Donnerstag, 25. August 2016

Nobelpreisträger Harald zur Hausen: Virale Bestandteile in Milch und Rindfleisch führen wahrscheinlich zu Multipler Sklerose



Der Virologe Harald zur Hausen hat im Jahr 2008 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie gewonnen, weil er es war, der entdeckt hat, dass Gebärmutterhalskrebs aus einer vorherigen Infektion mit dem Humanen Papilloma Virus entsteht. Seither kann man gegen diese Krebsart heutzutage regelrecht impfen und das war dem Nobelpreiskomitee die Entdeckung wert. Die Hypothese für diese nobelpreiswürdige Entteckung hegte er jedoch bereits 1976.

Jetzt, 80jährig, hat er eine neue Hypothese, nämliche das Viren, die wir aus Milch und Rindfleisch zu uns nehmen, zum Ausbruch der Multiplen Sklerose führen können und zwar über einen ziemlich komplizierten Mechanismus. In einem Interview mit Spektrum der Wissenschaft schilderte er, dass es wahrscheinlich 3 Voraussetzungen sind, die zur Erkrankung der Multipler Sklerose kommt:

1) Der Verzehr von Milch oder Rindfleisch mit den darin enthaltenen Viren

2) Eine latente, bereits vorhandene Herpesinfektion

3) Vitamin D Mangel

Zellen, die von beiden Viren befallen sind erfahren dann eine  Replikation der viralen DNA, entzünden sich und werden im Zuge dessen zerstört. Die Multiple Sklerose entsteht.

Nun geht zur Hausen davon aus, dass wir als Volk regelrecht kollektiv bereits infiziert sind, denn die wenigsten von uns sind ohne Rindfleisch und Kuhmilch aufgewachsen. Gegen eine bereits bestehende Herpesinfektion kann man auch nicht mehr viel tun. Der einzige Schutzmechanismus wäre hier die ausreichende Sonnenlichtversorgung zur Vitamin D-Bildung. Zur Hausen beschreibt, dass diese Theorie auch das Nord-Süd-Gefälle der MS erklären würde. Offensichtlich gibt es in Regionen mit schlechter Sonnenlichtversorgung mehr MS Fälle als in Äquatorialebene.

In diesem Interview ist aber auch interessant wie er beschreibt, dass man diese Entdeckung überhaupt gemacht hat. Ursprünglich wollte man nämlich die Entstehung von Darmkrebs und Brustkrebs erforschen und hat sich daher um Fleisch und Milchverzehr gekümmert. Bei beiden Krebsleiden ähnele sich das globale Muster, sprich beides taucht in den selben Gegenden auf, nämlich in Zivilisationsländern. In manchen Gegenden war es aber komplett unterschiedlich worauf sich die Forscher gefragt haben, warum das so sei. Unter anderem gibt es Gegenden, in denen viel Fleisch verzehrt wird, sogar rotes Fleisch, wie in Bolivien, aber dabei handele es sich um andere Rinderarten als wir sie im allgemeinen essen. Zur Hausen:

"Das hat mich zu der Spekulation geführt: Irgendetwas steckt in den eurasischen Milchrindern (Bos taurus), die sich vom Auerochsen ableiten, das Krebs auslösen kann."

Und dann äußert er auch noch folgenden hochinteressanten Satz

Heute werden viele Kinder früh mit Kuhmilch gefüttert. Ist das eine Erklärung dafür, dass multiple Sklerose als Zivilisationskrankheit gilt?  

"Richtig! Das sieht man auch in Indien: In den 1970er Jahren propagierten indische Kinderärzte, Säuglinge schon nach drei Monaten abzustillen und auf Kuhmilch umzustellen, weil sie damit angeblich besser ernährt würden. Indien produziert heute sehr viel Milch, und der Milchkonsum ist enorm angestiegen. Etwa seit der Jahrtausendwende lässt sich dort auch ein Anstieg der Brustkrebsrate beobachten. Die Dickdarmkrebsrate blieb übrigens niedrig – außer in Regionen, in denen traditionell mehr Rindfleisch gegessen wird, das ja sonst in Indien kaum verzehrt wird. Das legt den Verdacht nahe, dass Dickdarmkrebs mit dem Fleischkonsum korreliert, während beim Brustkrebs Milchprodukte wichtig sind."

Also, ich weiß ja, dass wir nicht auf Nobelpreisträger hören, wir hören ja auch nicht auf die Weltgesundheitsorganisation. Für die meisten Menschen ist es eh zu spät, da sie schon mit diesen Rinder-Viren infiziert sind und es bleibt nur Vitamin D. - Aber Darmkrebs und Brustkrebs, das ist nochmal ne völlig andere Nummer und es sind bei Frauen die beiden häufigsten Krebsarten. - Ich weiß wirklich nicht, warum die Welt diese Lehren nicht annimmt. - Ich weiß auch nicht wie lange ich, aufgrund genau dieser grenzenlosen Dummheit in der Gesellschaft, ich diese noch ertragen kann. Ich kann keine Uniklini-Cafeteria ertragen in der 40% Zucker und 40% Fett serviert wird, ich kann die Diabetogenese-Automaten dort nicht ertragen, ich kann nicht ertragen, dass die Patienten von der Behandlung der einen Krankheit, eine andere bekommen, die dann wieder behandelt werden muss, ich kann nicht ertragen, dass niemand weiß, dass man Atherosklerose zurückbilden kann und Typ-2-Diabetes heilbar ist und irgendwie wundere ich mich dann auch nicht mal darüber, da Umfragen ja bescheinigen, dass 40% der Deutschen den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur nicht kennt...Die Dummheit ist wirklich grenzenlos! Auch unter Akademikern und das macht es zur Tragödie...

Menü des Tages am 24. August 2016

Brokkoli mit Paprika


Reis mit Zimt, Banane, Birne, Leinsamen


Buchweizenpfannkuchen mit Guacamole und Linsen


Rest Eintopf und Rest Linsenfüllung


1 Banane  
2 Scheiben Vollkornbrot

Eintopf aus Resten



5 alkoholfreie Bier

Ich war gestern bei Dreharbeiten und habe Catering-Vollkornbrot dort gegessen. Irgendwas ist mit glutenhaltigem Brot los, dass man, also ich, mehr davon isst als man eigentlich Hunger hat. Aber es war immer noch besser als zu früheren Drehzeiten, wo ich Kaffee und Süßkram gegessen habe und am besten auch noch irgendwo eine Zigarette geschnorrt habe. Gesundheit wird beim Fernsehen so klein wie möglich geschrieben. Hauptsache billig.

Ich hab auch zum ersten Mal seit 94 Tagen wieder Avocado gegessen weil ich ein Rezept aus Nicole Justs Buch La Veganista: Lust auf vegane Küche umgestellt habe. Ich habe Avocado-Mayo statt Cashew-Mayo gemacht, weil ich ja offiziell auf Nüsse verzichte, es aber zu Avocado keine Regeln gibt. Das ist natürlich vom Fettgehalt völlig egal und, oh mein Gott, die Guacamole war soooo lecker. Volle Kanne Belohnungssystemaktivierung....

Und abends gab es in Gesellschaft alkoholfreies Bier.

Alles Liebe,

Silke




Kommentare:

  1. Spannendes und sehr informatives Interview, auch in Hinsicht auf den Zusammenhang mit Vitamin D Mangel. Aber wie zum Teufel kommt er zu der verstörenden Empfehlung: ” Ich würde auch keinem raten, auf Milchprodukte und Fleisch zu verzichten….”? Sieht er vor lauter Bäumen den Wald nicht oder ist es für ihn einfach interessanter, das Geschäft mit neuen Impfstoffen (für Rinder) anzukurbeln.
    “Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel” Paul Watzlawick
    Das ganze Interview man hier nachlesen: http://www.spektrum.de/news/harald-zur-hausen-multiple-sklerose-durch-fleischkonsum/1420298?utm_source=zon&utm_medium=teaser&utm_content=feature&utm_campaign=ZON_KOOP

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  2. Das ist wieder die selbe Scheiße, die auch in der Uniklinik dazu führ, dass da Süßikgkeitenautomaten rum stehen und Dreck in der Cafeteria verkauft wird: Gehirnwäsche durch das Werbefernsehen und Manipulation durch das Belohnungssystem. Sie macht eben auch vor Akademikern keinen Halt - die stärkste Macht des Universums!

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  3. Ich hab den Artikel auch letzte Woche über spektrum.de gelesen - cool, dass du ihn nochmal knapp zusammenfasst. Das Interview fand ich angenehm ausführlich, aber teilweise eben doch auch recht komplex. Sind auf jeden Fall spannende Zusammenhänge die er vermutet. Einzig die Einstellung "Milch trinken wir ja eh alle" hat mich genauso gestört. Wird noch lange dauern, bis hier in der breiten Bevölkerung ein Umdenken Anklang finden wird...

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