Mittwoch, 1. Mai 2013

Lang leben ohne Krankheiten...

--> Ach, ich liebe Feiertage! Ihr auch? Man hat gleich viel mehr Zeit. Es ist so, wie wenn die Uhr umgestellt wird nur mit ganzen 24 Stunden!:-)

Auf die Waage brachte ich heute früh 60,3 kg. Weiß der Geier wieso! Macht überhaupt keinen Sinn, Stuhlgang hatte ich vorher auch keinen. Wasserverlust??? Naja, das macht 2 kg in 19 Tagen und verschafft mir einen BMI vom 21,11. Zielgewicht ist 58 kg obwohl mir meine Figur gerade schon sehr gut gefällt, dann wäre mein BMI bei 20,3. Untergewichtig wäre ich ab unter 53 kg. Das niedrigste Gewicht, was ich jemals hatte war 56 kg, aber die Hosen, die mir da passten, passten mir auch später noch als ich zwar 63 kg wog aber mir dem Joggenangefangen hatte. Ich gehe daher davon aus dass ich damals mit 56 kg keine Muskeln hatte. Ok, "keine" ist zu viel gesagt ;-))) Geht ja gar nicht!

Daher habe ich heute früh folgenden Plan gefasst: Wenn ich die 60 kg erreicht habe gehe ich mit der Tageskalorienzahl auf 1900 hoch, ab 59 kg gehe ich auf 2000 hoch und schaue so wie hoch mein Leistungsumsatz überhaupt ist. Da gibt es zwar immer Tabellen um das zu berechnen, aber von Person zu Person scheint das doch sehr unterschiedlich zu sein. Aber geil, dass das überhaupt so gut klappt.

Morgen habe ich aber sicherlich mehr auf den Rippen und zwar Wasser. Ich plane heute mittag einen Linseneintopf zu kochen und in Eintöpfe muss, aufgrund der hohen Wassermenge, immer viel Salz - sonst schmeckt es nicht. Salz hingegen bindet Wasser im Körper und man wiegt mehr. Aber was soll's ich bin mit dem Verlauf von all dem bestens Zufrieden und vor allem froh, dass ich überhaupt rausgefunden habe was funktioniert und dass es möglich ist mit einem derartigen Kalorienpensum abzunehmen und sogar viel gesünder als mit all diesen Carshdiäten. Es erfordert natürlich ein bisschen Mühe.

Gestern musste ich um 8 Uhr in der Uni sein und blieb unterwegs bis um 17 Uhr. Was mich an Diäten oder an Rohkost oder an veganer Ernährung am meisten nervt, einfach weil ich mich schon so viele Jahre mit befasse ist. dass meine Idealnahrung in der wirklichen Welt nicht zu kriegen ist. Aber ich bin es auch total leid, mein eigenes Essen immer vorzubereiten und mitzutragen etc. Gestern lief das so: Frühstück zuhause. Zwischenmahlzeit war ein Erdbeer-Frühstücksriegel, Mittagessen ein Salat in der Mensa mit mitgebrachtem Salatdressing aus Sojajoghurt-Acai, Nachmittagssnack: ein Spacebar aus dem Bioladen. Das ist so eine Art vegane Minisalami auf Seitanbasis. Ein Stück hat 130 kcal. Der Bioladen ist, Gott sei Dank, um die Ecke der Medizinischen Fakultät und faszinierender Weise gehen auch total viele Dozenten von mir und Kommilitonen dort einkaufen. Muss wohl was dran sein, vor allem, weil ich gestern in Biochemie gelernt habe, dass Insektizide Enzyme irreversibel hemmen können und dass bei Überdosis davon sogar der Tod durch Atemlähmung eintreten kann. Ich liebe Biohemie!

Damit bin ich beim Thema Enzyme gelandet. Enzyme sind Ketten aus über 100 und mehr Aminosäuren, die dann zu einem Knäul zusammengeknubbelt sind. Irgendwo in diesem Knäul ist ein aktives Zentrum, wo ein bestimmtes Molekül sich über Bindungen anlagern kann und dann verändert wird. Es löst sich wieder vom Enzym, bleibt verändert und das Enzym bleibt unverändert bis sich wieder ein anderes Molkül anlagert. Im Körper gibt es ca. 5000 Enzyme. Alle superwichtig und existenziell - alle haben einen anderen Job! In der Rohkostwelt wird immer behauptet, dass die Enzyme in der Rohkost so wichtig seien und dass Rohkost deshalb so gut tut. Da Enzyme aber Proteine sind, genau wie Fleisch, landen sie im Magen und werden dort durch eiweißspaltende Enzyme zerlegt. Das Enzym ist kaputt und kann nichts mehr katalysieren. Das macht aber nicht, denn das Enzym war ja in der Pflanze oder im Tier eh für was anderes Zuständig. Was nützt z.B. ein Pflanzenwachstumsenzym im Menschen?

Ich lese gerade ein Buch, was mir eine Leserin mal empfohlen hat. Von einem Arzt, einem Gastroenteroplogen, der Japaner ist, in Japan Medizin studiert hat und in Amerika praktiziert. Als ich das Buch nach der Empfehlung gegoogelt habe stieß ich auf sie Seite von Germany Goes Raw (witzig ist an dieser Rezension, dass die Arbeit von Dr. med  Shinya, der Sushi empfiehl von (angeblichen) Rohkostexperten wie Markus Rothkranz, der von Haus aus Hollywoodproduzent und nicht etwas Arzt oder Biochemiker ist, korrigiert wird zur veganen Ernährung) und las, dass der Arzt Rohkost mit kleinen Mengen Sushi empfiehlt und dachte: "Das ist genau mein Ding, das Buch muss ich lesen!" und habe Lang leben ohne Krankheit: Diät und Gesundheitstipps vom Entdecker des Enzym-Faktors bestellt. Ich dachte mir, wie kann dieser Arzt davon ausgehen, dass enzymreiche Nahrung so wichtig ist, wenn doch völlig klar ist, dass die Magensäure sie zerstört!?

Er schreibt das tatsächlich auch genau so, dass Enzyme in Pflanzen von Magensäure zerstört werden. Er schreibt aber auch, dass er festgestellt habe, dass Patienten, die enzymreiche Nahrung essen auch viel mehr Enzyme produzieren!. Zudem hätten Studien gezeigt, dass wenn an einer Stelle des Körpers, gerade viele Enzyme von einer bestimmten Sorte gebraucht würden, an anderer Stelle des Körper plötzlich völlig andere Enzyme fehlen würden. Er stellt daher die Theorie auf, die in keinster Weise irgendwie wissenschaftlich belegt ist, dass es ein Basisenzym gäbe, so eine Art Grundgerüst für Enzyme aus denen unterschiedliche Enzyme gebastelt würden. Je mehr Enzyme man zudem hätte, desto gesünder wäre man. Er sagt aber auch, man könne nicht alles roh essen, wo ich ihm zustimme. Ich bin mit dem Buch aber auch erst halb durch und wie er sich das konkret vorstellt weiß ich auch noch nicht.

Er rät von Milchprodukten ab, habe an seinen 300 000 Patienten, die er hatte, festgestellt, dass alle Krebspatienten, die er jemals hatte extreme Fleischesser waren (Chinastudy auch hier im Kleinen bestätigt) und rät auch von dem Verzehr von Ölen ab, einfach weil die ungesättigten Fette leicht oxidieren (Transfettsäuren) Man solle gesunde Fett lieber aus Samen und Fisch beziehen. Er schreibt auch, dass die Japaner erst vor etwa 200 Jahren anfingen überhaupt mit Fett zu kochen und daher schlechter angepasst seien an die Verstoffwechselung von Fett als zum Beispiel mediterane Volker, die seit 6000 Jahren Olivenöl verzehren. Das sei genetisch. Ich frage mich, ob das in der Chinastudy wohl auch so ist und die Chinesen auch so spät mit Fett anfingen! Natürlich frage ich mich auch, was das wohl für Mitteleuropäer bedeutet.

Naja, zum Menu des Tages, was ich quasi oben schon angegeben habe kommt noch ein Salat gestern Abend, welcher das einzige Essen, abgesehen vom Frühstück war, wo ich den Kaloriengehalt berechnet habe. Der Salat in der Mensa war Pi Mal Daumen.

Ach ja, und ich habe auch noch 2 Kaffee mit Zucker aus dem Automaten gezogen. Ich war müde...Mist!

Also heute ist frei, ich geh Joggen, habe ein Date und werde den Tag sonst wieder mit Lernen verbingen!

Alles Liebe,

Silke

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