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Sonntag, 21. August 2011

Ein Blick zurück....

Hallo Liebes,

Tag 869: Jeden Tag auf’s Neue muss ich feststellen, dass ich, wenn ich nur meinem Appetit folge, ich zu wenig Kalzium verzehre. Wenn ich das die letzten 7 Tage gemacht habe, habe ich es unter Garantie auch die letzten 3 Jahre gemacht.

Regelmäßig Rohmilchkäse gegessen habe ich zuletzt 2008. Das war während des Trainings für meinen erste Marathon und da gab es auch regelmäßig rohen Fisch. Allerdings in viel größeren Mengen und der Käse war viel fetthaltiger. Ich habe auch da den Mythos geglaubt, dass, wenn es roh ist, es egal sei wie viel man davon isst oder besser, dass der Instinkt einem dann genau sagt wann Schluss ist. Damals habe ich ca. ¼ Rohmilchcamembert mit 45% Fett gegessen und etwa eine halbe Packung Räucherlachs täglich. Zusätzlich natürlich auch noch viele Nüsse und viele Trockenfrüchte.

Und dann, aufgrund des Marathontraining, bin ich irgendwie auf die Idee gekommen mich mal mit Dr. Graham auseinander zu setzen, da mir sein Name geläufig war, ich aber nicht wusste was er lehrt. Ich hab keine Ahnung wie gesund die Ernährung von damals einzustufen ist, sie hat mich auch nicht zunehmen lassen, was bei Marathontraining sowieso nicht geht, aber damals hatte ich zum letzten Mal beim Training so richtig toll Kraft! Und mit Sicherheit auch keine Probleme genug Kalzium aufzunehmen.

Zwischen 2008 und 2009 habe ich dann die tierischen Produkte reduziert und mit fettarmer Rohkost experimentiert und wo mir das Laufen 2008 noch superleicht fiel, war es 2009 schon schwere. Das könnte aber auch damit zusammen hängen, dass ich Anfang 2009 eine Knieverletzung hatte, was ich darauf schiebe, dass ich im Winter zu hart trainiert habe, einer Zeit wo es kaum Sonnenlicht zur Vitamin D Bildung gibt, was wiederum wichtig ist für den Knochenaufbau. Eine Verletzung hatte ich seitdem nicht mehr, ich mache aber auch keine Frühjahrsmarathon mehr. Für einen Herbstmarathon kann man zum einen leichter Trainieren, wenn Sommer ist, zum anderen kann man das Vitamin D dann selber produzieren.

Im Herbst 2009 habe ich dann endlich das Buch 80/10/10 Diet: Balancing Your Health, Your Weight, and Your Life One Luscious Bite at a Time in die Finger gekriegt und es als Vorsatz furs neue Jahr 2010 dann durchgezogen. Ganze zwei Monate lang. Dann habe ich eine Ausnahme gemacht und einen Rohkostkuchen gegessen und mein Körper wollte einfach nicht zur fettarmen Obstrohkost zurück. Ich glaube, weil er festgestellt hat, dass ihm die guten Fett auch gefehlt haben, ebenso wie das Eiweiß.

2010 habe ich dann damit verbracht wieder zu 80/10/10 zurück zu finden, was dazu geführt hat, dass ich zu viel Fett und zu viel Obst gegessen habe und das wiederum hat zu Candida geführt, was mich Graham verteufeln und bei Cousens Hilfe suchen ließ, was soweit auch geholfen hat, nur stand ich dann wieder da mit meinem Eisenmangel, den ich auch im Laufe von 2010 hatte, außer in der Zeit, wo ich mich an 80/10/10 versucht habe.

Abgesehen von der Candidaentwicklung bin ich aber auch richtig schwach geworden beim Sport. Im normalen Leben habe ich nichts gemerkt aber beim Joggen und auf dem Fahrrad schon und ich hatte keine Ahnung woran es lag, bis ich meinen Eiweißkonsum mal überprüft hatte.

Rohkost-Buch 

Tja, und da stehen wir jetzt… Eisen war gestern auch ein Problem, weil der Chronometer der Hirse weniger Eisengehalt zuspricht als meine Nährwerttabelle, was mich ihm gegenüber zu Anfang total skeptisch gemacht hat. Und zwar war Eisen deshalb ein Problem, weil ich keine Kartoffeln gegessen hatte. Kartoffeln sind eine hervorragend Eisenquelle, wie Carobschoten eine hervorragende Kalziumquelle sind. Ich hab nur beides nie gegessen und ich habe daher definitiv in den lezten Jahren ein Nährstoffdefizit aufgebaut. Ein völlig anderes als Otto Normalverbraucher natürlich, aber nichts desto trotz auch nicht gesund. Wahrscheinlich Kalzium, Silizium, Eiweiß und Eisen. Bei B12 und D mache ich mir echt weitaus weniger Sorgen, denn da habe ich einfach keine Symptome. Auch nicht im Winter.

Und dass bei fehlendem Kalzium auch die Zähne weniger widerstandsfähig sind, ist auch klar, und dann Probleme machen , wenn es um Obst von schlechter Qualität geht ist logisch. Und daher brauche ich immer noch den Chronometer zur Hilfe.

Gestern Abend stand ich da mit einem Defizit in Kalzium, Eisen und Omega 6 Fettsäuren. Für das Eisen gab es dann Kartoffeln, für’s Kalzium noch etwas Käse und das Defizit an Omega 3 Fettsäuren konnte ich mit einer halben Walnuss ausgleichen!

Aber seht selbst:

10 Uhr: Püree auch Banane, Haferkeimen, Zimt, ½ TL Leinsamen, 40 g Rosinen

110 g Hirse mit rotem Palmöl, Salz, Knoblauch und Kreuzkümmel

12:20 Uhr: 1 Banane mit Mandelpüree
1 Banane pur

14 Uhr: ca. 320 g Brokkoli gekocht
45 g Gafé Gratitude Vanilleeis

15 Uhr: 1 Banane

16:30 Uhr: 320 g Trauben
24 g Le Gruyere Rohmilchkäse

0,5 l MSM-Wasser

19:15 Uhr: 1 Banane
400 g Kartoffeln mit Sonnenblumenöl und Salz
 150 g Miniromana pur.
2 Banane mit Carob pürieret
½ Walnuss
10 g Le Gruyere

21:10 Uhr: 200 g Trauben

Die Hirse mit Knoblauch und Kreuzkümmel hat mich unglaublich an diese YumYum-Nudeln erinnert, die ich früher gerne gegessen habe, weil sie lecker waren, billig und schnell zu machen…und natürlich total ungesund….und Walnüsse decken tatsächlich besser, also mit weniger Fett, den Bedarf an Omega 6 als es Sonnenblumenöl tut.

Und da war dann wieder von Allem mehr als 100% drin außer natürlich B12 und D, aber es kann mir keiner Erzählen, dass er in der Lage ist alle Vorgaben zu erfüllen und dabei weniger als 40 g Fett zu verzehren. Ich lande irgendwie immer bei 50. Käse bringt Fett mit sich, die Omega Fettsäuren und auch das Vitamin E. Das rote Palmöl hat offiziell, also laut Chronometer, keine Vitamine, weil da nur herkömmliche Palmöl aufgelistet wird, aber das ist eh bald leer und ich habe es auch nur geschenkt bekommen.

Ich könnte Fett noch reduzieren, wenn ich Carob äße statt Käse, aber mehr fällt mir dazu nicht ein.

Es waren 2954 kcal, davon 75 g Eiweiß und 50 g Fett bei einer Makronährstoffratio von 76/9/15. Dr. Graham weist in seinem Buch immer wieder darauf hin, dass man nicht mehr als 10% Eiweiß essen sollte, aber diese Prozentangeben sind wirklich reichlich verwirrend. 75 g Eiweiß ist optimal und trotzdem bleibe ich bei unter 10%. Bei 3000 kcal funktioniert das auch, aber was macht jemand, der nur 1600 essen darf, weil er keinen Sport treibt. Graham bezieht sich seltsamer Weise nicht auf die Studie des Max Plank Instituts, dass rohes Eiweiß doppelt so verfügbar sei wie gekochtes.….Ich weiß immer noch nicht, wie ich an sie ran kommen soll…

Alles Liebe,

Silke
,
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Montag, 15. August 2011

Ausdauersport und Zimt...

Hallo Liebes,

Tag 863: Also, für’s Joggen ist das was ich jetzt gerade mache um Längen besser als alles was ich zu zuvor gemacht habe. Mich hat es ja ein bisschen gegraust davor, dass ich würde 28 km im Regen laufen müssen, aber Gott sei Dank hat es dann doch am Nachmittag aufgeklart und ich habe mich rausgetraut.

Die ersten 5 km machten noch Probleme weil mir eigentlich die 14 km vom Freitag noch in den Beinen steckten, aber nachdem die hinter mich gebracht waren, lief alles wie am Schnürchen. Ich hatte Kraft, Ausdauer, keine Kopfschmerzen, keinen entsetzlichen Durst und musste demnach in den 3 Stunden auch nur 1 Pinkelpause machen. Das ging letztes Jahr alles nicht und ich bin wirklich dankbar dafür.

Kurz vor Beendigung des Laufs hätte ich immer noch weiter laufen können, allerdings hatte ich keine Lust mehr. Wenn das so weiter geht wird der Marathon ein Zuckerschlecken. Komplexe Kohlenhydrate scheinen völlig anders auf den Körper zu wirken als einfache Kohlenhydrate wie sie in Obst sind. Nicht, dass ich die nicht auch essen wollen würde und dass die auch ihren Sinn erfüllen. Sie geben kurzfristig Energie und die komplexen eben längerfristig. Und das ist auch der Grund warum ich bei meinen 80/10/10 Versuchen immer so viel Durst hatte. Der Zucker steckte im Blut fest, weil es einfach zu viele Einfachzucker auf einmal waren und dadurch hatte ich dann Durst.

Ach und a propos Zucker im Blut und gestern Diabetes: Ich habe mich dann gestern endlich mal genauer damit beschäftigen können, was es mit Zimt alles auf sich hat. Ich wusste, dass Zimt eines der Gewürze ist, die gegen Darmparasiten- und Hefen angehen und es deshalb sehr gesund ist ihn zu verzehren. Womit ich mich noch nicht beschäftigt hatte war, dass Zimt auch in der Lage zu sein scheint den Blutzucker schneller in die Zellen zu schaffen und somit eine ähnliche Funktion hat wie Insulin. In Versuchsreihen hat man rausgefunden, dass Zimt sowohl in der Lage ist den Blutzucker als auch den Blutfettspiegel zu senken. Und das ist der Grund warum mein Instinkt mir sagt, dass ich in jeden Smoothie Zimt geben soll.

Rohkost-Buch 

Als ich aber am Ende des Laufs gestern an einem Mirabellenbaum vorbei kam und, auf Teufel kaum raus, nicht in der Lage war auch nur eine der reifen Mirabellen zu erreichen, habe ich mich gefragt ob wir wirklich so optimal an Obst angepasst sind. Ohne Leiter ist das meistens nämlich nicht besonders leicht zu ernten. Manchmal hat man Glück und erwischt kleinere Bäume und manchmal auch Bäume, die man gut beklettern kann, aber dieser Mirabellenbaum!!! Beeren lassen sich leicht erreichen. Naja und dann halt Kartoffeln….In freier Natur würde ich unter Garantie leichter Kartoffeln ernten können als Obst. Darüber hinaus halten sich Kartoffeln viel länger. Also, wie sehr sind wir an Obst angepasst und wie sehr an Kartoffeln? Ich höre natürlich nicht auf Bananen zu essen, aber diese Überlegungen mit der freien Wildbahn machen irgendwann keinen Sinn mehr.

Wir kommen eigentlich nicht an Bananen ran, wir kommen auch nicht an Algen ran, wir essen keine raffinierten Öle, wir können aber auch nicht optimal Gras verdauen und somit hackt jeder Rohkosttheorie irgendwo. Offensichtlich haben wir uns doch an irgendeinem Punkt irgendwie weiter entwickelt. Und wo ich gerade dabei war zu recherchieren, habe ich mal Debbie Took in Google eingegeben, weil Kris und Lissa sich mal auf sie bezogen haben und ich habe mir gedacht, da schaue ich mal was die so befürwortet. Ehrlich gesagt dachte ich es kämen jetzt wieder irgendwelche Dogmen und Halbwahrheiten, aber das Gegenteil war der Fall. Das Erste was ich über sie fand war ein Artikel über B12. Nach jahrelanger veganen Rohkost hatte sie nämlich einen Mangel entwickelt. Sie geht in dem Artikel dezidiert alle Optionen durch, die sie für sich sah. Vegan bleiben und supplementieren, einfach so weiter machen und zu versuchen mehr Bakterien und fermentierte Sachen zu essen oder eben tierische Produkte zu sich zu nehmen. Zunächst hat sie dann supplementiert, hat sich aber dann doch für rohe Ziegenmilch entschieden. Kam dann aber, weil sie in England wohnt und man dort nicht so leicht an gute Ziegenmilch kommt wie in Griechenland, wieder für nahrungsergänzung entschieden.

Und bei Debbie Took habe ich dann auch erstmals gelesen, dass wohl auch Frederic Patenaude gelegentlich rohe Eier isst, von ihm weiß ich aber auch, dass er gelegentlich kocht! Und so fand ich es dann mal wieder sehr faszinierend, wie viel Rohkostgurus nicht 100% roh essen, weil auch sie irgendwann rausgefunden haben, dass das auf die Dauer nicht funktioniert. Und durch Debbie fand ich dann auch raus, da der gute Dr. Graham auch schon B12 Probleme hatte. Tja, es ist nicht alles Gold was glänzt.

Was gab’s zu essen?:

Rooibostee

9 Uhr: Püree aus Bananen, Buchweizenkeimen, Carobpulver, 1 Paranuss, 1 EL Leinsamen, Rumaroma, Zimt















1 Kartoffel mit Salz

11 Uhr: Smoothie aus 500 g Pfirsichen und 5 Datteln 10 eingeweichte Mandeln

13 Uhr: Möhren-Tomatensalat mit 1 EL Sesam und 1 TL Sonnenblumenöl
700 g Kartoffeln mit Salz und 2 TL Sonnenblumenöl + Kresse 5 Datteln















18 Uhr: Pudding aus Datteln, Wasser und Zimt
Salat aus Hirse, Linsenkeimen, Sonnenblumenöl, Knoblauch und Salz
250 g Brokkoli mit Salz und Wildkräutergewürz

170 ml Rotwein
3 Datteln
5 g Cashews

Es hat ganze 700 g Kartoffeln gebraucht bis ich satt war, aber dann war ich auch wirklich satt. Ich glaube das mit den Kartoffeln ist momentan Kompensation. Ich habe seit Jahren keine mehr gegessen. Was mir momentan nämlich am allerbesten überhaupt schmeckt ist Brokkoli, Sonnenblumenöl und Kartoffeln. Hirse ist auch immer noch lecker, aber bei weitem nicht so lecker wie Kartoffeln. Ich nehme an, dass das bald nachlässt. Man favorisiert ja immer einige weniger Nahrungsmittel. Und da stelle ich schon wieder fest, wie exakt der Instinkt dann doch wieder funktioniert.

Es waren wieder über 3000 kcal, vorher werde ich offensichtlich nicht satt, ich hoffe dass das am Sport liegt. Zugenommen habe ich nicht, eher im Gegenteil, aber ich habe ja keine Waage, nur einen Spiegel.

Darüber hinaus stelle ich fest, dass mein Haut feinporiger geworden ist, was vielleicht auch damit zusammen hängt, dass ich genug Schlaf bekommen habe in den letzten 2 Tagen, vielleicht aber auch mit einer Ernährung in der alles drin ist was ich brauche und vor allem nicht zu viel Fett. Das waren allerding gestern 47 g aber nur 14% der Gesamtkalorien bei 85 g Eiweiß. Soweit sehr gut.

Alle Vitamine und Mineralstoffe (außer D und B12) waren im Übermaß vorhanden. Was würde passieren, würde ich B12 und D auch zu mir nehmen? Soll ich mal Lachs kaufen und das testen? Schaun wir mal. Zunächst muss mal Geld kommen!!!

Alles Liebe,

Silke
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Sonntag, 6. Juni 2010

Strawberry-Cheesecake -Desaster....


Hallo Liebes,

Tag 441: Ich fürchte Julie Powell vom Julie/Julia-Projekt hat mich angesteckt. Auch mir misslingen jetzt die Kreationen;-))) Zum Glück aber nur in der Form und nicht im Geschmack…

Das Projekt hieß Strawberry Cheesecake und ist so ungefähr das was wir in Deutschland als Quarkkuchen bezeichnen. Es gibt also einen Boden, der bei einem normalen Kuchen gebacken werden muss. Der Rest besteht, soweit ich weiß auf Quark, Sahne Zucker und Gelatine, damit es fest wird. Gut, ich gebe zu, dass ich von vornherein Zweifel hatte, dass man ohne Gelatine eine Mischung aus Cashews, Wasser, Zitronensaft, Erdbeeren, Honig etc so fest kriegt. Im Rezept gab es aber auch Kokosöl und, der Clou, 4 EL Sojalecithin. Jetzt kann es das Gesetz der Anziehung gewesen sein oder Physik, ich weiß es nicht. Aber First things first...

So sollte das Ergebnis aussehen:

Und das ist der wgg dahin. Durch dieses Video bin ich überhaupt erst darauf gekommen den Strawberry Chesecake zu machen:



Es sieht so einfach aus. Ist es eigentlich auch, bis auf einige wenige Kniffe…
(ohne Jack LaLanne's Health Master 100 oder Vitamix oder  geht es hingegen nicht)

In dem Video sind keine Mengen angegeben also musste ich im Internet weiter suchen nach einem Rezept für Raw Strawberry Cheesecake und habe es auch gefunden. Hier gibt es Mengenangaben, es sind exakt die selben Zutaten, es sind die üblichen „Tassen“ als Mengen und ob die Füllung meine Springform füllen würde oder nicht, blieb auch dahingestellt. Die Amerikaner haben natürlich auch andere Kuchenformgrößen. Das, finde ich, ist immer das Problem bei Kuchenrezepten. Pie-Schalen gibt es hier sowieso nicht und so muss man immer irgendwie experimentieren. Gott sei dank, ist das bei Rohkost leichter als bei normalem Kuchen, denn wenigstens braucht man keine feuerfeste Form.

Für den Boden habe ich allerdings nicht das vorgegebene Rezept gemacht sondern meine Variante aus Datteln und Mandeln. Das kann aber jeder halten wie er will.

Ich hatte also alle Zutaten gekauft und habe mich exakt an die Anweisung gehalten. Erst Cashews, über Nacht eingeweicht in den Mixer, dann Honig, Zitronensaft, Wasser und Vanille, dann nach und nach die Erdbeeren und dann geschmolzenes Kokosöl ( ich habs zum Schmelzen in die Sonne gestellt ). Der Mixer hatte schon ganz schön damit zu kämpfen. Wie in dem Video oben gezeigt habe ich die Springform auch noch schön mit Erdbeeren dekoriert und dann die Füllung in die Form gegeben. Diese Füllung war der absolute Hammer. Kein Wunder, sie strotzte auch vor Fett. Sie schmeckt genau wie Erdbeer-Sahnequark. Eigentlich noch besser. Wie selbst gemachter Erdbeer-Sahne Quark. Wenn ich ein Dessert wählen könnte, würde ich mich nie für Erdbeer-Sahne-Quark entscheiden, aber wenn der so schmeckt schon...WOW... Man kann daraus bestimmt auch toll Erdbeereis herstellen. Sie war absolut göttlich.

Aber würde sie fest werden? Im Rezept stand der Kuchen müsse mindestens 4 Stunden im Kühlschrank ruhen. Ich hab in aller Regelmäßigkeit kontrolliert ob er bereits fest wäre und wurde immer wieder enttäuscht. Auch nach 4 Stunden noch, nach 5 Stunden auch, nach 6 Stunden machte er Fortschritte und nach 6,5 Stunden habe ich mich dann getraut die Springform zu entfernen. Ich habe erst den Rand mit einem Messer vorsichtig gelöst, damit die Form leichter zu entfernen ist, da ich die Springform vergessen habe einzufetten.

Form gelöst – der Kuchen hielt maximal 1 Minute, danach verteilte er sich in alle Richtungen. Ich musste den Teller auf einen weiteren, größeren Teller stellen. Was solls... Ich hab ihn dekoriert und fotografiert:


Der Belag der Erdbeeren hat ihn aber noch weiter auseinander gehen lassen und ich musste einen noch größeren Teller drunter stellen. Ich hab ihn trotzdem angeschnitten und das Ergebnis sah auf meinem Teller dann so aus:


Aber was für ein Traum war der Geschmack – sooooo köstlich!!! Besser als jeder Quarkkuchen, den ich jemals gegessen habe. Zwei Stücke hatte ich als Dessert nach dem Abendessen verspeist und auf ein weiteres hatte ich zu späterer Stunde noch Lust. Und siehe da, der Kuchen war tatsächlich fester geworden, er war fast schon schnittfest!!!


Und heute früh dann folgendes Bild:


Mist, ich hätte ihn einfach sofort über Nacht in den Kühlschrank stellen sollen und nicht nur für 4 Stunden. Heute gehe ich davon aus, dass mein Fehler das Ersetzen des Agavendicksafts mit Honig war. Rohen Agavendicksaft muss man halt bestellen und Honig gibt es überall zu kaufen. Und selbst Akazienhonig ist billiger als Agavendicksaft in Rohkostqualität. Schokolade wird ja auch nicht fest, wenn man Honig verwendet, das scheint hier das selbe Prinzip zu sein.

Mein Resumé: Ich werde den Kuchen noch mal machen, wieder mit Honig, aber länger kalt stellen, ich werde die Mengen ein wenig variieren damit die Füllung exakt in die Form passt und ich werde die Mengen dann auch direkt in ml und g angeben und nicht in Tassen. Hoffe ich schaffe das noch im Laufe der Woche, aber erstmal habe ich einen Kuchen im Kühlschrank den es zu vertilgen gilt: Bei „80/10/10 till 18“ – wohlgemerkt, sonst hätte ich ihn gefrühstückt. Aber nein, ich habe brav einen Greensmoothie getrunken…

Man sieht aber schön welche Form der  Kuchen anbgenommen hat und die Füllung ist selbst an der Stele wo sie über den boden hinausgetreten ist absolut fest...Irre, oder???




Apotheke

Während der Kuch im Kühlshrank versucht hat hart zu werden, war ich wieder Joggen. Diesmal stand schneller Dauerlauf für 30 Minuten auf dem Plan. Nicht lange aber ich musste meinen Puls auf 162 rauf treiben. Mein normales Joggingtempo ist etwa 152 Schläge, der lockere Dauerlauf ist bei 144 Schlägen zu absolvieren. Übrigens Pi mal Daumen, da ich meine Maximale Herzfrequenz nicht genau kenne. Und immer wenn ich kein Nikotin im Blut habe ist es unglaublich schwer meinen Puls hoch zu treiben. Das habe ich vor 2 Jahren schon mal bemerkt als ich Nikotinkaugummis abgesetzt habe. Der Durchschnittspuls ist vielleicht 15 Schläge höher wenn ich Nikotin im Blut habe als wenn ich keines im Blut habe. Das hat mir schon vor 2 Jahren meinen Marathontrainingsplan zerstört. Verrück, oder?

Liegt es vielleicht auch an Rohkost, dass mein Puls grundsätzlich niedriger ist? Hat das mit dem Blutdruck auch was damit zu tun? Sind die Werte von Kochköstlern vielleicht einfach alle zu hoch? Ich sollte mich vielleicht wirklich mal mit Rohkost-Leistungssportlern unterhalten…

Jedenfalls war ich zur Mittagszeit bei wahrscheinlich 30 Grad joggen und hab meinen Puls kaum höher als 158 gekriegt. Schneller konnte ich nämlich einfach nicht laufen. In der prallen Sonne ging der dann aber auch mal über 163. Ich habe aber dann nach 27,5 Minuten aufgehört, weil ich merkte, dass ich wieder an eine Überlastungsgrenze kam. Mittags…30 Grad…typisch ich...Ich bin nun mal Morgens immer mit Bloggen und dem Entspannungsprogramm beschäftigt….

Was gab’s zu essen?:

1 Honigmelone
Feldsalatsmoothie mit Aloe und Zitronenmelisse
Genascht beim Kuchenmachen, also Cashews, Erdbeeren etc.
Bananeneis
 2 Bananen
3 Scheiben Ananas
1 Banane
Salat aus 2 Miniromana, ½ Paprika, 1/8 Gurke, Alfalfa, getrocknete Tomaten, Oliven und wieder Käsedressing wie gestern
 2 Stück Strawberrycheesecake s.o.
1 weiteres St. Strawberrychesekake s.o.

Nun, das Bananeeis gestern war wieder mit dem Jack LaLanne's Health Master 100 und es war auf jeden Fall anders, da die Bananen über Nacht viel tiefer gefroren waren als am Vortag. Man muss in dem Fall den Mixer mit dem Pulsierungsschalte betreiben und dann geht auch das sehr gut. Es im Jack LaLanne's Health Master 100 zu machen hat den Vorteil, dass man die Banane nicht antauen muss und sofort das Eis genießen kann. Wenn man aber nur 2 Bananen für eine Portion nimmt, wie ich, hat man das Problem, dass man die Seiten im Mixer gelegentlich runter schaben muss, da die Menge zu gering ist.

Und dann ist mir durch das Wetter noch was aufgefallen. Ich hatte nämlich ein Röckchen an ;-)))

Definitiv wird meine eine Krampfader weniger. Sie hat ungefähr vor 10 Jahren angefangen sich zu entwickeln. Seit 4 Jahren bin ich „high raw“ mit immer höher steigendem Prozentsatz an Rohkost und seit Winter auch viel mehr Grünzeug. In diesen 4 Jahren habe ich mit Joggen angefangen, fahre mit Fahrrad und habe mir Kaffee und das Rauchen abgewöhnt. All das, nehme ich an, trägt dazu bei, dass auch etwas unheilbares wie Krampfadern zurückweichen kann. Es braucht aber offensichtlich auch viel Geduld…Puh!!!

Alles Liebe,

Silke

Dienstag, 1. Juni 2010

All you can eat....




Halo Liebes,

Tag 436: Was sag ich immer: „Worauf am meisten man erpicht, gerade das bekommt man nicht!“ - Das war gestern in meinem Fall Geld. Ich bekomme meinen Gründerzuschuss immer vor dem 1., manchmal sogar mehrere Tage…Gestern kam nichts, egal wie oft ich online auf mein Konto geschaut habe. Ich musste ganz schön kreativ werden. Ich hatte dabei noch Glück, weil die Bananen, die ich letzte Woche unreif bei Aldi gekauft habe, mittlerweile reif waren, ansonsten gab es nur das was eh da war. Und trotzdem habe ich es irgendwie geschafft wieder einen 80/10/10 till 18-Tag zu machen und ich habe wieder die selben Erfahrungen gemacht wie an den Vortagen: Gegen Nachmittag werde ich müde und könnte mich hinlegen, was auch gestern wieder nicht ging, da ich Bio lernen musste…

Ich habe Unmengen getrunken und habe das Gefühl, dass ich dann mehr Schleim aushuste. Als würde sich durch das Wasser mehr lösen und so ist es ja eigentlich auch. Wasser dient als Lösungsmittel. Ich weiß nicht ob es an dem Wassergehalt liegt, dass Dr. Norman Walker sagt, Früchte seien die Reiniger des Körpers, aber immer wenn ich bei Obst bleibe für mehrere Mahlzeiten, empfinde ich das so. Zum Beweis kann ich ja noch mal ergänzen, dass trotz vielleicht 3,5 l Wasser, mein Urin heut früh recht dunkel war. Ich hab soooo viel trinken müssen, dass es mich auch heute Nacht zum Klo gedrängt hat. Ich krieg schon wieder Angst vor Diabetes, aber genauso war das im Januar bei 80/10/10 auch, bis der Körper entgiftet genug war und der Durst nachgelassen hat.

Den ganzen Tag über gabs gestern Obst, das Grünzeug habe ich total vernachlässigt. Ich hatte irgendwie keine Lust auf einen Greensmoothie und das ist mir, glaube ich, noch nie passiert. Eigentlich kann es doch gar nicht sein, dass der Körper mal keinen Bedarf an Grünzeug hat. Jedenfalls kann ich mir das kaum vorstellen. Das visualisieren habe ich gelassen aber ich bin auch nicht in bessere Stimmung gekommen. Konnte auch keinen glücklich machenden Tee oder Aromen kaufen, weil ja kein Geld da war. Aber gestern Nacht hab ich mich dann entschieden wieder Joggen zu gehen, mich beim GAG-Halbmarathon angemeldet und mir auf der Homepage von Runner’s World einen Trainingsplan ausgedruckt. Auf meinen Joggingfreund kann ich als Motivation offensichtlich nicht warten, aber Laufen ist nun mal die kostengünstigste Variante Serotonin zu bekommen. Vielleicht fühle ich mich dann toller. Außerdem gibt mir das ein konkretes Ziel, auf das ich mich zu bewegen kann, und da ich momentan kein Stück habe und keine Premiere ansteht, fühle ich mich vielleicht auch einfach ein wenig sinnlos.

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Das Konzept des „Everything Salads“ ist meines Erachtens von Juliano, da er es zumindest in seinem Buch Raw: The Uncook Book: New Vegetarian Food for Life explizit als Rezept veröffentlicht hat. Tatsächlich ist das Konzept sicherlich viel älter und geht so:

Man nimmt einfach alles was man an rohen Gemüsen, aber auch Obst, im Haus hat, schneidet es klein, gibt es in eine Schüssel, gibt sein Lieblingsdressing darauf. Fertig ;-))))

Das war mein gestriges Abendessen und den Kühlschrank habe ich damit komplett leer gemacht. Ich hatte nicht mehr viel. Einige Pilze, den Samenkäse, 1 Frühlingszwiebel und Kopfsalat, weil Aldi den am Samstag für 35 Cent hatte. Außerdem waren da noch selbst getrockenete Tomaten. All das kam dann in eine Schüssel mit Essig, Öl, Honig, Salz und Cayenne-Pfeffer und es war auch wirklich lecker. Ansonsten habe ich mich wieder an Mandeln vergriffen weil ich gegen 18 Uhr dann wieder so hungrig war, das ich was Herzhaftes brauchte. Ich hatte aber insgesamt auch nicht genug Obst da um wirklich gesättigt zu sein.

Was gab’s zu essen?:

4 Bananen
Schokopudding aus Kakao und Bananen
8 Cocktailtomaten
2 Scheiben Ananans
Smoothie aus 4 Orangen
 Gefüllte Champignons
2 Walnüsse
3 handvoll Mandeln
Salat aus 1 Kopfsalat, 1 Frühlingszwiebel, getrocknete Tomaten, Edelhefe, Salz, Cayenne-Pfeffer, Olivenöl, Balsamico-Essig und Honig
 Porridge


Und wie das immer so ist, kriegt man nach herzhaften Mahlzeiten dann auch immer wieder Lust auf was Süßes, was mir gerade passierte, als ich wieder mal Raw on 10 $ durchstöbert habe und dort auf ein Porridge-Rezept gestoßen bin. Alle Zutaten, außer die Rosinen, hatte ich im Haus, aber süßen konnte ich ja auch durch mehr Honig, statt mit Trockenfrüchte. Ich bin kein großer Getreideenthusiast, aber Haferbrei mochte ich immer und Hafer ist auch mein Lieblingsgetreide. Aber an Getreide scheiden sich auch die Ernährungsgeister….Aber Buchweizen ist eh kein Getreide.

Für den Fall dass ich, weil ich alles Essen gestern leer gemacht habe, heute zum Frühstück verhungern müsste, habe ich gestern Abend noch Porridge gemacht und die Hälfte davon zur Seite gestellt. Es war lecker, das Rezept habe ich adaptiert und in die Rezeptseite mit aufgenommen.

Und direkt ab heute geht das Training für den Halbmarathon los…Mal sehen wie fit ich bin und mal sehen was 80/10/10 so ausmacht dabei oder ob ich extreme Entgiftungserscheinungen habe…

Alles Liebe,

Silke