Donnerstag, 6. November 2014

Milchprodukte, Mortalität und Osteoporose...



Ich hab den Eindruck es dringt tatsächlich immer mehr ins Bewusstsein, dass Milch ganz und gar nicht das absolut notwendige Nahrungsmittel ist, von dem uns immer Glauben gemacht werden soll, dass es das ist. Das ist wirklich lustig zu beobachten.

Als ich klein war, war Milch trinken ganz normal. Sie war das „Getränk“ zum Abendessen oder auch zum Frühstück. Meine Eltern sind beide auf einem Bauernhof aufgewachsen und mein Vater trinkt jetzt noch abends sein Glas Milch (und wundert sich über seine Neurodermitis), wenn er nicht zu einem Bier greift. Für den Fall, dass ihr euch fragt: Ich halte Bier für gesünder als Milch!

Mir wäre niemals in den Sinn gekommen, dass Kuhmilch vielleicht für Kälber gedacht ist und nicht für Menschen. Erst an der Medizinische Fakultät habe ich gelernt, dass wenn man Menschenbabies Kuhmilch das Risiko an Typ-I-Diabetes zu erkranken für diese Kinder erhöht ist. Meine Mutter hat weder mich noch meine Schwester gestillt. Meine Schwester hatte dann als Baby bereits Neurodermitis und Asthma und beides wird auch immer wieder mit Milch in Verbindung gebracht. Von vielen Menschen weiß ich, dass sie Neurodermits oder Asthma mit Vermeidung von Milchprodukten beseitigt haben. Meiner Schwester wurde reichlich Cortison auf die Haut geschmiert und ich frage mich ob dass viele Cortison vielleicht schuld ist, dass sie mit 15 Jahren dann auch noch Lymphdrüsenkrebs bekam, weil Cortison das Immunsystem unterdrückt. Das sind aber alles Spekulationen von mir...

Aber zurück zur Milch: Die Washington Post berichtete am 31. Oktober, dass die Universität in Uppsalla, Schweden, kürzlich eine Studie über Milchprodukte, Mortalität und Osteoporose veröffentlicht habe, welche im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Dabei handelte es sich um eine langzeit Kohortenstudie 190 000 Frauen und Männer, die bereits zwei anderen Studien zugeteilt waren, wurden über 20 Jahre beobachtet, weil die Ergebnisse von 2 Metaanalysen bezüglich Osteoporose und Mortalität in Zusammenhang mit Milchprodukten keine klaren Zusammenhänge gezeigt haben.

Diese Studie jetzt zeigt nicht nur einen Zusammenhang von steigender Osteoporose mit steigendem Milchkonsum sondern auch eine erhöhte Mortalität bei Menschen die viel Milch trinken. Bei Männern zeichnete sich dabei als Todesursache nicht etwas Prostatakrebs ab, sondern Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Wissenschaftler aus Uppsalla gehen ebenfalls davon aus, dass die vorherigen Metaanalysen, die keinen klaren Zusammenhang zwischen Milchprodukten und erhöhter Mortalität feststellen konnten womöglich nicht beachtet haben, dass die Gefahr vor allem von Milch, nicht aber von Käse, Joghurt, Sauermilch etc. ausgeht. In Milch ist nämlich noch der Milchzucker D-Galaktose enthalten, welcher zu oxidativem Stress und damit zur vorzeitigen Alterung führen kann.
Laut Washington Post sind es auf der Welt übrigens satte 65%  der Menschen lactoseintolerant.

Wo hier das Kasein ins Spiel kommt, ist mir auch noch nicht klar, denn wenn das als Wachstumsfaktor für Tumore eine Rolle spielt, gilt das natürlich auf für Käse, Joghurt und Co. aber das sei mal dahin gestellt, genauso wie das viele gesättigte Fett und die wenigen Ballaststoffe, die Milchprodukte enthalten.

Ok, also, das Milch viele Nachteile haben kann ist klar, aber als Vorteil wurde uns immer verkauft, dass sie viel Kalzium enthält und das die Knochen stärkt. Kalzium stärkt tatsächlich die Knochen, aber das aus Milch wirkt halt nicht, wegen all der negativen Eigenschaften der Milch. So stellt auch diese Studie fest. Frauen, die 3 oder mehr Gläser Milch am Tag tranken, hatten mehr Hüftbrüche als solche, die weniger tranken. Mit dem Konsum von noch mehr Milch, wurde es aber auch nicht besser. Je mehr Milchprodukte verzehrt wurden, desto höher waren bei den Probanden auch die Marker für oxidativen Stress und damit Alterung und Risiko für Entartung einer Zelle.

Der Havard Professor und Ernährungsspezialist Dr. David Ludwig erklärt in dem Artikel der Washingto Post, dass es nicht genug Belege gäbe um die Ernährungsempfelungen der Regierung (und bei uns der DGE) für den Verzehr von Milchprodukten zu untermauern. Vielmehr würden sich die Beweise häufen, dass Menschen sie überhaupt nicht benötigen. (Was eigentlich total logisch ist, da Menschen erst vor 10-20 000 Jahren anfingen Milch zu trinken, weshalb sie ja auch noch häufig laktoseintolerant sind in Ländern, die noch später damit anfingen)

Kalzium findet sich auch in allem Grünzeug, in Orangen, Sesam und diversen anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln in kleineren Dosen. Wer ganz sicher gehen will, kann auch Pflanzenmilch, welche mit Kalzium angereichert ist verzehren und sollte dabei nicht vergessen, dass für den Einbau von Kalzium in Knochen auch Vitamin D und Östrogen vorhanden sein muss (und sicherlich noch viele andere Substanzen, die ich noch nicht kenne...) Ach ja, das Kalzium muss übrigens nicht „organisch“ sein, damit der Körper es aufnehmen kann, sondern als Ionen vorliegen, also gelöst in Wasser sein. Kalkstein essen hilft tatsächlich nicht!,-)

Menü des Tages am 5. Oktober 2014

Haferflocken, Rosinen, Mandarine, Melasse, Kakao, Sunwarrior Vanille, Traubenkernmehl, Chia, Sesam, Wasser

Brennnesseltee

1 Rippe Ombar dark
Kaffee mit Agavendicksaft

Pizza Calzone aus Vegan international: In 115 veganen Rezepten um die Welt


Allos Crannberry Riegel
1 Rippe Ombar dark

3 Medjool Datteln
2 Oblaten Lebkuchen

Vollkornspaghetti mit Seitan von Sojade (neu im Bioladen), Tomate, Paprika, Pepperoni, Zwiebel, Salz, Pfeffer
Gedünsteten Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer



Wir haben zwei neue Veggieprodukte im Bioladen und es muss endlich mal die Order von Oben kommen, dass die Veggieecke vergrößert und die Fleischecke verkleinert werden muss. ;-) Sie platzt aus allen Nähten!

Das eine ist Seitan mit Gemüse als Bratlinge, welche ich gestern in eine Nudelsauce – bolognesestyle – geschnitten habe. Das andere ist tatsächliche Bolognese, die ich heute mal mit den Resten von gestern austesten werde.


Tatsächlich koche ich fast immer zu viel und lade mir den Teller zu voll. Die Einschätzung wann ein Teller zu voll ist mit ½ Stärke fällt mir schwer, da ich es gewohnt bin einen Teller voll Gemüse zu essen und da sind weniger Kalorien drin, daher macht er später satt. Nur gut, dass ich mich nicht schwer damit tue am nächsten Tag Reste zu verwerten!

Alles Liebe,

Silke


Kommentare:

  1. Liebe Silke, verratest du das Rezept dieser Pizza Calzone? :-)
    Liebe Grüße
    Melanie

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  2. Liebe Mela,

    würde ich wahnsinnig gerne, aber die Rechte an dem Rezept liegen nicht bei mir. Der Verlag hat mich gebeten das Buch zu rezensieren, deshalb habe ich das Rezept gemacht. Die Rezension folgt nächste Woche und danach kann ich den Verlag gerne fragen, ob ich das Recht bekommen könnte das Rezept zu veröffentlichen.
    Oder direkt bei Gabriele Lendle fragen: http://www.gabriele-lendle.de/intro.html

    LG Silke

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  3. Ok, danke. Bitte gib dann Bescheid, wenn du darfst. :)

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