Freitag, 7. Dezember 2012

Nervenkrieg an Nikolaus...

--> Ich habe den letzten Nervenkrieg dieses Jahres übersstanden!

Gestern gab es wieder ein Anatomie-Testat, für das ich eine Woche weniger Zeit hatte zu lernen, weil ich das erste ja wiederholen musste. Dennoch habe ich aber irgendwie bestanden. Und zwar hat mich wahrscheinlich das gute, alte Pankreas, mein Lieblingsorgan, auf deutsch Bauchspeicheldrüse, gerettet.

Ich durfte erklären wie und wo Insulin produziert wird, wo Glucago poduziert wird, was die beiden Hormone machen und wäre mir das nicht souverän gelungen, hätte sie mich sicherlich durchfallen lassen. Ein paar andere Sachen wusste ich nämlich nicht, vor allem die arterielle Versorgung der Baucheingeweide ist, wie ich finde, sehr schwer zu lernen. Ihre Funktion hingegen fällt mir leichter.

Dass ich bestanden habe ist umso erstaunlicher, weil ich am Wochende zum Drehbuchworkshop gegangen bin, am Montag drehen war, am Mittwoch noch eine Erste-Hilfe-Prüfung bestehen musste und auch bestanden habe und Dienstag und Donnerstags früh auch noch im Bioladen jobben war. Und jetzt bin ich fertig!!! Körperlich, mit den Nerven und überhaupt. Ich mache mir selbst zum Geschenk heute überhaupt nichts zu lernen und muss feststellen, dass heute der erste Tag ohne Lernen sein wird seit Pfingsten!

Im übrigen war dann Nikolaus. Im Bioladen habe ich einen Schokolnikolaus von der Chefin geschenkt bekommen und in der Uni eine Tüte voll Süßigkeiten von einer Kommilitonin.

Was macht man in Zeiten in denen Mensch einem was Gutes tun wolle, indem sie einem was ungesundes schenken???

Während ich den Schokonikolaus in meinem Spind im Bioladen gelassen habe, weil ich so vollbepackt mit Büchern und Einkäufen war, dass ich ihn gar nicht mehr tragen konnte, hat meine Kommilitonin mir das Versprechen abgerungen, dass ich, egal ob ich durchfalle oder bestehe, mir abends was von den Süßigkeiten gönne!

Und genau so habe ich es dann auch gehalten. Ich pauke seit Pfingsten durch, habe unglaublich viel geleistet, hatte keinen Tag Pause seit vor dem Pflegepraktikum, wo ich den letzten Tag am Tag vor Semsterbeginn hatte. Ich gehe auf dem Zahnfleisch! Dass ich mich fast nur an Tagen von Prüfungen mit Koffeein und Zucker aufputsche, ist schon fast ein Wunder.

Und das ausgerechnet Medizinstudenten unter so viel Druck gesetzt werden, dass sie zu Suchtmitteln greifen ist fast schon Ironie des Schicksals!

Menu des Tages am 06. Dezember


Ultimativer Frischkornbrei
2 Grüntee

Ombar – keine Ahnung welche Menge
Grüntee

Gersten-Linsen-Eintopf


1 Cappuccino – nicht vegan – Geschenk der Dame, die die Backtheke im Bioladen gestern inne hatte, die einen Cappuccino zu viel gemacht hatte
2 Kaffee mit Stevia
Möhrenschnitze
14 g Ombar

1 Kölsch
1 Milkyway
3 weitere Schokoriegel
1 Schokololli
Veganer Hühnchensalat ohne Hühnchen mit Tofu


4 eingeweichte, getrockente Aprikosen
4 M&Ms
1 Weihnachtskugel

Ich konnte nicht einschlafen, war völlig aufgeputscht von dem Zucker, den ich nicht vertrage und von dem Koffein. Aber ich bin glücklich ins Bett gesunken, habe mir erlaubt den Wecker auf 7 g Uhr zu stellen und damit quasi auszuschlafen, bin aber um 5:45 Uhr bereits wach geworden. Kein Wunder: gestern bin ich um 4:30 Uhr aufgestanden.

Und jetzt wird es hoffentlich ruhig und besinnlich – und ich komme ein wenig runter!
In 2 Wochen sind Weihnachtsferien, dann nochmal 3 Wochen Uni und dann von Anfang Februar bis April Semsterferien, in denen ich nur an meinem wissenschafltichen Projekt schreiben muss, wo es aber eh nur um Dr. Cousens und Dr. Barnard geht und wie man Diabetey Typ II heilt – also Spaß!

Wenn du deine Wertschätzung für dieses Blog auf materiellem Wege ausdrücken möchtest, kannster du das hier gerne tun:


Kommentare:

  1. Ohja, die Pause hast Du Dir verdient. Erinnere mich selber noch an mein Studium (Architektur). Wir hatten immer 3-4 Wochen vor Abgabe Höllenstress, egal wie gut wir es geplant hatten, die Profs. haben die Entwürfe erst in Ruhe gelassen, bis wir kaum noch Zeit hatten alles umzusetzen. Da hab ich teilweise nur noch von Kaffee, Zigaretten, 5 Minuten Terine, Vitamintabs und 1 frischen Gurke gelebt.

    Das man Medizinstudenten extra unter Stress setzt, kann einmal damit zu tun haben, dass man ihnen nicht die Zeit zum Nachdenken und Hinterfragen gibt. So wie es auch nur Geld für Forschungen gibt, die der Pharma zu Gute kommt. Selbst bei der Kassenärztlichen Vereinigung gibt die Pharma den Ton an.

    Nicht umsonst gibt es den Witz:
    Ein Arzt und ein Ingenieur bekommen die Aufgabe, das Berliner Telefonbuch auswendig zu lernen.
    Fragt der Ingenieur: "Warum?"
    Fragt der Arzt: "Bis wann?"

    Aber ich hoffe, Du wirst weiterhin alles hinterfragen und Dir diese Stärke erhalten! Ich selber hatte in Hannover eine Präventologenausbildung angefangen, allerdings waren die Inhalte so stark verschult, wo ich in vielen Dingen ganz andere Erkenntnisse gewonnen hatte, mit dem Resultat, dass ich den Quatsch nicht lernen konnte und so habe ich die Ausbildung nicht beendet. Aber dafür stehen mein Erkenntnisse jetz auch in einem Block:
    https://antiagingmanufaktur.wordpress.com

    Schönes Wochenende und erhol Dich gut
    Tatti

    AntwortenLöschen
  2. Hahaha...ja, der Witz triffts ziemlich gut!

    Ehrlich, abgesehen von Biologie habe ich noch nichts am Studium entdeckt, was allem anderen, was ich bisher erforscht habe, widersprochen hätte.

    Ich schätze Schulmediziner finden einfach nur andere Lösungen für die gesundheitlichen Probleme. Solche, die auch der Pharma gefallen!;-)

    LG Silke

    AntwortenLöschen