Montag, 2. November 2015

Kakaobohnen von Keimling



Ich hab auch dieses Jahr wieder eine Einladung von Keimling bekommen um beim Keimling Blog Award mitzumachen. Das ist mittlerweile schon ein paar Woche her und ich habe diese Einladung dankend abgelehnt.

Das hing damit zusammen, dass ich letztes Jahr, als ich mitgemacht habe, ich beobachten musste, was da abgeht.

Schlussendlich funktioniert die Sache dort so: Man bewirbst sich als Blogger für den Keimling Blogaward und dann fordert man seine Leser auf, für einen abzustimmen. Die 5 Blogs mit den meisten Stimmen werden dann zu einem Wettkochen eingeladen und der Gewinner bekommt nen Vitamix. So was das jedenfalls letztes Jahr. Dieses Jahr war es, glaube ich, etwas anders.

Und während ich letztes Jahr so beobachtete, ob ich die Chance haben würde unter die ersten 5 zu kommen, stellte ich fest, dass sich nach und nach immer mehr Blogs bewarben, die einerseits mehr Leser haben als ich und andererseits ungesunde, vegan Sachen mit Schlagwörtern wie "vegan, gesund, glutenfrei" etc. betiteln und so Bauernfängerei betreiben. Das Thema hatte ich schon mal in einem anderen Blogpost angesprochen. Rohköstler machen das auch gerne. Rohkostschokolade mit viel gesättigtem Fett und Agavendicksaft als gesund prahlen! Es wird aber nicht gesund, indem man gesund drüber schreibt.

Dummerweise sind genau derartige Blogs und Blogger besonders beliebt, weil die genau das sagen, was man ja auch so gerne hören und glaube will: Das ungesunde Sachen gesund sind! Wir hören ja auch so gerne, dass Rotwein das Herz schützt! - Naja, und so wurde ich relativ schnell von derartigen Bloggern überholt, welche dann gewannen. Nicht, dass es mir ums gewinnen gegangen wäre, ich hielt es für eine Chance mein Blog bekannter zu machen. In den Besucherzahlen hat sich die Teilnahme aber auch nicht positiv ausgedrückt. Eine Leserin schrieb damals schon drunter, dass sie nicht glaube, dass die Zeit schon reif sei für ein Blog wie dieses und dass sie deshalb nicht glaube, dass ich gewinnen könnte, auch wenn sie mir das wünsche. Recht hatte sie und so habe ich ihre Aussage Keimling auf Nachfrage, warum ich nicht teilnehmen wolle, mitgeteilt.

Sie fragte mich daraufhin warum ich das glauben würde und ich habe erklärt, dass nur Blogs gewinnen würden die den Leuten ungesunde vegane Sachen als gesund verkaufen würden und dass ich das nicht stützen könnte. Daraufhin kam von Keimling, dass sie das anderes beobachten würden und Menschen durchaus Interesse an wirklich gesunder Ernährung hätten. Und im Zuge dessen fragten sie mich, ob sie mir denn Proben von Kakaobohnen schicken dürften. - Und da war ich wieder...Gerade Keimling ist in vielerlei Hinsicht auch so jemand, der ungesunde Sachen den Leuten als Gesund aufschwatzen will. Nicht, dass man nicht ein paar Kakaobohnen essen darf, aber all diese Rohkostriegel, Rohkostnutella, Unmengen Trockenfrüchte und Nüsse. All das ist nicht gesund in den Mengen wie Rohköstler es essen, wie Keimling es propagiert und es wird als gesund angepriesen. Und dann im Gegenzug Algen- und Grünzeugpulver welches überhaupt nicht notwendig und darüber hinaus noch viel zu teuer ist. Um gesund zu sein braucht man ausschließlich einen Supermarkt (und nicht unbedingt Aldi, sondern was gehobeneres) und keinen Internet-Rohkost-Versand.

Naja, mit wurden also Kakaobohnen zugeschickt. Kakaobohnen in Datteln, Kakaobohnen pur und Kakaobohnen in Kakaofruchtfleisch.




Kakaobohnen haben tatsächlich gesundheitliche Vorzüge, denn sie enthalten Antioxidanzen und auch ein bisschen Kalzium. Sie enthalten auch Theobromin, was man nutzen kann um morgens wach zu werden, aber, wenn man ich ist, abends nicht mehr konsumieren sollte, weil man dann nicht gut einschlafen kann. Kakaobohnen in Datteln sind zwar sehr lecker, aber ich würde sie nicht empfehlen, weil alle Trockenfrüchte an den Zähnen kleben und Karies verursachen und weil man dazu neigt zu viel davon zu essen und sie Zuckersensibilität triggern.

Die reinen Kakaobohne habe ich entweder zu Pulver gemahlen oder grob gehackt und sie als Nibs in meine morgendlichen Haferflocken gegeben. Ich liebe Kakaonibs wirklich sehr in Haferflocken und das schreckt mich ein bisschen! Lässt auf großes Suchtpotential schließen...

Und was ich mit den Kakaobohnen in Fruchtfleisch machen soll, weiß ich noch nicht so recht. Das Fruchtfleisch ist leicht süß und leicht sauer. Das hat was und es ist wesentlich gesünder seine Kakaobohnen im eigenen Fruchtfleisch zu essen als in Dattel. Also nehme ich an, dass ich sie entweder pur essen werde oder auch klein hacke für Müsli.

Und ja, Kakaobohnen sind wesentlich gesünder als Schokolade, weil sei keinen Zucker enthalten. Man kann anfangen zu versuchen seine Schokosucht mit Kakaobohnen in den Griff zu kriegen. Ich weiß von einer Challengerin, die das nach der Challenge so gehandhabt hat: Immer wenn sie Lust auf Schokolade bekam, hat sie ein paar pure Kakaobohnen gegessen.

Mittlerweile gibt's die ja in jedem Bioladen, weil Govinda sie ins Sortiment aufgenommen hat. Aber ich sehe ein, dass nicht jeder in einer Millionenstadt wohnt und nicht jeder einen Bioladen um die Ecke hat. Also doch Onlineversand! Hier geht's zu Keimling: http://www.keimling.de/

Menü des Tages am 1. November 2015 

9:00 Uhr: Brokkoli und Tomaten


Haferflocken, Banane, Apfel-Birnen-Mark, Kakao, Paranuss, Leinsamen, Sunwarrior, Lucuma, Heidelbeeren


13 Uhr: 2 Roggenwraps mit käsigem Southwestern Dressing, Salat und vegane Streak von Wheaty




6 Datteln gefüllt mit Kakaobohnen von Keimling
1 Banane
2 TL Erdnussbutter

18 Uhr: Blumenkohl-Süsskartoffelsuppe


1 Mandarine

Ich hab wieder gemerkt wie wichtig es für mich ist 3 Mahlzeiten einzuhalten, weil nur so gewährleistet ist, dass ich nicht irgendwann tagsüber auf die Idee kommen zu essen weil mir einfach nur langweilig ist oder ich genervt bin. So kommt es zu automatischer Konfrontation mit den Gefühlen. Ich fange gerade an wirklich zu begreifen, was Kathleen DesMaisons damit lehren will. Der Tag war daher sehr erfüllt mit nicht-Essensdingen, die mir Spaß machen und genau so soll das sein.

Und ich habe ein seeeeeehhhhhhr langes Video gedreht über alles was mit der WHO und Fleisch als Karzinogen zu tun hat, nur dass ich dann vergessen habe zu erwähnen, worüber ich gestern gebloggt habe, dass Dr. zur Hausen ein Virus dahinter vermutet. Da das aber eine unbestätigte Hypothese ist, ist das vielleicht auch besser so.



Statt dessen habe ich dann erwähnt, wie Fleisch auf das Belohnungssystem wirkt und süchtig machen kann!;-)

Alles Liebe,

Silke

Kommentare:

  1. Also mich hat das vor 10 Jahren - und auch davor immer gestört mit dem Rauchen.. vor allem weil alles gestunken hat... teilweise habe ich mich dann sogar noch vor dem zubett gehen geduscht... weil der Geruch auch in den Haaren war ;-)

    Ansonsten stimme ich Deiner These zum Zeitablauf zu... alles ganz tief verankert... ist eine generationelle Sache.

    Was ich merke seit dem ich fettfrei koche - als Analogie zum Zigarettenrauch: Das Abwaschen ist die Wucht und Spüli brauche ich in der Regel nicht mehr! Also wenn ich da mal bei meiner Mutter bin, wo alles immer in Fett Sprutzelt und Brutzelt bzw. ein Stück Butter an alles und jedes Gemüse getan wird - da ist alles immer irgendwie ekelig in der Spüle und die Tücher und Topfschwämme stinken immer eklig.

    Ich bin mal gespannt.... 2020 kannst Du ja hier Dein erstes Resümee ziehen... also ob die Warnhinweise auf (verarbeitetem) Fleisch eingeführt sind oder nicht :-)

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  2. Die suchen bei Keimling ja auch den besten "vegan/Rohkost-Blog" und nicht den besten Blog für gesunde Ernährung.

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    1. Ein veganer/Rohkost-Blog ist nur dann gut, wenn er nicht krank macht. Keimling hat auch den Besten Rohkost-Koch ausgezeichnet mit dem goldenen Vitamix und der Gewinner ist dann an Krebs gestorben.

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    2. Dazu würde mich interessiere wie viele Menschen Vegan sind aus gesundheitlichen Gründen - und wie viele das aus ethischen Gründen tun....

      Angesichts der ganzen "Ersatz-Produkte" in den (Bio-)Läden denke ich mal bei vielen stehen nicht die gesundheitlichen Gründe im Vordergrund (wie auch bei den Omnivoren... ala "es muss schmecken" als wichtigstes Ding beim Essen).

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    3. Klar, kann man auch gerne aus ethischen Gründen vegan sein, jedoch sollte man über seine Rezepte dann nicht "gesund" drüber schreiben, sondern "ethisch korrekt".;-)

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  3. finds sehr sympathisch, dass du nicht auch noch zu ner keimling-hure wirst. ich finds immer wieder krass, für welchen mist sich manche blogger hergeben. und keimling ist besonders unsympathisch, weil die richtig teuer sind und aggressiv werben, grade mit diesen gesundheits-gaukeleien.
    ich glaub die datteln-kakaobohnen würden sich auf plätzchen gut machen.

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  4. Kannst du bitte mal was dazu schreiben, um wieviel sich die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken durch Fleischverzehr nun eigentlich erhöht?
    Und, ist Fleisch denn besser als Milchprodukte? Gibt ja auch sehr viele Studien die den Effekt finden, dass Vegetarier häufiger an Krebs erleiden

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  5. Liebe Sarah,

    da hab ich zu wenig Infos drüber. Ich persönlich halte Fleisch für natürlicher für Homo Sapiens als Milchprodukte. Bezüglich Krebsrisiko kann ich es nicht einschätzen. Tut mir leid.

    LG Silke

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