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Freitag, 10. Juni 2011

Abnehmen...




Hallo Liebes,

Tag 797: Gestern Abend kam ich erst um 0:30 Uhr ins Bett und musste heute wieder um 5 Uhr aufstehen und es war nicht mal annähernd so schwer wie die ganze letzten Male bis vor einer Woche, wo ich unter dieser extremen Müdigkeit gelitten habe. Ich weiß immer noch nicht genau, was das war, aber es ist vorbei.

Ich war bis um Mitternacht bei meiner Mitschülerin mit der Eigentumswohnung. Ich bin zuvor noch schnell bei Herr Riester vorbei gefahren um Booja-Booja-Eis zu kaufen, denn meine Mitschülerin ist laktoseintollerant und ich wollte ihr das tollste laktosefreie Eis der Welt vorstellen, dass zufällig dann auch noch Rohkost ist. Oder sagen wir fast, denn ich habe Maple Pecan gekauft, was meine Lieblingssorte ist und die enthält Ahornsirup, der definitiv nicht roh ist. Aber natürlich um Längen besser als raffinierter Zucker. Ich wollte sie mit dem Eis bestechen mich bei ihr einziehen zu lassen;-), allerdings war das gar nicht nötig, denn meiner Ansicht nach ist die Wohnung gar nicht WG-tauglich. 2 Zimmer sind mit einer Durchgangstür ohne Tür verbunden und das dritte ist ihr Schlafzimmer. Ich weiß zum einen nicht, wie ich dort wohnen sollte und der Kater schon lange nicht. Diese Idee ist also gestorben und somit muss ich mir jetzt definitiv was Eigenes suchen. Morgen ist Samstag, sprich die Zeitung enthält einen Wohnungsmarkt. Und dann mal schauen wie viele meiner Ideal ich wohnungstechnisch umgesetzt kriege. Das Wichtigste ist aber Auslauf für die Katze, sprich Erdgeschoss. Möglicherweise werde ich, was die Lage betrifft Zugeständnisse machen müssen.

Das Eis schmeckte ihr jedenfalls super und sie hat mich auch gefragt wo Herr Riester sei. Und sie erzählte, was für ein tolles Gefühl es sei Eis gegessen zu haben, was nicht nach dem Verzehr auf den Magen, oder wo auch immer die Laktose anschlägt, schlägt. Es war ein sehr netter Abend, wir haben unglaublich viel gemeinsam, zusammen wohnen wäre überhaupt kein Problem, aber wie gesagt, geht das bei der Wohnung nicht. Sie ist Arzthelferin und will auch ab Herbst Medizin studieren, allerdings weiß sie nicht ob ihr Abischnitt dafür reicht. Ach, und sie hält ehec ebenfalls für Panikmache und isst trotzdem Salat. So wie ich. Wenn es jemand wissen muss mit dem ehec, dann doch sicher die Schulmedizin, oder?

Das Eis erschwert natürlich meine Rechnung und mein „Fett runter drücken“ mal wieder, aber zumindest wird der Prozentanteil von Tag zu Tag geringer, was nichts heißen will. Vielleicht ist es auch gar nicht so schlecht sich langsam umzustellen, dann kann der Körper sich daran gewöhnen. Immer wenn ich über Nacht meine Ernährung umstelle, zeigt sich kurze Zeit später, dass ich genau zu dem Zeitpunkt wo ich sie umgestellt habe eine Querrille im großen Zehnnagel habe. Das ist bei der Umstellung auf 80/10/10 passiert sowie bei der Umstellung auf Anti-Candida-Diät und hängt meines Erachtens damit zusammen, dass der Körper sich auf neue Eiweiß-Umstände einstellen muss, aber sicher weiß ich es natürlich nicht. Mein Fettprozentsatz von gestern ist aber hauptsächlich deshalb geringer, weil wir gestern Abend Weißwein getrunken haben und der enthält zwar Kalorien aber eben kein Fett. Wenn ich beim Rechnen auch schockiert war, dass es relativ wenig Kalorien sind. Eine ganze Flasche Wein hat nur 476.

Um das Eis mal ansatzweise zu berechnen habe ich 75 g Cashews und 6 TL Honig zugrunde gelegt. Ich weiß natürlich nicht, wie viel ich exakt davon gegessen habe, also weiß ich auch nicht ob die Rechnung schlussendlich wirklich stimmt. Auf jeden Fall habe ich gestern nichts gekocht, was weder gut noch schlecht ist. Ach ja, 75 g Cashews haben ungefähr so viele Kalorien wie 0,7 l Wein.

Rohkost-Buch

A propos Kalorien: Eine Leserin beklagte sich gestern in einem Kommentar darüber, dass ich so selten irgendwas über mein Gewicht schreibe und dass es leichter sei jemandem zu glauben, der selber Erfolge erziele. Ein dicker Rohköstler sei nicht gesund, weil Übergewicht Krankheiten fördere.

Falls das irgendwie falsch rüber gekommen ist, möchte ich mal klarstellen, dass es hier in keinster Weise um Abnehmen geht und mir mein Gewicht nicht besonders wichtig ist. Dass ich hier gerade Kalorien zähle hängt ausschließlich damit zusammen, dass ich anhand dessen die Prozentsätze von Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten berechnen kann, wobei Prozentsätze auch keine große Aussagekraft haben. Dann wohl doch eher die Grammangaben. Ich glaube auch, dass ein übergewichtiger Rohköstler nicht unbedingt gesund ist. Auf jeden Fall glaube ich, dass dann irgendwas falsch läuft oder ein Manko in der Ernährung besteht. Was aber wirklich die richtige Ernährung ist, weiß ich ja auch nicht und wahrscheinlich ist das auch recht individuell.

Ich zähle also keine Kalorien um abzunehmen, wenn ich es auch nicht schlimm fände abzunehmen, denn obwohl ich kein Übergewicht habe, habe ich das, was man gemeinhin als "Problemzonen" bezeichnet auch wenn die kaum jemand außer mir sieht. Ich bin nicht der Typ der kein Gramm Fett zu viel hat, sondern ich habe etwas zu viel Fett an den Oberschenkeln und etwas zu viel am Bauch. Ich besitze aber keine Waage und ich halte auch nichts von Waagen, da sie Psychoterror ausüben können, wenn man sich von der Zahl, die da auftaucht, beeinflussen lässt. Man kann doch auch sehen wo man zu viel hat und wo nicht.

Und daher musste ich auch feststellen, dass Rohkost nicht automatisch dünn macht, wie es oft behauptet wurde. In vielen Foren und auch Rohkostbüchern liest man, dass es dicke Rohköstler nicht gäbe. Stimmt aber nicht, ich kenne so einige. Natürlich weiß ich nicht, was die täglich so essen und ob sie 100% roh sind. Tatsächlich kenne ich aber auch kaum jemanden, der 100% roh ist. Einfach, weil es auf die Dauer nervt in gesellschaftlichen Situationen nicht mit machen zu können. Aber wie gesagt, könnte es auch sein, dass 100% roh überhaupt nicht das Optimum ist.

Ich gehe auch nicht joggen um abzunehmen, sondern um einen Marathon laufen zu können. Die Motivation ist auch viel effektiver, denn wenn man es tut um abzunehmen, kommt es einer Selbstbestrafung gleich. Man ist nicht „gut genug" und kritisiert sich dadurch. Das Unterbewusstsein rebelliert dann, genauso, wie es das bei einer Diät tut. Womit ich nicht sagen will, dass ich nicht auch Leute kenne, die mit Rohkost tierisch viel und leicht abgenommen haben.

Wer sich aber selber ein Bild meines Körperumfangs machen will, kann das heute mal gerne wieder tun um 14 Uhr auf Sat1 in „2 bei Kallwass“. Und ja, es täte mich auch nicht stören, wenn ich diese „Problemzonen“ nicht hätte, ich arbeite aber auch nicht gezielt daran sie zu beseitigen. Vielleicht gehen sie durch Fettreduktion und Marathontraining automatisch weg, vielleicht auch nicht. Ist mir egal. Ich reduziere das Fett also nicht um abzunehmen, sondern weil ich wissen will was dran ist an der Theorie, dass man sich damit besser fühlt.

Durch das Anheben des Eiweißanteils sind meine Fingernägel derzeit jedenfalls bombenfest. Ich hab fast das Gefühl, ich könnte damit eine Kokosnuss öffnen ;-) Das freut mich.

Was gab’s zu essen?

4 Grüntee mit Steviosid

Spirulinapudding aus 2 Bananen und 15 g Spirulina

11:30 Uhr: 1 Banane
½ Chia-Vanille-Pudding

12:45 Uhr: 2 Hälfte Chia-Vanille-Pudding

14:30 Uhr: ½ Essener Fladenbrot
36,5 g Eiweiß, 22,5 g Khd, 24 g Fett

17:30 Uhr: 1 Banane

20 Uhr: 0,7 l Weißwein

1 Portion Booja-Booja Eis

Macht: 2355 kcal, 77,2 g Eiweiß, 240,5 g Khd, 80,5 g Fett und 61,6 g Alkohol
13,4 % Eiweiß, 41,87% Khd, 31,78% Fett – Rest Alkohol

Ich hab also fast die doppelte Menge Fett verzehrt als ich eigentlich will und dafür mehr Eiweiß als ich muss. Ich hab versucht morgens, so lange ich kann, fettfreie Kohlenhydrate zu konsumieren in Form von Banane und habe 2 mitgenommen zur Arbeit, hatte aber nach einer schon keine Lust mehr auf was Süßes. Eigentlich hatte ich auch gar keine Lust auf was Süßes. Tja, ist nicht so leicht mit den Kohlenhydraten. Auf gekochte Kohlenhydrate habe ich dann doch mehr Lust als auf Obst.

Was aber ein Traum war, war dieses Fladenbrot. Ich habe es aus 350 g Weizenkeimen, 100 g Sonnenblumenkernen, 125 g Tomaten, 1 Frühlingszwiebel, Salz, Chili, Stevia und Kümmel hergestellt und es zu einem runden Fladen verarbeitet, wovon ich zunächst mal nur ein Viertel verzehrt habe. Nicht nur vom Aussehen, sondern auch vom Geschmack hat es mich irgendwie an Döner erinnert. Also habe ich noch ein weiteres Viertel nachgeschoben. Leider haben die Sonnenblumenkerne darin auch wieder das Fett erhöht, aber diese Eiweißbilanz war enorm, weshalb ich sie notiert habe. Vielleicht muss ich das nächste Mal weniger Nüsse oder Kerne in das Brot geben…

Also, auf ein Neues. Werden es heute nur 40 g Fett? Ich muss wieder arbeiten und ich finde es schwer was zu finden, was ich mitnehmen kann, satt macht, wenig Fett enthält und Rohkost ist. Auf Obst habe ich ja offensichtlich keine Lust. Mein Hafer hat noch nicht zu keimen angefangen, ansonsten finde ich den Haferbrei ziemlich optimal. Ich hab noch eingeweichten und dann getrockneten Buchweizen, vielleicht könnte der mir aushelfen…

Alles Liebe,

Silke

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Montag, 25. Oktober 2010

Angelina Elliott...




Hallo Liebes,

Tag 572: Tage, an denen ich frei habe, sind zumindest in meinem Kopf ereignisreicher als Tage an denen ich Videos rausgeben muss, denn ich hatte zumindest die Zeit mir den allerletzten „Call“ des „Raw Mom Cooked Dad“-Event der Raw Divas anzuhören, was am 10.10. began und dann bis zum 20.10. dauerte. Tera Warner und Kolleginnen haben ca. 35 Rohkostexperten interviewt, vor allem zu dem Thema, wie man als jemand, der es bevorzug Rohkost zu essen mit seinen Lieben umgeht, die dies nicht tun. So hat die überzeugte Vegetarierin Tera eine Tochter, die Fleisch liebt und von sich sagt, dass ihr Körper Fleisch brauche und Tera fragt sich natürlich, wie sie als Mutter damit umgehen soll.

Das einzige Interview was ich in bei diesem Event gehört habe, war das mit Heather Pace, in dem sie nicht wirklich viel mehr neues erzählt hat, als in ihrem Blogpost in dem sie erklärt, warum sie von veganer Rohkost zu Fleisch gewechselt hat

Das letzte Interview hingegen war mit Angela, oder wie sie sich jetzt zu nennen scheint Angelina Elliott (warum ändern Rohköstler eigentlich dauernd ihre Namen? – Ist das so ein Hippy-Ding?) Unter dem Namen Angela Elliott hat sie das wunderbare Buch Alive in Five: Raw Gourmet Meals in Five Minutes! veröffentlicht, was Rohkostrezepte enthält, die nur ca. 5 Minuten in der Zubereitung erfordern. Angela Elliott ist seit ca. 30 Jahren Veganerin hat einen 19 jährigen Sohn, der ebenfalls seit seiner Geburt vegan lebt und einen Ehemann, den sie, mehr oder weniger aus versehen, in den letzten 25 Jahren zum Veganismus gebracht hat. Vegane Rohkost betreibt sie bereit seit über 10 Jahren.

Ich komme zu dem Schluss, dass manche Menschen vegan leben können und andere nicht. Natürlich wurde auch sie zum Thema B12 gefragt und hat sich dazu geäußert, dass sie viele Wildkräuter essen würde, Sachen aus dem eigenen Garten, an denen noch Bakterien kleben, probiotische Produkte verzehre die die Darmflora aufbauen damit das B12 in Darm produziert werden kann und sie würde fermentierte Produkte essen und Nüsse und Samen nur gekeimt essen. Sie bezieht sich in diesem Ansatz auf Lou Corona, der seit 38 Jahren roh-vegan lebt, spricht aber auch darüber wie sie sich mal die Leber und die Bauchspeicheldrüse ruiniert habe, weil sie eine Ernährung mit hohem Fettanteil und sehr, sehr viel Kakao gegessen hat – laut eigener Aussage mehr als David Wolfe, was auch immer das heißen mag. Der hohe Fettanteil bezieht sich in ihrem Fall natürlich auf vegane Fette, bei tierischen Fetten mag das völlig anders sein, denn die scheinen leicht zu verstoffwechseln zu sein, wie auch Heather Pace berichtet.

Ich gehe davon aus, dass ein funktionierender Darm entsprechende Mengen B12 herstellen kann, gehe aber auch davon aus, dass die meisten von uns (zumindest noch) keinen funktionierenden Darm haben, weil wir alles durcheinander essen und uns auch lange Jahre geschädigt haben mit Zivilisationskost. Bei mir persönlich gehe ich definit davon aus, dass ich B12 aufnehmen, aber nicht in ausreichendem Maße selber produzieren kann. Ich esse nichts probiotisches, weil ich Sauerkraut nicht mag und auch noch nie Kokosjoghurt oder Kefir gemacht habe. Außerdem habe ich auch fast nie meine Nüsse eingeweicht und esse zu wenig Wildkräuter. Es mag aber möglich sein sich zu einer veganen Ernährung hinzuarbeiten, weshalb ich diese Angriffe von Fleischessern a la „Das funktioniert nicht!“ nicht leiden kann, genauso wenig wie die von Veganern die permanent auf Tierleid aufmerksam machen müssen.

Wenn jemandes Körper nicht in der Lage ist richtig zu funktionieren, dann muss er diese Produkte zu sich nehmen. Ihn deswegen fertig zu machen ist sicher nicht die Lösung. Jemanden fertig zu machen, der versucht vegan zu leben ebenso. Ich persönlich ziehe es vor mein B12 in Zukunft lieber nicht aus Tabletten zu beziehen, sondern das mit dem Fisch erstmal weiter zu versuchen. Da ist nicht soviel B12 drin wie man offiziell braucht, aber vielleicht mache ich dann nächstes Jahr doch mal einen Test. Ich weiß auch nicht genau, ob diese körperlich Schwäche, die sich in den letzten Monaten eingeschlichen hat, ausschließlich mit dem B12 zusammen hängt oder auch mit zu wenig Eiweiß. Mehr Kraft hatte ich erst als ich mehr Eiweiß gegessen habe, aber momentan fühle ich mich so gut wie lange nicht mehr. Ich gönne mir zu wenig Ruhe, aber das ist alles.

Meine Ausscheidung hat sich verbessert, würde ich sagen. Der Stuhl ist ein wenig fester geworden mit weniger Obst und mehr Gemüse, was sich besser anfühlt, hauptsächlich bin ich aber froh, dass ich die Finger von Nüssen lasen kann, die ich, wie gesagt, fast nie eingeweicht und häufig noch nicht mal roh verzehrt habe, weil rohe Nüsse ja sehr teuer sind. Ich habe immer noch gelegentlich Schuppen, was ich seit der Trennkost habe.

Hier aber, für alle die es mit eigenen Ohren hören wollen, das Interview mit Angelina Elliott.



Kommen wir nun zu meinem Frühstück. 250 g Tomaten sättigen ebenso gut wie 4 Bananen. Schreck lass nach! Auch hier war ich nach ca. 1 Stunde wieder hungrig. Und das von 50 Kalorien statt von 440. Das ist ja verrückt! Ich wundere mich überhaupt über mich selbst, dass ich diese Form von Sättigung erlange, wie ich sie gerade erlange und denke auch hier wieder: Das muss das Eiweiß sein. Vielleicht ist es aber auch noch ein wenig mehr...

So habe ich mir gestern als Dessert auch ein halbes rohes Twix gegönnt, was jetzt 1,5 Wochen bei Zimmertemperatur lag und ich wollte schauen, ob sich irgendwas verändert hatte. Hat es nicht, ist immer noch genauso in der Konsistenz und im Geschmack wie als ich es gemacht habe, es war aber auch in Plastikfolie verpackt. Und eigentlich war ½ Twix nicht ausreichend. Irgendwas an dieser Verbindung Süß/Nüsse macht viel zu viel Hunger - Appetit!. Um die Lust auf mehr Twix abzustellen, habe ich 2 Stücke 70%ige Xylitschokolade gegessen und dann war die Gier vorbei. Die gibt es offensichtlich wirklich nur bei dieser Nüsse/Süß-Mischung denn auch bei Avocado-Feigen-Pudding hab ich das nicht.

Ich überlege gerade, wie das bei herzhaften Sachen ist und erinnere mich wie ich auch schon Unmengen Spanische Mandelsauce gegessen habe, die 50 g Mandeln und 50 g Olivenöl enthält. Gut, die esse ich mit 8 Möhren, aber immerhin sind das ne Menge Kalorien und noch mehr Fette. Ich habe jetzt wirklich einen tollen Weg gefunden solche Dips kalorien- und fettärmer herzustellen, denn wenn ich davon ausgehe, dass der Körper im Laufe seiner Rohkostzeit effizienter wird, dann hilft so oder so nichts anderes als Kalorienreduktion bzw. Kalorienverbrauch und das erreicht man am besten auf den Weg den Dr. Joel Fuhrman in Eat to Live: The Revolutionary Formula for Fast and Sustained Weight Loss vorschlägt, nämlich mehr Nährstoffe in weniger Kalorien zu kriegen, deshalb soll man bevorzugt die Nahrungsmittel essen die das beste Nährstoff/Kalorien Verhältnis haben und dabei ist unschlagbar, das was jeder empfiehlt, wo noch niemand irgendwas gegen gesagt hat: grüne Blätter. Kann man nicht nur essen, ist auch klar, aber wenn man die Lebensmittel daraufhin überprüft kann man sich satt essen und das lecker und muss nur einige wenige Tricks kennen.

Zum Beispiel fange ich gerade an, meine eigenen Rezepte zu imitieren in einer fettärmeren, kalorienärmeren Variante. Gestern gab’s diesen köstlichen Ranchdip, der normalerweise aus einer ganzen Tasse Cashews gemacht wird. Das müssten ca. 120 g sein. Ich habe 40 g. Cashews genommen, 150 g Gurke und sonst alle Zutaten so belassen, außer, dass ich statt der Dattel Stevia verwendet habe. Auch sehr empfehlenswert: Wo immer es geht Stevia als Süßungsmittel verwenden. Hat keine Kalorien, ist natürlich und soll nicht den Insulinspiegel heben und Fett kann nur in die Depots transportiert werden, wenn Insulin vorhanden ist. So komme ich also auf 1/3 der Kalorien und auf fast den selben Genuß und wahrscheinlich bessere Sättigung. Ach so, nicht zu vergessen das untermischen von einem bisschen Sojalecithin, damit das ganze cremig wird. Vielen Dank an Angela Stokes, für dien Hinweis…:-)

Das mit der Bitterschokolade fasziniert mich auch immer noch, dass ein Riegel davon ausreicht und man danach nicht mehr will. Zumindest meistens. Sie befriedigt den Süßhunger weitaus besser als 4 Bananen – hält mich aber auch wach weshalb ich gestern Carobschokolade gemacht habe, dazu aber gleich….

Was gab’s zu essen?:

3 Tassen Grüntee
1 TL MSM
11:15 Uhr: 250 g Tomaten, 1 EL Spirulina in Wasser
12.15 Uhr: Rest Salat und Pudding vom Vortag














14:15 Uhr: ca 25 g Xylitschokolade
15:45 Uhr: 6 Malvenblätter und 7 Möhren in fettarmes Ranchdresssing gedippt














½ Twix-roh














 ca. 15 g Xylitschokolade
18:00 Uhr: 1 TL MSM
18:45 Uhr: Spirulinapudding aus 2 Bananen und 1 EL Spirulina
20:00 Uhr: ¾ Kopf Romanasalat
Salat aus Feldsalat, Frühlingszwiebel, gemischte Sprossen, Möhre, Gurke und Avocado-Dill-Dressing aus ½ Avocado














2 Riegel Bio-Bitterschokolade – nicht roh

Also, ich konnte gestern Abend nicht einschlafen, weshalb ich Carobschokolade gemacht habe oder besser gesagt: Mir ging die rohe Schokolade aus und ich hab kein Kakaopulver mehr, nur noch Carob und habe Carobschokolade gemacht. Danach habe ich festgestellt dass ich nicht schlafen konnte.



Carob ist weniger fett als Kakao und somit nahm die flüssige Kakaobutter nur die Hälfte des Pulvers an Carob auf wie vom Kakaopulver. Ich schätze aber, der Fettanteil bleibt so ungefähr gleich. Ob Carob als neutral gilt, weil ich leider nicht, aber ich nehme es mal an. Das gleiche könnte man vielleicht auch mit Lucumapulver machen und hätte dann weiße Schoko. Halt irgendwas, dass man nach einer herzhaften Mahlzeit essen kann, was den Süßhunger befriedigt, wozu Dr. Graham sagt, das sei ein Zeichen, dass man nicht genug Obst gegessen habe. Sorry, Doug, wenn die Zähne nicht mitmachen, muss man andere Möglichkeiten wählen. Ich lebe leider nicht in den Tropen.

Es ist wirklich so, die Rohköstler, die in sehr warmen Gegenden leben sind Obstadvokaten wie Graham und je nördlicher man kommt, desto mehr wenden sie sich tierischen Produkten zu. Habe gestern von Sarma Melngailis gelesen, dass sie nicht mehr vegan ist und sich auch keine Stempel aufdrücken ließe. Sie isst meistens roh-vegan, aber eben nicht immer. Sie lebt wie Natalia Rose in New York. Daniel Vitalis lebt in Oregon und Heather Pace sogar in Kanada. Ich vermute, da zeichnet sich ein Muster ab. Wer mir jetzt mit Frederic Patenaude kommt, der auch Obstrohkost bevorzugt und in Kanada lebt: Zum einen verbringt er einen Grossteil seiner Zeit in Costa Rica, zum anderen ist er gerade auf Weltreise und dann isst er gelegentlich auch gekochte Stärke. Hm…

Alles Liebe,

Silke

PS. gehe gleich Booja-Booja kaufen...;-)))

Sonntag, 3. Oktober 2010

Happy Birthday to me....!!!!!




Hallo Liebes,

 Tag 550: Das, liebe Freunde und Leser, ist meine wunderbare, neue Geburtstagsananas, die meine Mitbewohnerin mir zur Feier des Tages auf unserm Esstisch drapiert hat!!! Sie ist echt so viel besser darin Obst zu gestalten als ich;-))) Irgendwie läuft das bei uns gegenläufig…Ich gestalte mein Essen immer so, dass es aussieht als sei es keine Rohkost und wenn sie mir Rohkost schenkt (ich erinnere an den wunderbaren (R)Osterhasen, den ich zu Ostern im Kühlschrank vorgefunden habe) erkennt man das Obst noch und es hat plötzlich ein Gesicht ;-))) – Ich bin heilfroh, dass ich die Ananas, die ich gestern bei Lidl in der Hand hatte, doch nicht gekauft habe ;-)))

Das Magen-Darm-Ding war gestern wieder vorbei, aber mein Essverhalten war seltsam, wie ich fand. Ich spürte noch, dass ich irgendwie schwach auf den Beinen war, auch weil ich so schlecht geschlafen hatte und einfach müde war, aber auch, weil ich noch gemerkt habe, dass mein Magen irgendwie geschwächt ist. Ich wusste nicht was ich würde zu mir nehmen können und hatte auch auf nichts so richtig Lust, obwohl der Hunger durchaus vorhanden war. Ich hab es morgens mit Obst versucht, aber davon ging nicht viel und später dann mit Nüssen, was besser funktionierte. Aber dazu hatte ich dann auch noch eine Gier auf Salz. Muss mit dem Flüssigkeitsverlust zu tun haben. Ich hatte zuvor darüber nachgedacht, was man am besten bei Magen-Darm Geschichten isst, aber auch mir fiel nur Salzstangen und Cola ein, was natürlich überhaupt nicht in Frage kommt. Das ist nun wirklich pures Gift, was wahrscheinlich genau der Grund ist weshalb es das Symptom „Durchfall“ unterbindet. Das macht totalen Sinn, wenn man davon ausgeht, dass so was eine Entgiftungserscheinung ist…

Ich war in der Videothek, wo es ruhig war, und hatte die Möglichkeit Hausaufgaben zu erledigen. Aber ich war zu müde um mich anständig zu konzentrieren, habe es aber dennoch irgendwie geschafft. War nur Englisch und irgendwas über Gentechnik lesen für Bio, worüber wir schon einen Film geschaut hatten. Das war ziemlich leicht, aber irgendwie muss ich heute noch Deutsch unterkriegen…

In der Videothek habe ich mir dann auch das erste Heft des Ernährungsberater-Lehrgangs vorgenommen, wo erstmal der Standartkram vorkommt, von dem ich hoffe, dass er mich nicht zu Tode langweilt. Es geht zunächst darum, wie man den Energiebedarf einer Person ausrechnet, also die Kalorienmenge die jemand verzehren darf, was nach 3 verschiedenen Methoden funktioniert, aber immer ungefähr das Gleiche ergibt. Das setzt sich zusammen aus dem Grundumsatz der Person, also das was er schlafend bei einer Raumtemperatur von 20°C verbrennen würde, plus dem Arbeitsumsatz. Zusammen ist das der Gesamtumsatz. Dafür hab ich eine neue Rechnung gelernt, nämlich PAL was die Abkürzung für Physical Activity Level ist. Bei einer leichten körperlichen Tätigkeit ist dieser Wert z.B. 1,4. Also Körpergewicht mal 24 (=Grundumsatz) * 1,4 ergibt den Arbeitsumsatz. Und so weiß man dann wie viele Kalorien man benötigt.

Leider ist damit noch niemandem geholfen, denn das Kalorien-Spiel ist eh doof. Dazu gibt’s ja die Rohkost, die immer propagiert die Kalorienmenge sei egal. Ist nicht ganz so, aber die Kalorienmenge ist auch nicht alles.

Interessanter wurde es für mich dann, als es darum ging den Makronährstoffbedarf einer Person zu errechnen, was ich noch nie gemacht habe, obwohl Dr. Graham in 80/10/10 Diet es empfiehlt, denn wer 80% Kohlenhydrate, 10% Fett und 10% Eiweiß verzehren will, der muss das exakt ausrechnen und das geht nur mit Hilfe einer Kalorientabelle!!!

Man muss zunächst den Kalorienbedarf einer Person errechnen und davon dann prozentual errechnen wie viele Kalorien aus Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten kommen dürfen, diese in Gramm umrechnen und dann muss man für alles was man isst, die aus der Kalorientabelle entnommene Grammzahl addieren. Nervig, sag ich ja!!! Die Deutsch Gesellschaft für Ernährung legt übrigens andere Prozentzahlen zu Grunde als Dr. Graham, nämlich 50-65% aus Kohlenhydrate, 20-35 % aus Fett und 10-15 % aus Eiweiß. Allerdings steht in dem Heft, dass auch diese Werte momentan von der Deutschen, Schweizerischen und Österreichischen Behörde diskutiert werden – es ist sich also mal wieder keiner einig. Ich hege aber die Vermutung, dass der 08/15-Röhköstler aus Neigung mehr Fett verzehrt als 20-35% und deshalb fürchte ich, muss ich das Rechenexempel mal auf mich nehmen um raus zu finde, was die beste Fettmenge ist. Ich tippe ja so auf 20-25 % aus Fett….




Gestern in der Videothek rief mein Regisseur an, der mir versehentlich schon vorgestern zum Geburtstag gratuliert hatte und der fragen wollte ob ich Lust hätte, dass er heute zum Frühstück vorbei käme. Ich hab gesagt, klar, das können er machen. Darauf er: „Ok, dann komme ich mit Brötchen vorbei.“ Darauf ich grinsend: „Brötchen? Ich ess doch keine Brötchen?!?“, was er eigentlich wissen müsste, da er mein Blog verfolgt. Daraufhin fragte er dann was ich denn essen würde, worauf ich geantwortet habe: „Bananan!!!“
Ja, das was für Otto Normalverbraucher Brötchen sind, sind für mich Bananen. Sie enthalten auch viele Kohlenhydrate, ich esse sie nicht immer morgens, aber fast immer. – Darauf meinte er: „Ok, dann bringe ich für dich Bananen mit und für mich dann Brötchen. Hast du denn etwas zum drauf tun wie Marmelade und Margarine?“ Ich: „Nein“;-)))) – Ich bin mir nicht mal sicher, ob meine Mitbewohnerin so was hat…Also er: „Ok, dann bringe ich Brötchen und was zum drauf tun und Bananen mit…“ – Das ist schon komisch manchmal – da denkt man die Leute könnten einen nicht mehr ausstehen, wenn man ihre Essgewohnheiten nicht teilt (also, ich habe das lange gedacht und passe mich in Gesellschaft deshalb an) – und dann stellt man fest, dass sie trotzdem kommen, weil es doch nicht in erster Linie ums essen geht…

Kurz danach hatte ich meinen Joggingfreund an der Strippe, der sich ebenfalls heute mit mir treffen will und auch der will was essen ;-)) – Sehr ihr, es bin nicht nur ich, die auf Essen fixiert ist – das hat mit Orthorexie nichts zu tun – alle Leute verbinden Essen mit gewissen anderen, besonderen Dingen!!!

Jetzt kommt mein Regisseur um 11.30 Uhr zum Essen vorbei und um 13.30 Uhr treffe ich mich mit meinem Joggingfreund, auch zum essen. Was beide noch nicht wissen ist, dass ich bereits eine Schüssel Bananen-Schoko-Pudding gegessen habe ;-)))) – weil ich immer dann esse, wenn ich Hunger habe und nicht dann wenn es Zeit ist…

Was gab’s gestern zu essen?:

2 Grüntee
Schoko-Bananen-Pudding














1 Eisen/B12 Pille
½ Melone
1 Banane
12:00 Uhr: 2 handvoll Mandeln, eingeweicht und getrocknet mit Salz
2 handvoll Cashews
16:00 Uhr: 10 Paranüsse
17:30 Uhr: 100 g geräucherte Forelle
21:00 Uhr 3 Gläser Rotwein
5 Leinsamencracker

Ich sag ja, das war voll seltsam gestern. Eigentlich nur Ölsamen bzw. den Fisch.Was fetthaltiges. Tut vielleicht dem Darmtrakt gut, keine Ahnung!!!

Die Lust auf Forelle überfiel mich schon auf dem Weg zu Lidl und ich nehme an, das auch das nur mit meinem Salzbedarf zu tun hatte und nichts mit Vitamin D oder B12. Sie war auf jeden Fall genau das richtige, was ich daran fest mache, dass ich danach so gut gesättigt war.

Ich glaub, das ist eh so eine Sache bei der Rohkost, so ähnlich wie Christian Opitz mir das erklärt hat: Wenn man auf irgendwas verzichtet, sei es aus moralischen oder gesundheitlichen Gründen, versucht der Körper das zu kompensieren indem er übermäßig viel von etwas anderem will und man wundert sich dann, warum man nicht in der Lage ist mit dem Essen aufzuhören. Das selbe passiert wenn man nur Fabriknahrung isst. Der Körper sucht Nährstoffe und man isst viel zu viel und kann nicht aufhören. Rohköstler essen zu viele Nüsse weil sie damit tierische Produkte kompensieren und komplexe Kohlenhydrate wie Getreideprodukte. Deshalb hat Dr. Joel Fuhrmann auch die Abnehmstrategie Nahrung mit möglichst großem Nährstoffgehalt und möglichst geringem Kaloriengehalt zu essen. Zu dumm, dass ich sein Buch immer noch nicht bekommen habe…

Ich fürchte ja ich muss wirklich mal auf oben geschilderte Art und Weise meine Ernährung voll auseinander nehmen…

Alles Liebe,

Silke