Samstag, 26. November 2011

Universitäre Erkenntnisse...

Ich habe diese Woche wieder viel gelernt und ertappe mich, Tag ein Tag aus, bei dem Gedanken: „Das ist cool, darüber blogge ich morgen“ und dann fällt mir ein, dass ich ja morgen gar nicht blogge... Ich weiß nicht so ganz wohin mit meinem Mitteilungsbedürfnis und werde es sicherlich auch nicht schaffen, alles was mir unter der Woche einfiel in einen samstäglichen Post unterzubringen.

Zunächst Mal haben wir am Mittwoch eine Klausur über Karzinogenese, also Krebsentstehung geschrieben und ich musste mir dafür noch mal explizit den Stoff aus der Vorlesung draufpacken. Dabei ist bei mir hängen geblieben, dass die häufigste Krebsart bei Frauen Brustkrebs und bei Männern Prostatakrebs ist. Dann folgt bei beiden Geschlechtern Darmkrebs und dann Lungenkrebs.

Schlussendlich glaube ich ja dass alle Krankheiten ausschließlich psychosomatisch und ernährungsbedingt sind. Sonst nichts. Fast wurde ich Dienstag Abend auch darin bestätigt, aber dazu gleich….

Dass heißt schlussendlich was? Dass es weniger Raucher gibt als Schlechtkostessen? Ja, ist ziemlich wahrscheinlich. Und was dann noch? Das unser Groll auf die eigene Weiblichkeit, die eigenen Männlichkeit, noch größer ist? Krebs bedeutet psychosomatisch immer Groll und der Groll sucht sich, meiner Beobachtung entsprechend, immer die schwächste Stelle des Körpers. Konkret erörtert habe ich aber auch das noch nicht. Ich hab keinen Schimmer, warum meine Schwester Morbus Hodgekin hatte, meine Mutter hatte ihren Nierenkrebs aber auf jeden Fall wegen der vielen Medikamente, die sie all die Jahre geschluckt hat und immer noch schluckt. Morbus Hodgekin allerdings ist wieder eine dieser Krebsarten bei denen 30-40% durch ein Virus verursacht werden, den Eppstein-Barr-Virus. Und ich denke mir: Ist es Zufall, dass meine Schwester einen Großteil ihrer Kindheit in Krankenhäusern und dann ein der Krebsarten bekommt, die durch einen Virus verursacht werden? Vielleicht ist es aber auch reiner Zufall und psychosomatisch, denn meine Oma ist an Morbus Hodgekin gestorben.

Darmkrebs, der zweithäufigste Krebs wird jedoch mitverursacht durch rotes Fleisch. Das ist Fakt. Die Schulmedizin lehrt es. Punkt!

Sie lehrt aber auch, dass Beta Carotin nicht vor Lungenkrebs bei Rauchern schützt und da gibt es dauernd Verwirrung drüber. Beta Carotin ist ja die Vorstufe von Vitamin A und das schützt vor freien Radikalen. Also hat man Rauchern in einer Studie hohe Dosen Beta Carotin verabreicht um zu schauen ob sie dann weniger Lungenkrebs bekommen. Das Gegenteil war der Fall. Die Studie musste abgebrochen werden, weil mehr Raucher an Lungenkrebs erkrankten als ohne Beta Carotin.

Das lässt mich wieder daran denken, dass es besser ist Nahrung in ihrer natürlichen Form zu sich zu nehmen als in irgendeiner synthetischen Form, was auch der Grund ist, warum ich keine Nahrungergänzungsmittel empfehlen würde, außer in Ausnahmesituationen, und schon lange keine hochdosierten Präparate, vor allem nicht von fettlöslichen Vitaminen, denn die speichert der Körper wohingegen er zu viel Vitamin C z.B. einfach ausscheidet.

Am Mittwoch waren wir im Präp-Saal der Anatomie. Dort arbeiten Studenten ab dem 3 Semester daran Präparate herzustellen die benotet werden. Ich weiß, dass ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen konnte, wie so was abgeht, daher schildere ich es euch einfach mal.

Zunächstmal muss irgendwer bereit sein wenn er tot ist seinen Körper der Wissenschaft zu opfern. Manche Leute machen das, ich täte es nie, aus dem einfachen, naiven Grund, dass ich mich über meinen Körper identifiziere, aber das ist natürlich nicht so. Mein Körper ist nur die Hülle für das was meine wahre Persönlichkeit ist. Wenn man mal im Präp-Saal war, wird einem das dann wiederum noch klarer.

Also, jemand spendet seinen Körper der Wissenschaft und dann wird er erst mal ca. 1 Jahr eingelegt und konserviert zu werden. Und dann dürfen Medizinstudenten anfangen an ihm herum zu schneiden, einzelne Organe und Muskeln freilegen etc. Wir müssen das im ersten Jahr noch nicht, aber haben es uns schon mal angeschaut, weil wir nächste Woche das Thema „Tod und Trauer“ behandeln. Meine erste Assoziation als ich in den Präpsaal kam und meine Tutorin die Leiche ausgepackt hat war: „Das sieht aus wie Hühnchen!“ Der Brustkorb war abgenommen und die Rippen sahen irgendwie abgenagt aus, wie ich es sonst nur von anderer Leute Teller gewohnt bin. Ich wette ich bin die Einzige in unserer Gruppe gewesen, die so was dachte. 25 Jahre ohne Hühnerknochen hinterlassen ihre Spuren. Ich kennen natürlich rohe Hühnerherzen von meinem Kater….aber da sind wir gleich beim nächsten Dilemma.

Wir durften/sollten auch mal in die Leiche rein fassen und schauen wie sich die Organe anfühlen. Eine Milz fühlt sich genau so an, wie ein rohes Hühnerherz. Mir war schlagartig mal wieder vor Augen geführt, dass es keinen Unterschied zwischen Menschen und Tieren gibt. Auf der anderen Seite ist aber bei beiden, wenn sie tot sind; keine Persönlichkeit mehr da. Das sah man so was von eindeutig, wie man es aus dem Fernsehen einfach nicht kennt.

Ich persönlich hatte, ja ich schätze es sind 30 Jahre, auch keine Leiche mehr gesehen, daher war mir das nicht so bewusst. Persönlichkeit, Seele, Menschlichkeit…das ist alles nicht mehr da. Dass hat mich wieder an Abraham denken lassen und dass unser Körper nur unsere Spielwiese für diese Inkarnation ist. Der Gedanke ist so viel angenehmer als was uns Religionen so glauben machen wollen.

Rohkost-Buch

Und dann nochmal schnell zur Psychosomatik. Psychosomatik ist in der Schulmedizin heutzutage überall. Hihi…Wir haben zwei Patientenvideos geschaut bei denen die Diagnose schlussendlich Psychosomatisch war. Ich habe den Begriff „Herzneurose“ gelernt, was bedeutet, dass man einen Schmerz im linken Brustbereich hat, der Psychische Ursachen hatte. Der Patient hatte in dem Fall seine Mutter, als er 6 Jahre alt war; durch deren Suizid verloren. Als man ihn dann zwang die Leiche seiner Mutter zu betrachten, obwohl er das nicht wollte, weil es sie so in Erinnerung behalten wollte, wie sie war, hatte er als 6 Jähriger zum ersten Mal diesen Herzschmerz. Mit 39 hat man angefangen ihn in einer psychosomatischen Klinik zu therapieren...

Das, liebe Leute, ist was der Volksmund als ein gebrochenes Herz betrachtet. Der Volksmund ist eh der beste Arzt: „Das schlägt mir auf den Magen“. „Ich hab Schiss“, „Er spuckt Gift und Galle“, „Das geht mir an die Nieren“. Eigentlich braucht man nur zu formulieren und schon hat man seine Diagnose…

Essen, dass was soweit ziemlich in Ordnung, nur fürchte ich, werde ich so langsam den Brokkoli leid und was dann? Außer Mittwoch und Donnerstag bin ich zu 80% roh gewesen. Mittwoch hatte ich zwischen 10 Uhr Morgens und 9 Uhr Abends nur eine halbe Stunde Pause und habe in der Mensa veganen Kartoffelgratin mit Salat gegessen. Am Donnerstag war ich bei einer Kommilitonin, die in einem Wohnheim wohnt und dort nicht nur Logis sondern auch Kost bekommt.

Das schlechteste Essen, was ich seit Jahren gegessen habe!!! Suppe, dann grüne Bohnen mit Speck, die nur nach Speck schmeckten. Ekelig. Und Reis mit Tomatensauce. Und dann Hühnerbeine!... Und da war ich gedanklich wieder im Präpsaal und es sah auf anderer Leute Teller wieder so aus wie eine Leiche im Präpsaal…*kopfschüttel*

Exemplarisch mal der gestrige Speiseplan:

1 Banane

10 Uhr: Porridge

10:45 Uhr: 1 Grüntee
10 Mandeln

13:30 Uhr: Lifefood Vanille Mandeln
750 g Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Chili
1 Kaki

16:20 Uhr: 50 g Popcorn mit Salz
5 Datteln

19 Uhr: Lifefood Vanille Mandeln
Salat aus 3 Miniromana, Basilikum, Frühlingszwiebeln und Paranuss-Vinaigrette
1 Banane mit Mandelpüree
1 Paranuss

Das war soweit in Ordnung.

Bei 80% Rohkost habe ich nicht nur auch keine Regelbeschwerden, meine Haut neigt, seitdem ich mich ziemlich strickt daran halte, auch nicht mehr zu mehr Unreinheit. Das scheint nur zu passieren, wenn ich mit veganer Kochkost ausufere und viel gekochte Stärke esse oder auch 1 kg Kartoffeln pro Tag oder so. Ich lasse es also bleiben und genieße den Vorteil des Mehr an Eiweiß in gekochtem Essen.

Jeden Tag auf dem Fahrrad fällt mir auf wie viel kräftiger ich bin als letzten Sommer und wie viel mehr ich auch meinen Körper genieße. Also, was ich jetzt gerade machte ist soweit win-win auf der ganzen Linie. Dadurch fängt aber auch die Rohkostdiskussion an mich nicht mehr zu interessieren. Ob vegan, oder 100% oder Mono oder was auch immer. Meinetwegen kann jeder seinen Kram machen, ich weiß, wie was für mich funktioniert. Was mich manchmal nervt ist, dass manche Leute „Lügen“ verbreiten, aber dass ist nur Projektion, weil ich denke, was bei mir funktioniert muss auch bei andern funktionieren. Vielleicht ist das aber dann auch doch so, denn schlussendlich mache ich ziemlich exakt was die offizielle Ernährungslehrer vorschreibt, außer dass ich weniger D und B12 esse als sie vorschreiben. An den Rest halte ich mich. Alles Prima! Soweit haben sie Recht.

So, ich verlass euch jetzt, weil ich wieder Biologie machen muss. Habe letzte Woche Mikroskopieren gelernt und eine Mooszelle betrachten dürfen! Morgen gibt’s hoffentlich ein Rezept, nur muss ich noch was überlegen…

Alles Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. Hallo Silke,

    *****Du schriebst:
    Schlussendlich glaube ich ja dass alle Krankheiten ausschließlich psychosomatisch und ernährungsbedingt sind. Sonst nichts. *******

    Warum bist Du Dir da so sicher?
    Was ist mit den radioaktiven Strahlen? Andere Umweltgifte? Mobilfunk? Elektrosmog? Krebs durch Aspest? Hautkrebs wegen Ozonloch? usw...

    Liebe Grüße
    Gerald

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  2. Hallo Gerald,

    ich glaube all diese Sachen können uns nur was anhaben, wenn was mit der Psyche nicht stimmt und mit der Ernährung. Die Toxine die du nennst führen zu Mutationen in der DNA ebenso wie auch Fleisch bei Dickdarmkrebs und Rauchen bei Lungenkrebs.

    Ich glaube auch, dass Nahrung näher an dem einzelnen Menschen dran ist und daher karzinogener wirkt. Und ich glaube, dass wenn die Ernährung schon schlecht ist, der Körper sich weniger gut mit den von dir genannten Toxinen auseinander setzen kann. Es gibt Mechanismen zur Reparatur beschädigter DNA, die wir Tag ein Tag aus verwenden. Ein paar genetische Veränderungen sind völlig harmlos für den ganzen Körper. Ganz viele in einer Zelllinie machen Krebs.

    Strahlung gab es schon immer auf diesem Planeten. Sonne auch. Trotzdem explodieren die Krebszahlen erst seit 100 Jahren.

    Und dass es psychosomatisch ist glaube ich deshalb, weil Johannes Heester und Helmut Schmidt nach 100 Jahren Rauchen immer noch keinen Lungenkrebs habe!

    LG Silke

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  3. Hallo Silke,

    vielen Dank für Deine Antwort.
    Manches sehe ich ein bisschen anders, aber das ist ja nicht schlimm. :-)

    Das mit Helmut Schmidt und Johannes Heester:
    Gleich zu setzen mit: Mein Opa ist 98 Jahre alt geworden, hat geraucht und täglich 2 Bier getrunken.
    Ich denke, das sind eben die Menschen, die von der Veranlagung / Gene eben auf der Sonnenseite sind. Sie haben halt Glück.

    Was mir noch einfällt: Bewegungsarmut zieht Krankheiten gerade zu an. Nicht gleich, aber auf längerer Sicht.
    Ich habe die Theorie von Dr. Hamer vor kurzem gelesen. Ich bin mir sicher, dass darin viel Wahres steckt, aber es ist mir einfach zu einseitig. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass jede Krebserkrankung eine psychische Ursache hat, laut Dr. Hamer ja ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit. Ich sehe es so: Es kann, aber muss nicht! Krebs kann durch falsche Ernährung enstehen, kann durch ein psychisches Leiden (Depressionen usw.) entstehen, kann aber auch durch Bewegungsmangel oder äußeren Einflüssen entstehen.
    Ist natürlich alles irgendwie komplex und so richtig beweisen lässt es sich eh nicht.
    Wichtig ist, dass wir alle versuchen, so zu leben, dass wir keinen Krebs oder andere schreckliche Krankheit bekommen werden. Ganz ausschließen kann es eh keiner! Wer von sich behauptet: "Ich werde nie mehr krank", sitzt m.E. im falschen Film. *g

    Liebe Grüße
    Gerald

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  4. Hallo Gerald,

    prizipiell stimme ich dir ja zu. Ich "glaube" ja auch nur, dass alles psychosomatisch ist oder auf Ernährung zu schieben.

    Ich denke man kann Krankheiten immer entweder von der psychischen oder physischen Seite angehen. Bewegung ist einer der physischen Faktoren, obwohl Bewegung auch meiner Psyche gut tut;-) Problematisch wird es dann, wenn man nur das Symptom angeht und nicht die Ursache, was natürlich leichter ist, wenn man es mit so multikausalen Dingen zu tun hat wie Krebs.

    Eine Mutation oder ein schlechtes Gen machen noch keinen Krebs. Das kann der Körper beseitigen und ja, es gibt genetische Veranlagung. Da muss man dann die äußeren Umstände entsprechend anpassen und auch das ist natürlich noch keine Garantie. Eine einzelne Mutation sieht man in der Regel nicht mit dem Auge, aber der Körper erkennt sie.

    Daher bin ich dann wieder bei dem Thema, dass man dem Körper das geben soll was er braucht, dann kann er effizient arbeiten und ggf. Mutation wieder reparieren. Oder die Apoptose der Zelle einleiten und der Organismus bleibt gesund.

    Es ist, wie gesagt, schwer sowas anzugehen...

    Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße,

    Silke

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  5. Hallo Silke,
    Dr. D. Klinghardt (dt. Allgemein-Mediziner, der in den USA praktiziert), hat während seiner jahrelangen Behandlung von Patienten festgestellt, das dass Hauptproblem eine Vergiftung mit Neurotoxinen ist, primär mit Quecksilber (Amalgam). (Seine Vorträge sind echt spannend, es gibt sie immer mal wieder auf Youtube.) Er selber ist daran fast an Nierenversagen gestorben und forscht seit dem in diese Richtung. Er stellte ebenfalls fest, dass jeder Tumor, den er untersuchen ließ, Quecksilber enthielt.

    Da er auch psychosomatisch arbeitet, hat er allerdings festgestellt, dass die Art der psychosomatischen Schwächung an Organe gekoppelt ist. Und eben nach Art der psychosomatischen Beeinträchtigung, sich die Neurotoxine dort ablagern, Viren, Bakterien und Pize (Candida) an sich ziehen und so die Krankheiten bzw. den Krebs verursachen. Deshalb hat jeder woanders "seinen" Krebs, eben dort, wo der Organbezug (TCM) zur psychosomatischen Belastung besteht.
    https://www.youtube.com/watch?v=1i940mZSApY
    (Er spricht darüber, in ca. 1:58:00)
    http://www.medicus-reha.de/wissenswertes/schwermetallbelastung/Klinghardt2.pdf
    http://www.power-for-life.com/Schwermetall-Ausleitung/schwermetall.html
    Denn es gab einige Patienten, die nach seiner Methode entgifteten und dann ging es nicht mehr weiter. Erst als er sie psychosomatisch behandelte, da kamen plötzlich wieder Gifte heraus. Klinghardt stellte weiterhin einen Zusammenhang, dass quecksilbervergiftete auch immer verpilzt waren, da der Pilz (Candida)die Schwermetallvergiftung abschwächte.
    Dann ist ein weiterer Onkologe darauf gestoßen, dass Krebstumore durch einen Klebstoff, den der Candidapilz produziert, zusammengehalten wird. Es löste diese auf, indem er sie mit Natriumbicarbonatlösung umspülte.
    http://hermann-gesundheits.blogspot.de/2011/07/die-erkenntnisse-des-dr-tullio.html
    http://www.zentrum-der-gesundheit.de/krebs-durch-pilz.html

    Anscheinend ist es weniger die Ernährung und die Psyche sondern das, was uns jahrelang in die Zähne gestopft wurde und nun als "neue" Glühbirne in unseren Wohnungen hängt. Aber durch unsere Ernährung und Aufarbeitung psychosomatischer Belastungen können wir wieder gesunden, wenn die Giftspender entfernt wurden.
    LG
    Tatti

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