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Donnerstag, 1. Juli 2010

Und noch mehr B12....




Hallo Liebes,

Tag 465: Da hab ich gestern noch behauptet, dass man sich ja immer täuscht, wenn man das Gefühl hat, dass es eine Eins wird in einer Klausur, und werde dann doch wiederum eines Besseren belehrt…Nur weil ich mit einer aktuellen Hausaufgabe nicht zurecht kam, hab ich mir die Mühe gemacht mal in meinem Klausurheft nach Anregungen aus der letzten Klausur zusuchen und überfliege dabei mal die aktuelle Klausur. Dabei musste ich feststellen, dass mir bei jeder Teilaufgabe fast immer alle Punkte zuerkannt sind und fing an mich zu fragen warum die mir denn dann fehlen. Dann fing ich an nachzurechnen und es stellte sich heraus, dass meine Mathelehrerin sich in jeder Hinsicht verrechnet hat. Bein addieren der zu erzielenden Punkte und beim addieren der Punkte die ich erzielt habe....

Ich war stinksauer, so sauer wie schon lange nicht mehr. Ich konnte mich dann nicht mehr auf weiter Mathe konzentrieren sondern bin Flyer verteilen gegangen um mich körperlich ab zu reagieren. Diese Frau erwartet von mir Kurvendiskussionen einer e-Funktion und beherrscht selber nicht mal Plus und Minus!!!! Es ist so unglaublich schwer vor solch einem Menschen Respekt zu haben!!! „Ich kann alles zulassen! –„Alles“.

Mit Ungerechtigkeiten habe ich ein Problem und noch mehr wenn sie mir zugefügt werden. Ich bin eine Waage, ich kann nicht anders. Klar, wenn man alle Aufgaben richtig löst, kann es ja auch nicht sein, dass man nur eine 2 hat….Ich klär' das!!!! (Sollte ich parallel einen Mathe-Blog schreiben? – Nein, liest eh keiner – deshalb diese Ergüsse an dieser Stelle...Sorry!)

Momentan scheint das B12 Thema allernorts zu sein und ich habe wieder diverse Theorien dazu gehört. Zum einen, das es häufig nur ältere Menschen betrifft, was ich so nicht bestätigen kann, da ich auch Rohveganer unter 40 getroffen habe, die B12 Mangel hatten. Eine Freundin schilderte ihre B12 Mangelsymptome so:

„armkribbeln, erschöpfung, dann diese Augenränder und Mundfalten, manchmal am fingergelenk entzündungen des schleimbeutel, ein erytma am Rücken( hautausschlag kreisrund) das Körpergefühl nicht aussen anzukommen, namensvergesslichkeit“

Alles was man über B12 wissen muss finded sich hier. Dort heißt es B12 findet sich nur in Fleisch und Eiern – aber auch in Dreck, im Dünndarm, aber kaum in Milchprodukten und auch kaum in erhitzem Essen, da es temperaturempfindlich ist. Ich, die ich seit 20 Jahren so gut wie gar kein Fleisch und wenn dann mal rohen Fisch gegessen habe, müsste eigentlich B12 Mangel haben. Hab aber obige Symptome nicht. Ich habe aber auch immer Bier getrunken, vielleicht liegt’s daran. Vielleicht aber auch nicht.;-)

Andrew Perlot ist seit 3,5 Jahren Rohveganer mit fettarmer Rohkost. Er schreibt hier, dass auch er von seinen Lesern immer wieder gefragt wurde ob er seine B12 Werte gemessen habe und dass er daraufhin mal einen Test habe machen lassen. Er ging in der Erwartung dahin, dass nach 3,5 Jahren seine B12 Vorräte eigentlich, statistisch gesehen, zur Neige gegangen sein müssten. Der Test bescheinigte ihm aber einen Wert von über 400 (200-1000 ist normal). Er schiebt das darauf, dass er immer viel aus dem eigenen Garten gegessen habe.
(Jetzt steht allerdings auch in obigem Link auch, dass der normale Bluttest nicht ausreichend sei...)

Schlussendlich scheint es zwei Seiten zu geben: einmal die Menschen die das B12 im Körper resorbieren können und die sie es nicht können. Die es resorbieren können, können es auch oral aufnehmen mit Hilfe von Tabletten oder Fleisch und Eiern. Möglichst roh. Wer dies nicht kann muss sich spritzen lassen und kann vielleicht darauf hoffen, dass im Laufe der Zeit der Verdauungstrakt sich so weit regeneriert, dass das B12 wieder resorbiert werde kann. Und dann kann er auch wieder das körpereigene, im Dünndarm produzierte B12 aufnehmen.
So weit meine bisherige Recherche. Das ist natürlich aber auch wieder von Person zu Person unterschiedlich und jeder muss für sich schauen wo er steht.



Und sonst regenerier ich und fühle mich von Tag zu Tag besser und erholter. Auch mein Arbeitsberg verschwindet. Das Putzen habe ich hinter mir gelassen und auch einen Grossteil der Hausaufgaben. Es fehlen nur noch Flyer verteilen und Joggen. Oh, und dann will ich ja einen Newsletter schreiben. Das wird Mal wieder Zeit.

Was gab’s zu Essen?

1 Honigmelone














1 handvoll Rosinen gemeinsam mit einer handvoll Mandeln
1 Schwarztee mit Xylit
1 Schale Erdbeeren














13 Datteln
Zitronenmelissesmoothie aus 4 Banenen, Zitronenmelisse, ½ Zitrone, Rucola aus dem Garten, Zitronenmelisse und Dattelpaste














Pfirsich-Bananen-Smoothie














½ Avocado mit Salz und Knoblauchpulver
Salat aus 2 Miniromana, 2 Frühlingszwiebeln, 1/3 Paprika, getrocknete Tomaten, Malvenblüten und Avocado-Dill-Dressing














Spanische Mandelsauce (ohne Mandeln) mit 2 Möhren














Bananeneis mit Zimt














1 handvoll Haselnüsse

Spanische Mandelsauce ist nicht nur mein Lieblingsdip, man kann sie auch machen wenn man gar keine Mandeln im Haus hat ;-) – wieder typisch Rohkost. Ich hatte nur ganze 11 g Mandeln und habe den Rest durch Sonnenblumekerne und Sesam ersetzt und der Geschmack war so gut wie identisch. Dumm nur, dass mir dann auch recht bald die Möhren ausgegangen sind, sonst hätte ich noch mehr davon gegessen. Natürlich sieht sie auch genauso aus, weshalb ich das Foto gemacht habe.

Und ich habe auch endlich daran gedacht die Malvenblüten auf den Salat zu tun. Jetzt, da ich weiß wie Malve aussieht, sehe ich sie auch an Wegrändern stehen. Z.B. auf dem Weg zum Aldi. Gegenüber vom Aldi sind dann auch direkt reichlich Brennnesseln. Nicht dass die Aldi noch Konkurrenz machen ;-))))

Ach, und was ich ja auch schon seit Wochen erzählen wollte aber immer wieder vergessen habe: Ich kuriere immer noch das Rauchen aus, womit ich meine, dass ich immer noch gelegentlich Schleim abhuste. Wann habe ich das letzte Mal geraucht? Ich glaube ende April. Vor zwei Monaten. Das ist mir bei vorherigem Aufhören zu Rauchen nicht so aufgefallen. Na ja, wohlmöglich ist auch das jedes Mal etwas anders.

Alles Liebe,

Silke

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Freitag, 18. September 2009

How to make friends and influence people...





Hallo Liebes,

Tag 182: Base hat mich geweckt um mir eine mobile Internetflatrate zu verkaufen. *Grummel* Das musste jetzt wirklich nicht sein. Ich wollte heute auf meinen Körper hören wann ich aufzustehen habe, nicht auf das Telefon. Aber a propos Telefon: Habe meins gestern zurück geschickt bekommen, welches auf dem Weg zum Vorsprechen Anfang Juli ertunken ist. Jetzt kann ich endlich wieder Fotos machen. Ursprünglich sollte das mal eine richtig schön mit Fotos bestückte Rezeptseite werden und jetzt hatte ich über 2 Monate keinen Fotoapparat. Nun, es war kein Beinbruch. Ich habe sogar ein noch besseres Gerät bekommen als meins war. Mit mehr Funktionen und ich glaube auch besserer Kamera. Dann hat es sich sogar gelohnt.

Die Dreharbeiten gestern waren ziemlich intensiv aber dafür dann auch recht schnell wieder vorbei, so dass ich auch noch was von dem Tag hatte. Ich musste nicht nur als Krankenschwester durchs Bild laufen, sondern auch das Körperdouble für die Mörderin geben, die man in der gestern gedrehten Szene aber noch nicht erkennen durfte.

Da war nun ein wirklich brillianter Regisseur am Werk. Er hat auch bei „Die Häupter meiner Lieben“ Regie geführt, dafür hat er sich aber auch so aufgeführt. An seinem Auftreten erkannte ich schon, dass er ziemlich gut sein müsse, sonst wäre das nicht durchgegangen. Er war ein charmanter Choleriker. Der Einzige, der am Set rauchen durfte und der das Team mit „Das ist hier echt Filmhochschule“ beschimpft hat – kurz danach war aber alles wieder vergessen. Er erinnerte mich sehr an Günter Krämer, meinen absoluten Lieblingsregisseur.

Kommen wir zum Catering, was ziemlich gut war. Gut heißt in dem Fall, es hat unglaublich gut gerochen. Ich hatte mir Obst mitgenommen, aber da ich so müde war und in der Kälte warten musste hab ich mir vor Beginn der Dreharbeiten auch noch einen Kaffee genommen. Teebeutel waren zwar da, aber kein heißes Wasser und ich wollte auch keine Umstände machen als kleinstes Licht in einer Produktion. Aufgrund diverser Umstände zog sich alles etwas länger hin und mir wurde gesagt, ich könne da ich noch warten musste, auch an dem Mittagessen teilnehmen. Ich hab mich dann an 5 verschiedenen Salaten bedient, die erstaunlicherweise auch alle aus Obst und Gemüse bestanden. Keine Nudel drin, kein Fleisch oder Brot. Das war schon beeindruckend. Woraus genau das Dressing bestand kann ich natürlich nicht sagen, aber so was ist als Caterig wirklich nicht schlecht. Da ich nicht wirklich Komparserie mache, weiß ich auch nicht was Standart ist aber die Kollegen sagten normalerweise gäbe es immer irgendein Nudelgericht. Gott wie furchtbar! Für den Nachtdreh nächste Woche nehme ich genug Obst mit obwohl mir noch schleierhaft ist wie ich wach bleiben soll. Maca, mein Freund, muss da her…



Dann hab ich gestern eine E-Mail von Andrew Perlot bekommen in der sagt er habe ein Video gepostet aufgrund einer Diskussion die in der Rohkostszene in den USA manchmal ausartet bezüglich welcher Form von Rohkost nun die richtige ist. Hier sind Andrews Worter:

„I've also put up an unrelated video I filmed back in the spring on how to communicate with raw foodists who hold different views on nutrition. I go into communication with loved ones and how to influence them without pissing them off.
This was made in response to a rather harsh series of exchanges between 80/10/10ers and high fat raw foodists going on at the time. I just got around to putting it up, but better late than never.”

Mir ist das Thema persönlich sehr wichtig, da es in meinem eigenen Bekanntenkreis mittelerweile auch schon eine Rolle spielt und das gefällt mir nicht. Jeder ist der Meinung die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und ich finde es nach wie vor wichtiger sich darauf zu konzentrieren was wir gemeinsam haben und nicht auf das was uns spaltet. Gemeinsam ist uns eine Menge rohes Obst und Gemüse. Fertig. Jeder arbeitet an sich in der Form wie es ihm gerade möglich ist und befindet sich nun mal an dem Punkt wo er sich in seiner Entwicklung gerade befindet. Andrew beruft sich in dem Video auf das berühmte Buch “How to make friends and influence people“ und indem man ein Streitgespräch gewinnt macht man sich leider wenig Freunde und noch weniger beeinflusst man damit Menschen. Er hat das Video allerdings allgemein gehalten und spricht eher Themen an wie man Einfluss auf sich ungesund ernährende Freunde und Angehörige nehmen kann.

Genug der Worte, hier ist Andrew:





Was gab’s also zu essen?:

2 Portionen Banane püriert mit Maca
grüner Tee
15 Datteln
Kaffee mit Honig
1 Wassermelone
1 Feige
1 Banane
Salat Catering
Milchkaffee
1 Stück Yogurette
handvoll Trauben
10 eingeweichte Mandeln
Bananeneis
5 Datteln
handvoll Trauben
Salat mit Fertigdressing
1 Banane
2 Datteln

Und jetzt muss ich noch mal was zum Thema Entgiftung los werden. Es gibt nämlich Resultate:

Ich habe seit 14 Jahren einen Eiterherd in einer Pore in der Achselhöle. Wahrscheinlich einfach eine Entzündung in der Haarwurzel oder so, die erstmals aufgefallen ist als ich 20 war, kurz nachdem bei meiner Schwester Krebs diagnostiziert wurde. (Keine Sorge, sie hat die Chemo und alles überstanden und ist geheilt und jetzt auch Vegetarier)
Ich dachte es könne ein Lymphknoten sein und war damals deswegen beim Arzt.

In letzten 14 Jahren bildete sich dort immer Eiter, den ich beim Duschen ausdrücken konnte. (Ekelig ich weiß, aber es ist so). Gestern konnte ich den Eiterknubbel nicht mehr fühlen. Er ist weg. Irgendwie inwendig ausgeschieden oder sonst was. Das ist jetzt keine große Krankheit und dennoch etwas was auch mit 80% Rohkost nicht weg ging. Zumindest nicht wenn man währenddessen raucht. Das spielt das sicher auch mit rein.

Das Joggen lief auch großartig gestern, war aber nur kurz. Heute werde ich wieder etwas länger laufen und dann Sonntag mal 1, 5 Stunden.

Und morgen geht es mit dem Fahrrad in die Mitte vom Nirgendwo zum Rohkostbrunch. Hab gestern mit der Gastgeberin telefoniert, gesagt sie brauche mich nicht ab zu holen, ich käme mit dem Fahrrad. Sie klang aber unglaublich nett am Telefon, hatte eine sehr symathische Stimme. Ich freue mich auf morgen.

Alles Liebe,

Silke