Ich habe eine bewegte, lernintensive Woche hinter mir und habe zum ersten Mal in meinem Leben mit Dinner-Cancelling experimentiert!
Darauf gebracht hat mich ausgerechnet mein Joggingfreund da der immer, wenn er sich zu fett fühlt, abends nichts mehr isst und momentan ist es bei ihm wieder so weit.;-) Also habe ich Dinner-Cancelling mal gegoogelt, denn ich hatte noch irgendwo im Hinterkopf, dass das nicht nur als Diät taugt, sondern auch eine Anti-Aging Maßnahme ist.
Ich bin niemand, der Angst vor dem Alter hat. Noch nie hatte. Und sogar auf der Schauspielschule hat mein Schauspiellehrer gelehrt: „Ich bin stolz auf meine Falten. Mit Falten kann ich viel mehr ausdrücken!“;-)
Wenn man jedoch Tag ein Tag aus mit 20 jährigen verbringt, dann wird man immer wieder darauf gestoßen, was man selber nicht mehr hat. Die Falten um die Augen bilden sich bei denen nach dem lachen sofort zurück und sogar die Raucher haben einwandfrei weiße Zähne. Find ich toll!
Also was ist dran an Antiaging? Was kann man durch Nahrung machen? Was durch Sport? Was durch so Sachen wie Trockenbürsten?
Angeblich schüttet Dinner-Cancelling die Wachstumshormone Somatotropin und Melanin aus. Laut Wikipedia ist das aber alles mal wieder nicht bewiesen und daher weiß ich mal wieder nicht ob das stimmt oder nicht. Endokrinologie stand auch noch nicht auf dem Lehrplan, obwohl wir zumindest letzte Woche die endokrinen Organe unterm Mikroskop hatten.
Weil ich gerade gefastet hatte und nicht in die Jojo-Falle gehen wollte, habe ich dann das Kalorienlimit bei 1700 festgesetzt und danach, so ab 17 Uhr, einfach nur noch Tee getrunken. Und das war sauhart!
Ich dachte nach dem Fasten sei mein Körper an Nahrungsverzicht gewöhnt, aber Pustekuchen! Er hat noch mehr eingefordert. Wenn ich nachgegeben habe, dann nur mit 2 Selleriestangen oder so und tatsächlich habe ich festgestellt, dass ich besser schlafe, wenn ich später nichts mehr esse. Das ist interessant und daher will ich noch ein wenig mehr darauf achten, was passiert, wenn ich, sagen wir, nach 18 Uhr nichts mehr esse.
Andererseits, konnte ich mich dann gestern Abend ab 20 Uhr auch nicht mehr konzentrieren, wahrscheinlich Blutzuckerabfall und habe dann ne Kartoffel und ne Möhre gegessen und war wieder klar im Kopf.
Das geht natürlich gar nicht, dass irgendein Essen mein Lernen negativ beeinflusst, es muss es positiv beeinflussen! Vielleicht waren es über den Tag zu wenig Kohlenhydrate, aber schlussendlich frage ich mich folgendes:
Wenn die Bauchspeicheldrüse doch so wunderbar Insulin und Glukagon produziert, die den Blutzuckerspiegel so schön einstellen und Zucker entweder in Muskel und Leber einlagern oder wieder rausholen, warum macht das Glukagon es dann nicht, wenn ich mich beim Lernen nicht mehr konzentrieren kann? Ich glaube nicht, dass meine Glukagonreserven erschöpft sind, oder doch?
Das ist mir mal beim Joggen beim Fasten passiert, dass ich exakt den Moment gemerkt habe, wann das Glukagon leer war, so am 2-3 Fastentag. Ich konnte binne Minuten nicht mehr schnell joggen und auch die Tage danach nicht. Der Körper hatte umgestellt auf Fettstoffwechsel. Holt er sich das Glykogen aus Muskel und Leber nur in absoluten Notzeiten?
Wie dem auch sei, es gab eigentlich noch was anderes, was mich auf diese Anti-Aging-Ding gebracht hat: Nämlich, dass das Reduzieren von Salz meinem Bindegewebe noch mal einen ordentlichen Schubs geben hat in eine straffere Richtung. Lagern sich Salzkristalle wirklich ins Gewebe ein und verfestigen es? Kann dann das Kollagen so toll sein wie es will und kann dennoch die Haut nicht straffen, weil das Salz alles verhärtet?
Im Gegensatz zu anderen Rohköstlern würde ich niemals behaupten, dass Salz Gift sei. Sowohl Natrium als auch Chlorid sind an so unglaubliche vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, dass von Gift zu sprechen einfach nur Irrsinn ist! Allerdings essen wir auch definitiv zu viel davon und die Dosis macht ja gemeinhin das Gift.
Ich bin seit letztem Sonntag nochmal von 3 auf 2 g Salz runter gegangen, einfach, weil ich festgestellt habe, dass man zwar ca. 4 g am Tag braucht, aber in meinem Essen schon 2 g Salz enthalten sind. Das funktionierte weiterhin sehr gut. Ich bin dem Fasten echt dankbar, dass es mir ermöglicht hat den Salzkonsum runter zu schrauben. Allerdings war ich seitdem auch nicht mehr draußen essen und auch nicht in der Mensa. Wie das im richtigen Leben mit Salz laufen soll, ist mir auch noch nicht klar. Verführt einen eine salzhaltige Mahlzeit direkt wieder zu mehr? Ich hoffe mal nicht.
Und das bringt mich dann wiederum zum Mineralwasser:
Mir hat bisher noch niemand den Unterschied zwischen organischen und anorganischen Mineralstoffen erklären können und auch kein Histologiebuch schreibt irgendwas darüber, dass die Ionenform von Mineralstoffen nicht ausreicht um vom Körper aufgenommen zu werden. Also habe ich wieder bewusst darauf geachtet genug Kalzium aufzunehmen, habe wieder Mineralwasser gekauft und gestern fiel mir dann siedendheiß ein, dass Mineralwasser auch Natrium enthält, es also auch die Salzbilanz erhöht. Leitungswasser macht das nicht.
Also weg mit dem Mineralwasser aus der Ernährung, war eh zu teuer und versuchen das Kalzium aus Nahrungsmitteln zu beziehen. Verwirrt bin ich dann wiederum durch die Empfehlungen die von 450 mg (empfohlen von der WHO) bis in zu 1000 mg der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung. Dazwischen schwanken die Empfehlungen der unterschiedlichen Länder. Auf 450 mg kann man auch mit veganer Rohkost gut kommen, vorausgesetzt man geht davon aus, dass man es durch die harte Cellulose der Pflanzen aus der Pflanze assimilieren kann. Gekochter Brokkoli ist da wohl auch wieder einen sichererer Quelle, genauso wie Greensmoothies oder gekochter Grünkohl. Tendenziell sollte man sich vielleicht irgendwo in der Mitte einordnen so bei 600-700 mg.
Das sind die Punkte, die mich gerade interessieren: Calcium, Dinner-Cancelling und Vorteile einer salzarmen Ernährung. Ich werde berichten.
Alles Liebe,
Silke
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Was als schlichtes Rohkosttagebuch anfing hat sich zu einer Dokumentation über die wahrhaft gesündeste Ernährung für die Spezies Mensch entwickelt. Mein Medizinstudium ermöglicht mir seit 2011 die Zusammenhänge von Nahrung und Gesundheit wissenschaftlich zu erkennen sowie Studien objektiv zu beurteilen. Klar ist: Die optimale Ernährung für die Spezies Mensch ist vollwertig und weitestgehend pflanzlich. Anekdotisch und wissenschaftlich zugleich! - Viel Spaß beim Lesen!:-)
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Sonntag, 24. Juni 2012
Anti-Aging???
Sonntag, 17. Juni 2012
Fastenzeit...
Also, ich hab mir was angetan, die letzten 1,5 Wochen, was überhaupt nicht hätte sein müssen, schlussendlich habe ich aber ne Menge gelent…
Ich bin durch ein Testat gefallen, obwohl ich zu 100% darauf vorbereitet war, einfach nur, weil etwas Unvorhergesehenes passiert ist, was ich nicht absehen konnte, was mich irritiert und dann verwirrt hat.
Das Furchtbare daran war, dass ich extra die Woche vorher nochmal bei der Bafög-Hotline angerufen habe um nachzufragen, was passiert wenn das Studium irgendwie länger dauert als geplant. Noch im letzten Semster hatte mir der Bafögbeauftragte der Medizinischen Fakultät gesagt, dass das Physikum nach dem 5. Semester zu machen in Köln immer noch Regelstudienzeit sei. Also habe ich mir keinen Kopf darüber gemacht, was passieren kann, wenn ich durch irgendwas durchfalle und das hat mich gelassen gemacht und ich habe mehr bestanden als ich dachte! Sogar Physik – die ich hasse und die mich nervt und für die ich überhaupt kein Talent habe!
Naja, zwischenzeitlich haben mich diverse Kommilitonen aber verwirrt und unterschiedlichste Dinge über das Bafög erzählt. Dass es nach dem 4. Weg ist, wenn man sein Physikum dann nicht hat und im Internet standen auch solche Sachen und keiner wusste definitiv Bescheid!...
Nun stand für mich noch ein Testat in Histologie an, und wer geprüft wird, wird in jeder Stunde ausgelost. Man muss sich also immer vorbereiten, weiß aber nie ob man dran kommt oder nicht. Fast alle waren schon dran, nur ich nicht, daher saß ich seit 8 Wochen auf heißen Kohlen und habe seit 8 Woche Angst davor geschürt. Nun kam hinzu, dass ich erfahren habe, dass man den ganzen Kurs wiederholen muss, wenn man in Histo durchfällt und daraufhin habe ich dann die Bafög-Hotline angerufen, auch wieder voll Angst, die mir dann bestätigt hat, entgegen der ursprünglichen Aussage des Bafögbeauftragten der Medizinischen Fakultät, dass man das Physikum nach 4 Semstern in der Tasche haben muss, sonst sei das Bafög weg. Für immer! – Sprich: Kurs wiederholen = Bafög weg.
Also habe ich gepaukt wie bescheuert, kam dann auch dran, und bin wegen einer Irritation (deren Beschreibung sich hier nicht lohnt, weil es Medizin-Blabla ist) durchgefallen.
Ich war am Ende, mein Leben war vorbei, ich sah das Studium durch meine Finger rinnen und von einem Tag auf den anderen wechselte das Lebensgefühl von phantastisch auf „ich will sterben“…und keiner hat mich verstanden! Keiner konnte nachvollziehen was so schrecklich daran ist, wenn einem das Bafög gestrichen wird!!!
Nun habe ich keine Erfahrung mit Testaten. Ich habe Erfahrung darin Rollen nicht zu bekommen oder von Männern zurückgewiesen zu werden, damit kann ich umgehen, aber Testate! Das ist völlig neu für mich.
Was habe ich also gemacht? – Das was ich früher immer gemacht habe, wenn das Leben mich überfordert: Schokolade gegessen, geraucht und eine ganze Nacht lang auf einer Party durchgefeiert und mich besoffen, weil es zufällig auch noch Gratisalkohol gab!
Danach hatte ich natürlich ein schlechtes Gewissen und fühlte mich auch gar nicht besser, denn alle Probleme waren ja auch noch da. Also habe ich geplant zu Fasten.
Fasten hat mehrere Vorteile: Man reinigt den Körper, stärkt die Spiritualität, kehrt in sich ein und kann ordentlich reflektieren, man hat mehr Zeit, weil man nicht kochen etc. braucht und man verschwendet seine Energie nicht auf Verdauung sondern kann sie für geistige Arbeit verwenden. Genau was ich brauchte, zum lernen!
Samstag gings los. Das klassische Buchinger-Fasten mit Tee, Saft, Gemüsebrühe und Wasser. Das, finde ich, ist einfach das verträglichste Fasten. 5 Tage habe ich mir vorgenommen und auch durchgezogen und es hat mir sehr gut getan, aber ich war auch unglaublich sensibel und gereizt in der Zeit. In dem Fastenbuch, was ich dazu nochmal gelesen habe, stand dann auch extra nochmal drin, dass unser Körper Serotonin ausschüttet, wenn wir fett- oder kohlenhydrathaltig essen und da kam mir dann nochmal die Assoziation mit dem Video von Dr. Barnard, was ich vor 2 Wochen gepostet habe: Sucht! – Ich frage mich, wie viele Menschen wohl unter der Droge ihres eigenen Serotonis stehen! Ich auf jeden Fall!!!
Der Stress im 2 Semester ging ungefähr in der 3-4 Woche los, wo ich so unglaublich viele Veranstaltungen zu besuchen hatte und parallel dazu habe ich festgestellt, dass ich mehr esse und schwerer satt werde. Ich dachte allerdings, dass das echter körperlicher Bedarf war, weil geistige Arbeit ja auch viele Kohlenhydrate braucht. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich kann nicht differenzieren zwischen Stressessen und Bedarfsessen. Und das nach all den Jahren, in denen ich so auf die Reaktionen meines Körpers achte. Andererseits, auch in der Rohkostszene ist das natürlich so. Fett und Kohlehydrate gibt’s da auch. Datteln können auch Serotonin ausschütten, Cashews auch. Der Körper signalisiert uns so, dass wir gut für unser Überleben sorgen und belohnt uns mit guten Gefühlen, wenn wir kalorienhaltig essen. Diese guten Gefühle müssen dann die Stressgefühle übertünchen!
Am 4. Tag des Fastens war ich dann nochmal bei dem Bafögbeauftragten der Medizinischen Fakultät, dem ich meine Ängste geschildert habe und der mir wiederum das selbe bestätigte wie letztes Semster: In Köln muss man erst nach dem 5. Semester sein Physikum haben und bekommt dennoch Bafög. Das entscheide jede Fakultät für sich, was Regelstudienzeit ist und in Köln sind es eben 5 Semster. Und er hat mich gefragt, warum ich mir den jetzt im 2. Semester schon so einen Kopf darum machen würde. Ich: „Weil Handlungen eben Konsequenzen haben“
Schlussendlich läuft es aber darauf hinaus, dass das ganze Durchfallen eine sich selbst erfüllende Prophezeiung war bzw. Gesetz der Anziehung. Ich habe 8 Wochen lang Angst vor dem Testat geschürt und dann nochmal 2 Wochen lang ordentlich weiter gemacht, indem ich mir gesagt habe, dass wenn ich durch das Testat falle meine Bafög weg und mein Leben vorbei ist. So sieht das nämlich wirklich aus. An mangelndem Lernen hat es ja nicht gelegen.
Nach dem Fasten hatte ich jetzt erstmals die Gelegenheit meinen Salzkonsum zu drosseln, denn Salz ist auch was, wo sich niemand einig ist, außer wenn man Bluthochdruck hat. Dann MUSS Salz weg. Ich habe aber niedrigen Blutdruck. Laut Chronometer esse ich meist aber die 2-3 fache Tagesdosis und das ist schon echt reichlich. Sich von einem auf den anderen Tag Salz abzugewöhnen, ist aber echt sauschwer. Also habe ich das Fasten dazu genutzt, auch weil ich in dem Fastenbuch gelesen habe, dass sich zu viel Salz ins Gewebe einlagern und z.B. Cellulite machen kann. Laut Chronometer ist die Tagesdosis Salz ca. 3 g, was einem halben Teelöffel entspricht. Also wirklich wenig. Das hat seit dem Fastenbrechen am Donnerstag aber ziemlich gut für mich funktioniert. Alles Essen, was ich zubereitet habe, habe ich erst gesalzen, also ich es auf dem Teller hatte, was ein Tipp von Dr. Fuhrmann war, der sagte man würde weniger Salz verwenden, wenn man nicht in Salzwasser kocht, sondern erst nachträglich das Salz drauf tut. Ich hab mir also morgens 3 g Salz abgewogen und es über den Tag verteilt verwendet und so eingeteilt, das es reicht. Insgesamt habe ich beim Fasten 3 kg abgenommen und das neue Gewicht auch durch den Kostaufbau gehalten, was mich wunderte, aber womöglich hat auch das mit dem wenigen Salz zu tun.
Und jetzt bin ich gespannt ob das Salzvermindern auch irgendwelche Konsequenzen hat.
Ansonsten ist mein Leben wieder in Ordnung. Hat an meinen Nerven gezerrt, dieses hin und her und mir ist mal wieder aufgefallen, dass ich anfange mich von mir selbst mit all meiner Individualität und Esoterik unter Stress in ein Mitglied der Gesellschaft zu verwandel mit deren Weltbild. Das funktioniert für mich aber nicht und ab dem Moment geht wieder alles schief!
– Jetzt bemühe ich mich wieder um Gelassenheit, sehne mich nach Semsterferien und setze mich auf den Arsch um Klausuren zu bestehen. Denn selbst, wenn ich ein Semster mehr machen kann, wenn ich will, muss man es ja nicht herausfordern!
Alles Liebe,
Silke
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Ich bin durch ein Testat gefallen, obwohl ich zu 100% darauf vorbereitet war, einfach nur, weil etwas Unvorhergesehenes passiert ist, was ich nicht absehen konnte, was mich irritiert und dann verwirrt hat.
Das Furchtbare daran war, dass ich extra die Woche vorher nochmal bei der Bafög-Hotline angerufen habe um nachzufragen, was passiert wenn das Studium irgendwie länger dauert als geplant. Noch im letzten Semster hatte mir der Bafögbeauftragte der Medizinischen Fakultät gesagt, dass das Physikum nach dem 5. Semester zu machen in Köln immer noch Regelstudienzeit sei. Also habe ich mir keinen Kopf darüber gemacht, was passieren kann, wenn ich durch irgendwas durchfalle und das hat mich gelassen gemacht und ich habe mehr bestanden als ich dachte! Sogar Physik – die ich hasse und die mich nervt und für die ich überhaupt kein Talent habe!
Naja, zwischenzeitlich haben mich diverse Kommilitonen aber verwirrt und unterschiedlichste Dinge über das Bafög erzählt. Dass es nach dem 4. Weg ist, wenn man sein Physikum dann nicht hat und im Internet standen auch solche Sachen und keiner wusste definitiv Bescheid!...
Nun stand für mich noch ein Testat in Histologie an, und wer geprüft wird, wird in jeder Stunde ausgelost. Man muss sich also immer vorbereiten, weiß aber nie ob man dran kommt oder nicht. Fast alle waren schon dran, nur ich nicht, daher saß ich seit 8 Wochen auf heißen Kohlen und habe seit 8 Woche Angst davor geschürt. Nun kam hinzu, dass ich erfahren habe, dass man den ganzen Kurs wiederholen muss, wenn man in Histo durchfällt und daraufhin habe ich dann die Bafög-Hotline angerufen, auch wieder voll Angst, die mir dann bestätigt hat, entgegen der ursprünglichen Aussage des Bafögbeauftragten der Medizinischen Fakultät, dass man das Physikum nach 4 Semstern in der Tasche haben muss, sonst sei das Bafög weg. Für immer! – Sprich: Kurs wiederholen = Bafög weg.
Also habe ich gepaukt wie bescheuert, kam dann auch dran, und bin wegen einer Irritation (deren Beschreibung sich hier nicht lohnt, weil es Medizin-Blabla ist) durchgefallen.
Ich war am Ende, mein Leben war vorbei, ich sah das Studium durch meine Finger rinnen und von einem Tag auf den anderen wechselte das Lebensgefühl von phantastisch auf „ich will sterben“…und keiner hat mich verstanden! Keiner konnte nachvollziehen was so schrecklich daran ist, wenn einem das Bafög gestrichen wird!!!
Nun habe ich keine Erfahrung mit Testaten. Ich habe Erfahrung darin Rollen nicht zu bekommen oder von Männern zurückgewiesen zu werden, damit kann ich umgehen, aber Testate! Das ist völlig neu für mich.
Was habe ich also gemacht? – Das was ich früher immer gemacht habe, wenn das Leben mich überfordert: Schokolade gegessen, geraucht und eine ganze Nacht lang auf einer Party durchgefeiert und mich besoffen, weil es zufällig auch noch Gratisalkohol gab!
Danach hatte ich natürlich ein schlechtes Gewissen und fühlte mich auch gar nicht besser, denn alle Probleme waren ja auch noch da. Also habe ich geplant zu Fasten.
Fasten hat mehrere Vorteile: Man reinigt den Körper, stärkt die Spiritualität, kehrt in sich ein und kann ordentlich reflektieren, man hat mehr Zeit, weil man nicht kochen etc. braucht und man verschwendet seine Energie nicht auf Verdauung sondern kann sie für geistige Arbeit verwenden. Genau was ich brauchte, zum lernen!
Samstag gings los. Das klassische Buchinger-Fasten mit Tee, Saft, Gemüsebrühe und Wasser. Das, finde ich, ist einfach das verträglichste Fasten. 5 Tage habe ich mir vorgenommen und auch durchgezogen und es hat mir sehr gut getan, aber ich war auch unglaublich sensibel und gereizt in der Zeit. In dem Fastenbuch, was ich dazu nochmal gelesen habe, stand dann auch extra nochmal drin, dass unser Körper Serotonin ausschüttet, wenn wir fett- oder kohlenhydrathaltig essen und da kam mir dann nochmal die Assoziation mit dem Video von Dr. Barnard, was ich vor 2 Wochen gepostet habe: Sucht! – Ich frage mich, wie viele Menschen wohl unter der Droge ihres eigenen Serotonis stehen! Ich auf jeden Fall!!!
Der Stress im 2 Semester ging ungefähr in der 3-4 Woche los, wo ich so unglaublich viele Veranstaltungen zu besuchen hatte und parallel dazu habe ich festgestellt, dass ich mehr esse und schwerer satt werde. Ich dachte allerdings, dass das echter körperlicher Bedarf war, weil geistige Arbeit ja auch viele Kohlenhydrate braucht. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich kann nicht differenzieren zwischen Stressessen und Bedarfsessen. Und das nach all den Jahren, in denen ich so auf die Reaktionen meines Körpers achte. Andererseits, auch in der Rohkostszene ist das natürlich so. Fett und Kohlehydrate gibt’s da auch. Datteln können auch Serotonin ausschütten, Cashews auch. Der Körper signalisiert uns so, dass wir gut für unser Überleben sorgen und belohnt uns mit guten Gefühlen, wenn wir kalorienhaltig essen. Diese guten Gefühle müssen dann die Stressgefühle übertünchen!
Am 4. Tag des Fastens war ich dann nochmal bei dem Bafögbeauftragten der Medizinischen Fakultät, dem ich meine Ängste geschildert habe und der mir wiederum das selbe bestätigte wie letztes Semster: In Köln muss man erst nach dem 5. Semester sein Physikum haben und bekommt dennoch Bafög. Das entscheide jede Fakultät für sich, was Regelstudienzeit ist und in Köln sind es eben 5 Semster. Und er hat mich gefragt, warum ich mir den jetzt im 2. Semester schon so einen Kopf darum machen würde. Ich: „Weil Handlungen eben Konsequenzen haben“
Schlussendlich läuft es aber darauf hinaus, dass das ganze Durchfallen eine sich selbst erfüllende Prophezeiung war bzw. Gesetz der Anziehung. Ich habe 8 Wochen lang Angst vor dem Testat geschürt und dann nochmal 2 Wochen lang ordentlich weiter gemacht, indem ich mir gesagt habe, dass wenn ich durch das Testat falle meine Bafög weg und mein Leben vorbei ist. So sieht das nämlich wirklich aus. An mangelndem Lernen hat es ja nicht gelegen.
Nach dem Fasten hatte ich jetzt erstmals die Gelegenheit meinen Salzkonsum zu drosseln, denn Salz ist auch was, wo sich niemand einig ist, außer wenn man Bluthochdruck hat. Dann MUSS Salz weg. Ich habe aber niedrigen Blutdruck. Laut Chronometer esse ich meist aber die 2-3 fache Tagesdosis und das ist schon echt reichlich. Sich von einem auf den anderen Tag Salz abzugewöhnen, ist aber echt sauschwer. Also habe ich das Fasten dazu genutzt, auch weil ich in dem Fastenbuch gelesen habe, dass sich zu viel Salz ins Gewebe einlagern und z.B. Cellulite machen kann. Laut Chronometer ist die Tagesdosis Salz ca. 3 g, was einem halben Teelöffel entspricht. Also wirklich wenig. Das hat seit dem Fastenbrechen am Donnerstag aber ziemlich gut für mich funktioniert. Alles Essen, was ich zubereitet habe, habe ich erst gesalzen, also ich es auf dem Teller hatte, was ein Tipp von Dr. Fuhrmann war, der sagte man würde weniger Salz verwenden, wenn man nicht in Salzwasser kocht, sondern erst nachträglich das Salz drauf tut. Ich hab mir also morgens 3 g Salz abgewogen und es über den Tag verteilt verwendet und so eingeteilt, das es reicht. Insgesamt habe ich beim Fasten 3 kg abgenommen und das neue Gewicht auch durch den Kostaufbau gehalten, was mich wunderte, aber womöglich hat auch das mit dem wenigen Salz zu tun.
Und jetzt bin ich gespannt ob das Salzvermindern auch irgendwelche Konsequenzen hat.
Ansonsten ist mein Leben wieder in Ordnung. Hat an meinen Nerven gezerrt, dieses hin und her und mir ist mal wieder aufgefallen, dass ich anfange mich von mir selbst mit all meiner Individualität und Esoterik unter Stress in ein Mitglied der Gesellschaft zu verwandel mit deren Weltbild. Das funktioniert für mich aber nicht und ab dem Moment geht wieder alles schief!
– Jetzt bemühe ich mich wieder um Gelassenheit, sehne mich nach Semsterferien und setze mich auf den Arsch um Klausuren zu bestehen. Denn selbst, wenn ich ein Semster mehr machen kann, wenn ich will, muss man es ja nicht herausfordern!
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Silke
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Sonntag, 10. Juni 2012
Auberginen-Schinken
Heute nur kurz ein kleines Rezeptchen, was ich aus einer Überfülle an Auberginen gemacht habe, denn für Auberginen gibt es quasi nur ein einziges rohes Rezept und das ist eines was ich schon immer mal ausprobieren wollte: Auberginen-Schinken oder auch Eggplant-Bacon.
Für die Marinade:
2 EL Essig
2 EL Öl
2 EL Agavendicksaft
½ TL Salz
1 TL Chiliplver
Diese Menge an Marinade reicht für ca. 1 größe Aubergine – ich hatte 2 kleine…
Die Aubergine in möglichst dünne Scheiben schneiden. Mindestens 1 Stunde in der Marinade einlegen und gelegentlich umrühren. Danach die Scheiben im Dörrgerät verteilen und ca. 24 Stunden bei 40-45°C trocknen lassen.
Kann man dippen oder zu Salat knabbern oder einfach als Chips zum Fußball!
Alles Liebe,
Silke
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Für die Marinade:
2 EL Essig
2 EL Öl
2 EL Agavendicksaft
½ TL Salz
1 TL Chiliplver
Diese Menge an Marinade reicht für ca. 1 größe Aubergine – ich hatte 2 kleine…
Die Aubergine in möglichst dünne Scheiben schneiden. Mindestens 1 Stunde in der Marinade einlegen und gelegentlich umrühren. Danach die Scheiben im Dörrgerät verteilen und ca. 24 Stunden bei 40-45°C trocknen lassen.
Kann man dippen oder zu Salat knabbern oder einfach als Chips zum Fußball!
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Silke
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Sonntag, 3. Juni 2012
Pilz-Burger
Ich hatte die Woche über Semsterferien, habe die ganzen Pfingsten mit meinem Joggingfreund verbracht und das tolle Wetter genossen, ein herrliches Picknickpotluck im Park erlebt– und das Bloggen geschwänzt – und hatte ab Mitte der Woche Besuch von meinem Vater und ein schrecklich schlechtes Gewissen, weil ich nicht so viel gelernt habe, wie ich wollte, aber die Ausreden waren einfach zu stichhaltig. Wann war es zuletzt 30 Grad? Vor 10 Monaten oder so?
Dabei habe ich gleichzeitig zu wenig geschlafen, weil mich entweder die Katze, der Kirchturm oder mein Vater geweckt hat und ich durfte feststellen, dass ich einfach nicht funktioniere wenn ich unausgeschlafen bin. Ich werde knatschig, wie ein kleines Baby, bin gereizt, leicht genervt und kann mich selber nicht ausstehen. Und was solche Gefühle faszinierenderweise sofort weg machen kann ist Kaffee, raffinierter Zucker, Brot oder auch Zigaretten. Und weil man in der Zwischenzeit den Schlaf nicht nachholt, werden Kaffee, raffinierter Zucker, Brot oder Zigaretten zu einem Teufelskreis. Man braucht immer noch mehr...Einfach mal richtig ausschlafen und von Stimulanzen runter kommen ist wesentlich effektiver. Auf all diesen Stimulanzen und unausgeschlafen ist dann Stress auch wesentlich schwerer zu bewältigen und man braucht wieder noch mehr von dem Zeug.
Das wichtigste für mich um Stress zu bewältigen ist ausreichend schlafen, was ich das ganze Semster über gemacht habe und es war viel leichter zu bewältigen als das erste Semster. Und das gilt genauso für Rohkoststimulanzen wie Kakao oder Maca. Es ist einfach keine gute Idee dem Körper zu suggerieren, dass er wach sei, obwohl er Schlaf braucht. Sowas geht nur in Ausnahmefällen – wie an Pfingsten an einem Sandstrand am Rhein einen Kaffee mit Zucker zu trinken. Koffeinfreier Kaffee ist da schon eine weitaus bessere Idee. Aber wenn ich mir überlege, dass sich 99,9% der Bevölkerung mit oben genannten Dingen permanent von schlechten Gefühlen befreien!!! Brot hilft ganz phantastisch gegen Stress – Haferflocken aber auch, überhaupt haben Kohlenhydraten da großartige Fähigkeiten. Natürlich auch Fruchtzucker! Aber ist das der Weisheit letzter Schluss? Auf der anderen Seite kann auch Fett das sehr gut.
Ich erinnere mich an „Forks over knives“ wo es hieß, dass wir so gerne fettige, kohlenhydrathaltige Sachen essen, weil uns die Natur mit guten Gefühlen belohnt, weil wir für unsere eigene Erhaltung sorgen und uns kalorienhaltig nähren. Was aber Kaffee und Zigaretten so können lässt sich damit nicht erklären.
Es geht jedenfalls nichts über ausgeschlafen sein um das Leben in Angriff zu nehmen. Mein Vater hat mir Obst und Gemüse mitgebracht und weil der Teufel immer auf den höchsten Berg scheißt, rief mich am selben Tag der Regisseur an, mit dem ich das letzte Theaterstück gemacht habe, der in einem Obstladen arbeitet, und fragte, ob ich Lust hätte aussortiertes Obst abzuholen und so kam ich dann zu einer Überfülle Obst und Gemüse. Ca. 8 Strünke reife Bananen, 5 Salatköpfe, gaaaaaanz viele Pilze und überhaupt alles was das Herz begehrt. Liebes Universum, so möchte ich bitte immer leben, ja? Immer in Überfülle.
Und weil überhaupt jeder eigentlich mehr Pilze essen sollte, weil Pilze voll mit Eiweiß und Vitamin D sind, sind sie ein guter Ersatz für Fleisch. Nicht unbedingt geschmacklich, aber nährstofftechnisch und sind dabei fettärmer und gesünder. Also habe ich für mich und meinen Vater eine Pilzpfanne gemacht und er sagte auch direkt danach: „Die machen fast so satt wie Fleisch“ Und so kamen wir auf das Thema unterschiedliche Sättigungsgefühle, denn da gibt es mindestens 3 Faktoren, die da mit rein spielen:
Das Volumen der Nahrung
Die Kalorien und Nährstoffmenge
und last but not least: die „Drogenwirkung“.
Dr. Neal Barnard, eines meiner großen Vorbilder hat dazu einen tollen Vortrag gehalten:
Und wo wir gerade beim Thema “Fleisch” waren, fiel mit auch meine 100°-Theorie von vorletzter Woche wieder ein, die ich noch nicht konkret formuliert habe, die mir aber seither im Kopf rumspukt.
Ich meine, ist es nicht seltsam, dass die Rohkostszene ausgerechnet diese 42 Grad als Definition zwischen gesund und ungesund heranzieht? Der Grund dafür ist, dass ab 42 Grad Eiweiß langsam anfängt zu denaturieren. Aber wieso ist das das Kriterium? Das ist umso unfundierter, wenn man betrachtet, dass nicht alle Nährstoffe, die sich im Essen befinden, oder Ballaststoffe, oder Kalorien, bei 42 Grad kaputt gehen. Die meisten Vitamine gehen bei weit höheren Temperaturen kaputt, Mineralstoffe gar nicht und Enzyme?
Enzyme sind entweder wirkungs-oder substratspezifisch, sprich, sie können entweder nur eine bestimmte Tätigkeit ausüben oder nur mit einen bestimmten Stoff bearbeiten. Daher wird niemals jemals ein Wachstumsenzym aus einer Pflanze zu einem Verdauungsenzym für den Menschen. Das ist ein reines Rohkostmärchen! (habt ihr euch schon mal gefragt, warum es so wenig Biologen und Chemiker in der rohkostbewegung gibt?)
Die meisten Vitamine gehen erst über 100 Grad kaputt, Vitamin C und ich denke auch B12 sind da Ausnahmen, die gehen bereits unter 100 Grad kaputt. Andererseits gehen Vitamine ja auch schon durch Sonnenlicht oder Luft kaputt, daher sollte Obst und Gemüse immer so frisch wie möglich gegessen werden. Und jetzt zur 100° Theorie:
Bei 100° sind fast alle Vitamine, außer C noch erhalten, alle Mineralstoffe sind erhalten und es entstehen auch noch keine Giftstoffe wie Acrylamid oder Transfettsäuren. Bei sekundären Pflanzenstoffen sieht es so ähnlich aus. Manche sind hitzeempfindlich, andere nicht. Es hab aber auch niemand gesagt, dass nur gekocht essen optimal sei!
Wasser – unser ganzer Planet besteht aus Wasser und auch wir bestehen zu 70% aus Wasser und nicht etwas aus Eiweiß, also warum nicht die Temperatur zugrunde leben, bei der Wasser den Aggregatzustand wechselt, nämlich verdampft? 100 Grad! Nur so ne Überlegung…
Wenn man nichts isst was über 100 ° erhitzt wurde, also nichts gebackenes, gebratenes, gegrilltes, frittiertes….ist man doch ziemlich gut dran! Natürlich darf man auch unter 100 Grad zubereitetes essen ;-)
Naja, und Fleisch wird ja quasi nie nur gekocht, sondern immer gebraten, gebacken und gegrillt und vielleicht ist es einfach nur deswegen krebserregend, weil es immer nur so zubereitet wird, Transfettsäuren udn Acrylamid entstehen...
Hühnersuppe, auf der anderen Seite, gilt als gesund und Erkältungen beseitigend…obwohl ich nicht genau weiß warum das so ist und viele Leute schwören drauf.
Und auch in China, also bei der China-Study, wurde Fleisch so zubereitet. Das wäre ein Argument für die nicht-veganen Rohköstler, aber es gibt nun mal keine Studien über den Verzehr von Rohkostfleisch – selbst wenn, würde ich eher die Finger davon lassen.
Also gab es roh-vegane
Pilz-Burger Burger
Burger
½ gelbe oder rote Paprika
¼ Tasse gemahlene Leinsamen
300 g Pilze
1/3 Tasse Paranüsse
½ Schalotte oder Zwiebel
1/2 rote Pepperoni
1 Selleriestange
1 EL Olivenöl
½ TL Salz
Avocado Mayo
1 reife Avocado
1 TL Agavendicksaft
¼ TL Salz
1 kleine Knoblauchzehe
¼ kleine Zwiebel
1 TL edelsüße Paprika
1 TL Essig
Paprika mit etwas Wasser pürieren und dann die gemahlenen Leinsamen unterrühren. 15 Min. ruhen lassen. In der Zwischenzeit restliche Zutaten in eine Küchenmaschine mit S-Messer geben und zu einem Teig verarbeiten. Dann die Leinsamenmasse unterrühren. Den Teig mit den Händen zu Burgern formen und auf ein leicht eingeöltes Backpapier in das Dörrgerät geben. 2-4 Stunden bei 42° - ;-)))) – trocknen, dann wenden und auf dem Dörrgerätgitter weitere 2-4 Stunden trocknen (je nach Wassergehalt)
Zutaten für die Mayo pürieren.
Burger in ein Salatblatt geben, mit Mayo bestreichen, evtl. zusätzlich mit Zwiebeln bestreuen und das ganze zusammenfalten. Köstlich!
2 weitere Sachen muss ich erwähnen:
Am Samstag den 23. Juni um 14 Uhr mache ich in Köln einen Rohkostworkshop für den noch Plätze frei sind. Anmeldung bis 18. Juni. Kostenpunkt 65 € pro Person inklusive Lebensmittelpauschale!
Das andere:
Ich war gestern mit meinem Joggingfreund vegan essen und habe keinen Schimmer warum er gewillt dazu war!;-) Wir waren auf der Suchen nach Falaffeln und kamen in die Nähe von Signor Verde. Also habe ich mal so erwähnt, dass hier in der Nähe ein veganes Restaurant ist. Und dann er: „Dann lass uns dahin gehen“ Ich war wie vom Donner gerührt.;-)))
Es stand Lamacun auf der Karte und es war köstlich und günstig und vegan und auch mein Joggingfreund war hingerissen. Also wärmstes weiter zu empfehlen für die Kölner unter euch:
Signor Verde, Bobstr. 28, 50677 Köln
Alles Liebe,
Silke
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Dabei habe ich gleichzeitig zu wenig geschlafen, weil mich entweder die Katze, der Kirchturm oder mein Vater geweckt hat und ich durfte feststellen, dass ich einfach nicht funktioniere wenn ich unausgeschlafen bin. Ich werde knatschig, wie ein kleines Baby, bin gereizt, leicht genervt und kann mich selber nicht ausstehen. Und was solche Gefühle faszinierenderweise sofort weg machen kann ist Kaffee, raffinierter Zucker, Brot oder auch Zigaretten. Und weil man in der Zwischenzeit den Schlaf nicht nachholt, werden Kaffee, raffinierter Zucker, Brot oder Zigaretten zu einem Teufelskreis. Man braucht immer noch mehr...Einfach mal richtig ausschlafen und von Stimulanzen runter kommen ist wesentlich effektiver. Auf all diesen Stimulanzen und unausgeschlafen ist dann Stress auch wesentlich schwerer zu bewältigen und man braucht wieder noch mehr von dem Zeug.
Das wichtigste für mich um Stress zu bewältigen ist ausreichend schlafen, was ich das ganze Semster über gemacht habe und es war viel leichter zu bewältigen als das erste Semster. Und das gilt genauso für Rohkoststimulanzen wie Kakao oder Maca. Es ist einfach keine gute Idee dem Körper zu suggerieren, dass er wach sei, obwohl er Schlaf braucht. Sowas geht nur in Ausnahmefällen – wie an Pfingsten an einem Sandstrand am Rhein einen Kaffee mit Zucker zu trinken. Koffeinfreier Kaffee ist da schon eine weitaus bessere Idee. Aber wenn ich mir überlege, dass sich 99,9% der Bevölkerung mit oben genannten Dingen permanent von schlechten Gefühlen befreien!!! Brot hilft ganz phantastisch gegen Stress – Haferflocken aber auch, überhaupt haben Kohlenhydraten da großartige Fähigkeiten. Natürlich auch Fruchtzucker! Aber ist das der Weisheit letzter Schluss? Auf der anderen Seite kann auch Fett das sehr gut.
Ich erinnere mich an „Forks over knives“ wo es hieß, dass wir so gerne fettige, kohlenhydrathaltige Sachen essen, weil uns die Natur mit guten Gefühlen belohnt, weil wir für unsere eigene Erhaltung sorgen und uns kalorienhaltig nähren. Was aber Kaffee und Zigaretten so können lässt sich damit nicht erklären.
Es geht jedenfalls nichts über ausgeschlafen sein um das Leben in Angriff zu nehmen. Mein Vater hat mir Obst und Gemüse mitgebracht und weil der Teufel immer auf den höchsten Berg scheißt, rief mich am selben Tag der Regisseur an, mit dem ich das letzte Theaterstück gemacht habe, der in einem Obstladen arbeitet, und fragte, ob ich Lust hätte aussortiertes Obst abzuholen und so kam ich dann zu einer Überfülle Obst und Gemüse. Ca. 8 Strünke reife Bananen, 5 Salatköpfe, gaaaaaanz viele Pilze und überhaupt alles was das Herz begehrt. Liebes Universum, so möchte ich bitte immer leben, ja? Immer in Überfülle.
Und weil überhaupt jeder eigentlich mehr Pilze essen sollte, weil Pilze voll mit Eiweiß und Vitamin D sind, sind sie ein guter Ersatz für Fleisch. Nicht unbedingt geschmacklich, aber nährstofftechnisch und sind dabei fettärmer und gesünder. Also habe ich für mich und meinen Vater eine Pilzpfanne gemacht und er sagte auch direkt danach: „Die machen fast so satt wie Fleisch“ Und so kamen wir auf das Thema unterschiedliche Sättigungsgefühle, denn da gibt es mindestens 3 Faktoren, die da mit rein spielen:
Das Volumen der Nahrung
Die Kalorien und Nährstoffmenge
und last but not least: die „Drogenwirkung“.
Dr. Neal Barnard, eines meiner großen Vorbilder hat dazu einen tollen Vortrag gehalten:
Und wo wir gerade beim Thema “Fleisch” waren, fiel mit auch meine 100°-Theorie von vorletzter Woche wieder ein, die ich noch nicht konkret formuliert habe, die mir aber seither im Kopf rumspukt.
Ich meine, ist es nicht seltsam, dass die Rohkostszene ausgerechnet diese 42 Grad als Definition zwischen gesund und ungesund heranzieht? Der Grund dafür ist, dass ab 42 Grad Eiweiß langsam anfängt zu denaturieren. Aber wieso ist das das Kriterium? Das ist umso unfundierter, wenn man betrachtet, dass nicht alle Nährstoffe, die sich im Essen befinden, oder Ballaststoffe, oder Kalorien, bei 42 Grad kaputt gehen. Die meisten Vitamine gehen bei weit höheren Temperaturen kaputt, Mineralstoffe gar nicht und Enzyme?
Enzyme sind entweder wirkungs-oder substratspezifisch, sprich, sie können entweder nur eine bestimmte Tätigkeit ausüben oder nur mit einen bestimmten Stoff bearbeiten. Daher wird niemals jemals ein Wachstumsenzym aus einer Pflanze zu einem Verdauungsenzym für den Menschen. Das ist ein reines Rohkostmärchen! (habt ihr euch schon mal gefragt, warum es so wenig Biologen und Chemiker in der rohkostbewegung gibt?)
Die meisten Vitamine gehen erst über 100 Grad kaputt, Vitamin C und ich denke auch B12 sind da Ausnahmen, die gehen bereits unter 100 Grad kaputt. Andererseits gehen Vitamine ja auch schon durch Sonnenlicht oder Luft kaputt, daher sollte Obst und Gemüse immer so frisch wie möglich gegessen werden. Und jetzt zur 100° Theorie:
Bei 100° sind fast alle Vitamine, außer C noch erhalten, alle Mineralstoffe sind erhalten und es entstehen auch noch keine Giftstoffe wie Acrylamid oder Transfettsäuren. Bei sekundären Pflanzenstoffen sieht es so ähnlich aus. Manche sind hitzeempfindlich, andere nicht. Es hab aber auch niemand gesagt, dass nur gekocht essen optimal sei!
Wasser – unser ganzer Planet besteht aus Wasser und auch wir bestehen zu 70% aus Wasser und nicht etwas aus Eiweiß, also warum nicht die Temperatur zugrunde leben, bei der Wasser den Aggregatzustand wechselt, nämlich verdampft? 100 Grad! Nur so ne Überlegung…
Wenn man nichts isst was über 100 ° erhitzt wurde, also nichts gebackenes, gebratenes, gegrilltes, frittiertes….ist man doch ziemlich gut dran! Natürlich darf man auch unter 100 Grad zubereitetes essen ;-)
Naja, und Fleisch wird ja quasi nie nur gekocht, sondern immer gebraten, gebacken und gegrillt und vielleicht ist es einfach nur deswegen krebserregend, weil es immer nur so zubereitet wird, Transfettsäuren udn Acrylamid entstehen...
Hühnersuppe, auf der anderen Seite, gilt als gesund und Erkältungen beseitigend…obwohl ich nicht genau weiß warum das so ist und viele Leute schwören drauf.
Und auch in China, also bei der China-Study, wurde Fleisch so zubereitet. Das wäre ein Argument für die nicht-veganen Rohköstler, aber es gibt nun mal keine Studien über den Verzehr von Rohkostfleisch – selbst wenn, würde ich eher die Finger davon lassen.
Also gab es roh-vegane
Pilz-Burger Burger
Burger
½ gelbe oder rote Paprika
¼ Tasse gemahlene Leinsamen
300 g Pilze
1/3 Tasse Paranüsse
½ Schalotte oder Zwiebel
1/2 rote Pepperoni
1 Selleriestange
1 EL Olivenöl
½ TL Salz
Avocado Mayo
1 reife Avocado
1 TL Agavendicksaft
¼ TL Salz
1 kleine Knoblauchzehe
¼ kleine Zwiebel
1 TL edelsüße Paprika
1 TL Essig
Paprika mit etwas Wasser pürieren und dann die gemahlenen Leinsamen unterrühren. 15 Min. ruhen lassen. In der Zwischenzeit restliche Zutaten in eine Küchenmaschine mit S-Messer geben und zu einem Teig verarbeiten. Dann die Leinsamenmasse unterrühren. Den Teig mit den Händen zu Burgern formen und auf ein leicht eingeöltes Backpapier in das Dörrgerät geben. 2-4 Stunden bei 42° - ;-)))) – trocknen, dann wenden und auf dem Dörrgerätgitter weitere 2-4 Stunden trocknen (je nach Wassergehalt)
Zutaten für die Mayo pürieren.
Burger in ein Salatblatt geben, mit Mayo bestreichen, evtl. zusätzlich mit Zwiebeln bestreuen und das ganze zusammenfalten. Köstlich!
2 weitere Sachen muss ich erwähnen:
Am Samstag den 23. Juni um 14 Uhr mache ich in Köln einen Rohkostworkshop für den noch Plätze frei sind. Anmeldung bis 18. Juni. Kostenpunkt 65 € pro Person inklusive Lebensmittelpauschale!
Das andere:
Ich war gestern mit meinem Joggingfreund vegan essen und habe keinen Schimmer warum er gewillt dazu war!;-) Wir waren auf der Suchen nach Falaffeln und kamen in die Nähe von Signor Verde. Also habe ich mal so erwähnt, dass hier in der Nähe ein veganes Restaurant ist. Und dann er: „Dann lass uns dahin gehen“ Ich war wie vom Donner gerührt.;-)))
Es stand Lamacun auf der Karte und es war köstlich und günstig und vegan und auch mein Joggingfreund war hingerissen. Also wärmstes weiter zu empfehlen für die Kölner unter euch:
Signor Verde, Bobstr. 28, 50677 Köln
Alles Liebe,
Silke
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Samstag, 19. Mai 2012
Spargel und B12...
Ich hab jetzt eine ganze Woche Mikro-Cobalamin zu mir genommen und merke überhaupt nichts. Weder so was wie mehr Energie noch eine bessere Fähigkeit zu denken.
Dafür wird mir das Phänomen B12 immer klarer, was damit zusammen hängt, dass wir vorletzte Woche das Thema Anämie hatten und letzte Woche in Histologie mit den Geweben von Magen und Darm angefangen haben.
Über B12 steht soooooo viel Blödsinn im Internet: Dass es in Sauerkraut drin ist, dass es in Spirulina und Chlorella drin ist, dass man es selber bilden kann, dass man es nicht selber bilden kann, dass man einen Mangel mit tierischen Produkten beheben kann, dass man ihn mit Wildkräutern beheben kann…alles, alles mögliche…..
Was mal klar ist ist, dass weder Spirulina noch Chlorella noch Weizengraspulver aktives B12 enthalten, sondern B12 Analoge. Was jetzt für mich definitiv auch klar ist, ist was mein Histologieprofessor diese Woche gesagt hat – und ich habe das Zitat extra 1 zu 1 mitgeschrieben, damit ich nichts verfälsche:
„Eine gute Darmflora produziert B12“
Was den Umkehrschluss nahelegt, dass eine schlechte Darmflora keins oder zu wenig produziert. Nur Bakterien im Darm produzieren das B12 und es ist auch nur in tierischen Produkten drin, weil die Därme der Tiere auch das B12 produzieren. Und weil die Bakterien eigene Organismen sind und nicht etwa auf irgendwas reagieren können, was der Körper ihnen mitteilt, können Sie auch nicht mehr B12 produzieren, wenn der Körper einen erhöhten Bedarf hat. Sie sind so ähnlich wie Bäume, die Sauerstoff produzieren, welchen wir dann einatmen. Wenn wir einen erhöhten Bedarf an Sauerstoff haben, produzieren die Bäume auch nicht mehr.
Pauschal kann man davon ausgehen, dass die meisten Menschen keine gute Darmflora haben weil die meisten Menschen sich in regelmäßigen Abständen Antibiotika verschreiben lassen.
Dann gibt es noch einen weiteren Faktor, warum auch viele Fleischesser einen B12 Mangel haben können: Der Intrinsic Factor. Der ist im Magensaft enthalten und wird gebraucht um B12 aufnehmen zu können. Manche Menschen produzieren zu wenig Intrinsic Factor, und nehmen demzufolge auch zu wenig B12 auf. Die können auch nicht ihr von den Darmbakterien produziertes B12 aufnehmen. Es heißt sehr oft, ob bei Reflux, Sodbrennen oder auch bei Victoria Boutenko, dass viele Menschen zu wenig Magensäure produzieren. Ich weiß nicht ob das zusammenhängt, ob überhaupt zu wenig Magensaft produziert wird oder nur die Säure aber möglicherweise gibt es da einen Zusammenhang. Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang, dass in der 80/10/10 Szene sich intensiver mit B12 Mangel beschäftigt wird, weil man zur Verdauung von Obst ja eh nicht so viel Magensaft gebraucht wird und dementsprechend auch weniger Intrinsic Factor ausgeschüttet wird oder es hängt damit zusammen dass Fruchtzucker, in den Mengen, auch nicht das Non plus Ultra für die Darmflora ist.
Aber das ist alles nur hypothetisch.
Ich hab in den letzten 30 Jahren ein einziges Mal Antibiotika genommen, vor etwa 5 Jahren, weil ich eine entzündete Zahnwurzel hatte. Die Antibiotika haben die Entzündung unterdrückt und ein halbes Jahr später kam sie dann wieder. Da hab ich dann keine Antibiotika genommen sondern den Körper tun lassen, was er tun musste. Der hat dann Eiter gebildet, der dann durch das Zahnfleisch nach außen getreten ist und dann war gut. Also, ich bin kein Freund von Antibiotika…wirklich nicht…Auf der anderen Seite haben mir unglaublich viele Leute gesagt wie gefährlich es ist, so eine Zahnwurzelentzündung nicht behandeln zu lassen. Man könne von dem Eiter eine Blutvergiftung bekommen…“Don’t try this at home, kids!“
Wenn sich jetzt die ganzen 60 Tage B12 mäßig keine Veränderungen zeigen, gehe ich mal pauschal davon aus, dass meine lieben Darmbakterien genug B12 für mich produzieren. Was soll ich sonst glauben, nach all den Jahren mit viel zu wenig B12 in der Nahrung?
Ob man testen kann, ob die eigene Darmflora gut ist? Keine Ahnung. Und ehrlich gesagt habe ich auch nicht viel Ahnung was man machen kann um sie zu verbessern. Fermentierte Produkte essen, nehme ich an. Das erfordert wohl noch weitere Recherchen….
Ich hab Spargel von meinem Joggingfreund geschenkt bekommen und dann stand ich vor der schweren Frage, wie ich den am besten zubereiten sollte. Zugegebenermaßen mag ich ja am liebsten Sauce Hollandaise. Und da ich nun nicht mehr darauf achten muss 100% roh zu sein, kann ich ihn auch kochen, denn gekochter Spargel schmeckt mir immer noch besser als roher.
Ich hab natürlich keinen Schimmer, wie man Sauce Hollandaise macht, da meine Mutter sie immer nur aus Tetra Pack auf den Tisch gebracht hat. Die wollte ich natürlich nicht kaufen, zumal sie Industrienahrung ist und auch nicht vegan. Dann habe ich nach "veganer Sauce Hollandaise" gegoogelt und auch ein Rezept gefunden, aber da hat mich wieder das gestört, was mich bei veganem Essen fast immer stört: Es ist vegan, aber mit Schrott zubereitet – mit Zucker, Weißmehl und Co.
Also habe ich "Sauce Hollandaise roh vegan" gegooglet und Bingo! Da war die Alternative – und zwar von Nelly. Nelly hat sie zu rohem Spargel gemacht, und ich dann in einer Abwandlung zu gekochtem und es war ein Traaaauuuuum!!!!!
Zuerst war ich skeptisch, denn nur die Sauce schmeckte nicht wie Sauce Hollandaise aber auf dem Spargel selbst, war kaum ein geschmacklicher Unterschied festzustellen. Die Konsistenz war ein wenig dünner, tat dem ganzen aber keinen Abbruch. Und hier meine Variation von Nelly Rezept:
Sauce Hollandaise
60 ml Orangensaft
30 g Mandelpüree
30 g Wasser
1 TL Salz
½ TL Curry
1 Prise Pfeffer
Alles pürieren und fertig.
Und bezeichnender Weise ist mir dann dadurch wieder klar geworden was für eine Besonderheit Rohkost doch ist, selbst, wenn man davon ausgeht, dass 100% Rohkost nicht das Non plus Ultra ist. In diesem Sauce Hollandaise Imitat ist nur wenig Fett, kein Cholesterin, nichts tierisches, keine gesättigten Fett und auch noch Vitamine und so allem Überfluss ist es auch noch köstlich!
Rohkost braucht auf jeden Fall einen Ehrenplatz in jeder Deutschen Küche! – aber der Bullshit, der im Zusammenhang damit immer verbreitet wird muss aufhören.
Es ist wirklich was anderes, ob man seine Gesundheitsinfos von einem Anatom der eine Professur inne hat einholt oder von einem Lebesmittelhändler oder Finanzbeamten, der ein Buch über Ernährung geschrieben hat!
Schönes Wochenende und alles Liebe,
Silke
Nächsten Sonntag am 27. 05. Ist übrigens Potluck in Köln. Um 16 Uhr. Wer Interesse hat kann sich melden: silke@rohelust.com
Wenn du deine Wertschätzung für dieses Blog auf materiellem Wege ausdrücken möchtest, kannst du dies hier gerne tun:
Dafür wird mir das Phänomen B12 immer klarer, was damit zusammen hängt, dass wir vorletzte Woche das Thema Anämie hatten und letzte Woche in Histologie mit den Geweben von Magen und Darm angefangen haben.
Über B12 steht soooooo viel Blödsinn im Internet: Dass es in Sauerkraut drin ist, dass es in Spirulina und Chlorella drin ist, dass man es selber bilden kann, dass man es nicht selber bilden kann, dass man einen Mangel mit tierischen Produkten beheben kann, dass man ihn mit Wildkräutern beheben kann…alles, alles mögliche…..
Was mal klar ist ist, dass weder Spirulina noch Chlorella noch Weizengraspulver aktives B12 enthalten, sondern B12 Analoge. Was jetzt für mich definitiv auch klar ist, ist was mein Histologieprofessor diese Woche gesagt hat – und ich habe das Zitat extra 1 zu 1 mitgeschrieben, damit ich nichts verfälsche:
„Eine gute Darmflora produziert B12“
Was den Umkehrschluss nahelegt, dass eine schlechte Darmflora keins oder zu wenig produziert. Nur Bakterien im Darm produzieren das B12 und es ist auch nur in tierischen Produkten drin, weil die Därme der Tiere auch das B12 produzieren. Und weil die Bakterien eigene Organismen sind und nicht etwa auf irgendwas reagieren können, was der Körper ihnen mitteilt, können Sie auch nicht mehr B12 produzieren, wenn der Körper einen erhöhten Bedarf hat. Sie sind so ähnlich wie Bäume, die Sauerstoff produzieren, welchen wir dann einatmen. Wenn wir einen erhöhten Bedarf an Sauerstoff haben, produzieren die Bäume auch nicht mehr.
Pauschal kann man davon ausgehen, dass die meisten Menschen keine gute Darmflora haben weil die meisten Menschen sich in regelmäßigen Abständen Antibiotika verschreiben lassen.
Dann gibt es noch einen weiteren Faktor, warum auch viele Fleischesser einen B12 Mangel haben können: Der Intrinsic Factor. Der ist im Magensaft enthalten und wird gebraucht um B12 aufnehmen zu können. Manche Menschen produzieren zu wenig Intrinsic Factor, und nehmen demzufolge auch zu wenig B12 auf. Die können auch nicht ihr von den Darmbakterien produziertes B12 aufnehmen. Es heißt sehr oft, ob bei Reflux, Sodbrennen oder auch bei Victoria Boutenko, dass viele Menschen zu wenig Magensäure produzieren. Ich weiß nicht ob das zusammenhängt, ob überhaupt zu wenig Magensaft produziert wird oder nur die Säure aber möglicherweise gibt es da einen Zusammenhang. Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang, dass in der 80/10/10 Szene sich intensiver mit B12 Mangel beschäftigt wird, weil man zur Verdauung von Obst ja eh nicht so viel Magensaft gebraucht wird und dementsprechend auch weniger Intrinsic Factor ausgeschüttet wird oder es hängt damit zusammen dass Fruchtzucker, in den Mengen, auch nicht das Non plus Ultra für die Darmflora ist.
Aber das ist alles nur hypothetisch.
Ich hab in den letzten 30 Jahren ein einziges Mal Antibiotika genommen, vor etwa 5 Jahren, weil ich eine entzündete Zahnwurzel hatte. Die Antibiotika haben die Entzündung unterdrückt und ein halbes Jahr später kam sie dann wieder. Da hab ich dann keine Antibiotika genommen sondern den Körper tun lassen, was er tun musste. Der hat dann Eiter gebildet, der dann durch das Zahnfleisch nach außen getreten ist und dann war gut. Also, ich bin kein Freund von Antibiotika…wirklich nicht…Auf der anderen Seite haben mir unglaublich viele Leute gesagt wie gefährlich es ist, so eine Zahnwurzelentzündung nicht behandeln zu lassen. Man könne von dem Eiter eine Blutvergiftung bekommen…“Don’t try this at home, kids!“
Wenn sich jetzt die ganzen 60 Tage B12 mäßig keine Veränderungen zeigen, gehe ich mal pauschal davon aus, dass meine lieben Darmbakterien genug B12 für mich produzieren. Was soll ich sonst glauben, nach all den Jahren mit viel zu wenig B12 in der Nahrung?
Ob man testen kann, ob die eigene Darmflora gut ist? Keine Ahnung. Und ehrlich gesagt habe ich auch nicht viel Ahnung was man machen kann um sie zu verbessern. Fermentierte Produkte essen, nehme ich an. Das erfordert wohl noch weitere Recherchen….
Ich hab Spargel von meinem Joggingfreund geschenkt bekommen und dann stand ich vor der schweren Frage, wie ich den am besten zubereiten sollte. Zugegebenermaßen mag ich ja am liebsten Sauce Hollandaise. Und da ich nun nicht mehr darauf achten muss 100% roh zu sein, kann ich ihn auch kochen, denn gekochter Spargel schmeckt mir immer noch besser als roher.
Ich hab natürlich keinen Schimmer, wie man Sauce Hollandaise macht, da meine Mutter sie immer nur aus Tetra Pack auf den Tisch gebracht hat. Die wollte ich natürlich nicht kaufen, zumal sie Industrienahrung ist und auch nicht vegan. Dann habe ich nach "veganer Sauce Hollandaise" gegoogelt und auch ein Rezept gefunden, aber da hat mich wieder das gestört, was mich bei veganem Essen fast immer stört: Es ist vegan, aber mit Schrott zubereitet – mit Zucker, Weißmehl und Co.
Also habe ich "Sauce Hollandaise roh vegan" gegooglet und Bingo! Da war die Alternative – und zwar von Nelly. Nelly hat sie zu rohem Spargel gemacht, und ich dann in einer Abwandlung zu gekochtem und es war ein Traaaauuuuum!!!!!
Zuerst war ich skeptisch, denn nur die Sauce schmeckte nicht wie Sauce Hollandaise aber auf dem Spargel selbst, war kaum ein geschmacklicher Unterschied festzustellen. Die Konsistenz war ein wenig dünner, tat dem ganzen aber keinen Abbruch. Und hier meine Variation von Nelly Rezept:
Sauce Hollandaise
60 ml Orangensaft
30 g Mandelpüree
30 g Wasser
1 TL Salz
½ TL Curry
1 Prise Pfeffer
Alles pürieren und fertig.
Und bezeichnender Weise ist mir dann dadurch wieder klar geworden was für eine Besonderheit Rohkost doch ist, selbst, wenn man davon ausgeht, dass 100% Rohkost nicht das Non plus Ultra ist. In diesem Sauce Hollandaise Imitat ist nur wenig Fett, kein Cholesterin, nichts tierisches, keine gesättigten Fett und auch noch Vitamine und so allem Überfluss ist es auch noch köstlich!
Rohkost braucht auf jeden Fall einen Ehrenplatz in jeder Deutschen Küche! – aber der Bullshit, der im Zusammenhang damit immer verbreitet wird muss aufhören.
Es ist wirklich was anderes, ob man seine Gesundheitsinfos von einem Anatom der eine Professur inne hat einholt oder von einem Lebesmittelhändler oder Finanzbeamten, der ein Buch über Ernährung geschrieben hat!
Schönes Wochenende und alles Liebe,
Silke
Nächsten Sonntag am 27. 05. Ist übrigens Potluck in Köln. Um 16 Uhr. Wer Interesse hat kann sich melden: silke@rohelust.com
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Sonntag, 13. Mai 2012
Blutgruppendiät...
Wir haben diese Woche wieder mit Nadeln gespielt und gelernt, wie man eine Venenverweilkanüle legt. Das hat allerdings nicht so viel Spaß gemacht wie das Blutabnehmen, weil Venenverweilkanülen am Unterarm gelegt werden, weil man eine ziemlich lange gerade Vene dafür braucht und weil Venen dann auch noch so was wie Klappen haben, durch die man eine Verweilkanüle nicht schieben kann, oder soll, hat das Legen der Venenverweilkanüle nur bei einem von 4 Studenten geklappt und es war zudem unangenehm für ihn.
Und wo wir gerade dabei waren hat eine der Tutorinnen gefragt, ob jemand Lust hätte seine Blutgruppe zu bestimmen. Es gäbe so einen schönen Schnelltest dafür und den könnten wir gerne machen.
Ich wollte. Wofür ich zwar wieder meinen Arm zum Üben für eine Kommilitonin zur Verfügung stellen musste und einen kleinen Bluterguss zurückbehalten habe, aber jetzt weiß ich Bescheid.
Ich schreibe das deshalb, weil ich letztes Jahr öfter nach meiner Blutgruppe gefragt wurde, denn der Fragesteller vermutete, dass ich Blutgruppe B hätte, weil ich mit Kohlenhydraten so gut zurecht käme und es mir ohne Fleisch zu gut geht. Weil ich meine Blutgruppe nie wusste, habe ich mich auch um die Blutgruppendiät nie gekümmert. Aber sie geht so:
"Laut Peter D’Adamo soll die Blutgruppe 0 die älteste Blutgruppe sein. Sie entwickelte sich schon, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren. Daher seien Menschen mit Blutgruppe 0 laut der Blutgruppendiät an fleischreiche Nahrung gewöhnt, nicht aber an Getreide oder Milchprodukte, da es zu dieser Zeit weder Ackerbau noch Viehzucht gab. So sollen also Menschen mit Blutgruppe 0 auch heute täglich Fleisch essen, um gesund zu bleiben, und auf Getreide, vor allem auf Weizen sowie auf Milch verzichten. Welche Blutgruppe die älteste „Urblutgruppe“ ist, ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. In der Diskussion sind sowohl Blutgruppe A als auch Blutgruppe 0. Da Menschenaffen ebenfalls die Blutgruppen 0, A und B haben, gilt als gesichert, dass die Blutgruppen nichts mit menschlichen Wirtschaftsformen zu tun haben.[3] Die Blutgruppe A entstand laut D’Adamo mit den ersten Bauern. Sie sollen vor allem Gemüse und Getreide essen, aber kein Fleisch und keine Milch, da die ersten Bauern angeblich keine Tiere zur Nahrungserzeugung hielten. Die Blutgruppe B soll sich unter Viehzüchtern in Asien entwickelt haben, dem „Nomaden-Typ“, daher seien Menschen mit Blutgruppe B an Milch gewöhnt, auch bestimmte Fleisch- und Getreidesorten sollen zu ihrer natürlichen Nahrung gehören. Die Blutgruppe AB entstand in jüngerer Zeit aus der Vermischung der Blutgruppen A und B und symbolisiert den modernen Menschen. Diese Gruppe sollte vor allem Obst und Gemüse essen."
Quelle: Wikipedia
Diese Theorie entbehrt laut Wikipedia jeglicher wissenschaftlichen Grundlage, wer mehr wissen will kann sich auch hier bei Wikipedia noch schlauer machen. Ich kann aber auch nicht einschätzen wie wissenschaftlich Ayurverda oder die Stoffwechseltheorie ist. Nun gut, es macht Spaß darüber nachzudenken und wer heilt hat ja sowieso Recht.
Die Häufigkeit der Blutgruppen sieht in Deutschland wie folgt aus:
A: 43%
0 : 41%
B: 11%
AB: 5%
Also sollten laut der Blutgruppendiät 41% der Bevölkerung täglich Fleisch essen, 43% Gemüse und Getreide aber kein Fleisch und keine Milch, 11% nur dürfen überhaupt Milch verzehren und nur 5% sollten vorwiegend Obst und Gemüse essen.
Die Kritik der Blutgruppendiät besagt folgendes:
„Manche der Empfehlungen und Verbote sind absolut zufällig oder beruhen auf Fehlern. So ist zum Beispiel die angebliche Milchunverträglichkeit der Blutgruppen 0 und A nur die Folge einer Namensverwechslung. Zur Blutgruppe B gehört die Alpha-N-D-Galaktose, in Milch ist hingegen Beta-N-D-Galaktose enthalten. Die Moleküle dieser Galaktosearten sind zwar ähnlich (daher der ähnliche Name), die Wirkung im Organismus ist aber völlig unterschiedlich. Selbst wenn die Lektin-Theorie richtig wäre, wäre eine negative Wirkung von Milch auf Menschen mit Blutgruppe 0 oder A also fraglich. D’Adamo rät den Blutgruppen 0, A und AB, Milch zu meiden. In Deutschland wären das 80 Prozent der Bevölkerung. Nur in Asien ist die Blutgruppe B am stärksten vertreten. Die regionale Verteilung von Milchzuckerunverträglichkeit widerspricht jedoch seiner Theorie, denn sie ist in Asien weit häufiger als im europäischen Raum. Primäre Laktoseintoleranz ist keine Allergie, sondern eine fehlende Mutation auf dem Chromosom 2. Es ist nicht verständlich, warum Menschen mit Blutgruppe A, die besonders häufig in Europa ist (in manchen Ländern die häufigste), die meisten Fleischsorten, Weizen und Milchprodukte nicht konsumieren sollen, die ja schon seit längerem die Basis der Ernährung darstellen. Stattdessen wird zu vermehrtem Soja-Konsum geraten, was eher zu Trägern der Blutgruppe B passen würde: diese Blutgruppe tritt am häufigsten in Asien auf, nur dort ist Soja ein typischer Bestandteil der regionalen Küche. Das Ganze widerspricht auch der Theorie der Abfolge und regionalen Entstehung der Blutgruppen, weil nach D’Adamo die Blutgruppe A in der Kaukasus-Region, B in der Himalaya-Region entstanden ist. Warum dann ausgerechnet Menschen mit Blutgruppe A vermehrt Soja konsumieren und Milch bzw. Milchprodukte (gerade Menschen in der Kaukasus-Region sind für ihren Kefir-Konsum bekannt, Kefir wird für Blutgruppe A als neutral, für B und AB als bekömmlich eingestuft), Fleisch und Weizen vermeiden sollten, entbehrt einer belastbaren Logik. Je nach Blutgruppe ist der Eiweißanteil der Kost teilweise überhöht, was Gicht oder die Bildung von Harnsteinen zur Folge haben kann. Die Gruppe der „Jäger“ erhält zu wenig Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Teuer ist auch der empfohlene Sekretor-Status (ca. 55€), der zur Verfeinerung des Konzeptes dient. Des Weiteren bietet D’Adamo zahlreiche speziell für Blutgruppen designte Nahrungsergänzungsmittel, die nur über bestimmte Online-Shops bezogen werden können. Abgesehen von den relativ hohen Kosten ist auch der positive Einfluss umstritten.
Bewertung der Diät durch die Stiftung Warentest: „Da wir trotz jahrhundertelanger Verstöße gegen diese Regeln immer noch am Leben sind, stellt sich die Frage nach dem Sinn und Unsinn der Diät. (…) Eine Verklumpung von Blutzellen (durch Lektine, erg.) wurde bisher in keinem einzigen Fall festgestellt. Und Belege dafür, dass Erkrankungen durch die Blutgruppendiät positiv beeinflusst werden, fehlen ebenfalls.“[8]
Aus einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): „In keinem Fall ist wissenschaftlich dokumentiert, dass Lectine aus Lebensmitteln im Blut zu Verklumpungen (Agglutinationen) führen. (…) D’Adamo verwendet ungesicherte, verführerisch einfach klingende Annahmen als Fakten und stellt Lectine in Nahrungsmitteln als eine generelle Gefahr dar. (…) Die meisten pflanzlichen Lectine sind unschädlich. (…) Zudem zerstört Erhitzen die Lectinaktivität in fast allen Nahrungsmitteln mit Ausnahme von gerösteten Erdnüssen (…).“
So, jetzt dürft ihr 3 Mal raten welche Blutgruppe ich habe: AB+
Die seltenste Blutgruppe (abgesehen von AB-) die es gibt und die, der empfohlen wird, vorwiegend Obst und Gemüse zu essen!
Da ich das eh mache, brauche ich wohl auch nicht länger über die Blutgruppendiät nachdenken, aber was, wenn es stimmt?
Was gibt man denn Leuten für Ratschläge die Blutgruppe 0 haben und sich gesünder ernähren wollen?
Ich hoffe die DGE hat Recht und Blutgruppen sind Humbug, immerhin haben auch Affen die Blutgruppen A, B und 0 und die essen auch alle gleich.
Jetzt würde mich aber dennoch interessieren welche Blutgruppen andere Veganer oder Rohköstler haben? Gibt es jemanden da draußen der Blutgruppe 0 hat und schon lange vegan lebt?
Das Tolle an Blutgruppe AB+ ist auf jeden Fall, dass man, falls man einen hohen Blutverlust erleidet, von allen anderen Blutgruppen eine Bluttransfusion bekommen kann. Alle anderen sind Einschränkungen unterworfen. Geile Sache!
Heute markiert dann übrigens Tag 1 meines 60 tägigen Experiments mit Methylcobalamin-Lutschtabletten von Nutrient Logistics. Ich weiß ja, dass ich definitif nicht so viel B12 esse, wie empfohlen wird und das schon seit 20 Jahren, aber ich habe noch nie Auswirkungen davon bemerkt. Mein Hausarzt sagte nur ich könne garkeinen B12 Mangel haben, weil meine Erythrozyten nicht vergrößert seien. Aber über B12 und B12 Tests gibt es viele Mythen und Gerüchte und man kann nicht ungefragt alles glauben. Einen tollen Artikel gibt es von Dr. John Switzer hier: http://www.ein-langes-leben.de/index.php?option=com_content&view=article&id=47
Ich habe nicht wirklich einen organischen Grund B12 einzunehmen, aber ich frage mich ob es meine Gehirnfährigkeiten steigern kann und ich mit B12 schneller und besser denken kann. B12 Mangel zeigt sich ja in schlechter funktionalität der Nerven. Möglicherweise lernen 19 jährige nur deshalb effektiver, weil sie einen höheren B12 Spiegel haben?! Dr. Switzer schreibt auch darüber, dass B12 hochgradig hitzeempfindlich ist, also nicht mal ein Steak einen anständig mit B12 versorgen kann, genausowenig wie Milch oder Joghurt, weil das Zeug alles pasteurisiert ist.
Also, ich beobachte mal...60 Tabletten sind ein einer Packung und man nehme eine pro Tag laut Packungsanweisung. Dr. Switzer nimmt allerdings nur jeden 2. Tag eine...
Alles Liebe,
Silke
Wenn du deine Wertschätzung für dieses Blog auf materiellem Wege ausdrücken möchtest, kannst du dies hier gerne tun:
Und wo wir gerade dabei waren hat eine der Tutorinnen gefragt, ob jemand Lust hätte seine Blutgruppe zu bestimmen. Es gäbe so einen schönen Schnelltest dafür und den könnten wir gerne machen.
Ich wollte. Wofür ich zwar wieder meinen Arm zum Üben für eine Kommilitonin zur Verfügung stellen musste und einen kleinen Bluterguss zurückbehalten habe, aber jetzt weiß ich Bescheid.
Ich schreibe das deshalb, weil ich letztes Jahr öfter nach meiner Blutgruppe gefragt wurde, denn der Fragesteller vermutete, dass ich Blutgruppe B hätte, weil ich mit Kohlenhydraten so gut zurecht käme und es mir ohne Fleisch zu gut geht. Weil ich meine Blutgruppe nie wusste, habe ich mich auch um die Blutgruppendiät nie gekümmert. Aber sie geht so:
"Laut Peter D’Adamo soll die Blutgruppe 0 die älteste Blutgruppe sein. Sie entwickelte sich schon, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren. Daher seien Menschen mit Blutgruppe 0 laut der Blutgruppendiät an fleischreiche Nahrung gewöhnt, nicht aber an Getreide oder Milchprodukte, da es zu dieser Zeit weder Ackerbau noch Viehzucht gab. So sollen also Menschen mit Blutgruppe 0 auch heute täglich Fleisch essen, um gesund zu bleiben, und auf Getreide, vor allem auf Weizen sowie auf Milch verzichten. Welche Blutgruppe die älteste „Urblutgruppe“ ist, ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. In der Diskussion sind sowohl Blutgruppe A als auch Blutgruppe 0. Da Menschenaffen ebenfalls die Blutgruppen 0, A und B haben, gilt als gesichert, dass die Blutgruppen nichts mit menschlichen Wirtschaftsformen zu tun haben.[3] Die Blutgruppe A entstand laut D’Adamo mit den ersten Bauern. Sie sollen vor allem Gemüse und Getreide essen, aber kein Fleisch und keine Milch, da die ersten Bauern angeblich keine Tiere zur Nahrungserzeugung hielten. Die Blutgruppe B soll sich unter Viehzüchtern in Asien entwickelt haben, dem „Nomaden-Typ“, daher seien Menschen mit Blutgruppe B an Milch gewöhnt, auch bestimmte Fleisch- und Getreidesorten sollen zu ihrer natürlichen Nahrung gehören. Die Blutgruppe AB entstand in jüngerer Zeit aus der Vermischung der Blutgruppen A und B und symbolisiert den modernen Menschen. Diese Gruppe sollte vor allem Obst und Gemüse essen."
Quelle: Wikipedia
Diese Theorie entbehrt laut Wikipedia jeglicher wissenschaftlichen Grundlage, wer mehr wissen will kann sich auch hier bei Wikipedia noch schlauer machen. Ich kann aber auch nicht einschätzen wie wissenschaftlich Ayurverda oder die Stoffwechseltheorie ist. Nun gut, es macht Spaß darüber nachzudenken und wer heilt hat ja sowieso Recht.
Die Häufigkeit der Blutgruppen sieht in Deutschland wie folgt aus:
A: 43%
0 : 41%
B: 11%
AB: 5%
Also sollten laut der Blutgruppendiät 41% der Bevölkerung täglich Fleisch essen, 43% Gemüse und Getreide aber kein Fleisch und keine Milch, 11% nur dürfen überhaupt Milch verzehren und nur 5% sollten vorwiegend Obst und Gemüse essen.
Die Kritik der Blutgruppendiät besagt folgendes:
„Manche der Empfehlungen und Verbote sind absolut zufällig oder beruhen auf Fehlern. So ist zum Beispiel die angebliche Milchunverträglichkeit der Blutgruppen 0 und A nur die Folge einer Namensverwechslung. Zur Blutgruppe B gehört die Alpha-N-D-Galaktose, in Milch ist hingegen Beta-N-D-Galaktose enthalten. Die Moleküle dieser Galaktosearten sind zwar ähnlich (daher der ähnliche Name), die Wirkung im Organismus ist aber völlig unterschiedlich. Selbst wenn die Lektin-Theorie richtig wäre, wäre eine negative Wirkung von Milch auf Menschen mit Blutgruppe 0 oder A also fraglich. D’Adamo rät den Blutgruppen 0, A und AB, Milch zu meiden. In Deutschland wären das 80 Prozent der Bevölkerung. Nur in Asien ist die Blutgruppe B am stärksten vertreten. Die regionale Verteilung von Milchzuckerunverträglichkeit widerspricht jedoch seiner Theorie, denn sie ist in Asien weit häufiger als im europäischen Raum. Primäre Laktoseintoleranz ist keine Allergie, sondern eine fehlende Mutation auf dem Chromosom 2. Es ist nicht verständlich, warum Menschen mit Blutgruppe A, die besonders häufig in Europa ist (in manchen Ländern die häufigste), die meisten Fleischsorten, Weizen und Milchprodukte nicht konsumieren sollen, die ja schon seit längerem die Basis der Ernährung darstellen. Stattdessen wird zu vermehrtem Soja-Konsum geraten, was eher zu Trägern der Blutgruppe B passen würde: diese Blutgruppe tritt am häufigsten in Asien auf, nur dort ist Soja ein typischer Bestandteil der regionalen Küche. Das Ganze widerspricht auch der Theorie der Abfolge und regionalen Entstehung der Blutgruppen, weil nach D’Adamo die Blutgruppe A in der Kaukasus-Region, B in der Himalaya-Region entstanden ist. Warum dann ausgerechnet Menschen mit Blutgruppe A vermehrt Soja konsumieren und Milch bzw. Milchprodukte (gerade Menschen in der Kaukasus-Region sind für ihren Kefir-Konsum bekannt, Kefir wird für Blutgruppe A als neutral, für B und AB als bekömmlich eingestuft), Fleisch und Weizen vermeiden sollten, entbehrt einer belastbaren Logik. Je nach Blutgruppe ist der Eiweißanteil der Kost teilweise überhöht, was Gicht oder die Bildung von Harnsteinen zur Folge haben kann. Die Gruppe der „Jäger“ erhält zu wenig Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Teuer ist auch der empfohlene Sekretor-Status (ca. 55€), der zur Verfeinerung des Konzeptes dient. Des Weiteren bietet D’Adamo zahlreiche speziell für Blutgruppen designte Nahrungsergänzungsmittel, die nur über bestimmte Online-Shops bezogen werden können. Abgesehen von den relativ hohen Kosten ist auch der positive Einfluss umstritten.
Bewertung der Diät durch die Stiftung Warentest: „Da wir trotz jahrhundertelanger Verstöße gegen diese Regeln immer noch am Leben sind, stellt sich die Frage nach dem Sinn und Unsinn der Diät. (…) Eine Verklumpung von Blutzellen (durch Lektine, erg.) wurde bisher in keinem einzigen Fall festgestellt. Und Belege dafür, dass Erkrankungen durch die Blutgruppendiät positiv beeinflusst werden, fehlen ebenfalls.“[8]
Aus einer Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE): „In keinem Fall ist wissenschaftlich dokumentiert, dass Lectine aus Lebensmitteln im Blut zu Verklumpungen (Agglutinationen) führen. (…) D’Adamo verwendet ungesicherte, verführerisch einfach klingende Annahmen als Fakten und stellt Lectine in Nahrungsmitteln als eine generelle Gefahr dar. (…) Die meisten pflanzlichen Lectine sind unschädlich. (…) Zudem zerstört Erhitzen die Lectinaktivität in fast allen Nahrungsmitteln mit Ausnahme von gerösteten Erdnüssen (…).“
So, jetzt dürft ihr 3 Mal raten welche Blutgruppe ich habe: AB+
Die seltenste Blutgruppe (abgesehen von AB-) die es gibt und die, der empfohlen wird, vorwiegend Obst und Gemüse zu essen!
Da ich das eh mache, brauche ich wohl auch nicht länger über die Blutgruppendiät nachdenken, aber was, wenn es stimmt?
Was gibt man denn Leuten für Ratschläge die Blutgruppe 0 haben und sich gesünder ernähren wollen?
Ich hoffe die DGE hat Recht und Blutgruppen sind Humbug, immerhin haben auch Affen die Blutgruppen A, B und 0 und die essen auch alle gleich.
Jetzt würde mich aber dennoch interessieren welche Blutgruppen andere Veganer oder Rohköstler haben? Gibt es jemanden da draußen der Blutgruppe 0 hat und schon lange vegan lebt?
Das Tolle an Blutgruppe AB+ ist auf jeden Fall, dass man, falls man einen hohen Blutverlust erleidet, von allen anderen Blutgruppen eine Bluttransfusion bekommen kann. Alle anderen sind Einschränkungen unterworfen. Geile Sache!
Heute markiert dann übrigens Tag 1 meines 60 tägigen Experiments mit Methylcobalamin-Lutschtabletten von Nutrient Logistics. Ich weiß ja, dass ich definitif nicht so viel B12 esse, wie empfohlen wird und das schon seit 20 Jahren, aber ich habe noch nie Auswirkungen davon bemerkt. Mein Hausarzt sagte nur ich könne garkeinen B12 Mangel haben, weil meine Erythrozyten nicht vergrößert seien. Aber über B12 und B12 Tests gibt es viele Mythen und Gerüchte und man kann nicht ungefragt alles glauben. Einen tollen Artikel gibt es von Dr. John Switzer hier: http://www.ein-langes-leben.de/index.php?option=com_content&view=article&id=47
Ich habe nicht wirklich einen organischen Grund B12 einzunehmen, aber ich frage mich ob es meine Gehirnfährigkeiten steigern kann und ich mit B12 schneller und besser denken kann. B12 Mangel zeigt sich ja in schlechter funktionalität der Nerven. Möglicherweise lernen 19 jährige nur deshalb effektiver, weil sie einen höheren B12 Spiegel haben?! Dr. Switzer schreibt auch darüber, dass B12 hochgradig hitzeempfindlich ist, also nicht mal ein Steak einen anständig mit B12 versorgen kann, genausowenig wie Milch oder Joghurt, weil das Zeug alles pasteurisiert ist.
Also, ich beobachte mal...60 Tabletten sind ein einer Packung und man nehme eine pro Tag laut Packungsanweisung. Dr. Switzer nimmt allerdings nur jeden 2. Tag eine...
Alles Liebe,
Silke
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Sonntag, 6. Mai 2012
Spirulina-Neuigkeiten!
Ich bin mir nicht ganz sicher, wo ich mein Bild über Ärzte her habe. Faktisch habe ich nämlich fast nie welche getroffen. Ich war ja nie krank. Nicht so richtig. Ich hatte mir den Arm gebrochen als ich 3 Jahre als war, aber man kann sich ja kaum an was erinnern, was war, als man 3 war. Danach kann ich mich an keine Arztbesuche mehr erinnern, außer als Teenager als ich mal ein Attest haben wollte, um die Schule zu schwänzen. Mit Zahnärzten habe ich Erfahrung und die sehen irgendwie so aus, dass ich finde das Zahnärzte, um etwas zu reparieren, eigentlich mehr kaputt machen. Aber Zahnärzte sind auch eigentlich mehr Handwerker als Ärzte, deshalb stehen sie in der Anerkennung von Humanmedizinern nicht so hoch ;-)
- Nichts für ungut....
Ich hab viel Zeit als Besucher in Krankenhäusern verbracht, aber da trifft man auch keine Ärzte, sondern nur Krankenschwestern und Pflegepersonal. Also wieso habe ich so ein mieses Bild von Ärzten, obwohl ich gar keine Erfahrungen mit ihnen gemacht habe? Ich denke von Ärzten, dass sie geldgeil sind, dass sie nur Symptome bekämpfen, dass sie gerne Medikamente verschreiben und Patienten einfach nur abfertigen.
Die Ärzte auf die ich jetzt treffe sind alle völlig anders und ich fürchte, dass meine ursprüngliche Meinung noch nicht mal durch meine eigenen Erfahrungen geprägt wurde, sondern durch Ernährungsbücher von Nicht-Ärzten und durch meine Mutter, die gelernte Krankenschwester ist. Bin ich dem so auf den Leim gegangen? Oder sind die Ärzte die ich jetzt treffe nicht mit normalen Ärzten zu vergleichen, schließlich sind die Dozenten an der Uni und keine Landärzte mit Minipraxis…
Ich habe mich mit dem Professor getroffen, der mein wissenschaftliches Projekt über Diabetes, Gabriel Cousens und Neal Barnard betreuen soll und ich hatte ein wenig Angst davor. Besonders wegen meiner schlechten Erfahrung mit der Polizei letzte Woche. Das macht rational keinen Sinn, aber durch die Polizei kam ich ins Grübeln, ob mir vielleicht doch Menschen in meiner Umgebung nicht so wohlgesonnen sind wie sie tun. Mir fiel wieder ein, dass ich gelesen habe, dass der Autor von Die Bombe unter der Achselhöhle!
angeblich einem Mordanschlag entkommen ist, weil er alternative Medizin predigt.
Naja, so viel zur Paranoia.
Der Professor der mich betreut ist zudem Pharmakologe also hatte ich noch mehr Angst.
Egal, eine Frau muss tun, was eine Frau eben tun muss. Ich war pünktlich da und wurde sehr warmherzig empfangen. Die beiden Bücher hatte ich in der Tasche dabei, für den Fall, dass er sich näher damit auseinandersetzen wollte. Er wiederholte direkt eingangs, dass er normalerweise nur wissenschaftliche Projekte aus seinen eigenen Forschungsarbeiten verteilen würde, aber bei mir, wie gesagt, eine Ausnahme machen würde. Das Thema Ernährung als Einfluss auf die Gesundheit würde ihn interessieren, er selber würde an sich bereits seit 14 Monaten Spirulina testen. Ob ich das kennen würde!
Na klar, kenne ich das! – Er hielt mir sein Döschen hin, in dem er die Spirulinatabletten aufbewahrt und bat mich zu riechen. Ich sagte, ich kenne die und besonders lecker seien sie, wenn man Spirulina mit Bananen püriere, dazu sollte man aber Spirulinapulver nehmen und nicht die Tabletten.
Naja, er experimentiert mit Spirulina weil in Spirulina eine histaminähnliche Verbinung enthalten ist, die er gerade im Labor untersucht. Und was sich in den letzten 14 Monaten gezeigt hat ist, dass er frei von jeglichen Heuschnupfensymptomen ist. Ich hab über Spirulina schon einiges gehört, aber nicht, dass es von Heuschnupfen heilt. Allerdings habe ich auch noch nie von einem Arzt über Spirulina gelesen. Oder besser fast nie.
Wir kamen auf Barnard und Cousens zu sprechen und ich holte die Bücher raus, die er kurz anblätterte, besonders Cousens. Und welche Seite schlug er ausversehen auf? – Das Kapitel über Spirulina und Chlorella! Der Professor sagt: „Schauen sie mal was ich aufgeblättert habe“ und zeigt mir die Seite „Was für ein Zufall!“ – Das war natürlich kein Zufall, sondern das Gesetz der Anziehung.:-) Aber egal. Er fragt: „Kennen Sie sich mit den Autoren aus? Wie ich sehe haben die einen MD (der amerikanische Doktortitel)
Also habe ich kurz erzählt, dass Barnard etwas schulmedizinischer unterwegs sei als Cousens, dass er viel veröffentlich habe und dass Cousens ein Heilzentrum in Arizona führe, wo er viel mit Fasten, Grassäften, Rohkost und Algen mache. Und dass er sehr spirituell sei, so mit Yoga etc. Der Professor: „Also, mit diesen spirituellen Sachen kann ich ja gar nichts anfangen. Positives Denken und so oder Homöopathie. Ich brauche immer eine molekulare Ursache für alles. Daher finde ich Essen auch interessant“ - Puh!
Wir sprachen dann noch kurz darüber, dass er auch in seiner eigenen Diabetesvorlesung immer wieder eine Statistik präsentiert, wie die Diabetesvorfälle nach den beiden Weltkriegen schlagartig runter gingen. Ich hab ihm dann erzählt, dass es diese Statistiken auch über Krebs und Herzinfarkte gäbe und dann waren wir uns sofort einig, was halt einfach Fakt ist, dass seit der Industriellen Revolution die menschliche Ernährung nicht mehr mit der menschlichen Physiologie übereinstimmt. Aber bis dato hat noch niemand rausgefunden, was denn nun wirklich richtige gesunde Ernährung ist. Sonst würden sich nicht alle wiedersprechen. Auf der anderen Seite: Man kann nicht alle Krankheiten mit ein und dem selben Mittel heilen. Vielleicht auch nicht alle unterschiedlichen Körperkonstitutionen mit einer Ernährung! Chemotherapie hilft bei Diabetes nicht, vielleicht Obstrohkost eben auch nicht bei Krebs? Wer weiß!
Jedenfalls hat der Professor mit seiner Spirulina schon so einige Leute in seinem Bekanntenkreis angesteckt und er sagte: “Wer weiß, wenn das gut läuft, dann machen wir vielleicht auch bald eine klinische Versuchsreihe!“
Und das finde ich dann wieder geil an der Schulmedizin. Ein Heilpraktiker wird nie die Möglichkeit haben eine klinische Versuchsreihe zu machen und daher nie wirklich anerkannt werden in dem was er tut. Er kann eine eigene Versuchsreihe starten aber das braucht viel, viel Geld. Dann doch liebe am Puls der Schulmedizin sitzen und alle Möglichkeiten haben die Dinge zu erforschen die einen interessieren. Sogar Spirulina! – Ich überlege jetzt es auch mal regelmäßig zu testen, denn ein kleines bisschen Heuschnupfen habe ich auch immer. Diesen Frühling jedoch kaum, aber das Wetter geht ja auch gerade gar nicht…Das soll Mai sein? Ich hoffe das wird noch besser…
Ansonsten alles fantastisch bei mir. Besser war es noch nie.
Alles Liebe,
Silke
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Ich hab viel Zeit als Besucher in Krankenhäusern verbracht, aber da trifft man auch keine Ärzte, sondern nur Krankenschwestern und Pflegepersonal. Also wieso habe ich so ein mieses Bild von Ärzten, obwohl ich gar keine Erfahrungen mit ihnen gemacht habe? Ich denke von Ärzten, dass sie geldgeil sind, dass sie nur Symptome bekämpfen, dass sie gerne Medikamente verschreiben und Patienten einfach nur abfertigen.
Die Ärzte auf die ich jetzt treffe sind alle völlig anders und ich fürchte, dass meine ursprüngliche Meinung noch nicht mal durch meine eigenen Erfahrungen geprägt wurde, sondern durch Ernährungsbücher von Nicht-Ärzten und durch meine Mutter, die gelernte Krankenschwester ist. Bin ich dem so auf den Leim gegangen? Oder sind die Ärzte die ich jetzt treffe nicht mit normalen Ärzten zu vergleichen, schließlich sind die Dozenten an der Uni und keine Landärzte mit Minipraxis…
Ich habe mich mit dem Professor getroffen, der mein wissenschaftliches Projekt über Diabetes, Gabriel Cousens und Neal Barnard betreuen soll und ich hatte ein wenig Angst davor. Besonders wegen meiner schlechten Erfahrung mit der Polizei letzte Woche. Das macht rational keinen Sinn, aber durch die Polizei kam ich ins Grübeln, ob mir vielleicht doch Menschen in meiner Umgebung nicht so wohlgesonnen sind wie sie tun. Mir fiel wieder ein, dass ich gelesen habe, dass der Autor von Die Bombe unter der Achselhöhle!
Naja, so viel zur Paranoia.
Der Professor der mich betreut ist zudem Pharmakologe also hatte ich noch mehr Angst.
Egal, eine Frau muss tun, was eine Frau eben tun muss. Ich war pünktlich da und wurde sehr warmherzig empfangen. Die beiden Bücher hatte ich in der Tasche dabei, für den Fall, dass er sich näher damit auseinandersetzen wollte. Er wiederholte direkt eingangs, dass er normalerweise nur wissenschaftliche Projekte aus seinen eigenen Forschungsarbeiten verteilen würde, aber bei mir, wie gesagt, eine Ausnahme machen würde. Das Thema Ernährung als Einfluss auf die Gesundheit würde ihn interessieren, er selber würde an sich bereits seit 14 Monaten Spirulina testen. Ob ich das kennen würde!
Na klar, kenne ich das! – Er hielt mir sein Döschen hin, in dem er die Spirulinatabletten aufbewahrt und bat mich zu riechen. Ich sagte, ich kenne die und besonders lecker seien sie, wenn man Spirulina mit Bananen püriere, dazu sollte man aber Spirulinapulver nehmen und nicht die Tabletten.
Naja, er experimentiert mit Spirulina weil in Spirulina eine histaminähnliche Verbinung enthalten ist, die er gerade im Labor untersucht. Und was sich in den letzten 14 Monaten gezeigt hat ist, dass er frei von jeglichen Heuschnupfensymptomen ist. Ich hab über Spirulina schon einiges gehört, aber nicht, dass es von Heuschnupfen heilt. Allerdings habe ich auch noch nie von einem Arzt über Spirulina gelesen. Oder besser fast nie.
Wir kamen auf Barnard und Cousens zu sprechen und ich holte die Bücher raus, die er kurz anblätterte, besonders Cousens. Und welche Seite schlug er ausversehen auf? – Das Kapitel über Spirulina und Chlorella! Der Professor sagt: „Schauen sie mal was ich aufgeblättert habe“ und zeigt mir die Seite „Was für ein Zufall!“ – Das war natürlich kein Zufall, sondern das Gesetz der Anziehung.:-) Aber egal. Er fragt: „Kennen Sie sich mit den Autoren aus? Wie ich sehe haben die einen MD (der amerikanische Doktortitel)
Also habe ich kurz erzählt, dass Barnard etwas schulmedizinischer unterwegs sei als Cousens, dass er viel veröffentlich habe und dass Cousens ein Heilzentrum in Arizona führe, wo er viel mit Fasten, Grassäften, Rohkost und Algen mache. Und dass er sehr spirituell sei, so mit Yoga etc. Der Professor: „Also, mit diesen spirituellen Sachen kann ich ja gar nichts anfangen. Positives Denken und so oder Homöopathie. Ich brauche immer eine molekulare Ursache für alles. Daher finde ich Essen auch interessant“ - Puh!
Wir sprachen dann noch kurz darüber, dass er auch in seiner eigenen Diabetesvorlesung immer wieder eine Statistik präsentiert, wie die Diabetesvorfälle nach den beiden Weltkriegen schlagartig runter gingen. Ich hab ihm dann erzählt, dass es diese Statistiken auch über Krebs und Herzinfarkte gäbe und dann waren wir uns sofort einig, was halt einfach Fakt ist, dass seit der Industriellen Revolution die menschliche Ernährung nicht mehr mit der menschlichen Physiologie übereinstimmt. Aber bis dato hat noch niemand rausgefunden, was denn nun wirklich richtige gesunde Ernährung ist. Sonst würden sich nicht alle wiedersprechen. Auf der anderen Seite: Man kann nicht alle Krankheiten mit ein und dem selben Mittel heilen. Vielleicht auch nicht alle unterschiedlichen Körperkonstitutionen mit einer Ernährung! Chemotherapie hilft bei Diabetes nicht, vielleicht Obstrohkost eben auch nicht bei Krebs? Wer weiß!
Jedenfalls hat der Professor mit seiner Spirulina schon so einige Leute in seinem Bekanntenkreis angesteckt und er sagte: “Wer weiß, wenn das gut läuft, dann machen wir vielleicht auch bald eine klinische Versuchsreihe!“
Und das finde ich dann wieder geil an der Schulmedizin. Ein Heilpraktiker wird nie die Möglichkeit haben eine klinische Versuchsreihe zu machen und daher nie wirklich anerkannt werden in dem was er tut. Er kann eine eigene Versuchsreihe starten aber das braucht viel, viel Geld. Dann doch liebe am Puls der Schulmedizin sitzen und alle Möglichkeiten haben die Dinge zu erforschen die einen interessieren. Sogar Spirulina! – Ich überlege jetzt es auch mal regelmäßig zu testen, denn ein kleines bisschen Heuschnupfen habe ich auch immer. Diesen Frühling jedoch kaum, aber das Wetter geht ja auch gerade gar nicht…Das soll Mai sein? Ich hoffe das wird noch besser…
Ansonsten alles fantastisch bei mir. Besser war es noch nie.
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