Mittwoch, 11. November 2015

Gesättigtes Fett senkt die Serotoninproduktion und steigert den Zuckerkonsum bei Ratten



Ich wurde durch den Newsletter von Kathleen DesMaisons auf eine Studie aufmerksam gemacht, die nicht mehr ganz neu ist, von 2002, und die sich mit der Auswirkung von Fett auf das Belohnungssystem auseinander setzt.

Ein französisches Forscherteam hat Ratten mit Schmalz gefüttert und dabei festgestellt, dass die Ausschüttung von Serotonin bei den Versuchstieren nach der Mahlzeit längerfristig verringert war. Dieses Ergebnis wurde verglichen mit der Serotoninausschüttung nach Kohlenhydrat und nach Eiweißkonsum. Beim Eiweißkonsum (Kasein) verhielt sich die Serotoninausschüttung ähnlich, sie sank ebenfalls, beim Konsum von Kohlehydraten hingegen stieg die Serotoninkonzentration.

Von Serotonin wird angenommen, dass es ein wichtiger Faktor bei der Sättigung ist, daher kann man mit Serotoninwiederaufnahmehemmern eine Gewichtsreduktion erlangen, welche über die Gehirnbiochemie agiert und auch der Grund ist, warum Antidepressiva auch zu Gewichtsreduktion führen können. Serotinin regt die Zufriedenheit an und stärkt darüber die Impulskontrolle.

In dieser darauffolgenden Studie hat man versucht zu schauen, ob die Art des Fetts, welches die Ratten verzehrt haben, eine Auswirkung auf das Serotonin hat. Schmalz besteht bekannter Weise aus gesättigtem Fett.

Man hat also 3 Sorten Margarine genommen, sie an die Ratten verfüttert und dann geschaut wie der Serotoninspiegel der Ratten darauf reagiert. Eine Margarine mit viel gesättigtem Fett zeigte die selben Auswirkungen wie das Schmalz und senkte den Serotoninspiegel. Margarinen, welche mit Sonnenblumen- oder Olivenöl angereichert waren, wirkten sich hingegen nicht auf die Serotoninproduktion aus.  Dennoch zeigten sich auch die Pflanzenmagarinen nicht als sonderlich gut sättigend. Die Olivenölmargerine löste bei den Ratten Aufgewühltsein aus und Schmalz steigerte ihren Saccharose, als Zuckerkonsum.

Und die Moral von der Geschicht? - Fett sättigt schlecht und wirkt sich nicht gut auf die Gehirnbiochemie in Bezug auf Zufriedenheit aus. Gesättigtes Fett steigert den Verzehr bzw. die Lust auf Zucker und Kohlenhydrate, besonders vollwertige steigern die Serotoninproduktion und wirken sich positiv auf Zufriedenheit, Impulskontrolle und Sättigung aus.

Ich hatte am Montag ein Vorstellungsgespräch im  Max Planck Institut für Stoffwechselforschung für eine Doktorarbeit, an welches ich durch unermüdliches Nachfragen bei diversen Leuten gekommen bin. Aber genau da bin ich wohl richtig. Sie müssen sich jetzt nur noch dafür entscheiden mich zu nehmen!

Die Arbeitsgruppe dort beschäftigt sich damit neuroendokrinologische Forschungergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen zu übertragen. Also, wie in diesem Beispiel zu überprüfen, ob sich der Verzehr von gesättigten Fetten beim Menschen genau so auswirkt wie bei den Ratten. Das wäre absolut und exakt genau das was mich interessiert! Das wäre genau das womit ich mich in meiner Doktorarbeit beschäftigen wollen würde.

Aber wie das immer so ist, heißt es jetzt erstmal wieder abwarten...

Menü des Tages am 10. November 2015

6:00: Uhr Brokkoli und Tomaten


Glutenfreie Haferflocken, Banane, Mandarine, Zimt, Leinsamen, Paranuss, Weizenkeime, Mandeln, Kakaobohnen, Lucuma, Sunwarrior


12:30 Uhr: Basmatreis, weiße Bohnen und Mais Medley



18:30 Uhr: 2 rohe Möhren
Linseneintopf



Ich hatte extrem wenig Hunger. Habe kein Dessert nach dem Mittagessen gewollt und hatte auch abends keinen großen Hunger. Entweder Zufall oder es verändert sich was bei meiner Haltung. Ich kann es derzeit noch nicht einschätzen.

Aber das Leben überfordert mich gerade auch ein bisschen. Ich hab die Bestätigung für meine Famulatur im True North bekommen, gleich den Flug gebucht nur um dann festzustellen, dass ich mich vor lauter Aufregung verbucht habe. Die Umbuchung hat mich dann nochmal ordentlich Geld gekostet, aber was sollte ich machen! - War meine erste Onlinebuchung, und da macht man ja meistens was falsch. Man zahlt immer Lehrgeld...

Und jetzt bin ich aufgeregt und auch etwas schissig. Ich muss die Katze für 6 Wochen zu meinem Vater bringen, und die hasst ihr Körbchen und ich hasse die Auseinandersetzung mit der Katze, aber das ist eine einmalige Gelegenheit ersten Amerika mal zu sehen, sowohl Los Angeles, San Francisco und New York und auch Dr. Alan Goldhamer, Dr. Douglas Lisle und Dr. Michael Klaper kennen zu lernen. Und jetzt kriege ich Angst dass mein Geld nicht reicht und dass ich alleine in einem völlig fremden Land bin!;-) - Wo ich es aufschreibe klingt es weniger dramatisch, aber ich stelle fest je älter man wird, desto unbequemer wird es außerhalb der Komfortzone. Mit 20 hätte mich das weniger geschreckt. - Naja, wenigstens beherrsche ich die Sprache!:-) - Eine Kommilitonin von mir will unbedingt nach Norwegen und muss noch Norwegisch lernen!

Und wenn sich meine Angst beruhigt hat hoffe ich freue mich auch wieder darauf aus den Staaten für euch zu berichten, Videos zu drehen, vielleicht Interviews mit den Herren zu führen und neue Erfahrungen zu sammeln.

Das Hauptproblem ist hingegen die Katze...;-)

Alles Liebe,

Silke

Den Raus-aus-der-Lustfalle Food Plan gibt es hier




Kommentare:

  1. Könntest du mal auf das Thema Glyphosat und einer möglichen Krebsgefahr eingehen ?
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/11/13/krebs-gefahr-von-glyphosat-eu-schlaegt-sich-auf-die-seite-von-monsant

    Wir haben hier Aussage gegen Aussage: EFSA vs WHO
    Wie kann man überhaupt schlüssig feststellen das ein einzelner Stoff Krebserregend ist. Dieser Stoff könnte doch mit hunderten anderen Stoffen in Verbindung geraten und völlig verschiedene Wirkungen erzeugen.

    LG Carsten

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Carsten,

    ich fürchte, da bin ich derzeit überfragt.

    LG Silke

    AntwortenLöschen
  3. @Carsten

    Nach der WHO Klassifizierung gab es noch eine weitere "Bombe" über die in den MSM faktisch nicht berichtet wurde: Ein Arzt hat die Zulassungsunterlagen, hier in Bezug auf die eigenen Untersuchungen von Monsanto, in den USA freigeklagt.

    Letztendlich belegen wohl diese Unterlagen das Montanto und die FDA in den USA davon wussten, das es sehr, sehr viele schädliche Nebenwirkungen gibt. Wenn Du hören magst, schlage ich dir diese Sendung vor: http://thegarynullshow.podbean.com/e/the-gary-null-show-%E2%80%93-090415/ - den Stil von Gary Null muss man mögen, im allgemeinen sichert er sich aber bezüglich aller Aussagen sehr stark ab. Interessant ist die Sendung alle male... ich weiss aber nicht mehr ob es genau diese war, welche sich auch um die freigeklagten Dokumente drehte - um Glyphosat gehts auf jeden Fall und gruselig ist es auch.

    Insg. ist das ein Vorteil von Bio-Produkte: Gylphosatverwendung ist dort verboten.

    AntwortenLöschen