Samstag, 2. August 2014

Die wahren Gründe für die Schädlichkeit eines übermäßigen Konsums tierischer Produkte...



Besagte Heilpraktikerin hat mich bei Facebook blockiert, weil ihr die wahre, biochemische Erklärung, warum zu große Mengen tierischer Produkte krank machen, nicht passte. Ich nehme zudem an, dass sie ihr deshalb nicht passte, weil sie sie nicht verstehen konnte, weil ihr das Hintergrundwissen fehlte. Und als ich dann wiederum bei FB gepostet hatte, dass ich von einer Heilpraktikerin blockiert wurde, weil es die „Eiweißspeicherkrankheit“ nicht gibt, sondern völlig andere Gründe dahinter stecken, warum tierische Produkte im Übermaß ungesund sind, schrieb ein weiterer FB-Freund darunter, was denn der Unterschied sei zwischen der Theorie der "Eiweißspeicherkrankheit" und meiner Erklärung. Zunächst mal: Meine ist nicht meine, sondern eine weltweit anerkannte biochemische Wahrheit. Man achte darauf, dass ich hier immer nur schreibe, dass ein Übermaß tierischer Produkte ungesund ist, denn Probleme tauchen immer erst dann auf, wenn die Verstoffwechselungskapazität des Körpers überschritten wurde. In der westlichen Welt wird häufig aber zu viel gegessen, daher haben wir diese Krankheiten. Es wird aber auch zu viel Zucker und Weißmehl gegessen, was ebenfalls ungesund ist.

Aber kommen wir zurück zur „Eiweißspeicherkrankheit“. Wenn wirklich so viele Leute daran glauben, sollte ich vielleicht mal erklären, warum es sie nicht gibt. Alle Ärzte sagen, dass es sie nicht gibt und der alternativmedizinisch informierte Laie glaubt dann, dass Ärzte zu doof sind zu erkennen, dass tierische Produkte ungesund sind. Dem ist aber nicht so. Nur weil es keine „Eiweißspeicherkrankheit“ gibt, heißt es nicht, dass es nicht etliche Mechanismen gibt, auf denen tiereische Produkte der Gesundheit schaden können.

Es war einmal in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts; Prof. Dr. med. Lothar Wendt machte sich Gedanken über die Entstehung von Arteriosklerose, Arthrose, Diabetes II, Gicht, Rheuma und Bluthochdruck und stellte offensichtlich fest, dass man mit dem Weglassen von tierischen Produkten diese Krankheiten bessern oder heilen konnte. Eine Zusammenfassung der „Eiweißspeicherkrankheit“ findet man auch hier, beim „Zentrum der Gesundheit“ womit auch die wieder beweisen, was für eine scharlatanige Seite sie sind. Schlussendlich wird mit dieser Theorie ausgesagt, dass unverarbeitetes Eiweiß sich überall ablagert und den Körper übersäuert, was einem spätestens dann komisch vorkommen muss, wenn man weiß, dass es nicht nur saure sondern auch basische Aminosäuren gibt. Dennoch wird Fleisch in jedem Fall sauer verstoffwechselt, was auch immer noch keine Katastrophe ist, wenn man auch basische Nahrung ist. Der Körper braucht ja sein pH-Optimum.

Ich glaube, über die Ursachen von Arteriosklerose und Typ-2-Diabetes brauche ich an dieser Stelle nicht mehr groß schreiben. Jeder der mich liest und der Barnard, Esselstyn und Ornish kennt, kennt die Ursachen dafür: Vor allem zu viel Fett, zu viel Cholesterin, aber auch zu wenig Antioxidantien, die das Cholesterin oxidieren und auch zu viel Zucker, welcher die Gefäßinnenseite schädigt, sind Schuld an den Plaques, die sich am Endothel der Gefäße ablagern, den Blutdruck erhöhen und schlussendlich zu einem Verschluss der Gefäße führen. Das führt dann wiederum zu Herzinfakt und Schlaganfall und ist damit die Todesursache von 40% der Menschen in der westlichen Welt. Krebs liegt nur bei 20%. Schuld an Diabetes sind Fett und Zucker,  wobei der Zucker von den Zellen jedoch besser aufgenommen wird, wenn man Fett meidet. Fett in den Zellen führt zu Insulinsresistenz und ist damit die eigentliche Ursache für Diabetes.

Aber was ist eigentlich mit Gicht?

Innerhalb der alternativen Gesundheitsszene habe auch ich immer wieder gelesen, dass Gicht durch Harnsäure aus dem Abbau von Eiweiß entsteht. Das stimmt nicht. Harnsäure entsteht nicht beim Abbau von Eiweiß, sie entsteht beim Abbau von Purinabasen. Harnstoff entsteht beim
Abbau von Eiweiß. Wenn Eiweiß zerlegt wird kommt es zur Freisetzung von Ammoniak und dieses wirkt auf den Körper toxisch. Es muss daher möglichst schnell entsorgt werden, indem es an Transportaminosäuren gebunden zur Leber transportiert wird, dort in den Harnstoffzyklus eingespeist und zu Harnstoff abgebaut wird.

Harnsäure entsteht jedoch beim Abbau von Purinen und jetzt fragt ihr euch: Was zum Geier sind Purine? Und das ist auch das was Dr. Lothar Wendt noch nicht wusste, denn Purine sind Bestandteile der DNA, Adenin und Guanin, und die DNA ist bekanntlich erst 1956 entdeckt worden. Fleisch enthält besonders viele Purine, die vom Körper zu Harnsäure abgebaut werden und wenn die Ausscheidungsfähigkeit für den Anfall der Harnsäure nicht ausreicht, entsteht Gicht, weil sich die Harnsäure in den Gelenken ablagert. Dr. Robert Lustig bringt Harnsäure jedoch auch mit dem Abbau von Fructose in Verbindung, weil dieser den Körper seiner ATP-Reserven beraubt und ATP bekanntlich auch eine Adenin enthält, aber so richtig habe ich diesen Mechanismus auch noch nicht verstanden.

Na, und dann kann man auch noch was Schlechtes über Milchprodukte sagen, nämlich, dass ein Konsum von mehr als 1500 g Kalzium am Tag mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht wird, dass in Milchprodukten häufig auch viel Fett drin ist sowie viel Cholesterin, hinzu kommt das Milcheiweiß Kasein, was in mehreren Studien gezeigt hat, dass es das Tumorwachstum anregt und dann sind natürlich alle tierischen Produkte völlig frei von Ballaststoffen und ein Mangel an Ballaststoffen kann zu Darmkrebs führen. Ein Mangel an Antioxidantien, die tierische Produkte auch so gut wie gar nicht enthalten, führt wiederum zu allen anderen Krankheiten weil das Immunsystem Antioxidantien braucht, ebenso wie Vitamine.

Und das sind die wahren, derzeit geltenden Gründe, warum ein Übermaß an tierischen Produkten ungesund ist. Was ist ein Übermaß? - Keine Ahnung. Mit dem Verzehr von tierischen Produkten kann man jedenfalls mehr falsch machen, als wenn man sie nicht verzehrt. Man kann aber auch sehr gesund sein, wenn man vollwertig und mit ein paar tierischen Produkten lebt. Vom medizinischen Standpunkt muss jedenfalls nicht vegan gelebt werden um gesund zu sein. Dennoch ziehe auch ich das vor, was wahrscheinlich hauptsächlich aus der Gewohnheit heraus resultiert...

Menü des Tages am 1. August

Vollkorn-Basmatireis, Walnüsse, Kokos-Reis-Milch, Banane, Weizenkeime, Rapadura


Bancha Tee

Kaffee mit Stevia

Thai Eintopf mit Roggenbrötchen,
Sojade Kirsch, 400 ml
2 Bananen

Rest Thai Eintopf mit Reis


2 Vollkornbrote mit Agave und Banane
1 Banane
100 ml Reis-Kokos-Milch
Popcorn mit Salz und etwas Kokosöl


Alkoholfreier Weißwein

Gestern haben sich aus versehen 3 Mahlzeiten entwickelt, was ich sonst gar nicht von mir kenne. Ich hab jedes Mal gegessen bis ich satt war und war dann auch über Stunden satt. Ein bisschen höher war der Fettanteil glaube ich gestern zwar schon, aber auch das Frühstück hielt sehr lange vor. Ich hatte Frühschicht im Bioladen...

Ich hab den Eindruck mein Körper hat wieder eine Homöostase erreicht und sich an die neue Situation gewöhnt. Er hat nicht mehr das Bedürfniss Reserven aufzubauen, sondern alle Reserven sind gefüllt. So wird für eine gewisse Zeit von der gerade konsumierten Nahrung gelebt und für eine Zeit danach dann von den Reserven. Es besteht keine Gefahr, Reserven schonen zu müssen, weil kein Mangel mehr in irgendwas besteht. Aber das ist nur Theorie. Es fühlt sich aber so an, als sollte es so sein. Es fühlt sich so an wie in Zeiten als ich mir überhaupt keine Gedanken um Essen gemacht habe. Ich fühle mich gut genährt, vermisse nichts und funktioniere...Das ist gut...

Alles Liebe,

Silke



Kommentare:

  1. Hallo Silke, könntest du bitte einen Artikel über Gluten (gesund/ungesund) machen? Ich finde dazu wenig Seriöses im INet und auch keine konkreten Aussagen von McDougall, Campbell und Co. Ich meine mich zu erinnern, dass du sagtes, glutenfreie Ernährung ohne zu müssen sei sogar schädlich für die Darmflora? LG!

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  2. Ja, das hat Barnard geschrieben. Er hat aber auch geschrieben, dass Weizengluten zu Opiaten verstoffwechselt wird, die die Darmmotilität lähmen und...man weiß das wiederum nicht so genau...ggf. die Blut/Hirn-Schranke überwinden.
    Ich habe da noch keinen Artikel drüber geschrieben, weil ich es auch nicht wirklich weiß. Und auch nicht glaube, dass die Forschung da schon so weit ist. Es gibt zumindest keine Beweise, dass Gluten schädlich ist, wenn man nicht glutenintollerant ist. McDougall, Campbell, Barnard und Co. haben alle Rezepte in ihren Büchern, die Gluten enthalten, daher gehe ich davon aus, dass Gluten kein Thema ist, insofern man nicht glutenintolerant ist. Nicht mal Dr. Weizenwampe hat was darüber geschrieben, dass Gluten für nicht-glutenintollerante Menschen schädlich ist! Vielleicht macht auch hier die Dosis das Gift!

    LG Silke

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  3. Entschuldige meine Dummheit, aber wenn du meinst "weizengluten" sprichst du explezit nur von Weizen oder auch von Dinkel oder Roggen etc? Ja, es ist immer die Dosis ;)

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  4. Genau! - Es ist wohl so, dass du unterschiedlichen Getreide unterschiedliche Arten von Gluten aufweisen. Näher habe ich mich damit aber auch noch nicht beschäftigt!:-)

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