Freitag, 23. November 2012

Resultat: Montignac für Veganer

--> Sooooo, eine Woche lang Montignac für Veganer liegt hinter mir. Ein paar Sachen zur Statistik:

Ich habe im Schnitt pro Tag 2744 kcal Verzehr und 26,6% der Kalorien aus Fett. Und heute früh war ich dann auf der Waage:

I proudly present ein Gewicht von 61,4 kg oder anders ausgedrückt: Ich habe 300 g verloren!!!

Völlig unfassbar! Ich hab immer gedacht ich würde pauschal von Fett zunehmen, aber das stimmt nicht. Es ist die Kombi.

Bei 100% Rohkost habe ich viele Rosinen und Datteln und dazu Nüsse gegessen. Rosinen haben einen Glyx von 65 und Datteln von 70. Alles klar? Dann vielleicht besser getrocknete Feigen mit Glyx 40 dafür aber tierisch viel Fructose. Feigen habe ich nie gekauft, weil die teurer sind als Datteln oder Rosinen. Also auch in der Rohkost: arme Menschen ernähren sich immer schlechter als reiche!

Also mir ist jetzt jedenfalls alles klar. Alles!!!

Diese ganzen Widersprüche innerhalb der Rohkost und 80/10/10 und Cousens und low fat/low carb. Dieser ganzer Kram, warum sich alle streiten und jeder auf seinem Recht beharrt. Sie haben auch beide Recht. Auf ihre Weise,

Naja, es kann natürlich auch irgendweine übliche Schwankung in meinem Körper sein, dass ich 300 g weniger auf die Waage bringe, aber ich bin schon mal hingerissen davon, dass ich nicht zugenommen habe bei diesen vielen Kalorien und diesem vielen Fett. Und davon, dass ich mir wieder erlauben darf gesunde Fette wie Nüsse, Öle und Avocado zu verzehren.

Und daher mache ich das jetzt auch glatt mal ne Woche weiter. Es ist nämlich ziemlich leicht. Außer natürlich, dass ich nach den fettarmen Mahlzeiten recht schnell wieder hungrig werde. Dazu muss ich mir noch irgendwas überlegen...

Darüber hinaus habe ich gestern recht wenig gegessen weil mein Nach-Testat anstand. Ich war zu nervös zum essen, nehme ich an. Ich wollte nicht mal Schokolade!!!! Und irgendwie habe ich dann auch bestanden. Mit Gnade vor Recht und Ach und Krach únd jetzt habe ich vorerst keine Angst mehr davor in Anatomie durchzufallen und den Kurs wiederholen zu müssen und mein Bafög gestrichen zu kriegen und all diesen Kram... Das hat hat mir in der letzten Woche die meisten Nerven geraubt.

Ich habe gestern Abend noch mit Rotwein gefeiert und kam durch die Nervosität nur auf 2000 kcal. War zudem alles ziemlich rohköstlich gestern.

Menu des Tages am 22. November


Frischkornbrei aus Quinoa, Buchweizen, Nackthafer, Paranuss, Banane, Zimt und Leinsamen
4 Grüntee mit Stevia

Salat aus Quinoa, Möhre, Oliven, Paprika, Zucchini und Tomate
Dressing: Öl. Apfelessig,Salz, Pfeffer Stevia


Salatschale vegetarisch von REWE (nach der Uni gleich weiter zur Arbeit)
Dressing: siehe oben
2 handvoll Mandeln, 48g

420 ml Rotwein

2007 kcal, 20% Fett. Wieder zu wenig Kalzium und Vitamin K.
Der Mensch muss einfach Grünzeug essen. Da geht nichts dran vorbei!!!!

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Kommentare:

  1. Hallo Silke,

    du schreibst: "Also mir ist jetzt jedenfalls alles klar. Alles!!!
    Diese ganzen Widersprüche innerhalb der Rohkost und 80/10/10 und Cousens und low fat/low carb. Dieser ganzer Kram, warum sich alle streiten und jeder auf seinem Recht beharrt. Sie haben auch beide Recht. Auf ihre Weise."

    Ich freue mich sehr für dich, dass dir nun alles klar ist - mir wäre auch gern alles klar, ich jedoch verstehe nur Bahnhof. Wer ist wichtig? Was ist Glyx und Fructose? Und JA, ich habe deine letzten Posts alle gelesen. Aber nicht verstanden. Meinst du, du kannst das noch einmal ganz vereinfacht für mich darstellen? Ich beschäftige mich noch nicht so lange mit Ernährung, habe kein medizinisches Hintergrundwissen und leide unter Schwangerschaftsdemenz. Es wäre super, wenn du dafür die Zeit finden könntest.
    Was mir zum Thema "Fett" allerdings am eigenen Leib aufgefallen ist: Früher habe ich mich hauptsächlich von Junk Food ernährt. Morgens ein Nutellabrötchen, mittags ne TK - Pizza Salami, nachmittags ein Teilchen und abends Brötchen mit Leberwurst und ein paar Chips war ich viel schlanker, als ich es heute bin. Ich habe ja nur ganz kurz versucht, mich nach 80/10/10 zu ernähren, ich werde super schlecht gelaunt ohne ausreichend Fett und ich liebe Fett. Wie gesagt, ich versuche Zusammenhänge zu verstehen, vielleicht kannst du ja noch etwas Licht ins Dunkel bringen. Danke.
    Glückwunsch zum bestandenen Testat!!
    Herzliche Grüße von Nina

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  2. Hallo Silke ... ich schon wieder ;) ... schaust du auch auf die glykämische Last oder "nur" den glykämischen Index? LG Sabine

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  3. Hallo Nina,

    hihi, Schwangerschaftsdemenz!;-)))

    Naja, bei zu viel Fructose wird das Sättigungshormon Leptin ausgeschaltet. Fett wird nur eingelagert, wenn Insulin ausgeschüttet wird und das wird nur ausgeschüttet, wenn man viel einfache Glucose,also Dinge mit hohem Glyx isst.

    Wenn du also entweder wenig Fett in einer Mahlzeit isst oder wenig Glucose, wird kein Fett in deine Zellen geschafft und der Körper verbrennt die Glucose. So weit die Kurzfassung.

    Liebe Sabine,

    ich schauer derzeit nur auf das worauf Montignac hauptsächlich schaut. Glykämischer Index.(Mal abgesehen von einer Banane mit Glyx 60 im Frischkornbrei weil meine Kochbananen noch nicht reif sind.)

    In der Phase II wird die glykämische Last auch beachtet, wenn des darum geht Ausnahmen zu machen, aber ich möchte noch eine Woche länger Phase I testen.

    LG Silke

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  4. Hallo Silke

    Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung!

    Eine Frage habe ich auch noch zu Deinem Experiment: Hast Du bei der Zusammenstellung Deiner Mahlzeiten darauf geachtet, dass alle Nahrungsmittel z.B. einen Glyx von unter 50 oder 35 haben oder hast Du den Glyx der gesamten Mahlzeit irgendwie ausgerechnet? Weil, theoretisch gesehen, wenn ich ein Nahrungsmittel mit Glyx 100 und eines mit Glyx 0 in gleichen Teilen kombiniere, müsste doch ein Glyx 50 rauskommen, oder?
    Ich nehme an, dass Du das mit der Banane morgens auch so gedacht hast. Wenn es dafür eine Formel oder Berechnungsmethode geben würde, wäre das nicht schlecht.

    Liebe Grüße, Jacaranda

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  5. Danke! :-)))

    Also, die Banane war die einzige Ausnahme. Lieber wäre mir ne Kochbanane gewesen...

    Sonst habe ich immer darauf geachet, dass der Glyx von allen Zutaten immer unter 50 bzw. 35 war.

    Es ist aber theoretisch wohl kein Problem 1 TL Honig in einen riesigen Salat zu geben...Oder so...

    Für eine Formel bräuchte man noch Mengenverhältnisse und den tatsächlichen Gehalt an Kohlenhydraten in der Mahlzeit.

    Muss ich noch dran rumdoktorn...:-)

    LG Silke

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  6. Kochbananen gibt es hier in meiner Umgebung leider nicht, aber die werde ich auch mal testen, wenn ich die Möglichkeit bekomme.

    Das mit der Formel klingt sehr interessant und würde die Sache um einiges einfacher machen. Ich glaube da kommt dann auch die glykämische Last zum tragen, so steht es zumindest bei Wikipedia.
    Das ist sowieso das, was ich bei dieser Glyx Sache nicht verstehe. Wenn es um die Insulinausschüttung geht, dann spielt es doch auch immer eine Rolle wieviel ich von einem Lebensmittel esse. Also so, wie Du das mit dem Honig im Salat meinst.
    100g Traubenzucker haben einen GI von 100. Aber jetzt esse ich nur 5g, andererseits haben 100g Orangensaft einen GI von 45, aber davon trinke ich vielleicht 500ml. Dann ist doch auch die Insulinausschüttung größer bzw. bei dem Traubenzucker kleiner, oder habe ich da einen Denkfehler?

    Weiterhin noch viel Spaß beim rumdoktern ;)... gute Übung ist es allemal ... und ich hoffe Du kannst mir das noch verständlich machen, das wäre super. :)

    Alles Gute, Jacaranda

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  7. Nein, du hast keinen Denkfehler. Genau so ist das.

    Für das Experiment wollte ich auf Nummer sich gehen (außer bei Bananen ;-))

    Für die Phase des Gewicht haltens schreibt Montignac noch viel über glykämische Last und Gesamtkohlenhydrate, das habe ich vorerst aber mal vernachlässigt!

    LG Silke

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  8. Ok, das lässt mich heute ruhig schlafen ;)

    Ich sollte mir vielleicht auch mal ein Buch darüber zulegen und das in Ruhe nachlesen. Interessant ist das Thema allemal.

    Liebe Grüße, Jacaranda

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  9. Hallo Silke,

    Du schreibst: "gesunde Fette wie Nüsse, Öle und Avocado" ... sind diese Fette hinsichtlich ihres Omega-3-zu-Omega-6 Fettsäuren-Verhältnisses wirklich als so gesund zu bezeichnen?

    Liebe Grüße,
    Ralph

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  10. Lieber Ralph,

    wenn du sie klug kombinierst und im richtigen Verhältnis isst. Natürlich!

    LG Silke

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