Montag, 16. Juni 2014

McDougall Nährstoffbilanz



Also, man kommt mit einem halben Teller voll Stärke tatsächlich auch auf (fast) alle Nährstoffe, vorausgesetzt jedenfalls man treibt 1 Stunde Sport, verbrennt dabei 660 kcal und isst dann 2700 kcal.

Ich denke schon, dass ich pro Tag ca. 2400 kcal verbrenne, weil ich bereits Gewicht verlieren, wenn ich 2000 kcal esse und bei 2000 kcal auch hungrig bin. Vielleicht ist das dann so im Rahmen. Und voraus gesetzt überschüssige Glucose wird tatsächlich in Wärme umgewandelt und nicht in Fett.

Was ich aber sagen kann ist, dass es sich beim Joggen fast von selber lief. Die erste Stunde jedenfalls hatte ich kaum das Gefühl, dass ich meine Beine bewegen muss, sondern dass sie von selbst liefen nachdem ich die erste Trägheit überwunden hatte und in Bewegung war. Das war sehr gut und ich hab 10 km in 56:20 Min zurück gelegt.

Ich war auch durch die Bank weg gut gesättigt. Jedenfalls für ca. 3 Stunden, länger hält eine Kohlenhydratmahlzeit leider nicht an. Das macht aber nichts, weil McDougall sagt, man solle sogar 5-6 Mahlzeiten am Tag essen. Ist wohl normal bei fettarmem Essen. Ein großer Unterschied zu 80/10/10 rv ist, dass man auch wirklich satt wird und nicht nur einen vollen Magen hat, sowie einen geblähten Darm, sondern ein zufriedenes Sättigungsgefühlt. Das kann ja auch gar nicht gehen bei 80/10/10 rv, denn Fructose löst kein Sättigungsgefühl aus. Wenn man 80/10/10 rv macht, macht man eigentlich 40/40/10/10. 40 % der Kalorien aus Fructose und 40% aus Glucose und von den 40% aus Fructose wandern dann 80% zur Leber und wenn die voll ist mit Glykogen, wird alle Fructose in Fett verwandet und man kann dieses Fett dann zu seinen 10% hinzu zählen.

McDougall macht also zufrieden satt. Das ist gut.

Eine Leserin schrieb mir gestern, dass sie dieses Programm doch reichlich radikal findet. Kein Öl und auch nur 2 Stücke Obst. Da sei ihr Barnard doch viel lieber, da der das Ganze moderater anginge. Dazu muss ich sagen, dass es neben dem Mcdougall Program for Maximum Weight Loss auch noch das normale McDougall Program gibt, was ungefähr so ist, wie das von Barnard. Das Programm für maximalen Gewichtsverlust hat er erfunden für die Leute, die z.B. Probleme haben mit dem herkömmlichen McDougall Programm die letzten paar Kilo zu verlieren.

Jemand der schwer Übergewichtig ist, so 100 kg oder so wiegt, der sollte schon mit ganz normalem vollwertigen Essen ohne Hunger abnehmen. Ich kenne aber auch viele Leute, die irgendwie immer ein paar Kilo über ihrem Idealgewicht sind und alles versucht haben diese paar Kilo los zu werden. So ein Gewicht ist keinster Weise pathologisch sondern ausschließlich ein ästhetisches Problem und für genau solche Fälle könnt das McDougall Programm für maximalen Gewichtsverlust genau richtig sein.

Das ist wirklich sowas wie eine klassische „Diät“. Etwas, das man nur einen gewissen Zeitraum über macht, bis man das Gewicht erreicht hat, was man haben möchte. Danach kann man anfangen auch wieder Nüsse, Avocados und mehr Obst zu essen und sich nach dem herkömmlichen McDougall Programm ernähren. Und man darf natürlich sowieso bei Feierlichkeiten alle Fünfe gerade sein lassen und essen was man will. Auch tierisches. McDougall ist es wichtig, dass man im Alltag gesundheitsförderlich isst und sagt es sei ebenso wichtig den Genuss-, Gesellschafts- und Feierlichkeitsaspekt des Essens zu berücksichtigen. Unsere Gesellschaft würde nur jeden einzelnen Tag so essen, wie man früher bei Festen aß. Damit erstellt er einem, wie ich finde, einen emotionalen Freibrief. Kein 100% Dogma, wie in der Rohkostszene.

Menü des Tages am 15. Juni

Frischkornbrei aus Nackthafer, Banane, Sunwarrior, 5 g Sonnenblumenkerne, 3 g Chia, ½ Apfel, Zimt, Wasser, Heidelbeeren


3 Grüntee
Vollkornbrot mit Reissirup und Banane

Greensmoothie aus 2 Bananen und 3 Selleriestangen


Vollkornbrot mit Reissirup und Banane

Zitronengras Mango Curry mit 400 g Reis

1 Kochbanane
Vollkornbrot mit Reissirup und Banane

Grüner Salat, Tomate, Kartoffeln, Reis und Hummusdressing mit etwas Salz


½ Banane

2701 kcal, 75 g Eiweiß, 579 g KHD, 25,6 g Fett = 8,1%. Ich hab mich echt wohl gefühlt, beim Joggen, den ganzen Tag über, nur beim Lernen fehlte mir schon wieder der schnelle Zucker.

Biochemisch macht diese Form der Ernährung absolut Sinn, nichts umsonst spricht T. Colin Campbell von einer Ernährung mit nur 10% Fett. Der Mann kennt sich in Biochemie aus. Vitamin E war nur 71%, man müsste mehr Mandeln oder Grünzeug essen um das an zu heben. Selen war nur 86%, da fehlte die Paranuss. Alles andere passte, sogar Methionin war ausreichend vorhanden.

Es stellen sich nur 2 Fragen:

Kann man so was dauerhaft durchhalten?

Und:

Wird man wirklich von Fett fett und nicht von Glucose?

Also funktioniert das auch praktisch und nicht nur in der Theorie der Biochemie. Ach ja, Omega 3:6 war auch optimal mit 1,4 g Omega 3 und 7,5 g Omega 6. Schauen wir mal...

Alles Liebe,

Silke




Kommentare:

  1. Hi Silke! Ich hab jetzt schon 4 mal versucht zu kommentieren. Ich mag nicht mehr. Blödes Handy! ;-) mich interessiert brennend wie du deinen chron-o-meter eingestellt hast fürs mcdougall Programm? 80/10/10 oder ganz normal? Lg honey bunny


    AntwortenLöschen
  2. Hallo Honey Bunny,

    ich hab ihn gar nicht eingestellt. Das Tortendiagramm sagt einem ja das Makronährstoffverhältnis.

    LG Silke

    AntwortenLöschen
  3. ok, aber grundsätzlich überschreitest du die 10% fett nicht und auch bei den Carbs sind mehr drin als normal. Wenn ich das jetzt richtig verstehe, ist es im prinzip egal, was man einstellt, hauptsache die Nährstoffbilanz stimmt und ich erreiche meine Kalorien? Sorry, ich steh grad auf dem Schlauch

    AntwortenLöschen
  4. Genau, allerdings habe ich seit diesem Tag den Cronometer auch nicht mehr benutzt. Das war nur so ein Test.

    AntwortenLöschen
  5. Genau. Allerdings habe ich seit diesem Tag den Cronometer nicht mehr benutz. Das war nur so ein Test....

    AntwortenLöschen
  6. Ahhhh jetzt... manchmal dauert es etwas länger... das war nur ein check deinerseits, ob das Nährstofftechnisch alles hinhaut mit dem Mcdougall-ing. ;-)

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Silke, ich hät mal eine Frage. Ist es ein Problem seine Haferflocken oder halt sein oatmeal mit frischem obst zu essen? Man sollte ja nicht so wirklich Kochkost und rohkost mischen. Und laut verschiedenen "food combining" Richtlinien sollte man auch keine Proteine und Kohlenhydrate gemeinsam essen? Wieso ist das erstens so (: und is es dann auch schlecht wenn man Bohnen und linsen mit Getreide ist ? Ich freu mich sehr über eine Antwort (: lg olivchen

    AntwortenLöschen
  8. Liebes Olivchen,

    medizinisch gibt es absolut nichts was dagegen spricht Kohlenhydrate und Eiweiß zu mischen, also Trennkost zu machen. Vielei Menschen fühlen sich damit aber wohler und nehmen auch ab, was wahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass sie einfach bewußter essen.

    Obst und Haferflocken ist eine Sache des Verhältnisses, denke ich. Bananen gehen immer und in jeder Menge, bei anderem Obst müssen, zumindest bei mir, die Obstmengen klein ausfallen, dann gibt's auch keine Problem. Das selbe gilt für Obst als Nachtisch.

    Bohnen enhalten nicht nur Eiweiß, sondern auch sehr viel Stärke, die braucht man nicht mal bei Trennkost von Getreide trennen.

    LG Silke

    AntwortenLöschen