Montag, 15. August 2011

Ausdauersport und Zimt...

Hallo Liebes,

Tag 863: Also, für’s Joggen ist das was ich jetzt gerade mache um Längen besser als alles was ich zu zuvor gemacht habe. Mich hat es ja ein bisschen gegraust davor, dass ich würde 28 km im Regen laufen müssen, aber Gott sei Dank hat es dann doch am Nachmittag aufgeklart und ich habe mich rausgetraut.

Die ersten 5 km machten noch Probleme weil mir eigentlich die 14 km vom Freitag noch in den Beinen steckten, aber nachdem die hinter mich gebracht waren, lief alles wie am Schnürchen. Ich hatte Kraft, Ausdauer, keine Kopfschmerzen, keinen entsetzlichen Durst und musste demnach in den 3 Stunden auch nur 1 Pinkelpause machen. Das ging letztes Jahr alles nicht und ich bin wirklich dankbar dafür.

Kurz vor Beendigung des Laufs hätte ich immer noch weiter laufen können, allerdings hatte ich keine Lust mehr. Wenn das so weiter geht wird der Marathon ein Zuckerschlecken. Komplexe Kohlenhydrate scheinen völlig anders auf den Körper zu wirken als einfache Kohlenhydrate wie sie in Obst sind. Nicht, dass ich die nicht auch essen wollen würde und dass die auch ihren Sinn erfüllen. Sie geben kurzfristig Energie und die komplexen eben längerfristig. Und das ist auch der Grund warum ich bei meinen 80/10/10 Versuchen immer so viel Durst hatte. Der Zucker steckte im Blut fest, weil es einfach zu viele Einfachzucker auf einmal waren und dadurch hatte ich dann Durst.

Ach und a propos Zucker im Blut und gestern Diabetes: Ich habe mich dann gestern endlich mal genauer damit beschäftigen können, was es mit Zimt alles auf sich hat. Ich wusste, dass Zimt eines der Gewürze ist, die gegen Darmparasiten- und Hefen angehen und es deshalb sehr gesund ist ihn zu verzehren. Womit ich mich noch nicht beschäftigt hatte war, dass Zimt auch in der Lage zu sein scheint den Blutzucker schneller in die Zellen zu schaffen und somit eine ähnliche Funktion hat wie Insulin. In Versuchsreihen hat man rausgefunden, dass Zimt sowohl in der Lage ist den Blutzucker als auch den Blutfettspiegel zu senken. Und das ist der Grund warum mein Instinkt mir sagt, dass ich in jeden Smoothie Zimt geben soll.

Rohkost-Buch 

Als ich aber am Ende des Laufs gestern an einem Mirabellenbaum vorbei kam und, auf Teufel kaum raus, nicht in der Lage war auch nur eine der reifen Mirabellen zu erreichen, habe ich mich gefragt ob wir wirklich so optimal an Obst angepasst sind. Ohne Leiter ist das meistens nämlich nicht besonders leicht zu ernten. Manchmal hat man Glück und erwischt kleinere Bäume und manchmal auch Bäume, die man gut beklettern kann, aber dieser Mirabellenbaum!!! Beeren lassen sich leicht erreichen. Naja und dann halt Kartoffeln….In freier Natur würde ich unter Garantie leichter Kartoffeln ernten können als Obst. Darüber hinaus halten sich Kartoffeln viel länger. Also, wie sehr sind wir an Obst angepasst und wie sehr an Kartoffeln? Ich höre natürlich nicht auf Bananen zu essen, aber diese Überlegungen mit der freien Wildbahn machen irgendwann keinen Sinn mehr.

Wir kommen eigentlich nicht an Bananen ran, wir kommen auch nicht an Algen ran, wir essen keine raffinierten Öle, wir können aber auch nicht optimal Gras verdauen und somit hackt jeder Rohkosttheorie irgendwo. Offensichtlich haben wir uns doch an irgendeinem Punkt irgendwie weiter entwickelt. Und wo ich gerade dabei war zu recherchieren, habe ich mal Debbie Took in Google eingegeben, weil Kris und Lissa sich mal auf sie bezogen haben und ich habe mir gedacht, da schaue ich mal was die so befürwortet. Ehrlich gesagt dachte ich es kämen jetzt wieder irgendwelche Dogmen und Halbwahrheiten, aber das Gegenteil war der Fall. Das Erste was ich über sie fand war ein Artikel über B12. Nach jahrelanger veganen Rohkost hatte sie nämlich einen Mangel entwickelt. Sie geht in dem Artikel dezidiert alle Optionen durch, die sie für sich sah. Vegan bleiben und supplementieren, einfach so weiter machen und zu versuchen mehr Bakterien und fermentierte Sachen zu essen oder eben tierische Produkte zu sich zu nehmen. Zunächst hat sie dann supplementiert, hat sich aber dann doch für rohe Ziegenmilch entschieden. Kam dann aber, weil sie in England wohnt und man dort nicht so leicht an gute Ziegenmilch kommt wie in Griechenland, wieder für nahrungsergänzung entschieden.

Und bei Debbie Took habe ich dann auch erstmals gelesen, dass wohl auch Frederic Patenaude gelegentlich rohe Eier isst, von ihm weiß ich aber auch, dass er gelegentlich kocht! Und so fand ich es dann mal wieder sehr faszinierend, wie viel Rohkostgurus nicht 100% roh essen, weil auch sie irgendwann rausgefunden haben, dass das auf die Dauer nicht funktioniert. Und durch Debbie fand ich dann auch raus, da der gute Dr. Graham auch schon B12 Probleme hatte. Tja, es ist nicht alles Gold was glänzt.

Was gab’s zu essen?:

Rooibostee

9 Uhr: Püree aus Bananen, Buchweizenkeimen, Carobpulver, 1 Paranuss, 1 EL Leinsamen, Rumaroma, Zimt















1 Kartoffel mit Salz

11 Uhr: Smoothie aus 500 g Pfirsichen und 5 Datteln 10 eingeweichte Mandeln

13 Uhr: Möhren-Tomatensalat mit 1 EL Sesam und 1 TL Sonnenblumenöl
700 g Kartoffeln mit Salz und 2 TL Sonnenblumenöl + Kresse 5 Datteln















18 Uhr: Pudding aus Datteln, Wasser und Zimt
Salat aus Hirse, Linsenkeimen, Sonnenblumenöl, Knoblauch und Salz
250 g Brokkoli mit Salz und Wildkräutergewürz

170 ml Rotwein
3 Datteln
5 g Cashews

Es hat ganze 700 g Kartoffeln gebraucht bis ich satt war, aber dann war ich auch wirklich satt. Ich glaube das mit den Kartoffeln ist momentan Kompensation. Ich habe seit Jahren keine mehr gegessen. Was mir momentan nämlich am allerbesten überhaupt schmeckt ist Brokkoli, Sonnenblumenöl und Kartoffeln. Hirse ist auch immer noch lecker, aber bei weitem nicht so lecker wie Kartoffeln. Ich nehme an, dass das bald nachlässt. Man favorisiert ja immer einige weniger Nahrungsmittel. Und da stelle ich schon wieder fest, wie exakt der Instinkt dann doch wieder funktioniert.

Es waren wieder über 3000 kcal, vorher werde ich offensichtlich nicht satt, ich hoffe dass das am Sport liegt. Zugenommen habe ich nicht, eher im Gegenteil, aber ich habe ja keine Waage, nur einen Spiegel.

Darüber hinaus stelle ich fest, dass mein Haut feinporiger geworden ist, was vielleicht auch damit zusammen hängt, dass ich genug Schlaf bekommen habe in den letzten 2 Tagen, vielleicht aber auch mit einer Ernährung in der alles drin ist was ich brauche und vor allem nicht zu viel Fett. Das waren allerding gestern 47 g aber nur 14% der Gesamtkalorien bei 85 g Eiweiß. Soweit sehr gut.

Alle Vitamine und Mineralstoffe (außer D und B12) waren im Übermaß vorhanden. Was würde passieren, würde ich B12 und D auch zu mir nehmen? Soll ich mal Lachs kaufen und das testen? Schaun wir mal. Zunächst muss mal Geld kommen!!!

Alles Liebe,

Silke
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