Donnerstag, 13. November 2014

Die Challenge...



So, dann will ich mal vorstellen, was ich die kommenden 3 Wochen vor habe: Die Challenge basiert auf Dr. McDougalls Buch The Mcdougall Program for Maximum Weight Loss und ist sein Programm für Leute, denen der Gewichtsverlust bei der The Starch Solution nicht schnell genug geht oder solche, die es aus irgendeinem Grund noch etwas weiter treiben wollen. Ich weiß nicht mit wie vielen Lesern ich in den letzten 5 Jahren E-Mail-Kontakt hatte, die alle nicht übergewichtig waren, aber vielleicht noch so 5 kg abnehmen wollten und nicht wussten wie. Vor allem dauerhaft. Gerade kürzliche habe ich gelesen, dass die Wahrscheinlichkeit dauerhaft sein Übergewicht zu verlieren geringer sei als sich von Krebs vierten Gerades, also Endstadium, zu heilen. Ich weiß hingegen nicht, wo diese Statistik her kommt, aber in Anbetracht dessen, dass 2/3 aller Deutschen einen BMI von über 25 hat und damit übergewichtig sind, ist das  alles ein Riesenproblem.

Na gut, McDougalls Programm verzichtet selbstredend auf alle tierischen Produkte, darüber hinaus auf Nüsse, Samen, Avocados, Oliven, Sojaprodukt, Trockenfrüchte und Säfte. Ebenfalls nicht erlauft sind Produkte aus gemahlenem Getreide, auch nicht aus Vollkorngetreide, also kein Brot keine Pasta. Einfachzucker dürfen nur sehr spärlich verwendet verwendet werden, quasi nur zum nachsüßen am Tisch. Vielleicht 1-2 TL. Das gilt auch für Agave, Ahornsirup etc. - Obst darf man 2 Stück am Tag essen.

Auftritt Chef AJ:
AJ ist Köchin, treibt sich in den Kreisen um die pflanzlichen Doktoren rum und hatte quasi immer ein Gewichtsproblem obwohl sie ein Kochbuch geschrieben hat ,Unprocessed, welches verspricht, dass man damit Gewicht verliert. Selbst wenn sie Nüsse auf exakt eine Unze, also 28 g abgewogen hat , wie es die 80/10/10er empfehlen, hatte sie noch Übergewicht. Anfang 2012 hat sie Nüsse komplett weggelassen und nur noch Samen und etwas Avocado gegessen und 10 kg verloren. Weiteres Gewicht verlor sie dann indem sie sich an McDougalls Programm hielt, nur dass sie irgendwie überlesen hatte, dass man Obst limitieren sollte und dass es ihr wichtig war genug Grünzeug zu essen. - Allerdings sollte ich dazu erwähne, dass AJ zuvor schon Gewicht verloren hatte als sie vegan wurde, dann nochmal als sie auf vollwert und fettarm umstieg, aber zu ihrer Traumfigur kam sie auch damit nicht.

Ihr erfolgreiches Abnehmkonzept unterricht sie seither und unter den Teilnehmern fiel dann irgendwann auf, dass manche erfolgreicher abnahmen als andere. Als sie nachfragte, erklärten diese, dass sie ihr Gemüse immer zum Frühstück aßen, weil sie sonst im Laufe des Tages nicht mehr dazu kämen und seither isst AJ ihr Gemüse auch immer zum Frühstück. Sie empfiehlt 2x500 g Grünzeug immer vor der eigentlichen Mahlzeit zu essen, damit man alle Nährstoffe in sich rein kriegt und den Magen schon mal füllt bevor man die höherkalorischen Sachen wie Kartoffeln, Reis oder Hülsenfrüchte isst.

Hier ist AJ vorher vor 3 Jahren



und nachher:


Nun finde ich, hat ihr Programm 2 gravierende Vorteile: Bei McDougall mache ich mir nie die Mühe ausreichend Grünzeug zu essen, dabei weiß ich, dass 500 g das Minimum pro Tag sind. ( "Starch Solution" legt nahe, dass Stärke die Lösung ist, nicht Grünzeug - Für AJ ist das Gemüse das Herzstück des Programms). Das andere ist, dass ich mir nicht vorstellen kann auf was Süßes zu verzichten, wenn ich Lust darauf habe, sprich nur 2 Stück Obst könnten ein Problem werden.

Sowohl bei AJ, als auch bei McDougall darf man immer essen wenn man Appetit hat und immer bis man satt ist, was auch ein Vorteil ist wobei AJ empfiehlt zwischen den Mahlzeiten Obst und Gemüse zu essen, zur Not Stärke. Und wenn man nicht hungrig genug sei Grünkohl zu essen, habe man eigentlich eh keinen Hunger.

Persönlich verzichtet AJ komplett auf Salz, McDougall sagt man solle es am Tisch erst zum würzen verwenden aber niemals damit kochen. Mir ist beides egal, ich habe einen niedrigen Blutdruck von 110/80. Wer zu hohen Blutdruck hat sollte Salz so weit reduzieren, wie er kann.

Für die Challenge habe ich alles Sachen, die nicht progammtauglich sind in eine Kiste gepackt und in den Keller gebracht. Es war eine groooooße Kiste mit echt vielen Sachen drin: Nudeln, Nüsse, Tahini, ne Kokosnuss, Öl, Agave, Reissirup, brauner Zucker und, und und...So ergab sich dann wenigstens auch die Gelegenheit die Küche mal anständig zu putzen...



Ach ja, eine Sache habe ich noch vergessen, AJ rät auch von Stevia ab, weil der süße Geschmack auf der Zunge einerseits das Belohnungssystem stimuliert und andereseits dem Körper suggeriert, dass es Kohlenhydrate bekommt, und wenn die dann aber ausbleiben noch mehr entsteht. Ich habe auch Stevia in den Keller geräumt, weil ich mein Belohnungssystem mal nicht stimulieren möchte. Steviablätter an sich, erlaubt sie, nur nicht das raffinierte Zeug.

Dafür musste ich Resteessen machen:

Menü des Tages am 12. November

450 g Brokkoli mit Salz und Pfeffer


1 Kaki
Haferflocken mit Rosinen, Banane, Suwarrior Vanille, Zimt, Wasser



2 Pfefferminztee
handvoll Trauben

Vollkornspaghetti mit Sojabolognese, Tomaten und Zucchini (eingepackt in einer Tupperdose war das so hässich, dass ich es nicht fotografieren wollte)
1 Banane

ca. 1 ganze Packung Dominosteine von der Verkostung im Bioladen (das „Ab-Morgen-Ist-Diät-Prinzip hat zugeschlagen...)

450 g Brokkoli mit Salz
eine Süßkartoffel mit Avocado und Salz



Ich hab mich die letzten Tage ziemlich gut vom Koffein befreit, was leider auch nur geht, weil ich gerade nicht viel Stress habe. Ich überlege jetzt schon, wie ich diesen Stress alle halbe Jahr am Ende des Semesters, wenn Klausuren anstehen, besser in den Griff kriegen kann. Ich bin ein Stressdrogenkonsument.Ich  trinke dann, ich konsumiere Koffein, esse zu viel Mist und komme sogar auf die Idee von irgendwem eine Zigarette zu schnorren . Und während ich da drin stecke, sehe ich auch keine Möglichkeit mich zu befreien. Aber wenn ich dann da raus komme, wie jetzt gerade, muss ich über meine Psyche und meine Stressbewältigungsmechanisem nachdenken und wahrscheinlich die Schuld auch wieder meiner Mutter zuschieben...;-)

Ich war mit einer Kommilitonin Kaffee trinken, bzw. ich hab Pfefferminztee gewählt, und sie erzählte mir von ihrer Nichte, welche 7 oder 8 Jahre alt ist und die Abends vorm Fernseher, wenn Chips und saure Gurken auf dem Tisch stehen, eher zu sauren Gurken greift. Ich dachte immer, jeder geht automatisch immer in die Lustfalle. Dieses Mädchen hat von ihrer Mutter habe immer auch Gemüse als Snack mit in die Schule bekommen und zog es vor. Das passiert allerdings den Kindern, die zu dem Zeitpunkt wenn sie entwöhnt werden und Zähne kriegen einfach Butterkekse in den Mund gesteckt bekommen, welche Serotonin ausschütten, für das Belohnungssystem und Endorphin zur Schmerzlinderung und dem kleinen Unterbewusst wird so eine Nahrungspräferenz für Lebensmittel welche aus Zucker, Ausszugsmehl und Fett bestehen antrainiert. Das ist der Grund dafür, dass Diabetes die erste Nicht-Infektionskrankheit ist, welche von der WHO mit dem Begriff Epidemie bezeichnet wurde und auch der Grund, warum man davon ausgeht, dass in 20 Jahren 50% der Bevölkerung Diabetiker sein werden.

Ich hab ein tolles neues Buch entdeckt Potatoes Not Prozac: How to Control Depression, Food Cravings and Weight Gain über Essucht und Depressionen und wie man sie mit der richtigen Ernährung heilt, aber darauf gehe ich an anderer Stelle ein.

Alles Liebe,

Silke


Kommentare:

  1. Hi,

    meinst du man kann die 500g Gemüse auch also Smoothie oder Saft zu sich nehmen?

    LG Elli

    ps: klingt nach einer Interessanten Sache. Es erinnert mich ein wenig an das Food Combining von Kimberly Snyder.

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  2. Hi Elli,

    nein, kann man nicht. Wenn man einen Smoothie macht, dann gibt man auch noch was Süßes rein und zerhackt die Pflanzenfasern, was dafür sorgt, dass der Zucker schneller ins Blut geht.

    Grüner Saft geht auch nicht, weil dann die Ballaststoffe fehlen, die einen sättigen sollen.

    Das mit Kimberly Snyder hat schon eine andere Kommentatorin gesagt, aber der Unterschied sei, dass sie eben grüne Smoothies empfiehlt.

    LG Silke

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  3. Danke Silke,
    das erscheint mir sehr logisch.
    Und ja, sie empfielt grüne smoothies. Der große Unterscheid ist für mich aber eher, dass ihre Ernärhung fettlastiger ist (Avocados, Nüsse) und dass Sie viele Supplemente empfielt (B12, Probiotika...).

    Ich finde da halt interessant, dass sie sagt die reihenfolge, wie wir die Nahrungsmittel essen ist wichtig für die Verdauuung. Das passt ja gut zu Chef AJs Idee.

    LG Elli

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