Donnerstag, 27. Oktober 2011

Studien und Tests...

Hallo Liebes,

Tag 936: Aaaaaargh…..ich hab 20 Minuten zu lange geschlafen und muss mich nun sputen. Es geht auf das Ende der Woche zu und das zu früher aufstehen sitzt mir in den Knochen. Besonders wegen des Aufputschmittels Grüntee, denn ich hatte dennoch jeden Abend Einschlafschwierigkeiten, was bestimmt nicht optimal ist.

Unterdessen habe ich mir nochmal Gedanken gemacht über diese 100% Rohkost mit 35% Fett drin und komme nicht auf einen Nenner. Ich fühle mich feststeckend in der Aussage von Dr. Barnard wie er in The Get Healthy, Go Vegan Cookbook: 125 Easy & Delicious Recipes to Jump-Start Weight Loss and Help You Feel Great! schreibt:

“Trotz der Fülle an Forschung über die Vorzüge von veganer Ernährung, sind manche Dinge immer noch nicht klar. Zum Beispiel, ob wir unsere Nahrung lieber roh oder gekocht verzehren sollten. Ob Nüsse, die ja fetthaltig sind, besser vermieden werden sollten oder ob ihre Vorzüge für die Gesundheit des Herzens alle anderen Argumente übertrumpfen? Sollten die Grundnahrungsmittel Getreide und Gemüse sein mit sehr wenig Obst, oder sollte man viel Obst verzehren? Diese und andere Fragen, so hoffe ich, werden sich in der Zukunft klären.“

Und wenn er’s nicht weiß, weiß es keiner. Faktisch gibt es nicht viele Studien über Rohkost und ich denke die sind auch besonders schwer anzustellen.

Auf unsere letzten Potluck war eine Veganerin. Kochkostveganerin. Veganer definieren sich hauptsächlich darüber, dass sie kein Tierleid sehen wollen, die wenigstens leben aus gesundheitlichen Gründen vegan. Die meisten Rohköstler essen Rohkost aus gesundheitlichen Gründen und da hat dann jeder seine eigene Philosophie und wenn man nicht aufpasst, kommt man ganz schnell in Streitigkeiten bezüglich dessen.

Und dann gibt’s die Giessener Rohkoststudie, die sogar mal nicht aus den Staaten, sondern aus Deutschland kommt und bei der die selben Mangelzustände gemessen wurden, wie bei allem, was man aus den USA hört. Manche Sachen sind bei Rohkost schwerer zu bekommen und wenn man nicht aufpasst, kommt es dann eben irgendwann zu einem Mangel. Will man aber immer so extrem aufpassen oder sollte man sich einfach darauf verlassen, dass wenn man genug Hülsenfrüchte isst, sowie Brokkoli, dass man so gut wie gar keine Mängel entwickeln kann? Wenn Nüsse dann wiederum so gut für das Herz sind, wie kann dann das Fett in ihnen, die Arterien verstopfen?`

Darüber hinaus habe ich mir ein bisschen den „Gesundheits Konz“ genauer angesehen und abgesehen davon, dass mit der Ton nicht gefällt und die Widersprüchlichkeit, dass zum einen jegliche Schulmedizin und Wissenschaft verteufelt wird und zum anderen dann die Wissenschaft ran gezogen wird, wenn man Bestätigung für die eigene Methode such, verstehe ich nicht was mit „Ur“ gemeint ist.

Da heißt es immer Urkost, Urmedizin, Urbewegung, aber von welcher Zeit reden wir denn hier? Von der Steinzeit? Oder früher? Von der Eiszeit oder als wir gerade erst als Australopithecus von den Bäumen krochen und Homo Erectus wurden, was 2 Mio Jahren her ist, und jeder dieser Vorfahren hatte andere Ernährungsgewohnheiten. Man kann doch nicht 2 Mio Jahre und 20 000 Jahre in einen Topf werfen? Außerdem hatte kein Urmensch die Möglichkeit sein Essen von sonst wo einfliegen zu lassen. Man kann hier also nicht mir „gesundem“ Menschenverstand argumentieren blabla, wir sind da und da nicht dran angepasst, weil blabla, sondern man muss sich der Wissenschaft bedienen.

Welche Nahrung ist für den jetzt lebenden jeweiligen Menschen ideal und das mag durchaus bei unterschiedlichen Exemplaren unterschiedlich sein. Je nach Vorfahren, würde ich mal sagen.

Rohkost-Buch

In der Uni gab es gestern Progressionstest.

Das ist ein Test der 200 Fragen enthält, die man, wenn man mit dem Medizinstudium fertig ist, alle beantworten können sollte. Dieser Test wird alle halbe Jahr gemacht und es wird für den einzelnen, wie auch für die Uni gemessen, was man alles schon weiß und was nicht. Der Test funktioniert nach Multiple Choice, das heißt, man braucht nur ankreuzen. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt, für jede falsche Antwort Punktabzug. Bei „weiß nicht“, passiert nichts, so soll vermieden werden, dass die Studenten auf gut Glück ankreuzen.

Von den 200 Fragen wusste ich 18 zu beantworten, so dachte ich zumindest. Schlussendlich stellte sich raus, das 9 Antworten richtig waren und 9 falsch und ich somit mit 0 Punkten raus ging. Kommilitonen von mir, hatten sich aber gar nicht erst die Mühe gemacht, den Test ernst zu nehmen und haben einfach „weiß nicht“ geklickt und hatten dann frei.

Da wurden allerdings auch so Fragen gestellt wie: „Wie viel % Kohlenhydrate sollte die Nahrung eines Diabetikers enthalten: 20%, 30%, 50% oder 70%.“ – Da ich „Dumme Frage, das hängt davon ab wie viel Fett er isst“ nicht ankreuzen konnte, habe ich mal angenommen, dass die Schulmedizin bestimmt zu 30% rät und habe es mir nicht nehmen lassen diese Frage zu beantworten. Tatsächlich weiß ich aber gar nicht, wie viel % die Schulmedizin konkret empfiehlt.

Bei 5 weiteren Fragen war meine erste Assoziation darauf, welche Therapie jeweils angezeigt ist: „Rohkost essen“. So kann ich soweit auch wieder durch diesen Test nur erkennen, dass die Schulmedizin selten Krankheiten heilt, sondern häufig nur Symptome durch Medikamente beseitigt. Und so ist das auch, wahrscheinlich, wenn Dr. Barnard Recht hat, bei Diabetes.

Ab nächste Woche steht Diabetes auf dem Stundenplan.

Oh, es kam auch die Frage, was ist die Ursache von Osteoporose und zur Antwort gab es unter anderem Kalzium und Vitamin D Mangel. Und „Was ist die häufigste Ursache für Magen-Darm-Krebs“ woraufhin ich „Fette, ballaststoffarme Ernährung“ angekreuzt habe. Welche Fragen nun richtig und welche falsch waren, muss ich mir nochmal genauer angucken, wenn es eine Auswertung des Tests gibt.

Was gab’s zu essen?:

5:30 Uhr: 1 Banane
3 Grüntee















„Milchreis“ aus süßem Spitzreis mit Mandelpüree, Wasser, Zimt, Rosinen und Paranüssen

1 TL Kokosmus

11:30 Uhr: 750 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
1 Banane mit Mandelpüree
1 TL Rawtella

14 Uhr: 2 Bananen

18 Uhr: 84 g Dinkelcracker – DM

20:45 Uhr: 2 Bananen

Die Dinkelcracker hätte ich mir schenken können, denn obwohl die durchaus Nährstoffe geliefert haben, haben sie mir durch meine Unachtsamkeit auch zu viel Fett eingebracht. Und auch hier frage ich mich wiederum ob das damit zusammen hängt, dass ich am Tag vorher so viel, wenn auch rohes, Fett gegessen hatte, dass meine Körper dann mehr davon will. Es war schwer die Cracker beiseite zu legen. Aber wie gesagt, hat das meinen Nährstoffen nicht geschadet, denn da war alles sehr leicht bei optimalen Werten angelangt.

Dinkel muss ein toller Nährstofflieferant sein. Es waren 1988 kcal, 53 g Fett, 66 g Eiweiß und 64/12/24 . Schon faszinierend, finde ich, wie unterschiedlich man seine 2000 Kalorien aufteilen kann ohne dass jemand behaupten würde einer dieser letzten 3 Tage sei ungesund gewesen. Kann man es auch gar nicht behaupten, denn alle Nährstoffe waren vorhanden. Irgendwo in einer Mischung aus den letzten 3 Tagen könnte vielleicht das Optimum liegen….

Alle Vitamine außer B12 und D, alle Mineralstoffe, alle Aminosäuren und alle Fettsäuren waren vorhanden zu weit mehr als 100%.

Alles Liebe,

Silke
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