aus vielen kleinen Dingen der letzten Tage.Beginnen möchte ich jedoch wieder mal mit Biochemie.

Ich genieße den Wahlpflichblock sehr, weil alles in den letzten Wochen gelernte, nochmal wiederholt wird. Außerdem ist die Dozentin sehr gut, diese 60jährige Biochemikerin, von der ich auch in meinem Post über mein Arthrosereferat geschrieben habe. Sie stellt wohl auch die Klausur.

Gestern ging es um DNA und Mutationen und in diesem Zusammenhang auch um die Gene BRCA1 und BRCA2, die bei Brustkrebs eine Rolle spielen. Ich wette, ihr erinnert euch noch wie ich mich vor ein paar Wochen so über Angelina Jolies Brustamputation aufgeregt habe, daher habe ich mir ein Zitat der Biochemikerin aus der Vorlesung gestern notiert:

"Wenn die BRCA1 und 2 Gene mutieren, könnte das bedeuten, dass das Risiko für Brustkrebs erhöht ist"

Bemerkt ihr die Konjunktive? Jemand der sich hauptberuflich seit Jahrzehnten mit Biochemie beschäftigt und forscht, traut sich offensichtlich nicht zu sagen, dass wenn eine Mutation in diesen Genen vorliegt es definitiv zu einem höhern Brustkrebsrisiko, geschweige denn zu Brustkrebs kommt.

In der Presse jedoch, wird das völlig anders dargestellt. Und von so manchen Ärzten, wird es auch völlig anderes dargestellt. So wie: Mutation = Brustkrebs.

Das fand ich ziemlich erhellend. So völlig klar und eindeutig scheint auch da noch gar nichts zu sein und ich finde Angelina Brustamputation immer noch völlig bekloppt! Das bleibt dabei.

Themenwechsel: Ich hab ein schickes neues kleine Küchengerät, weil ich meine Küchenmaschine unabsichtlich zerstört habe, was nicht so schlimm war, weil ich die eh nur auf dem Flohmart für 10 € gekauft hatte. Sie ist mir aus dem Schrank gefallen, als ich vor ein paar Monaten einen Strawberry Cheesecake für meine Kommilitoninnen gemacht habe. Seither war ich ohne und habe sie schon ein bisschen vermisst. Vor allem zum Kuchen machen, aber auch zum kleinhacken von Kohl, Möhren oder eingeweichten Nüssen. Dieses gute Stück habe ich jetzt neu:


Eine Küchenmaschine mit Kurbel. Den Lurch 10218 Green Power Mixer. Und weil das Kurbeln manchmal ganz schön anstrengend ist, freue ich mich dann, da ich keinerlei Oberkörper-Krafttraining mache. Ich muss im Bioladen manchmal schwer tragen, aber das ist alles. Ich mache nur Bauch-Bein-Po. Zumindest noch. Jedenfalls gefällt mir das gute Stück sehr gut und ich finde es schön umweltfreundlich.

Meine letzte Geschichte handelt von Frederic Patenaude, den ich hier schon öfter erwähnt oder zittiert habe, weil er die Rohkostszene immer sehr kritisch unter die Lupe genommen hat. Das hängt damit zusammen, dass er seit 15 Jahren aktiv darin ist, mit veganer Gourmet Rohkost aber mehr Gesundheitsprobleme bekam, als er vorher jemals hatte und mehrere Bücher geschrieben hat. Er hat sich dann 80/10/10 bzw. der fettarmen Rohkost mit viel Obst zugewandt und hat das dann jahrelang propagiert. Vor ein oder 2 Jahren hat er geheiratet und seine Frau ist als vegane fettarme Köchin tätigt und hat ebenfalls eine eigene Homepage. Frederic hat es auf seiner Seite immer so dargestellt als würde er hauptsächlich Obst essen und nur wenig Gekochtes, während seine Frau darüber schrieb, was sie ihrem Mann alles gekocht hat, was mir schon irgendwie seltsam vor kam.

Jetzt hat Frederic einen Job bei Kevin Giannis Renegade Health angenommen über den ich auch schon öfter geschrieben habe. Ziemlich viel früher allerdings. Auch der hat die vegane Rohkost dran gegeben, auch nachdem er 80/10/10 ausprobiert hat, Zahnprobleme und Candida bekam, dann Gekochtes in seine Ernährung integriert hat und als seine Frau dann schwanger wurde, wurde sogar das "vegane" aufgegeben und jetzt essen beide auch wieder tierische Produkte. Sie hatten Mangelerscheinungen.

Jedenfalls stellte sich Frederic Patenaude also vor 2 Tagen auf Kevins Renegade Health vor und ich war gelinde gesagt, überrascht, dass auch er momentan weder fettarm, noch salzfrei noch vegan isst. Er isst Fisch und Eier und Gekochtes und Wein und Kaffee und was weiß ich nicht alles. Er hat sogar zwischendurch Paleo gemacht und auf seiner Seite nichts davon erzählt. Irgendwann outen sich dann doch alle... Aber er isst immernoch viel Rohkost und Gemüse.

Und irgendwie kann ich nichts dagegen haben, wenn Leute sich so ernähren, weil ich einfach nicht glauben kann, dass man davon Zivilisationskrankheiten kriegt. Nichts spricht dafür. Ich schreibe mir auf Facebook manchmal mit einem omnivoren 100% Instinkto-Rohköstler der permanent von veganen Rohköstlern angepöbelt wird und auch da kann ich einfach nicht behaupten, dass ich glaube, dass er wegen seines Verzehrs an tierischen Produkten irgendwie Zivilisationskrankheit gefährdet ist. Daher pöbele ich auch nicht. Das ist für mich das entscheidende!

Für mich selbst käme das jedoch nie in Frage. Weder Instinkto noch regelmäßiger Verzehr von tierischen Produkten. Von Milchprodukten bin ich sowas von weg. Fleisch esse ich seit 25 Jahren schon nicht und habe kein Verlangen danach. Ich bin da einfach nicht dran gewöhnt, das ist alles, ich mag halt Sushi. Aber meine Sushiausflüge kann man pro Jahr an einer Hand abzählen. Und es ist auch echt schwe an rohem Fisch was ungesundes zu finden. Maximal Schwermetalle...Vegane Weißmehl- und Zuckerprodukte sind halt wesentlich ungesünder...

Und es ist völlig gesund wenn ein junger Mensch so isst wie Frederic Patenaude isst. Nichts spricht dafür, dass man davon irgendwie krank werden könnte, weil das wichtigste nach wie vor ist viel Obst und Gemüse zu verzehren und viel davon roh. 7-10 Portionen pro Tag, ihr erinnert euch?

Ich würde gerne eine Studie durchführen was passiert wenn man 7-10 Portionen Obst und Gemüse am Tag isst und ansonsten nur Mist! Ich glaube fast, es würde gar nichts passieren...Echt nicht...Aber das gilt nur für gesunde Menschen, nicht für solche, die schon irgendwelche Zivilisationskrankheiten haben!

Menu des Tages am 12. Juli 2013

2 Kaffee mit Stevia
rohes Müsli mit Sunwarrior, Leinsamen, Traubenkernmehl und Birne
8 g Ombar kokos
3 g Spirulina

Ingwer-Birnen-Riegel
1 Grüntee
200 g Sojajoghurt
42 g Vollkornbrot
8 g Ombar kokos

1 Real Jumbo
Salat aus Blattsalat, Birne, Möhre, Zwiebel, Paprika, Linsenkeime, Walnussöl, Salz, Apfelessig, Cayenne
1 Banane

Honigmelonensmoothie mit Sunwarrior (eine Offenbahrung! Ich stehe auf Sunwarrior und find es so lecker)


1 Scheibe Vollkornbrot
1 Grüntee
Salat aus Blattsalat, Paprika, Gurke, Trauben, gekochten Pilzen mit Walnussöl, Apfelessig, Cayenne und Salz



Ich war total müde gestern. Die Woche hat mich geschlaucht. Ich bin jeden Tag um 4:30 Uhr aufgestanden. Dementsprechend habe ich gestern zu viele Aufputschmittel genommen und ich hatte auch zu viel Hunger. Oder nein - Appetit!

Auch da muss ich aussteigen, was mir in den Semesterferien vielleicht gelingt. Bei Müdikeit nicht essen, sondern schlafen gehen. Wie kann man nur so fehlgeschaltet sein?

A propos Fehlschaltung und a propos Selbstdisziplin:

Für die bestandene Histoklausur belohne ich mich mal nicht mit Sushi sondern mit einer Thai Massage. Das hatte ich mir vor der Klausur schon versprochen. Ich will mal versuchen die Verbindung: Belohnung = Essen in meinem Bewußtsein zu löschen ;-)))

Als ich arm war war das immer die leichteste und billigste Belohnung. Daran sieht man aber auch, dass arme Menschen ungesünder und dicker sind als reiche.
Ärztekinder lernen direkt, dass man als Belohnung nicht eine Schokolade sondern ein iPhone kriegt und so entsteht diese Verknüpfung nie! - Praktisch oder?

Belohnungen der Zukunft: Wenn ich Anatomie bestehe dann fliege ich ein paar Tage in den Süden. Wenn ich Biochemie bestehe, schenke ich mir einen E-Book-Reader, weil ich es hasse online PDFs zu lesen. Und mit so tollen Belohnungen fällt die Selbstdisziplin dann doch wieder noch leichter!

Alles Liebe,

Silke

Wenn du deine Wertschätzung für dieses Blog auf materiellem Weg ausdrücken möchtest, kannst du das hier gerne tun

Freitag, 12. Juli 2013

Ich hab jemanden vegan gemacht...


Erinnert ihr euch noch an meine Patientin Kundin aus dem Bioladen mit der Arthrose? Gestern war sie wieder da um sich bei mir zu bedanken. Sie sei seit unserem letzten Gespräch vegan geworden, auch weil ihr noch jemand andereserzählt hatte das Milchkühen ihre Kälber viel zu früh weggenommen werden etc. Aber seit sie vegan sei habe sie keinerlei Entzündungsreaktionen mehr gehabt.

Das war ja so, dass diese Frau seit 20 Jahren oder so tierschutz-Vegetarierin war und ich sprach mit ihr darüber, dass ich sowas für Blödsinn halte, denn so manche Milchkuh wäre sicher lieber tot als ein Leben als Milchkuh zu fristen. Das hat sie überredet. Nicht die gesundheitlichen Vorzüge eine weitestgehend pflanzlichen Ernährung. Sie hat die 3 Liter Demeterjoghurt, die sie am Tag vor unserem letzten Gespräch gekauft hatte nicht mehr gegessen, sondern verschenkt. Seit dem 22. Juni, dem letzten Tag an dem wir uns trafen, habe sie nichts tierisches mehr gegessen. Sie kauft jetzt Sojajoghurt.

Das bestätigt aber irgendwie das, was viele Kommentaren an dieser Stelle schon gesagt haben: Es sei so gut wie unmöglich aus gesundheitlichen Gründen vegan zu werden.

Tatsächlich ist das aber aus gesundheitlichen Gründen auch nicht nötig, vielleicht ist das deshalb so schwer. Die Disziplin 100% vegan durchzuziehen haben nur Tierschützer. Obwohl ich auch jedem Herzpatienten empfehlen würde immer vegan zu sein, außer vielleicht an einem der Oster- oder Weihnachtstage. Bei richtig schweren Krankheiten kann das durchaus erforderlich sein, um sie zu bessern. Aber für einen gesunden junger Mensch gibt es keine zwingenden gesundheitlichen Gründe 100% vegan zu werden. Das ist einfach so. Das ist in Studien bewiesen.

Ich denke der wichtigste Grund vegan zu werden ist der, die Nachfrage nach veganen Produkten in der Gesellschaft zu steigern. Der Matcha-Tee im Biolande ist ausverkauft! Attila Hildmann macht das wirklich toll. Es gibt zu wenig veganes Essen in Restaurant, es gibt vor allem zu wenig Gemüse in Restaurants, es gibt auch zu wenig Vollwertprodukte in Restaurants. Das ist alles problematisch und das läßt die kranken Leute dann auch in Gesellschaft ungesunde Sachen essen. Es muss alles mehr etabliert werden. Das Vegane muss genau so gesellschaftlich anerkannt und bekannt sein, wie der Vegetarismus. Auf jeder Speisekarte, auf der sich ein vegetarisches Gericht befindet, sollte mindestens auch ein veganes stehen. Das ist der wichtigste Grund vegan zu leben. Es ist wichtig immer wieder, durch Angebot und Nachfrage dafür zu sorgen, dass es mehr davon gibt. DAS macht Attila Hildmann. Ich weiß nicht wer ihn so hypt, ob das der Verlag ist oder irgendwelche Manager, aber das Konzept geht auf und ich finde es sehr faszinierend.

Was den Tierschutz betrifft: Ehrlich, beim Ackerbau kommen auch Tiere ums leben, wenn der Mähdrescher über das Feld fegt und erntet. Ist das Getreide dann noch vegan? Was ist mit den Tieren, die aus ihrer natürlichen Umgebung verjagt werden, weil Ackerflächen geschaffen werden? Was ist mit den Tieren, die durch Spritzmittel zugrunde gehen? Tierschutz-Veganissmus macht daher eigentlich keinen Sinn. Man kann doch nicht Honig meiden, weil die Bienen ausgenutzt werden und dann Aldigemüse kaufen, wo Tiere durch Spritzmittel ums Leben gekommen sind. Also!

Wenn die ganze Welt weitestgehend pflanzlich lebt ist allen mehr geholfen, also wenn eine Hand voll Tierschützer dogmatisch Veganismus propagieren, der gar nicht 100% sein kann. Nie. Veganismus sollte eh kein Nomen sein, sondern ein Verb. Ein Verb, welches sich auf diese eine Mahlzeit bezieht, die ich jetzt gerade esse. Sogar Barnad schreibt, dass man sich nicht als "Veganer" bezeichnen solle, sondern sich so definiert, dass man veganes Essen bevorzugt, oder eine vegane Mahlzeit isst. Es ist kein Wort, womit man sich abstempelt, womit man sich in eine Schublade steckt. Es ist ein Verb. Etwas das man tut. Etwas was mit einer Handlung verbund ist. Nicht mit einem Dogma. - Mein Wort zum Sonntag.

Menu des Tages am 11. Juli

1 Kaffee mit Stevia
3 g Spirulina
Müsli mit Erdbeersojamilch, Banane, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Leinsamen und Stevia
8 g Ombar kokos
1 Grüntee

Vollkornbrötchen mit Banane und Rohtella


Salat mit Vollkornbrot


Kaffee mit Sojamilch und Süßstoff

Birne-Ingwer-Riegel
koffeinfreier Dinkelkaffee

300 g Sojajoghurt mit 2 Bananen

2 Sachen zu Thema Selbstdiziplin ;-)))

Ich war völlig fertig gestern nach der Vorlesung und vor meiner Schicht im Bioladen, dass ich beim Lernen fast eingeschlafen wäre, was ich in der Uni gemacht habe, so dass ich in die Mensa gestiefelt bin um mir einen Kaffee zu holen. Wäre ich zuhause gewesen, hätte ich Mittagsschlaf gemacht, aber war ich nicht. Ich musste noch bis 20:30 Uhr arbeiten. Ich bin also immer noch auf Aufputschmittel und Kaffee hat nun mal, im Gegensatz zu Rohkostschokolade, die auch wach macht, keine Kalorien. In einer Woche sind Semesterferien!!!

Das andere Thema ist das Soja, was ich ja eigentlich testweise vermeiden wollte. Wie das Schicksal so spielt habe ich 6x250 ml Erdbeersojamilch und 1 l Sojajoghurt geschenkt bekommen. Ihr kennt das, mit dem Gesetz der Anziehung.;-) Immer wieder faszinierend. Es kommt alles zu einem, wenn man den Wunsch losläßt. - Jedenfalls esse ich das Zeug jetzt auch!

Waren 2139 kcal, zu wenig B5 und Kalium und zu viel Fett: 30,7%.

Es ist immer doof, wenn man Essen für einen ganzen Tag mitnehmen muss um sich 12 Stunden lang zu verpflegen. Am besten funktioniert meine Nährstoffausbeute, wenn ich 2 Salate am Tag esse. Ist echt so! Ich kann aber nicht 2 Salate mitnehmen. Das sind ja keine Minisalate, wie man sie im Supermarkt kriegt, das ist jeweils ne ganze Schüssel!

Ja, das Leben macht es uns schon schwer und deshalb sollte es vollwertiges, rohes, veganes Essen allernorts zu kaufen geben und nicht nur im Bioladen! - Da gibt es auch noch zu wenig!

Alles Liebe,

Silke

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Donnerstag, 11. Juli 2013

Der innere Schweinhund oder Der Schlüssel zum Glück...

Ich bin über eine nette Studie gestolpert, eine, die im Spiegel veröffentlich wurde und die diesmal nicht medizinisch ist, sondern psychologisch. Das Ganze mal zur Ergänzungs meines Beitrags Warum man manchmal einfach seinen Arsch hoch kriegen muss: Selbstdisziplin macht glücklich.
Menschen, erleben mehr positive Gefühle und sind zufriedener mit ihrem Leben, wenn sie sich gut im Griff haben, hat ein Forschungsteam der Universität in Chicago rausgefunden. Je seltener man Versuchungen nachgibt, die zwar Spaß machen, aber im Gegensatz zu langfristigen Zielen stehen, desto zuriedener ist man..

Und das betrifft natürlich alle Dinge, die man so anstrebt, auch alle Dinge über die ich so schreibe. Ob das nun eine Ernährungsumstellung, eine Diät, das regelmäßige Aufraffen zum Joggen oder das Durchziehen eines Studiums von 13 Semestern ist. Je diszplinierter ich werde, desto glücklicher werde ich auch. Und desto besser klappt dann wieder alles in Leben. Gesetz der Anziehung etc....

Ich glaube mir wurde als Kind niemals Disziplin beigebracht. Gelernt habe ich sie eigentlich auch erst vor ca. 5 Jahren, als ich mit dem Joggen anfingt. Naja, eigentlich fing ich nicht mit dem Joggen an, sondern mit dem Marathon-Laufen. Ich habe mich 10 Monate vor dem Kölnmarathon dort angemeldet ohne überhaupt jemals joggen gewesen zu sein! Ohne Laufschuhe zu haben. Und dann habe ich Laufen für Dummies gelesen und 10 Monate später den Marathon in unter 5 Stunden bewältigt. Warum mache ich so was Beklopptes? Weil ich einen Mann beindrucken wollte!!!!

Aber da habe ich gelernt, dass wenn ich nicht regelmäßig raus gehe und mich an den Trainingsplan halte, ich keine 42,195 km würde laufen können. Das Marathontraining besteht meines Erachtens auch weniger aus dem körperlichen Training sondern aus dem Training des Zutrauens in die eigenen Fähigkeiten. Man verlängert die Strecke und die Läufe nach und nach immer mehr, bis man sich zutraut auch 42,194 km am Stück zu laufen.

Und da habe ich gelernt einfach mal Dinge zu tun, egal ob man Lust darauf hat oder nicht, weil es sich langfristig auszahlt. Weil man damit langfristig seine Ziele erreicht. Und deswegen kann ich mich auch auf den Arsch setzten und lernen. Und ich kann mich langfristig dazu aufraffen irgendeiner Kalorienversuchung zu widerstehen.

Das heißt überhaupt nicht, dass ich das in 100% der Fälle mache. Manchmal spielt das Leben einfach verrückt und man muss umplanen. Umplanen, aber nicht das Handtuch werfen.

So kam mir, als ich damals mit dem Joggen anfing nach 2 Monaten z.B. Karneval dazwischen und ein Mitbewohner, der mich gedrängt hat mit feiern zu gehen. Karneval und Joggen vertragen sich nicht gut. Das Training fiel aus. Das in der Woche danach wurde modifiziert und so ging es dann weiter. Mit Essensausnahmen ist das genau so. Ausnahmen darf man nicht jeden Tag machen, aber mal schaden sie nicht. Was man regelmäßig und kontinuierlich macht zählt.

Und so ist es eigentlich ziemlich leicht Erfolgserlebnisse zu haben, ohne dass man jemand anderen dazu braucht. Anekennung von anderen zu bekommen ist ziemlich schwer. Ich versuche das schon mein ganzes Leben. Manchmal sogar heute noch, aber es klappt NIE.

Also musste ich lernen mir selbst Anerkennung zu geben. Und der eigenen Disziplin Anerkennung zu geben ist total leicht. Man lobt sich dafür, dass man das Vorgenommene durchgezogen hat. Auch wenn es winzig klein ist. Also ich anfing zu joggen, bin ich in der 1. Woche nur 5 Minuten am Stück joggen gegangen. In der zweiten Woche dann 10. Heute denke ich, dass es sich doch gar nicht lohnt nur 5 Minuten joggen zu gehen. Aber das war wichtig, einfach nur um meinen inneren Schweinehund und die Angst vor dem Unbekannten zu überwinden. Ich mache heute noch Babyschritte, wenn ich was Neues anfange, um mich nicht gleich zu überwältigen. Beim Krafttraining anfangen habe ich zu Anfang auch nur eine einzige Übung gemacht. Und dann trainiert man wieder hauptsächlich das Zutrauen. So funktioniert das.

Ich kenne eine Bloggerin, die seit 2 Jahren darüber bloggt, wie sie versucht von 100 kg Körpergewicht irgendwas abzunehmen. Sie nimmt sich immer unmengen Dinge vor, mit denen sie dann ihre Gewichts- und Gesundheitsprobleme versucht in den Griff zu kriegen und bloggt dann darüber. Dann passiert auf dem Blog wieder wochenlang nix bis wieder ein Eintrag kommt, dass sie all die Dinge nicht umsetzen konnte, mit sich selbst hadert und jetzt einen neuen Plan hat. Der auch wieder voll mit 1000 Dingen ist. Genau so geht das NICHT.

Einfach ganz kleine Sachen in Angriff nehmen und sich dann loben, dass man das allein schon gemacht hat. Die Lust auf mehr kommt dann bald fast von selbst...

Menu des Tages am 10. Juli

1 Kaffee
3 g Spirulina
rohes Müsli mit Sunwarrior, Traubenkernmehl, Birne, Leinsamen und Bananenmilch

Wassermelone nach dem Joggen

Ingwer-Birnen-Riegel



Salat mit Real Jumbos, Blumenkohl. Paprika, Aprikosen, Linsenkeime, dicke Bohnen, Zwiebel, Tibetalz, Apfelessig, Walnussöl

Bananeneis mit Ombar kokos


Salat aus Blattsalat, Birne, Zwiebel, Paprika, Möhre, Tibetsalz, Cayenne, Tymian, Apfelessig


Waren 2135 kcal 94 g Eiweiß, 28% Fett. Alles drin was geht. Omega 3:6 war 1:4

Ah, ich möchte noch was zu Kalzium sagen. Wenn ich sage, ich habe ausreichend Klazium verzehrt, dann bedeutet dass, dass ich eine Menge irgendwo zwischen 450 und 1000 mg verzehrt habe. 450 mg sind die Empfehlung der WHO und 1000 mg die Empfehlung der DGE. Ich habe auch in meinem Biochemiereferat, und da wurde mir von keinem Biochemiker widersprochen, erwähnt, dass diese unterschiedlichen Werte wohl daher rühren, dass wenn man Kalzium mit Milchprodukten zu sich nimmt, man nicht sonderlich viel davon aufnimmt. Das funktioniert mir grünen Blättern besser.

Barnard schreibt in The Cancer Survivor's Guide: Foods That Help You Fight Back, dass etliche Studien gezeicht hätt, dass ein Verzehr von mehr als 600 mg Kalzium pro Tag eine keine sonderlichen Vorzüge mehr hätte. Also 600 mg würden gebraucht. dass sei wichtig, aber auf die 1000 mg Empfehlung der DGE braucht man nicht zu kommen. Und das berücksichtige ich. Mein Kalziumverzehr liegt pro Tag so zwischen 500 und 800 mg und in meinen Augen ist das ausreichend.

Alles Liebe,

Silke

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