Sonntag, 22. November 2015

Vegane Ernährung schützt vor Prostatakrebs



Wie lange ist es her, dass ich zuletzt über Prostatakrebs geschrieben habe? Zwei Jahre oder so? - Jedenfalls sehr, sehr lange. Fast schon so lange. dass sich keiner mehr daran erinnern kann, dass sich Ernährung auf Prostatakrebs auswirkt zumal die WHO Prostatakrebs auch gar nicht erwähnt hat, als es darum ging, dass Fleisch krebserregend ist. Und auch in Anbetracht dessen, dass Prostatakrebs das häufigste Krebsleiden bei Männern darstellt.

Ich witzele immer mit meinem Chef im Bioladen darüber, dass sein Joghurt das Prostatakrebsrisiko steigert, bzw. ich habe das ein Mal erwähnt, seither spricht er mich immer wieder darauf an, dass er sein Prostatakrebsrisiko wieder gesteigert hätte. Somit ist das derzeit noch lange kein Allgemeinwissen.

Derzeit geht man davon aus, dass ein zu hoher Verzehr an Kalzium, also an Milchprodukten, das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken steigert. So berichtet hier die Medizinsche Fakultät Harvard.

Eine neue Studie im American Journal of Clinical Nutrition hat demgegenüber jetzt kürzlich erst gezeigt, dass eine vegane Ernährung vor Prostatakrebs schützen kann.

Leider kann ich den Artikel im American Journal of Clinical Nutrition nicht verlinken, da das gute Journal Geld dafür haben will. Ich habe nur die Zusammenfassung aus PubMed, in welcher es heißt, dass Veganer weniger an Prostatakrebs erkranken und die Veröffentlichung vom PCRM, dass eine vegane Ernährung das Risiko zu erkranken um 35% senke auch verglichen mit einer vegetarischen Ernährung. Macht ja auch Sinn, wenn man den Zusammenhang beim Kalzium sucht.

Und wie kamen die Wissenschaftler jetzt zu diesem Schluss? Mal wieder mit Hilfe der 7. Tags Adventisten in Loma Linda in Kalifornien, einer Sekte, welche sich gegen das Rauchen und Aölkohol und für pflanzliche Ernährung ausspricht, sowie für regelmäßige körperliche Betätigung und sich unter deren Mitgliedern sich sowohl Vegetarier als auch Veganer befinden und welche dafür sorgen, dass Loma Linda mit einer der langlebigsten Bevölkerungen der Erde aufweist, ähnlich Okinawa und Ecuador.

Männliche 7. Tags Adventisten werden im Schnitt 7,3 Jahre älter als "normale" kalifornische Männer; die Frauen leben 4,4 Jahre länger.
An den Adventisten konnte man studieren, dass ein verringerter Verzehr an rotem Fleisch mit geringerem Darmkrebsrisiko einher geht.
An ihnen konnte man feststellen, dass ein vermehrter Konsum von Hülsenfrüchten vor Darmkrebs schützt.
Sie zeigten, dass mehrmals die Woche Nüsse zu essen, das Risiko an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden um 50% senken konnte
An ihnen wurde beobachtet, dass der Verzehr von Vollkorn- im Gegensatz zu weißem Brot das Risiko Herzkrank zu werden um 45% senkte.
Man stellte fest, dass 5 oder mehr Gläser Wasser zu trinken, das Herzkrankheitsrisiko um 50% senkte.
Männer die viele Tomaten essen, konnten in der Adventistenstudie zeigen, dass ihr Prostatakrebs-Risiko um 40% sank und die die Sojamilch statt Kuhmilch tranken hatten ein um 70% reduziertes Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Quelle

Die Studien an den Adventisten wurden durchgeführt von der Universität in Loma Linda und die Sekte unterstütz die Uni tatkräftig, schließlich liegt es ihnen nahe ihre Sache nach vorne zu bringen.
Man beobachtet die Adventisten seit 1960 und derzeit läuft die Adventist Health Study 2, auf deren Grundlage auch die aktuelle Studie zu Prostatakrebs und veganer Ernährung beruht. Sie schließt 26346 Teilnehmer ein und wird finanziert vom National Cancer Institute.

Off Topic:

Ich werde ja alle Nase lang mit Leuten konfrontiert, die sich gegen Chemotherapie und Pharmaindustrie aussprechen. Gestern erneut von der Bezirksleiterin bei mir im Bioladen, die irgendwo 1. aufgeschnappt hatte, dass McDougall Krebs alleine mit Ernährung heilt (was nicht stimmt, auch McDougall empfiehlt Patienten Chemo zu machen, je nach Krebsart aber danach dann die Ernährung umzustellen, damit der Krebs nicht zurück kommt), 2. das Chemotherapie überhaupt nicht wirkt und nur Geldmacherei sei und 3. sie während sie mir das erzähle genüsslich einen roten Heringssalat verspeiste und dabei sagte, dass sie Mayonnaise so liebe! - Ich verstehe nicht, warum sich Menschen die BWL studiert haben sich überhaupt trauen sich ein Urteil über Onkologie zu bilden! Und dass gerade die Menschen die die Pharmaindustrie und Chemotherapie zu verurteilen am wenigsten ihre Ernährung umstellen wollen. Das ging so weit, dass ich ihr sagen musste: "Sie glauben auch echt jeden Scheiß, der irgendwo steht!" Wohlgemerkt zu meiner Vorgesetzten! Aber es ging echt gar nicht...Schuster, bleib bei deinen Leisten!

Und das andere, was mich nervt, was ich aber besser verstehe (leider) ist eine Schlagzeile, die ich gelesen habe: Fleisch ist krebserregend, die Deutschen stört's nicht. - Den meisten Menschen ist es wirklich scheißegal, ob das was sie essen sie krank macht, so lange sie noch gesund sind. Und wenn sie dann krank sind jammern sie rum, dass ohne Gesundheit alles nichts wert ist. Oder meine Mutter die in einem Satz folgendes von sich geben kann: "Ohne Fleisch kann ich nicht leben!" und "Ich hasse alle gesunden Menschen!". - Da gibt es Ursache und Wirkung!

Es wird Zeit dass absolut jeder Mensch über sein Belohnungssystem informiert wird und wie es einen dominiert! Wenigstens weiß ich jetzt wo der Ansatzpunkt ist, nach jahrelangem Grübeln warum Menschen ihre Ernährung nicht verändern wollen/können. Jetzt muss ich nur noch raus finden, wie man das Belohnungssystem von anderen Menschen manipulieren kann! Und dabei ethisch korrekt zu bleiben.;-)

Menü des Tages am 20. November 2015

5:00 Uhr: Blumenkohl und Tomate


Glutenfreie Haferflocken, Banane, Apfel, Zimt, Sunwarrior, Lucuma, Paranuss, Leinsamen,, Kakaobohnen


11:00. Uhr: Eintopf aus Linsen, Kartoffeln, Spinat, Sellerie, Shiitake, Rosenkohl, Zwiebel


1 Apfel

17:00 Uhr: Salat aus Eisberg, Tomate, Frühlingszwiebel, Apfel und Cashewdressing
2 Scheiben Dinkel-Roggen-Gold mit Tomatenaufstrich


Rest Eintopf von mittags


1 Apfel

Ich versuche gerade zu sparen, weil ich ja im Februar in die USA will und jetzt alles amtlich ist und ich einen sauteuren Flug gebucht habe! Ich hab daher die Woche über hauptsächlich Sachen gegessen, die ich aus dem Foodsharing Schrank habe oder Sachen, die der Bioladen nicht mehr verkaufen wollte. Das hatte tatsächlich zur Folge, dass ich nicht immer das gegessen habe worauf ich Lust hatte sondern häufig was, das halt da war. Essen zum satt werden, nicht zur Lustgewinnung! Das führte mich zu Gefühlen meine Kindheit zurück wo ich gegessen habe, weil gegessen wurde und auch nur das, was auf den Tisch kam und nicht das, was am leckersten war. Kann es tatsächlich zum Nachteil sein, dass jederzeit alles verfügbar ist, was das Herz begehrt?

Das ist auf jeden Fall sehr seltsam zu beobachten. Was noch passierte war, dass meine Haferflockenportionen morgens kleiner werden. Während der Challenge habe ich immer so 100 g in einer Mahlzeit gegessen. Jetzt ist es die Hälfte, weil ich im Laufe der Zeit festgestellt habe, dass ich diese Mengen nicht runter kriege. Ich habe derzeit kein Kaloriendefizit.

Und im Bioladen gestern habe ich ewig hin und her überlegt, ob ich einen Schokoriegel kaufen sollte oder nicht. Ich wollte irgendwie, aber irgendwie hatte ich auch keinen richtigen Hunger oder Appetit darauf. Ich wollte nur zwei Bissen, aber nicht einen Ganzen und tatsächlich habe ich es im Endeffekt gelassen. Auch das kam mir seltsam vor und auch das schiebe ich darauf, dass ich derzeit kein Kaloriendefzit habe. Ich bin satt...

Alles Liebe,

Silke

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