Mittwoch, 15. Mai 2013

Brustamputationen...

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Gestern, Thema des Tages, Angelina Jolies Brustamputation. Ich hab es zuerst gelesen, als eine ehemalige Austauschschülerin von mir aus Amerika, es bei Facebook gepostet hat. Zuerst dachte ich es sei ein Witz! - Ich habe es kommentiert mit der Aussage, dass ich diese Entscheidung dumm finde und dass Lebenswandel auf Krebs wesentlich gravieredere Einflüsse hat als Gene.

Aber im Laufe des Tages häuften sich die Meldung und es war bestätigt. Nicht, dass mich Angelina Jolies Brüste jemals interessiert hätten (obwohl, auch ich ständig auf ihre falschen Brüste in "Tomb-Raider" starren musste) aber ich persönlich kann absolut nicht nachvollziehen warum man ein gesundes Organ entfernen sollte, nur weil es krank werden könnte! Ich habe den Status meiner ehemaligen amerikanischen Austauschschülerin kommentiert und den ganzen Tag über wurde ich von den Amerikanern dafür kritisiert wie ich Angelinas Entscheidung als dumm bezeichnen könnte, wenn sie damit die Chnace hätte frei von Krebs zu bleiben und länger für ihre Familie da zu sein!

Die Reaktionen in Deutschland hingegen waren ganz anderes. Da wurde ihr Verhalten ebenfalls mit Unverständnis aufgenommen. Die Brust abnehmen lassen wenn sich ein Tumor dort findet, klar, kann man machen. Aber präventiv? Wenn das Organ noch gesund ist? Nur weil es krank werden könnte?

Dr. Robert Young hat auf Facebook gepostet, dass Gene sich nicht einfach so irgendwie verhalten sondern entsprechend ihrer Umgebung reagieren. (Dem ich absolut zustimme) Die Ursache von Brustkrebs sei nicht etwa irgendein Gen sondern vielmehr darin zu suchen, dass die Brust größtenteils aus Fettgewebe besteht welches nunmal gut darin ist Gifte in seinen Zellen zu speichen. Das ist so, das lehrt auch die Uni. Das Brustgewebe ist also den Giftstoffen im Fett ausgesetzt, welche die Gene aktivieren. Er fügte hinzu, dass 80% der Japanerinnen das BRCA1 Gen, welches auch Angelina trägt, auch hätten aber in Japan grundsätzlich kaum Brustkrebsfälle verzeichnet würden.

Dr. med Rüdiger Dahlke erinnnerte auf Facebook erneut daran, dass Brustkrebs ebenfalls mit Milchprodukten in Verbindung gebracht wird. Nicht ganz so stark wie Prostatakrebs, aber auch, was erklärt warum bei den Japanerinnen so geringe Brustkrebsraten zu verzeichnen sind. Die verzehren traditionell kaum Milch. Und er kritiesierte, dass Angelina auch noch vor habe, sich die Eierstöcke entfernen zu lassen, was zur Folge hätte, dass sie für den Rest ihres Lebens Hormonpräparate nehmen müsste um die ausbleibende Hormonproduktion zu ersetzten. - Alles was eine Wirkung hat, hat auch eine Nebenwirkung!

Mir persönlich macht nur Sorgen, dass so was jetzt zum Trend wird, wo Angelina damit an die Öffentlichkeit geht und die ganze Nation sie als tapfere Heldin zu feiern scheint, statt als eine Frau, die sich aus Angst vor einer Krankheit, einer risikoreichen OP unterzieht. Und mir macht Sorgen, dass die Risiken, die der Lebenswandel birgt, mal wieder unter den Teppich gekehrt werden.

Unterdessen habe ich, weil ich zufällig alle Zutaten dafür im Haus hatte einen Schokoladenpudding mit Cashewsahne gemacht, der absolut göttlich war.


Faszinierenderweise hielt sich mein Fettverzehr gestern dennoch in Grenzen. 22,7%. Es scheint keinen Unterschied zu machen ob ich einen selbstgemachten Riegel verzehre oder einen Schokopudding auf Avocadobasis mit Cashewsahne. Was einen Unterschied macht ist jedoch ob man sowas öfter als 1 Mal pro Tag isst. Eine Portion schein mir lecker, gesund und nährstoffreich zu sein. Bei zweien wird der Fettgehalt zu hoch und das Omega 3:6 Verhältnis verschiebt sich ungünstig. Optimal war das auch nicht, denn es war am Ende des Tages 1:10. Es wäre cleverer, so dachte ich mir, Cashewsahne nicht aus Cashews herzustellen sondern aus geschälten Hanfsamen oder zumindest halb und halb, dann ist man wesentlich besser dran als so.

Aber dieser Pudding hat mich so optimal gesättigt, dass ich nachmittags keine Zwischenmahlzeit brauchte und auch beim Mittagessen keinen allzu großen Hunger hatte.

Mein Gewicht ist von gestern auf heute um 500 g zurück gegangen und liegt heute bei 300 g mehr als vor dem Potluck!;-) Und damit bei 60 kg.

Menu des Tages am 13. Mai

Haferflocken, Braunhirse, Hanfprotein, Banane, Beerenmischung, Zimt und Sojajoghurt

Schokopudding mit Cashewsahne (nächste Woche im Newsletter)

2 Kaffee, einer mit Sojamilch, einer mit Zucker

Salat in Mensa mit Sojajoghurt-Acai-Dressing

Salat aus Kartoffeln, Sprossen, Zucchini, Zwiebel, Paprika, Sellerie, Avocado und Sojajoghurt-Acai Dressing


Ich hänge wieder am Kaffee, weil ich nervös bin wegen der Bingo-Testate und weil ich übermüdet bin, wegen der Bingo-Testate. Ich kam immer noch nicht dran...

So langsam will ich dran kommen, damit ich diesen Druck nicht mehr habe und mich nicht mehr mit Kaffee beruhigen muss. Ich kriege zudem Schweißausbrüche von Kaffee. Aber ich lass es nicht bleiben... Es wird Zeit, dass nächste Woche Ferien sind.

Da war noch was Wichtiges was ich gestern in Biochemie gelernt habe...Ach ja:
Desoxiribose und Ribose, die Teil der DNA oder RNA sind werden aus Glucose gebildet! Spannend oder?

Alles Liebe, Silke Wenn du deine Wertschätzung für dieses Blog auf materiellem Weg ausdrücken möchtest, kannst du das hier gerne tun


Kommentare:

  1. War ja klar...Lesen bildet aber (oder richtig Studieren :-):

    Angelina Jolie hat das absolut richtige gemacht. Sie hat nicht nur das BRCA1 Gen, das hat jeder auf dem 17. Chromosom, es ist mutiert, das ist der Unterschied. Ihre Mutter hat es ihr vererbt, die nach 10 Jahren Kampf mit 56 Jahren an Brustkrebs gestorben ist.
    Und bei 85 % Risiko ist es wirklich unwahrscheinlich, dass man durch eine gesunde Lebensweise den Ausbruch der Krankheit verhindern kann. Äpfel essen hift da nicht, auch nicht, wenn man sie im Freien isst ;-D

    Übrigens besteht die Gefahr des Nachmachens nicht so sehr, da anscheinend nur bei max.. 10 % der Brustkrebsdiagnosen das mutierte BRCA1 Gen eine Rolle spielt.

    Nach drei Kindern hat sie sich bestimmer auch gedacht, dass sie das mit ner Brustverschönerung kombinieren könnte ;-D

    Please stop beeing a charlatan, start thinking scientific!

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  2. Ich nehme an, du versuchst mich hier ins lächerliche zu ziehen. Und Angelina auch, oder? Stichwort richtig Studieren und Brustverschönerung...

    Ich bin kein Onkologe, zugegeben, aber ich habe im richtigen Studium an der Universität zu Köln an der Medizinischen Fakultät gelernt, dass Obst und Gemüse Konsum zur Vermeidung von Krebs beiträgt. Zu wieviel Prozent es Gene sind und zu wieviel Prozent die Lebensweise sei mal dahin gestellt...

    In meinen Augen ist es aber richtiger ein gesundes Organ zu behalten, statt es abzunehmen, weil es krank werden könnte. wo kämen wird denn da hin! OPs sind auch mit Risiken verbunden und Brustimplantate haben auch schon zum Tod geführt.

    LG Silke

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  3. Man muss kein Onkologe sein, um so etwas nachvollziehen bzw. einordnen zu können.
    Hätte Jolie gewartet bis sie Krebs bekommt, dann wärs möglicherweise zu spät gewesen, bzw. die Torturen, die eine Krebsbehandlung mitsichbringen wären unbeschreiblich. Sie hat es halt auch bei ihrer Mutter erlebt. Die Alternative wäre gewesen, zwei oder dreimal im Jahr zur Voruntersuchung zu gehen, was nervenaufreibend ist, weil man sich wie eine tickende Zeitbombe fühlt. Ausserdem kann es sein, dass der Krebs in einem untersuchungsfreien Intervall entsteht und Metastasen bildet.

    Nochmal, wir reden hier über das mutierte BRCA1 Gen mit 85% Erkrankungsrisiko, nicht um eine generelle Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung!

    Auch deutsche Ärzte haben sich gestern dazu geäußert und gesagt, dass eine Brustabnahme in solchen Fällen auch in Deutschland unternommen wird, wenn sich die Patientin dafür entscheidet.

    Dieser Gentest wird in D sogar von der Krankenkasse bezahlt, wenn es eine familiäre Disposition gibt, und auch die anschließenden Operationen.

    Wann macht man denn Genetik im Studium?? Das sind doch die Basics.

    Als Medizinstudentin hättest du ausserdem gestern drei, vier seriöse Quellen lesen brauchen, um das einzuordnen, anstatt unqualifizierte Kommentare bei Facebook zu posten.

    Ich habe das Gefühl, dich interessiert Medizin nicht wirklich, bzw. du deine Denke nie differenziert einstellen wirst, sondern nur ernährungsfixiert argumentierst.

    Das ist fast so, als würdest du einer schwangeren Frau eine Ernährung empfehlen, um die Haarfarbe des Babys zu ändern.

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  4. Eine Vorsorgeuntersuchung regelmäßig klingt für ich einleuchtender als eine so radikale OP und Implantate, die auch Risiken bergen.

    Ich habe auch "seriöse" Quellen gelesen, die mich in keinster Weise überzeugen eine OP zu machen statt zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen und seinen Körper intakt zu lassen!

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  5. Meine Schwester geht regelmäßig zur Nachsorge, weil sie vor 15 Jahren Krebs hatte.
    Wenn sie das kann, dann doch sicher auch Fr. Jolie!

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  6. die Frage, ob der Mensch Gefangener seines genetischen Erbgutes ist, möge jeder nach seiner Fasson beantworten ..=)

    Der Zellbiologe Bruce Lipton rückt dies in ein anderes Licht...meine Frage ist, ob sie eine Garantie hat, nach diesem Eingriff NICHT zu erkranken (oder erst recht)?? Die andere Seite der Medaille ist die öffentliche Inszenierung...

    http://www.amazon.de/Intelligente-Zellen-Erfahrungen-unsere-steuern/dp/3936862885

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  7. An der Brustwand, wo das Gewebe nicht entfernt werden kann, können sich noch Karzinome bilden. Sie hat aber das Risiko, zu erkranken von 87% auf 5% gesenkt.

    Das Gen ist aber u.a. auch verantwortlich für Eierstockrebs, Jolie wurde ein Risiko von 50% diagnostiziert. Ob sie auch diese OP machen wird ist fraglich, da viel komplizierter.

    Man muss Jolies Schritt auch im kulturellen Zusammenhang sehen. In USA wird das öfter gemacht als in Deutschland, und in solchen Kreisen erst recht.

    Bruce Lipton ist ein Esoteriker, der sagt, man könne Gene durch Gedanken beeinflussen. Dessen Argumente haben in einer seriösen Diskussion natürlich nichts verloren.

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  9. Petra,

    wenn du bloggen würdest, was du täglich isst, könnte ich was dazu sagen. Mit Quellen könnte ich da auch was zu sagen.

    Das LDL/HDL Verhältnis ist entscheidend. Was isst du und welche Werte hast du?

    LG Silke

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  11. Nachtrag: diese beiden links hatte ich auch noch abgespeichert: Hier ist interessant, dass vor allem Saccharose für einen hohen Cholesterin verantwortliclh gemacht wird. http://www.elmar-schuerr.de/cholesterin.html

    Hier low carb zu low fat im Vergleich: http://www.dr-moosburger.at/pub/pub157.pdf

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  12. Ja, aber dein HDL:LDL ist völlig in Ordnung!

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  14. Ich finds doof, dass du deine Experimente nicht bloggst, wie soll man denn dann im Nachhinein wissen was wirklich gelaufen ist!? Außerdem macht es dein Bloggen langweilig...

    Glaub mir, so schnell machen die Leute nicht nach, was man tut. Die sind auch nicht blöde!

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