Samstag, 27. August 2011

Grünkohl...

Hallo Liebes,

Tag 875: Ich habe noch immer nicht so ganz realisiert, dass ich jetzt tatsächlich frei habe und die nächsten 10 Jahre wahrscheinlich nie wieder täglich werde jobben müssen! Gerade hatte ich es irgendwie geschafft mich an das Jobben zu gewöhnen und jetzt ist es wieder weg. Und das ist gut so! Schauspielern ist kein Jobben und Studieren ist auch kein Jobben und Bloggen auch nicht!

Ich war gestern Abend einkaufen und sah wie eine Buchhändlerin gerade den Laden schloss und mir schoss ein total negatives Gefühl durch die Magengrube und dann fiel mir ein Gebirge vom Herzen, dass ich nie wieder würde den Feierabend sehnsüchtig entgegen sehen müssen. Noch habe ich keinen Zettel, wo drauf steht, dass ich einen Studienplatz habe und mit so einem Zettel würde ich mich sicherlich momentan noch besser fühlen und mit einem zusätzlichen Zettel auf dem stünde, dass man mir den Höchstsatz an Bafög bewillig auch. Aber für das Universum geht es ja eh nicht um "Zettelbeweise" sondern um Zuversicht und gute Stimmung. Und eigentlich weiß ich ja auch, dass ein ungeliebter Job eigentlich nur Schlechtes mit sich bringen kann und nur das Berufung folgen Gutes…

Und so kam es, dass sich gestern weitere Wünsche erfüllten und ich einen herrlichen Tag mit meinem Joggingfreund verbracht habe. Wir waren spazieren bei Traumwetter, etwas was ich mir in den Betriebsferien, als ich alleine im Park war, mal gewünscht hatte, als er aber im Urlaub war und ich all die Leute so beneidet habe, die in Gesellschaft von lieben Menschen im Park waren und nicht so wie ich alleine, weil all meine anderen Freunde natürlich auch arbeiten müssen.

Wir waren also ca. 2 Stunden im Stadtwald spazieren und sind danach zum Kaffee trinken in ein Café am See gegangen und ich habe auch einen Kaffee bestellt, was ich sehr selten mache und meistens nur dann, wenn ich richtig Lust auf ein Genussmittel habe und dann wenn ich eingeladen werde, was er sowieso immer macht. Dieser wunderbare Mann!

Das hatte dann zwar den Nachteil, dass ich meine Fettbilanz verschlechtert habe, aber den Vorteil, dass ich beim Zusammenrechnen der Nährwerte tatsächlich erfahren durfte wie viel B12 in Latte Macchiato und 2 Kugeln Eis ist, nämlich ein Viertel des Tagesbedarfs. Ich denke ich hatte nie B12 Probleme bei meiner Ernährung, weil ich Ausnahmen wie diese, immer mal wieder gemacht habe. Nicht aus ernährungsphysiologischer Hinsicht sondern aus gesellschaftlicher. Ich bin viel zu sehr Genussmensch um mir solche Genüsse zu verkneifen, habe aber auch, wenn ich alleine bin und für mich selbst zubereite, keinerlei Bedürfnis solche Ausnahmen zu machen. Der B12 Bedarf des Menschen ist unglaublich gering und der Körper speichert es auch, was dazu führt, dass Veganer B12 Probleme erst nach geraumer Zeit bekommen. Zudem kann der Darm es auch selber herstellen, wenn vielleicht auch nicht in dem Maße, wie er es auf die Dauer braucht und ein wirkliches Problem hat man auch erst dann, wenn der Körper es nicht aufnehmen kann, wenn der Intrinsic Factor fehlt, weil der Darm schon so degeneriert und kaputt ist durch Fehlernährung, was z.B. bei meiner Mutter und auch bei meiner verstorbenen Oma der Fall war. Beides ausgesprochene Fleischliebhabe. Dann nützt auch der Verzehr tierischer Produkte nicht mehr.

Es ist Wahnsinn, was es alles zu berücksichtigen gilt bei ausgewogener Ernährung. Und so hat die gestrige Ausnahme dann nicht nur Genuss mit sich gebracht, sondern auch noch Erkenntnis! Aber wieso macht niemand Speiseeis, welches zum Beispiel mit Datteln oder Agave gesüßt ist, sondern immer nur mit Zucker? Auch Bioeis ist mit Zucker gesüßt. In Amerika, so habe ich bei Natalia Rose gelesen, gibt es eine Marke Speiseeis aus Ziegenmilch, weil die eine weitaus bessere Wahl für den Menschen sei, als Kuhmilch, daher sollte man auch lieber Rohmilchziegenkäse essen als solchen aus Kuhmilch. Ziegenmilch taugt auch um Menschenbabies groß zu ziehen, wenn man keine Amme hat! – Naja, früher jedenfalls. Heute gibt’s Fertigpräparate….

Und wo ich gerade dabei war, dachte ich könnte ich auch mal testen wie viel Methionin in meinem Rohmilchkäse ist und habe 25 g davon gegessen und es hat sich rausgestellt, dass da kaum was drin ist. Methionin ist in dunkelgrünem Gemüse, Hirse, Hülsenfrüchte und Fleisch bzw. Fisch und meine Bilanz davon war auch wieder zu schlecht. Es ist schwer so viele Hülsenfrüchte zu verzehren. Soja hat ja auch immer noch diesen negativen Ruf, daher habe ich noch nicht mit Tofu experimentiert, aber Methionin ist definitiv schwer zu bekommen in veganer Ernährung. Auch in vegetarischer, wenn man nicht sehr gut aufpasst…

Rohkost-Buch

Womit ich gestern experimentiert habe war Grünkohl. Gefrorener, den ich zu einem Eintopf verarbeitet habe. Fast so wie man ihn kennt, nur dass ich ihn ernährungstechnisch aufgewertet habe. Gekocht habe ich nämlich tatsächlich nur die Kartoffeln und den Grünkohl und habe dann nachträglich Zwiebeln und Linsenkeime zugegeben, die dann zwar technisch gesehen auch nicht mehr roh sind, aber auch nicht gekocht, sprich noch mehr Nährwert enthalten.

Ach so, vielleicht sollte ich an dieser Stelle dann noch mal einfügen, dass Dr. Joel Fuhrmann schreibt, dass einige Enzyme nicht von der Magensäure zerstört würden, andere aber schon, so dass es auch aufgrund der Enzyme durchaus Sinn macht auch viel Rohes zu essen. Soweit ich bisher informiert war, war sich die Wissenschaft nicht einig, ob Enzyme die Magensäure überleben und ob die Rohkosttheorie diesbezüglich stimmt. Also, einige überleben sie, andere nicht.

Und was sekundäre Pflanzenstoffe angeht, so werden einige, laut Dr. Fuhrmann durch Hitze aktiviert und andere in ihrer Funktion eingeschränkt. Auch hier lässt sich also keine Pauschalaussage machen. Mit Vitaminen und Mineralstoffen ist es genau so, manche werden durch Hitze zerstört und bei anderen erlaubt einem die Hitze erst, dass man sie leichter resorbieren kann. Es ist also alles ein heilloses Durcheinander und wahrscheinlich macht es Sinn sowohl zu kochen, als auch roh zu essen, aber ich habe immer noch nichts darüber gelesen, dass es außer zum Abnehmen, gesund sein kann, viel Fett oder viele tierische Produkte zu essen.

Ach und auf Kevin Giannis Blog war ein Kommentar von jemandem, der trotz 7 Jahren veganer Rohkost Krebs bekam, wobei man hier natürlich nicht weiß, was für eine vegane Rohkost er gemacht hat, sprich, welcher Philosophie er gefolgt ist und ebenfalls bei Kevin Gianni eine Abhandlung darüber, dass eine erhöhte Empfindlichkeit nach jahrelanger Rohkost nicht notwendigerweise ein gutes Zeichen ist. Wenn man empfindlich auf Zucker oder Kakao oder sonstige Stimulanzen reagiert, ist das ein Zeichen von einem reinen, gesund Körper, wenn man aber empfindlich auf Gemüse oder Obst reagiert, wird das wohl kaum was mit „Reinheit“ zu tun haben, sondern, wie Kevin es deutet, damit, dass man seine Darmflora drucheinander gebracht hat oder damit, dass man nicht genug Magensäure produziert, was¸ das ist jetzt eine Anmerkung von mir, vielleicht auch damit zu tun hat, dass man zu wenig Salz verzehrt hat. Wobei es natürlich auch nicht zu viel Salz sein sollte….

Aber zurück zum Grünkohl. Nachdem also Kartoffeln und Grünkohl gekocht waren, habe ich Zwiebeln und Linsenkeime zugegeben und ein wenig Sonnenblumenöl und Gewürze und er schmeckte genau so, wie wenn Würstchen mitgekocht hätten. Die sind also für leckeren Grünkohleintopf in keinster Weise erforderlich und auch das tierische Fett nicht. Und man braucht das Fett auch schon gar nicht mitkochen, denn dann entstehen nur Transfettsäuren. Und die Linsenkeime haben dann natürlich auch das tierische Eiweiß ersetzt.

Es war aber dennoch nicht genug Methionin, weil einfach die Hirse und der Brokkoli fehlte und ich gar nicht so viel Grünkohleintopf essen konnte, wie ich gekocht hatte ;-)))

1 Banane mit Mandelpüree
Vanilleeis
7 Kakaobohnen
8 Datteln
1 Paranuss

8:30 Uhr: Greensmoothie aus Banane, Romana, Kokosmehl und Zimt
1 Hip Goddess Brownie

10 Uhr: 1 Banane

Ca. 13:30 Uhr: 1 Latte Macchiato
2 Kugeln Eis

15 Uhr: 1 Kartoffel
1 Carobschote
25 g Rohmilchkäse

17:45 Uhr: Grünkohleintopf















3 Bananen mit Mandelpüree, Honig und Kokosmehl

20 Uhr: 400 ml Merlot
1 Banane

Das waren 2684 kcal davon 60 g Fett und 64 g Eiweiß mit einer Makronährstoffratio von 73/8/20. Mal so gerade noch im Rahmen, aber auch nur, weil ich reichlich Kohlenhydrate, auch in Form von Alkohol konsumiert habe. Ich muss heute 2 Stunden joggen, daher sollte das kein Thema sein und auch gestern gab es genug Bewegung.

Den Abend habe ich dann verbracht mit einem Film auf den Shazzie aufmerksam gemacht hat. Es ist eine Doku über den Arzt Stanislaw Burzinsky, der bereits in den 70ern ein Mittel gegen Krebs gefunden hat, welches, im Gegensatz zur Chemotherapie, völlig frei von Nebenwirkungen ist und dem die Food & Drug Administration in den USA das Leben zur Hölle gemacht haben, als es um die Zulassung dieses Mittels ging. Und das nur, weil sie sich selber das Patent sichern wollten. Das Irre daran ist, dass dieses Mittel aus Urin synthetisiert wird, weil Dr. Burzinsky rausgefunden hat, dass Krebspatienten nur 2-3 Prozent einer Gewissen Sorte von Peptiden aufweisen, welche Aminosäureketten sind, die eben bei gesunden Menschen im ausreichenden Maße vorhanden sind. Und eben auch in deren Urin. Hier ist ein interessanter Artikel dazu.

Nun ist das Ganze nur eine Quelle und ich werde in den nächsten Jahren wohl noch mehr über das Thema erfahren, aber wenn ich mir überlege, dass meine Schwester und mein Schwager momentan vielleicht deshalb Probleme haben ein Kind zu zeugen, weil meine Schwester vor 15 Jahren mit Chomotherapie gegen ihren Krebs behandelt wurde, und Unfruchtbarkeit ist nur eine geringe Nebenwirkung und zum Kinderzeugen gehören nun auch immer zwei, tja, da lohnt es sich auf jeden Fall über Alternativen nachzudenken…

Alles Liebe,

Silke

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