Samstag, 3. September 2011

1,5 g Brokkoli und die Schädlichkeit von Fisch...

Hallo Liebes,

Tag 882: Es ist in der Tat möglich 1,5 kg Brokkoli zu verdrücken und sich dabei noch fantastisch zu fühlen. Ich hab keine Ahnung was da in mich gefahren ist, aber ich habe sowohl mittags als auch abends eine 750 g Packung leer gemacht und damit reichlich Eiweiß und auch Methionin aufgenommen. Und schlussendlich auch weniger Kalorien als sonst und dafür prozentual mehr Fett.

Ich nehme an, für Leute, die momentan neu auf dieses Blog stoßen, ist das alles nicht besonders spannend. Es gibt derzeit keine schönen Rezepte und auch keinen schönen Fotos, aber ich weiß auch beim besten Willen nicht, warum ich Brokkoli mit Salz fotografieren soll. Bei Salat war es früher immer so, dass der zumindest schön bunt war, aber so ein Teller Brokkoli…Das selbe gilt für einen Teller Kartoffeln…und ich frage mich, ob mich das deshalb so gut sättigt und befriedigt, weil ich es mir in all der Rohkostzeit versagt habe und mir deshalb Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe oder was auch immer aus diesen Produkten fehlen.

Es wäre gestern nichts besser geeignet gewesen meinen Hunger zu stillen, als eben Brokkoli. Bananen haben mich irgendwie gar nicht gereizt und das ist sehr selten. Nun ja, 750 g Brokkoli haben gerade mal 250 kcal und macht pappesatt und so kam es, dass ich bei knapp 2000 kcal 81 g Eiweiß und 48 g Fett verzehrt habe und ein Makronährstoffration von 62/16/22 aufweise. 3 Bananen mehr und ich wäre bei 20% Fett gelandet, aber ehrlich: Ist es nicht sinnvoller für sich persönlich eine Grammzahl zu bestimmen, statt eine Prozentzahl? Prozentzahlen kann man einfach dadurch variieren, indem man von etwas anderem mehr isst, aber ob das der Weisheit letzter Schluss ist?

Zudem stehe ich jeden Morgen auf und stelle fest, dass ich bei dieser Ernähung immer noch abnehme. Abnehmen hat bei mir offensichtlich überhaupt nichts mit Kalorien zu tun, sondern ausschließlich mit Fett. Ich begreife auch nicht, wie das bei anderen Leuten anders sein kann, oder liegt es daran, dass ich so gut trainiert bin? Übrigens, der Kölnmarathon fällt wahrscheinlich aus, einfach, weil ich ihn nicht bezahlen kann nach der Kündigung. Ich brauch das Geld für wichtigere Dinge aber ich fahre auch immer noch genug Fahrrad. Trainiert habe ich nicht in den letzten Tagen und habe immer noch den Eindruck, dass ich Fett verliere. Wohingegen meine Schwester mir erzählt hat, sie würde dann an Gewicht verlieren, wenn sie 5-6 Stunden Essenspause machen würde. Das halte ich ja nie durch und leide unter Hunger. Das würde sie auch, sagte sie, aber das Essen würde dann um so besser schmecken. Außerdem wundere sie sich darüber, dass sie so viel Fett verzehren könne und trotzdem nicht zunähme. Vielleicht macht sie genau das umgekehrte Ding, aber es geht hier ja nicht ums abnehmen, es geht auch darum, oder eigentlich nur darum, dass zu viel Fett zu Krebs und Herzinfarkt führt und, ja, auch zu Diabetes.

Graham labert keinen Blödsinn, Fett erhöht auch laut Cousens den Blutzuckerspiegel. Und wenn die zwei sich in etwas einig sind, dann muss es stimmen. Cousens führt die selben Studien an, wie Graham.

Rohkost-Buch

Ich habe gestern darüber gelesen, was alles als Ursache für Diabetes zum tragen kommt. Folgende Lebensgewohnheiten und Risikofaktoren zählt er auf:

- Inaktivität
- Fernsehen gucken
- Übergewicht und Fettleibigkeit
- Konsum von Milchprodukten
- Hohen Cholesterinspiegel (verursacht durch tierisches Fett)
- Stressiger Lebensstil und Bluthochdruck
- Candida
- Depressionen
- Metabolisches Syndrom
- Toxine und Schwermetalle im Trinkwasser
- Impfungen und eine Steigerung bei Jugenddiabetes
- Kaffee und Koffeigetränke
- Rauchen
- Diabetes als Alterserscheinung
- Gene

Und in diesem Kapitel erklärt er auch warum sowohl der Verzehr von Milchprodukten als auch der von Fleisch und Fisch schädlich ist und sich negativ sowohl auf das Herz-Kreislaufsystem, als auch auf Krebs und Diabetes auswirkt.

Der Grund warum er auch gegen Fisch ist ist, dass sich Schwermetalle aus Umweltverschmutzung in allen Meereslebewesen gehäuft ansammeln, weil diese sich in dem Wasser befinden welches verschmutzt ist und es filtern und es somit durch Fischverzehr z.B. zu einer Quesilbervergiftung kommen kann, wenn man jeden Tag ein Pfund essen würde. Das entnimmt er einer Studie der Canadien Medical Association von 1976. Eine weitere Studie, die er anführt ist von 1985 aus Westdeutschland von 136 Personen die regelmäßig Fisch aus der Elbe aßen. In dieser Studie zeigte sich ein Zusammenhang zwischen den Blutwerten von Quesilber und Pestiziden, die bei den betroffenen Personen unmittelbar mir dem Fischverzehr anstiegen. Daher bevorzug Cousens offensichtlich die Gabe von B12 in Tabelettenform und nicht in Form von Fisch.

Aber ob meine anhand von B12 berechnete Menge von ca. 60 g Fisch pro Tag da so einen Unterschied macht?

Ich hab dann übrigens gestern auch die medizinsiche Fakultät gefunden und die hat eine riesige Bibliothek und und ich hatte auch erst noch daran gedacht, ob es dort Studien des Max Plank Instituts einzusehen gibt, aber dann habe ich es vergessen, weil ich mich auf dem Campus zurecht finden musste und rausfinden wollte, wie mein Stundenplan überhaupt aussieht. Cousens erwähnt nämlich wieder dies „50% von gekochtem Eiweiß kann nur verwertet werden„-Studie. Und was mich daran wundert ist, dass sie sonst niemand erwähnt und dass er keine Fußnoten macht. Dr. Fuhrmann hat für jeden Kleinkram Fußnoten…

Egal, also was gab’s zu essen?:

10 g Kakaobohnen
5 Datteln

12 Uhr: 13 g Paranüsse
4 Datteln
750 g Brokkoli, gekocht mit Salz
2 Bananen
2 Tl Kokosmus

14:30 Uhr: Smoothie aus getrockneten Feigen und Zimt

16:30 Uhr: 15 g Paranüsse
332 g Kartoffeln mit Sonnenblumenöl, Salz und Italienischem Gewürz

18:43 Uhr: 16 g Räucherlachs
19:50 Uhr: 750 g Brokkoli, gekocht mit Salz
2 TL Kokosmus
2 Bananen

Eine sehr seltsame Ernährung für meine Begriffe und auch, dass ich so zu Kokosmus gegriffen habe…

Und dann habe ich in einer nervigen Minute, nachdem ich versucht habe all meine Geldsorgen mit Tapping zu vertreiben, einfach mal zum Telefonhörer gegriffen und meinen Ex-Chef angerufen, der mir dann gesagt hat, er hätte mein Geld am Dienstag überwiesen. Super, es ist noch nicht da…Als ich ihn gefragt habe, warum denn das eine Geld von Freitag auf Montag kommen kann und das andere nicht, teilte er mir mit, dass sei von einem anderen Konto runter gegangen. Oh Mann, ich habe einfach keine andere Wahl als mir zu sagen, dass es schon alles so seinen Sinn haben wird, wie es kommt…

…und dann fing ich auch gestern einfach schon mal an, die Schauspielerei zu vermissen. Ich weiß ja, dass ich eh nie mehr als 3 Monate pro Jahr als Schauspielerin Beschäftigung hatte, aber die Option zu haben ist schon was anderes als einen picke-packe vollen Medizinstundenplan, der aus 6-7 Stunden Unterricht pro Tag besteht, wo schwänzen sicher auch keine gute Idee ist. Und dann gibt es diese 5,5 Monate Semesterferien, die man vielleicht für Projekte nutzen kann, und der Gedanke daran tut mir gut. Ich habe sogar bereits eine Bewerbung für die Semesterferien geschickt. Theater ist nebenbei in der Vorlesungszeit jedenfalls nicht drin. Das kann ich knicken. Höchstens Film, aber dazu müsste ich ein paar mehr Demobänder verschicken und mehr hoffen. Aber aufgeben kann ich das nicht, das würde mir das Herz brechen. Hatte ich aber auch eh nie vor.

Das mag verrückt klingen oder irrational sein, aber mir geht es besser damit. Komisch oder?

Alles Liebe,

Silke
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