Dienstag, 13. Oktober 2009

Und wieder hoch den Berg...



Hallo Liebes,

Tag 207: Ich staune mal wieder darüber wie abhängig mein Essen von meinen Gefühlen ist und es gefällt mir nicht. Essen ist so der leichteste Weg negative Gefühle zu umgehen. Ich fühle mich zwar grundsätzlich recht wohl, aber es kommen zwischendurch immer wieder die Geldsorgen hoch und das sind regelrechte Essenssorgen, weil meine Vorräte zur Neige gehen. Und dann setzt bei mir immer so sein Steinzeitreflex ein möglichst viel zu essen. Ich bin fast unersättlich…

Das werde ich aber heute ändern, denn heute fahre ich in das Leihhaus. Wenn meine Schwester und ihr Mann riesige Kredite aufnehmen um ein Haus zu kaufen und mein Vater seine Firma mit Krediten belastet kann ich doch wohl die Verantwortung auf mich nehmen ein Laptop ins Leihhaus zu bringen ohne die ganze Zeit an Mangel zu denken. Es ist mir möglich an Fülle zu denken und meine Zukunft positiv zu visualisieren. Das ist mir gestern im Bett gelungen, denn es gibt schließlich auch Fakten, die ins Spiel kommen: Wir haben bald Premiere, es ist schon wieder recht viel Zeit verstrichen, seit ich für Filmpool gearbeitet habe – die müssten sich auch bald wieder melden- nächstes Jahr kommt das nächste Projekt mit der Germaniac Group und natürlich soll Rohelust.com erweitert werden. Natürlich werden die Besucherzahlen mehr und nicht weniger und diese Seite hat auch noch ganz viel Potential. Ich brauche nur Zeit. Und bis ich ausziehe, fließt noch viel Wasser den Rhein runter. Wenn ich mir jetzt anschaue, was ich im August noch gepostet habe, war das eine tolle Entwicklung. Da kommt Geld!!!

A propos Entwicklung: Die Probe lief gut gestern. Das wird wieder was. Tom hat mir mehr zu Spielen gegeben, das hab ich erfüllt und er war zufrieden. So lange wir einen Weg finden miteinander zu kommunizieren, ist alles in Butter.

Meine Nase läuft schon wieder. Bevor ich 80/10/10 ausprobiert hab war mir das mit dem permanenten Schnäuzen nicht so bewusst. Zuerst hatte ich das nur eine zeitlang nachdem ich aufgehört hatte zu rauchen. Aber dann bei der fettarmen Rohkost andauern. Ich hab mich immer noch nicht entschieden ob ich dahin zurück will. Mir ist ja jetzt schon abends kalt. – Aber ich bin ja auch ausgebrochen mit meinem Ausrutscher und ich fahre eigentlich immer noch die Theorie, dass die Kälte auf Entgiftung zurückzuführen ist.



Aber zunächst mal als Ziel wieder 100% roh zu werden. Zumindest in meinem gemeinen Alltag, wenn ich nicht unter Leute bin. Vielleicht hat Victoria Boutenko aber Recht, dass es leichter ist 100% zu sein als 80%, so schließt man die kleinen Ausrutscher hier und da komplett aus.

Was weiß ich! Ich werde mich jetzt fürs erste wieder um Rezepte bemühen und ich werde sie auch fotografieren, da ich ja nun mein Handy wieder habe.

Es ist doch erstaunlich wie einem scheinbar immer irgendwas fehlt. Mal hat man Zeit, mal Geld, aber nie beides gleichzeitig. Ich habe jetzt wieder alle technischen Möglichkeiten, aber kein Geld auch nur Nahrung zu kaufen.

Man muss positiv denken und sich auf das gut konzentrieren. Es gibt immer einen Weg und wenn man vertraut, kommt auch die Antwort zu einem.

Gestern war ich fast erfolgreich im roh sein, außer, dass mich in der Probenpause die Gier, Lust oder auch Sucht nach Kaffee überkam. Ich fühlte mich niedergeschlagen und müde und der erste Weg führte zu Kaffee. Auch das war so eine Sache, wo meine Gefühle mein Handeln zu sehr beeinflusst haben. Der Kaffee sollte mich trösten. Hätte ich gestern Abend Geld gehabt hätte ich auch Alkohol gekauft. Und das auch wieder nur weil mir gerade kein Geld zur Verfügung steht. Also ist die Lösung Geld zu beschaffen.

Natürlich fühlt es sich auch nicht gut an in ein Leihhaus zu fahren und es fühlt sich auch nicht gut an, jemanden um Geld zu bitten und es fühlt sich auch nicht gut an, für Geld Dinge zu tun, die man überhaupt nicht gern macht. Da muss es Wege geben, dass alles zu umgehen – und die werde ich finden. Und ich bin nicht gewillt vom positiven Denken abzulassen. Es macht den Alltag viel leichter. Ich erkenne nur manchmal, schlechte Gefühle nicht als das was sie sind, bzw. finde nicht sofort den Weg damit umzugehen.

Ich sollte sie umkehren in positive Affirmationen und nicht mit Essen versuchen zu ersticken. Und so furchtbar ist mein Essen dann auch wieder nicht. Eigentlich gar nicht, für Otto Normalverbraucher.




Was gab es also zu essen?:

3 Bananen
1 Riegel Bitterschokolade
2 Bananen
1 Latte Macchiato
1 Banane
gemischter Salat
20 Haselnüsse
2 Bananen
25 Haselnüsse
2 Bananen
1 Riegel Bitterschokolade
4 handvoll Mandeln
Green Smoothie aus Bananen, Mango und Romanasalat
10 Haselnüsse
1 Banane

Ich habe festgestellt wie wichtig es ist schon früh am Tag einen Greensmoothie zu sich zu nehmen. Ich hatte nicht so richtig Lust einen zu machen und hab das immer weiter nach hinten geschoben und wurde in der Zwischenzeit verleitet irgendein „Fastfood“ wie Bananen und Nüsse zwischendurch zu essen. Nicht zu vergessen die Bitterschokolade. Ich besser mich heute.

Habe zwar zum Frühstück nur Mandeln gegessen, weil nichts, oder kaum was anderes mehr da ist aber den Rest des Tages mache ich besser.

Ich bin recht früh aufgestanden, viertel vor 8, und habe erst um 15 Uhr Proben, somit bleibt noch viel vom Tag und ich bin auch sehr froh darüber.
Es ist auch viel liegen geblieben in den letzten Wochen. Das will alles noch aufgeholt werden.

Alles Liebe,

Silke

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