Samstag, 7. November 2009

Im Mandelrausch...



Hallo Liebes,

Tag 231: Jetzt ist es offiziell. Mein Mitbewohner hat ebenfalls die Kündigung unterschrieben und ich werf’ sie heute in den Briefkasten. Dann ist hoffentlich dieser belastende Bereich meines Lebens geklärt. Jetzt muss ich mich ernsthaft darauf konzentrieren die passende, neue Wohnung für mich zu affirmieren und zu manifestieren.

Als gestern die unterschriebene Kündigung da lag überkam mich schon ein wenig Muffensausen. Die ganzen Unsicherheitsfaktoren und Bedenken wie: „werde ich mir das leisten können, finde ich zum passenden Termin was, wie viel kostet der Umzug, was ist mit Möbel…“ überkamen mich, aber ich hab mich dann besonnen und mir gesagt, dass alles gut wird, dass alles nur mein Denken und Visualisieren ist und dass ich das selber in der Hand hab und steuern kann. Es ist gut einen neuen Anfang machen zu können. Mit dem Leben meines Mitbewohners habe ich einfach nichts mehr gemeinsam.

Als wir zusammen gezogen sind, haben wir gemeinsam in der Küche gesessen und geraucht und gesoffen. Ich hab keinen Sport gemacht und war, rückblickend betrachtet, durch und durch unzufrieden. Habe im Callcenter gejobbt und hab vielleicht 60% Rohkost gegessen. Aber das Rauchen und Saufen konnte ich nicht lassen, weil der Callcenter- Alltag so furchtbar war. Ich hab mich verändert, er nicht und er hat an meinen Veränderungen auch keinen Anteil genommen. So lebt man sich auseinander.

Jetzt suche ich mir eine eigene Wohnung die voll und ganz meinen Erwartungen entspricht und wo ich mich nicht dauernd an jemand anderem ärgern muss.

Gestern war anstrengend und ich musste mich auch da an jemand anderem ärgern. Ich glaube unsere Nerven liegen einfach blank. Nächsten Mittwoch ist Premiere und wir alle spüren, dass das Stück noch nicht so ganz stimmt. Jetzt hat jeder eine andere Vorstellung davon wie man am besten Schlussproben macht und dummerweise sind alle Vorstellungen unterschiedlich. Es ist schwer. Sartre sagt in „Geschlossene Gesellschaft“ : Die Hölle, das sind die Anderen. Es ist häufig echt schwer mit Anderen. Viele Gemeinschaften entstehen einfach aus Zweck und man muss abwägen ob die Vorteile oder die Nachteile überwiegen. Ich bin echt froh, wenn die Premiere war und ich erstmal wieder für mich bin.

Ich war also von 10 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends unterwegs ohne Pause. Ich war vorher kurz im Supermarkt und hab das Nötigste für den Tag erworben. Bananen, getrocknete Feigen, Möhren, Mandeln, Tomaten, leider keinen Salat. Das hab ich hauptsächlich den Tag über gegessen.

Durch eine ganze Packung Feigen sind meine Zähne wieder empfindlich geworden. Besonders ohne Grünzeug dazwischen



Aufgrund dessen, dass ich den ganzen Tag unterwegs war, hab ich es auch im noch nicht geschafft, die Kürbissuppe zu posten. Zumal ich sie auch gestern direkt wieder gegessen habe. Mach ich aber heute ganz bestimmt.

Und heute wird auch wieder Grünkohl gekauft. Ich plane nämlich einen grünen Salat aus dem Buch The Art of Raw Living Food: Heal Yourself and the Planet with Eco-Delicious Cuisine mit Grünkohl und Spinat und Avocado. Ich denke das wird sehr lecker.

So, was gab’s dann an einem “Unterwegs-Tag“ zu essen?:

1 Khaki
2 Bananen
1 Multivitamintablette
20 eingeweichte Mandeln
2 Bananen
8 getrocknete Feigen
1 Möhren
2 Bananen
4 getrocknete Feigen
ca. 120 g Mandeln
250 g Datteltomaten
1 Banane
4 getrocknete Feigen
Kürbissuppe
2 Bananen

Ich bin mit dem Konsum von Mandeln nicht zufrieden. Zumal ich jetzt gerade, weil mein Computer rumzickt und ich ein Stressesser bin, auch wieder Mandeln esse. Das ist psychologisch, aber so was von. Ich sollte mich lieber mit Bananen voll stopfen, aber ich habe keine. Muss gleich wieder einkaufen gehen. Vor allem einen Vorrat an Obst. Morgens dabei zu bleiben tut mir so gut und es ist eine Schande sich dann mit Mandeln rum zu schlagen. Aber ich will mich nicht schelten, sondern gut zu mir sein und vergeben und es in Zukunft besser machen. Hey, der Tag war immerhin 100% und vegan.

Alles Liebe,

Silke

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