
Was als schlichtes Rohkosttagebuch anfing hat sich zu einer Dokumentation über die wahrhaft gesündeste Ernährung für die Spezies Mensch entwickelt. Mein Medizinstudium ermöglicht mir seit 2011 die Zusammenhänge von Nahrung und Gesundheit wissenschaftlich zu erkennen sowie Studien objektiv zu beurteilen. Klar ist: Die optimale Ernährung für die Spezies Mensch ist vollwertig und weitestgehend pflanzlich. Anekdotisch und wissenschaftlich zugleich! - Viel Spaß beim Lesen!:-)
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Dienstag, 19. Juli 2011
20 km joggen....
Hallo Liebes,
Tag 836: Ich war gestern Abend also 20 km Joggen und es ging um Längen besser als bei 80/10/10 was bemerkenswert ist, weil 80/10/10 eine Sporternährung sein soll.
Was am schlimmsten bei 80/10/10 war, war zum einen der permanente Durst, zum anderen das permanente Pinkeln müssen was bei einem 20 km Laufe, der mehrere Stunden dauert, einfach nicht schön ist. Gut, ich habe gestern total viel Wald entdeckt und mich auch ein Mal hingehockt, aber bei 80/10/10 hatte ich nie genug Wasser dabei, das meinen Durst gestillt hätte, denn das hätten bestimmt 1,5 l sein müssen und wenn ich nicht so viel getrunken habe, bekam ich Kopfschmerzen und auch die blieben gestern aus. Irgendwas ist also, zumindest für meinen Körper, völlig faul an 80/10/10 und ich tippe darauf, dass es eben der viele Zucker ist, den das Wasser, nach welchem ich solchen Durst habe, ausspülen soll. Außerdem denke ich, dass Obst zu wenig Mineralien enthält, die man beim Schwitzen ausscheidet, daher wahrscheinlich auch die Kopfschmerzen und last but not least, enthält es wahrscheinlich auch zu wenig Eiweiß. Spätestens seit gestern bin ich mit 80/10/10 völlig durch!
Ich habe mir eine halbliter Flasche Wasser mitgenommen und die hat gereicht. Ich war sooo dankbar! Ich habe aber auch ziemlich langsam gemacht, was man bei langen Läufen ja muss, vor allem, weil es der erste von dieser Länge seit mindestens einem Jahr war und es war abends und daher schön kühl. Ich hatte aber auch das Gefühl, dass ich grundsätzlich weitere 20 km hätte dran hängen können. Wenn der Körper ein Mal einen Marathon gelaufen ist, kann er es, glaube ich, jederzeit wieder. Wenn auch nicht so schnell, aber durchhalten wird er.
Unterwegs passierte mir die merkwürde Synchronizität, dass ich einem Bekannten über den Weg lief, den ich seit 10 Jahren nicht mehr gesehen hatte und den ich nicht mal in Köln vermutet hatte. Das Letzte was ich wusste war, dass er sich in Salzburg aufhielt. Das passt ganz wunderbar dazu, dass ein Mitschüler von mir, von meinem ersten Abiversuch, also von vor 17 Jahren, seit kurzem ebenfalls in Köln wohnt und dazu noch bei mir um die Ecke. Mit ihm bin ich am Donnerstag Abend verabredet. Ich glaube, dass liegt alles an der Wohnung und daran, dass ich mich hier einfach so viel wohler fühle. Wo sollen derartige Synchronizitäten sonst herkommen, vor allem wo ich mich momentan nicht explizit in guter Stimmung über? Sollte ich allerdings mal wieder…
Und nach dem Joggen hatte ich Lust auf was Herzhaftes, was bei näherem Überlegen gar nicht so war. Ich hatte natürlich Lust auf Salz, was logisch ist, weil ich geschwitzt habe und das Naheliegendste war für mich dann, auf die beim Potluck abgestaubten Norialgen von Orkos zurück zu greifen und die waren absolut perfekt. Das war genau das, was ich gebraucht habe!
Den ganzen Tag hatte ich überlegt ob ich das mit dem mono-essen mal ausprobieren sollte und wie ich das am besten angehen könnte und was bei 80/10/10 ja auch immer ein Problem war, dass man ab nachmittags plötzlich keine Lust auf Zucker mehr hat, sondern auf Salz, ist mir auch wieder eingefallen.
Obst enthält nicht nur recht wenig Mineralien, vor allem im Vergleich zu Algen, Zucker soll dem Körper auch Mineralien entziehen. Mit diesen Algen lässt sich das Bedürfnis nach Salz auf so optimale Art und Weise befriedigen, wie ich es noch nie erlebt habe.
Brendan Brazier schreibt in seinem Buch, dass nach sportlicher Leistung der Körper zunächst versuche die Elektrolyte, also die Mineralstoffe wieder aufzufüllen, danach das Glykogen, also die Kohlenhydrate und erst Stunden nach der sportlichen Leistung, müssten die Eiweißvorräte wieder aufgefüllt werden. Das deckt sich mit meiner Erfahrung von gestern.
Nachdem ich die Algen pur gegessen habe und dann irgendwann von Salz gesättigt war, kam meine Lust nach Kohlehydraten durch und ich habe noch 2 Bananen gegessen und ich kann mich nicht erinnern irgendwann mal so optimal gegessen zu haben nach Sport! Ich fühlte mich voll im Einklang und so als hätte der Körper exakt das bekommen, was er gebraucht hätte.
Ich hätte auch was Herzhaftes essen können, hätte dann aber auch alles Mögliche mitgegessen, was der Körper gar nicht brauchte. Er brauchte nur die Mineralstoffe. Und weil es da schon 10 Uhr abends war, war es auch gut, dass sowohl die Algen als auch die Bananen so leicht verdaulich waren. Das war absolut optimale Nahrung und auch ein Erlebnis, welches mich beeindruckt hat und mich noch mehr an der Mono-Theorie Interesse zeigen lässt.
Was gab’s zu essen?
Grüntee mit Yacondicksaft (1 TL mehrfach aufgegossen)
5 Raw vegan chocolate balls (vom Potluck)
Mel’s raw chocolate
12:40 Uhr: Rest vom Nudelsalat gemischt mit dem Rest vom Linsensalat vom Potluck
17:45 Uhr: Salat aus 150 g Hirse, Blattsalat, Weißkohl, Knoblauch, Möhre, Linsenkeime, Öl, Yacondicksaft, getrocknete Tomaten, Salz und gemahlene Meeresspaghetti
21:30 Uhr: 2 Brombeeren (beim Joggen gepflückt, sauer)
Nori
2 Bananen
Das war mir viel zu viel Gekochtes und seit dem Potluck habe ich da eigentlich schon wieder keine Lust mehr drauf, aber ich ziehe das Hirseexperiment jetzt durch. Ich will wissen, was mein Hämoglobinwert damit macht.
Ach ja, und die Meeresspaghetti, die ich auch von Potluck übrig hatte, habe ich in die Nussmühle gegeben und gemahlen und festgestellt, dass sie ungefähr die Hälfte der Salzkraft habe, wie mein Himalayasalz, was ich sonst immer verwende. Und sie schmecken auch nicht zu sehr nach Algen. Allerdings mag ich Algen ja auch sehr, daher stört es mich vielleicht auch einfach nicht. Und jetzt träume ich davon auch immer Meeresspaghetti und Nori haben zu können, weil mir das nach dem Joggen so gut tat. Vielleicht sollte ich mir welche mitbestellen lassen. Vielleicht, ganz sicher sogar, verbessert sich die Lage bald.
A propos, ich habe mehr als 85 Cent ausgegeben. Ich habe mich in die Gemüseabteilung von Rewe gestellt und versucht auf meinen Instinkt zu hören. Was könnte mein Körper wollen?
Es ist Chinakohl und Honigmelone geworden, was auch nicht besonders teuer war. Außerdem habe ich neue Hirse kaufen müssen. Das Kilo ist leer nach ca. 2 Wochen.
Daher Ausgaben für Essen gestern: 6,76 €
Auf den Monat: 86,61 €
Pro Tag: 5,09 €
Alles Liebe,
Silke
PS: Köln hat einen Strand, den ich gestern gefunden habe ;-)
Samstag, 7. August 2010
What the bleep????
Hallo Liebes,
Tag 502: Aufstehen um 5:30 Uhr um um 8 Uhr eine halbe Stunde Fahrrad zu fahren und dann 2 Stunden durch die Stadt zu rennen!!! – Warum mach ich so was? – ich hab keinen Schimmer, aber ich habe mir erlaubt, zur Feier des Tages, Mousse au Chocolat, die 2. Potion zu frühstücken. Wann, wenn nicht heute schaffe ich es eine Mahlzeit mit 14,5 Punkten zu verdauen und zu verbrennen. Allerdings liegt die mir jetzt schwer im Magen, weil ich es nicht gewohnt bin um 5:30 Uhr zu essen.
Ich war gestern mit meinem Regisseur verabredet, der sich gemeldet hatte und ein spontanes Treffen vorgeschlagen hat. Davor hab ich den Tag mir What the bleep do we know? verbracht, wovon ich etwa die Hälfte geguckt habe. Am meisten hat mich aber beeindruck, was ich eh schon wusste. Das ist manchmal seltsam:
Wasser verändert seine Struktur je nachdem was für Gefühle man ihm schickt. Man kann es quasi programmieren. Wenn man positive Worte auf eine Wasserflasche schreibt ist seine Struktur anders als wenn man negative Worte drauf schreibt. Und da fast alles auf der Welt zu 70-90% aus Wasser besteht, inklusive wir selbst, unsere Haustiere, Zimmerpflanzen und Essen macht es absoluten Sinn all dem positive Gedanken zu schicken.
In dem Zusammenhang fielen mir wieder zwei weitere Dinge ein. Zum einen, das Tischgebet: Wenn man liebevolle und dankbare Gedanken seinem Essen gegenüber hat, nährt es einen sicherlich besser. Wofür eine katholische Erziehung doch alles gut ist? Zum anderen die Praxis diverser Naturvölker jedem Tier, dass sie Essen, zu danken dafür, dass es sein Leben gibt.
Ich habe versucht daran zu denken, aber ich stopfe Essen völlig und total wahllos in den Mund. Ich halte es für Substanz, einfach Materie und nicht für etwas was ich mit meinen Gedanken beeinflussen könnte. Und eine Geisteshaltung der Dankbarkeit sorgt, laut Gesetz der Anziehung, dann auch wieder dafür, dass positive Dinge geschehen. Das sind dann also quasi 2 Fliegen mit einer Klappe.
Und auch über die Liebe habe ich mir weiter Gedanken gemacht. Wie kann ich mich durch mich selbst geliebt fühlen? Und wie hängt Liebe mit Geld zusammen?
Ich glaube folgendes: Eigenliebe fühlen, kann man wenn man sich selbst was gönnt. Häufig ist was gönnen, aber mit Kosten verbunden. Also gönne ich mir nichts, fühle mich nicht geliebt…Auf der anderen Seite: Wenn ich mich wirklich selbst liebe, warum meine ich dann nichts zu verdienen? Ich habe als Gehalt noch nie bekommen, was ich meine zu „verdienen“. Weil ich offensichtlich doch glaube es nicht zu „verdienen“ und das kann nur Mangel an Eigenliebe sein. Und warum glaube ich das? Weil mir gesagt wurde ich solle was Anständiges lernen, Schauspielerei sei brotlose Kunst…
Mein Vorsatz ist jetzt folgender: Dieses Glaubenmuster abstellen, mir sagen, dass ich der Welt viel zu geben habe und dafür auch viel verdiene. Und, dass das, was ich zu geben habe, durchaus was Anständiges ist.
Mit meinem Regisseur war ich Kaffee trinken, und diesmal war ich wirklich Kaffee trinken. Wir waren in einem Kaffee in der Innenstadt, in der Nähe des Theaters, in dem ich vor Jahren immer mit meiner besten Freundin war und Latte Macchiato getrunken habe. Und allein wegen dieser Erinnerung und den Räumlichkeiten, kam ich nicht umhin auch einen Latte Machiato zu bestellen. Das ist echt total schräg auf welcher Grundlage wir unsere Entscheidungen treffen.
In What the bleep do we know? geht es auch um Süchte. Eine Sucht ist alles womit ich nicht aufhören kann. Was ich willentlich nicht kontrollieren kann. Und wenn ich verliebt bin und jemand anderen immer um mich haben will, dann liegt das daran, dass er Gefühle in mir auslöst, nach denen ich dann süchtig bin. Eigentlich dachte ich, ich sollte diese Gefühle selber erzeugen können, aber jetzt denke ich, dass es wohlmöglich viel besser ist davon frei zu sein.
Jemanden zu vermissen ist doch die Hölle? Und doch vermisst man nur das Gefühl, dass er in einem Auslöst und das ist ne Sucht.
Früher habe ich gute Gefühle in mir immer durch Zigaretten und Bier ausgelöst. Wenn man das nach und nach weglässt fällt einem auf, was darunter liegt und man muss da irgendwie mit umgehen. Es abarbeiten.
Warum schreibe ich das überhaupt in einem Blog, in dem es ums Essen geht? Viele Leute hadern mit sich weil sie ein selbst gewähltes Ernährungsprogramm nicht durchziehen können. Wie an meinem Kaffee-Beispiel aber ersichtlicht, treffen wir aber häufig Entscheidungen nicht mit dem Verstand sondern emotional. Dieser Kram ist tief verankert und ich finde es ist ein großes Zeichen von Eigenliebe wenn man Rücksicht auf sich selbst nimmt weil man ein Bedürfnis nach Gefühlen von früher hat. Das mag alles nicht real sein, aber gewisse Substanzen lösen gewisse Gefühle bei uns aus. Auch Essen, auch Räumlichkeiten, auch andere Menschen. Wir sind komplex und uns häufig selbst unbegreiflich…Nichts desto trotz gelingt es mir meine Punkte einzuhalten, was mich schon stolz macht. Das ging früher nicht…Offensichtlich habe ich mich weiter entwickelt und bin nach vielen dingen eben nicht mehr süchtig, was schon viel ist!!!!
Was gab’s zu essen?:
4 Nektarinen
3 Bananen
1 weißer Tee
8 Mandeln
1 weißer Tee
1 Melone
1 Banane
2 Nektarinen
½ Avocado mit Salz
1 weißer Tee
1 Latte Macchiato
2 Bananen
Nektarinenpudding
Rest Salat vom Vortag
8 Datteln
2 Miniromana
5 Möhren mit Zucchinihummus
Ich habe eine Weight Watchers Variante von Hummus erfunden, weil die meisten Dips sehr fetthaltig sind und ich nicht immer alles pur essen möchte. Das Rezept gab es schon auf rohelust.com, ich habe dann aber einfach weniger Sesam rein gegeben und damit hatte sich die Sache. Und so war ich auch den ganzen Tag gesättigt, trotz des Beständigen Abarbeitens der Durian vom Wochenende. Ich hab 18, 5 statt der erlaubten 21 gegessen.
Weight Watchers in Kombination mit Rohkost ist wirklich total simpel. Wahrscheinlich liegt es aber einfach nur daran, dass ich Rohkost gewohnt bin und wenn Weight Watchers dem einfach keine Punkte gibt….Was kann ich dafür? Mir fällt es jedenfalls sehr leicht mich daran zu halten.
Und dann hat mich ein Facebookfreund gebeten auf etwas Aufmerksam zu machen. Ihr wisst, ich bin ein Kroatien-Fan und dieser Freund ist Kroate und Amerikaner, hat aber diesen Sommer in Kroatien ein sogenanntes Health Retreat eröffnet. Rohkost, Yoga, ganzheitliches Leben und das an der Adriaküste. Die Übernachtung kostet für eine Person 120 Euro für zwei 199 €. Natürlich war ich selber noch nicht da, aber ich will hin!!! Ich muss zwar nicht mehr besonders viel über Rohkost und Yoga lernen, aber Urlaub machen will ich alle mal.
Für uns Europäer ist Kroatien näher als Costa Rica oder wo sonst die bekannten Rohkost Institute sind. Ich find’s gut. Aber, without further ado – hier der Link zu Website: http://www.thewholelifestyle.com/retreat/
Alles Liebe,
Silke
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