Dienstag, 6. April 2010

Ideale, die ich mal hatte...


.

Hallo Liebes,

Tag 381: Ich bin wieder in Köln und scheinbar hatte ich wirklich Zeit mal zu mir zu kommen. Mir ist gestern alles eingefallen, was ich mal wollte. Ideal, die ich hatte und die ich irgendwie nicht umsetzen konnte weil mir alle zu radikal erschien. Diese ganze Selbstversorger-Idee gehört zum Beispiel dazu, was vielleicht jetzt in mir hoch kommt, weil ich mit meinem Vater über seine Aloe Vera gesprochen habe und über das Gärtnern im Allgemeinen. Aber auch damit, dass jetzt wieder Frühling wird und ich und meine Mitbewohnerin uns Gedanken machen müssen, was wir mit dem Garten machen.

Außerdem hatte ich Zeit zu lesen und habe mir gestern im Zug wieder Dr. Grahams 80/10/10 Diet: Balancing Your Health, Your Weight, and Your Life One Luscious Bite at a Time vorgenommen und mir ist wieder eingefallen, dass viele der Ideale damit leichter umzusetzten sind. Ich wollte ja auch keinen Müll machen und nach Möglichkeit alles kompostieren. Jetzt sind meine Kompostwürmer aus dem Winterschlaf erwacht und fangen wieder an sich zu betätigen. Mit 80/10/10 braucht man eigentlich gar nichts. Keine Energie da das Kochen wegfällt, es muss auch fast nichts in den Kühlschrank, man macht keinen Müll. Draußen wachsen jetzt wieder Wildkräuter und man kann einen Kräutergarten anlegen.

Dieses ganze Konzept fiel mir gestern plötzlich wieder ein und was mache ich als erstes wenn ich wieder nach Köln komme: Ich kaufe eine Schachtel Zigaretten. :-(((
Die leichtesten American Spirit zwar, aber immerhin. Und dann fiel mir ein, dass das auch Müll macht und auch Kaugummis machen Müll und: Muss denn das alles überhaupt sein???

Natürlich ist das alles leichter gesagt als getan, aber wieder Bezug zu diesem Gedanken zu habe finde ich gut. Das ist alles irgendwie verloren gegangen über den Winter und in den Theaterproben. Nicht mal im Januar bei 80/10/10 war ich so nah an dem Gedanken dran, weil ja auch in der Natur nichts passierte. 80/10/10 ist nicht nur vom Gefühl die beste Ernährungsweise, sie ist auch die umwelt- und tierfreundlichste. Ich bin über die Feiertage auf eine Seite über Mangelerscheinungen bei Rohkost gestoßen (http://www.rohkostwiki.de/wiki/Mangelerscheinungen_bei_veganer/vegetarischer_Rohkost), die mir im Allgemeinen ja bewusst sind, aber zumindest Eisenmangel hatte ich bei 80/10/10 nicht und das habe ich ja auch dokumentiert. Es mag also viel dran sein, dass man die Rohkost auch entsprechend ausbalancieren kann. Und dann glaube ich ja auch, dass grundsätzlich der Dünndarm in der Lage ist das B-12 selbst herzustellen. Ob er in der Lage ist es zu resorbieren ist die entscheidende Frage. B-12 hängt aber auch viel mit Hygiene zusammen und kann damit zu tun haben wie gründlich man sein Essen wäscht, womit ich sagen will, dass man es weniger gut waschen soll, was eigentlich nur bei Biokost geht. Und bei Sachen aus dem eigenen Garten

Darüber hinaus haben einige Veganer keine Problem mit B-12 und andere schon, was ein Beweis für die Theorie ist, dass es von der Resorbierbarkeit im Dünndarm abhängt. Victoria Boutenko hatte z.B. nie Probleme und ich halte sie für einen sehr aufrichtigen Menschen. Anhand ihrer Bücher, ihrer Entwicklung, ihrer Aussagen in Interviews und nicht zuletzt aufgrund unseres Treffens letzte Woche.

Wonnewerk - besondere Geschenke zu verschiedensten Anlässen

Und auch was Markus Rothkranz so macht, fiel mir wieder ein. Seine eigene Energie durch Sonnelicht erzeugen. Er lebt in der Wüste Arizonas ohne Stromversorgung, weil er überall Solaranlagen angebracht hat. Das finde ich so unglaublich cool! Gut, da gibt es auch mehr Sonne als hier – aber dieses Konzept so bedingungslos umzusetzten finde ich sehr faszinierend.

Natürlich sind das alles sehr hohe Ideale und wohlmöglich sogar Utopien, aber vielleicht sollte man sie einfach nicht aus den Augen verlieren oder sich wenigstens ihrer erinnern.

So bin ich zumindest heute aufgestanden, nach draußen gegangen und habe den ersten Löwenzahn im Garten gepflückt und ihn zu einem Smoothie verarbeitet. Eigentlich habe ich aber gestern schon Löwenzahn gegessen, ich habe nämlich so eine art Green Smoothie über meinen Salat geschüttet und das funktionierte sehr gut. Es kommt gar nicht auf das Fett an, sondern darauf, dass der Salat schön mit Dressing bedeckt ist. Die Aloe Vera habe ich darüber leider vergessen.

Somit will ich jetzt mal wieder darauf achten die Ideale nicht aus den Augen zu verlieren. Aber trotzdem musste ich gestern noch Reste verwerten. Und als ich nach Hause kam stellte ich fest, dass ich an die beste Mitbewohnerin der Welt geraten bin!!!

Sie hat mir einen Osterhasen aus Rohkost gebastelt und ihn im Kühlschrank hinterlassen. Hier ist er:

                                                                    Der ROHsterhase

Was gab’s zu essen?:

1 Grünkohlgreensmoothie mit Aloe
½ Papaya
2 handvoll Cashews
200 g Cocktailtomaten
1 Bailey’s
6 nicht rohe und nicht vegane, aber kleine Gemüsetaler
gemischter Salat
Brokkoli mit Spanischer Mandelsauce
Eis, ca. 3 Kugeln
1 Bonbon
1 Mango
4 Datteln
1 handvoll Cashews
ca. 3 EL Kokosfleisch
Salat aus einem Kopf Eisbergsalat, 2 Frühlingszwiebeln, handvoll Rosinen und einem Dressing aus Banane, Orange, Hauch Estragon, 2 EL Kokosfleisch und Löwenzahn
2 handvoll Pistazien (jetzt sind sie endlich leer)
4 Datteln

Ich habe gestern auch noch mal natürlich Heilmittel gegen niedrigen Blutdruck recherchiert und bin mal wieder auf Trockenbürsten gestoßen, was mir immer wieder über den Weg läuft, ich aber noch nie wirklich gemacht habe und auch das will ich jetzt mal in Angriff nehmen. Hab es gestern Abend erstmals angewandt…

Weil kein Essen mehr zuhause war habe ich das nötigste im Bahnhof gekauft, was der Kopf Eisbergsalat und 3 Bananen waren.

Für alle die, wie ich, über Ostern mal wieder Rückfällig geworden sind, dachte ich mir, füge ich mal ein Zitat von Jinjee Talifero ein, was mir per e-Mail zugegangen ist. Warum neigen wir dazu nicht optimale Nahrungsmittel zu wählen, obwohl wir es besser wissen:

“I know when I'm making poor food choices. Often its just laziness - not wanting to spend the time to juice a glass of orange juice when I can just eat a handful of raisins. Preferring to grab a package of flax crackers instead of taking the time to make a salad. Making a cup of tea instead of a green juice. Often it is because we're in a rush, don't feel worthy, or prefer the strong quick flavors of easy vs. good food. I am learning to trust that I have time, that I'm worth the investment, that I have the energy. And as this new way of being becomes deeper, I find myself becoming more conscious and more able to adjust in positive ways”

Alles Liebe,

Silke

Bärbel Drexel - Nahrungsergänzung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen