Montag, 29. August 2011

15. Kölner Rohkostpotluck und Grünzeug...

Hallo Liebes,

Tag 877: Wir hatten ein hinreißendes kleines Rohkost-Potluck und waren insgesamt zu sechst. Viele meiner Stammgäste hatten sich für ein Riesenpotluck in Essen entschieden und daher war die Runde kleiner und kuscheliger und ich hatte noch gestern mit mir gehadert, ob ich nicht vielleicht auch besser nach Essen hätte fahren sollen, aber zum einen hatte ich kein Geld und zum anderen fühlte ich mich als Potluck-Initiator auch irgendwie verpflichtet das Kölner Potluck durchzuziehen und ich habe es in keinster Weise bereut.

Es kommt ja immer so wie es gut ist und es war in keinster Weise möglich fettarm zu bleiben und das ist vielleicht auch überhaupt nicht schlimm so. Graham schreibt, man dürfe 6-12 mal pro Jahr eine Ausnahme machen. Nicht, dass ich mich nun explizit an Graham halten wollte, aber wenn ich mir anschaue, wie ich sonst immer roh gegessen habe, ist das wohl auch kein Thema und ich kann ja auch nicht sagen, dass ich mich dabei schlecht gefühlt hätte, oder so. Aber die nächsten Tage sollte ich mich dann vielleicht doch bemühen eine 80/10/10 Ratio aufzustellen um das wieder auszugleichen.

Ich selber habe Chia-Vanillepudding und einen Salat gemacht und eine der Teilnehmerinnen kam auf eine großartige Dessertidee: Sie hatte Avocados und Kiwi püriert und dann noch Rosinen rein gerührt und das war absolut köstlich. In Kombination mit meinem Pudding hatte das Ganze dann was von roter Grütze, von der ich noch nie unbedingt ein Fan war, aber es war köstlich. Dann habe ich noch reichlich Cashews gegessen, einige Datteln und eben meinen Salat, aber schlussendlich viel von diesem Dessert.

Die Teilnehmerin war dann auch ein Rohkost-Neuling und fühlte sich spitze mit ihrer neuen Ernährungsweise und erzählte von allem was sie gelesen hatte und gesehen hatte, wie Bodybuilder von veganer Rohkost tierische Muskelpakete aufbauen und ich fragte mich, ob ich doch irgendwas übersehe. Schlussendlich vergesse ich dabei aber immer, dass auch die mit Protein supplementieren, wenn auch mit Hanf- oder Sprossenprotein oder eben dass sie gar nicht 100% roh sind sondern halt einfach vegan, denn man kann auch mit veganer Ernährung genug Protein verzehren, keine Frage, aber es ist schwerer und ich glaube nicht, dass die meisten Veganer oder auch Rohköstler besonders ausgewogen essen, sondern hauptsächlich ihrem Geschmacksinn folgen.

In ausgewogener Ernährung habe ich mich die letzten Tage geübt und zumindest laut Chronometer waren die Tage mit Sushi ausgewogener und die mit Hirse, Linsenkeimen und Brokkoli auch und das alles esse ich eigentlich nicht regelmäßig. Und hinzu kommt dann noch, wenn man keinen Sport macht, kann man auch nur weniger essen und damit auch weniger Nährstoffe zu sich nehmen.

Ich stelle auf jeden Fall immer wieder fest, dass die Potluckteilnehmer alle ganz besondere Menschen sind mit denen man sofort eine Chemie hat und die einfach viel offener gegenüber neuen Ideen und alternativen Lebensweisen sind und so sind die Gespräche immer wieder total anregend. Und komischerweise hat mich dann ein Rohkost-Neuling daran erinnert, was ich eigentlich schon lange wusste, nämlich, dass es das Grünzeug isst was einen satt macht und alles andere nicht. Kein Fett, kein Obst. Das wusste ich eigentlich schon durch meine 80/10/10 Experimente.

Rohkost-Buch

Bezeichnenderweise lag ich dann gestern Abend im Bett und habe bei Dr. Joel Fuhrmann gelesen, dass er schreibt:

„Ich bestärke meine Patienten darin 2 große Salate pro Tag zu verzehren mit dem Ziel mindestens einen Kopf grünen Salat zu verzehren“.

Auch hier also die selbe Empfehlung wie bei Dr. Graham und Victoria Boutenko und dann geht auch er auf die Gorillas ein, die 80% ihrer Nahrung aus Grünzeug verzehren und den Rest aus Obst, allerdings merkt Dr. Fuhrmann dann auch an, dass wenn wir so essen würden, wir ein Kaloriendefizit hätten.

Allerdings ist das in seinem Fall wieder gewünscht, denn Eat to Live: The Amazing Nutrient-Rich Program for Fast and Sustained Weight Loss, Revised Edition ist ja ein Abnehmbuch. Seine Theorie geht ja davon aus, dass man Nährstoffreiche Nahrung mit geringem Kaloriengehalt verzehren müsse um abzunehmen und das Nahrungsmittel mit am meisten Nährstoffe auf wenig Kalorien, ist nun mal Grünzeug. Er schließt das Kapitel mit:

„Glauben Sie es oder nicht, ich erwarte von Ihnen nicht, wie ein Gorilla zu essen. Die Botschaft ist hier, dass je mehr Grünzeug (roh und gekocht) Sie essen, desto gesünder werden sie und im Zuge dessen auch, desto dünner.“

Ich fühle mich also mal wieder schwer angeregt mehr Grünzeug zu verzehren und mal zu schauen wie viele Aminosäuren und Protein ich damit aufnehmen kann und wie wenig Kalorien und trotzdem satt bleibe. Allerdings ist optimale Ernährung auch immer mal wieder eine Geldfrage, aber diese Woche müsste mehr kommen. Auf einem eingeschränkten Budget sind Hirse und Kartoffeln weitaus naheliegender als Grünzeug und Obst.

Dr. Fuhrmann vergleicht auch den Proteingehalt von Brokkoli mit dem von einem Steak und in Prozent an Kalorien ist dann Brokkoli natürlich wesentlich proteinhaltiger und hat den Vorteil, dass er eben keinerlei Nachteile hat im Vergleich zu Steak: keine Antibiotika, kein Fett, kein Tierleid, keine Hormone, kaum Kalorien. – Da will ich doch mal schauen wie viel Grünzeug ich so verzehren kann und was der Chronometer dazu sagt…

Was gab‘s zu essen?:

Bananensmoothie mit Zimt und Kokosmehl

4 Bananen
Vanilleis

11 Uhr: 3 Pfirsiche

14 Uhr: 400 g Kartoffeln mit Sonnenblumenöl, italienischem Gewürz und Salz
10 g Kakaobohnen
20 g Chia-Vanille-Pudding
15 g Erdmandeln

Ab 16 Uhr: Chia-Vanillepudding
Püree aus Avocado, Kiwi und Rosinen 















Gemischter Salat
Cashews















Datteln

Und heute kaufe ich dann ganz viel Brokkoli und Salat und orientiere mich mal wieder in Richtung Greensmoothies und in Richtung nur 10% Fett zu verzehren die nächsten 5 Tage oder so.

Vorher habe ich aber heute wieder einen Termin beim Arbeitsamt. Ich muss meinen Antrag abgeben und alles was ich dann noch zu tun habe diese Woche ist auf Donnerstag zu warten, wo dann hoffentlich endlich ein positiver Studienbescheid kommt.

Ca. 300 Leute machen die ersten 20% der Studienpätze aus, welche die Abiturbesten sind. 20% gehen ab die Leute mit ca. 12 Wartesemestern. 60% verteilen die Hochschulen selbst, was nach dieser Rechnung 900 Studienplätze sein müssten. Ich stehe an Stelle 717 oder so und alle bis Stelle 1200 müssten eigentlich einen Studienplatz bekommen. Dass man echt mit einem Abi von 1,2 noch um einen Studienplatz zittern muss?! Was wäre passiert, wenn ich doch nur 1,6 geschafft hätte, wie früher mal gerechnet. 1,4 mit Glück! Mit der 1,2 bin ich mehr als zufrieden und jetzt sitze ich trotzdem hier und zittere und frage mich ob vielleicht doch irgendwas schief gehen könnte und ich einen negativen Bescheid bekommen könnte….

Ist wahrscheinlich nur mein übliches Katastrophendenken, aber man sollte sich auch nie ZU sicher sein. So wie bei der Frauenfussball-WM als ich 100% sicher war, dass wir die Japanerinnen schlagen. Hochmut kommt vor dem Fall…

Alles Liebe,

Silke
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Kommentare:

  1. Warum kommt eigentlich nie dein Joggingfreund zu einem Potluck? Oder erwähnst du ihn nicht?
    Das wär doch ne Möglichkeit, sich bei ihm zu “revanchieren” für seine Einladungen. Und wer möchte nichtmal einen Sonntag roh “bekocht” werden! Also, ich wär jedesmal dabei..
    Ihr trefft euch nur zu zweit, richtig?
    Du schreibst auch gar nicht worüber ihr euch unterhaltet. Er bleibt hier irgendwie unsichtbar.
    Oder wünscht er das audrücklich?

    LG
    Burkhard

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  2. Nun, Burkhard, der hatte irgendwie nie Zeit. Auch am Sonntag nicht..

    Wir treffen uns zu zweit und wir reden hauptsächlich über Gefühle und Sex!;-)))

    Nicht über Essen und daher bleibt er hier eher unsichtbar...zumindest momentan...du musst zurückblätern um mehr über ihn zu erfahren!

    LG Silke

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  3. Hi Silke!
    Ich wünsch dir, dass dein positiver Studienbescheid bald eintrudelt! Er kommt bestimmt!
    Nur nicht verrückt machen!

    Mein Fuhrmann mit Grünzeug auch Brokkoli? Oder auch wieder nur Blattgrün.
    Ich finde gerade Blattgrün in großen Mengen roh echt die totale Herausforderung, besonders wenn man es nicht mit Essig und Öl oder Avocado aufpeppt.
    Am Einfachsten gehen die Mengen bei mir noch mit gekochtem Spinat. Oder wenn es wirklich warm ist, mit Römersalat.
    Brokkoli finde ich aber auch superlecker. Wenn das zählt, wäre das ja super!

    Liebe Grüße
    Kris

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  4. Hallo Kris,

    er meint grünes Gemüse im Allgemeinen, daher nenne ich es Grünzeug und nicht Blätter. Dazu gehört Brokkoli, Kohl, Rosenkohl. Eigentlich alles Gemüse was so ähnliche Werte aufweist wie Salat.
    Ich empfinde das genau so wie du, gekocht kann man viel größere Mengen davon essen und dann hält es auch das was Milch verspricht: Viel Kalzium, Eiweiß und sogar Vitamin E, was sonst immer nur in Nüssen drin ist. Und es hat so gut wie keine Kalorien und muss auch nicht in Öl ertränkt werden damit es schmeckt!

    Hau rein beim Brokkoli!

    LG Silke

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  5. Hi Silke,

    danke! Dann bin ich ja schon mal schlauer.
    Und da es ja eh eher um die Mineralien geht, macht das Kochen ja auch nicht wirklich was.

    Bei mir sind es im Moment Brokkoli, Spinat, Blumenkohl und Kürbis, die ich in rauhen Mengen essen könnte, warum auch immer.

    Aber Hirse habe ich nun auch mal probiert und die finde ich auch wirklich lecker.

    Liebe Grüße
    Kris

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