Samstag, 14. Juli 2012

Echtes Bro(h)t...

So, Ihr habt mich wieder!:-) Es sind Semsterferien. Jippy!

Und ich hab noch ne halbe Millionen Blogpostideen, die in den letzten Tagen kamen – ich hoffe, dass ich sie im Laufe der nächsten Wochen nicht vergesse. Auch den heutigen Blogpost hätte ich schon Anfang der Woche schreiben müssen.

Ich hab was richtig dummes gemacht, was dummes und teures, was mich ca. 3 Wochen Planung gekostet hat, aber es war so interessant und aufregend, und ich schielte schon seit Monaten darauf! Obwohl ich auch nicht weiß, warum es mich so fasziniert!? ;-) Rohkostvergangenheit...

Ich habe echte Bro(h)t gemacht, also getrocknet, also Rohkostbrot, was tatsächlich aussieht wie Brot und nicht wie Knäcke (flach ausgestrichener Rohkostbrotteig). Ne, echtes Bro(h)t, ein Leib Brot, etwas, das dem Vollkornbrot zum verwechseln ähnlich sieht. Dummerweise enthält so ein Rohkostbrot, also jedes Rohkostbrot – fast nur Fett!

Na, mehr als die Hälfte Fett und nach allem was ich im letzten Jahr gelernt habe über Rohkost und über Stärke und darüber, dass mich ein Hauch von Stärke einfach satter macht sowie darüber, dass die letzten paar Tauschen Jahre uns Menschen quasi für den Verzehr von Stärke geeicht haben und dass wir nur deshalb den Globus beherrschen würden, glaube ich dass es auch gesundheitlich weitaus günstiger ist einen Hauch Stärke zu viel gegessen zu haben als einen Hauch Fett! Wobei ich „Hauch“ nicht mit 10% der Gesamtkalorien festsetze, sondern da wo die DGE ihn ansetzt: Maximal 35%. Aber möglichst nicht tierische Fette.

So ein echtes Rohkostbroht hat 58% Fett!!!! Vollkornweizenbrot nur 9%. Man sollte es also sparsam verwenden. Eine halbe Scheibe zum Salat oder so…




 Aber was kommt auf Rohkostbrot meistens drauf? Eine Paté aus noch mehr Nüssen oder Avocado.

Wobei, in kleinen Mengen ist das optimale Nahrung: Es ist Hafer drin für Silizium und viele Omega 3 Fettsäuren, auch Vitamin E, was freie Radikale fängt und toll für die Haut ist. Aber wie ich schon im letzten Blogpost schrieb ist zu viel des Guten immer noch zu viel.

Zudem ist das Brot teuer!!! Nüsse und Samen sind eh teuer, Flohsamenschalen musste ich auch extra kaufen und das teuerste von Teuren ist Irish Moss, was ich, Gott sei Dank noch hatte. Andererseits ergibt es auch einen ganzen Leib Brot, von dem man so oder so nicht allzu viel essen will und daher hält es sich. Ich habe also alles außer 2 Scheiben eingefroren.

Und dann war es auch noch viel Arbeit, weil sowohl Sonnenblumenkerne als auch Hafer angekeimt werden sollen und dann noch ins Dörrgerät müssen. Und natürlich muss auch das Bro(h)t noch ordentlich lange, 24 Stunden, trocknen. Ich würde als nicht empfehlen es zu machen, sondern lieber ein Vollkornbrot zu kaufen, wenn man Brot möchte, oder ein glutenfreies Brot, aber auch damit ist irgendwas nicht in Ordnung, denn ich kriege von so was immer Blähungen.... Nicht so schlimm wie wenn ich Trockenfrüchte und Nüsse mische, aber immerhin auch und Blähungen sind, außer in den ersten 3 Wochen einer Ernährungsumstellung, wenn man z.B. anfängt mehr Ballaststoffe zu essen, kein gutes Zeichen. Irgendwas ist also, zumindest für mich, faul an Stärke – ne, an Getreide. Hauptsächlich glutenhaltigem Getreide. Vielleicht habe ich eine Weizenallergie oder sowas, daher ist mein nächstes Projekt ein glutenfreies Brot zu backen und zu schauen, ob das damit auch passiert.



Aber dann gab es ja noch Aufstrich! Typisch Amerikanischer Aufstrich nämlich Peanutbutter an Jelly oder besser Almondbutter an Jelly oder für uns Deutsche: Mandelbutter mit Erdbeermarmelade. '

Und den würde ich dann auch als Aufstrich für richtiges Brot empfehlen, denn dann hat man Stärke mit einem Hauch von gesunden Fetten und trotzdem was leckeres.

Aber bevor ich lange rumschwafele hier das Rezept:

Echtes Bro(h)t

Zutaten:

200 g Sonnenblumenkerne, über Nacht eingeweicht und im Dörrgerät getrocknet
200 g Nackthafer, über Nacht eingeweicht und im Dörrgerät getrocknet
80 g Flohsamenschalen (Bioladen)
100 g Leinsamen
100 g Hanfsamen
1 TL Salz

400 ml Wasser
50 ml Olivenöl
50 g Irish Moss Gel s.u.
1 EL Agavendicksaft oder Honig
Saft einer Zitrone

Irish Moss Gel:

50 g Irish Moss über Nacht in Wasser baden und am nächsten Morgen gut durchspülen. Dann mit 200 ml Wasser im Standmixer gut pürieren so dass möglichst keine Stückchen der Alge mehr zu sehen sind. Irish Moss gibt es bei PureRaw.

Man kann das Gel dann allen möglichen Smoothie etc. zugeben, weil Algen sehr nährstoffhaltig sind.

Zubereitung:

Alle Samen zu einem Mehl verarbeiten und mit Salz und den flüssigen Zutaten in einer Schüssel vermengen und zu einem Teig kneten. Den Teig zu einem Brot formen indem man ihn zu einem Ei formt, mit dem Messer eine Kerbe einschneidet und mit dem Finger diese Kerbe nachzeichnet. Rohkostbrotteig geht leider nicht mehr auf.



Dann ins Dörrgerät damit und bei 40-45°C ca. 12 Stunden trocknen lassen, dann das Brot in Scheiben schneiden und weitere 12 Stunden trocknen, wobei man zwischen den einzelnen Scheiben Platz lassen muss, damit die Luft hindurch strömen kann. Beim Schneiden hilft es das Messer nach jedem Schnitt mit Wasser abzuwaschen und zu befeuchten, damit der Teig nicht so klebt. So, Bro(h)t fertig.

Jetzt was drauf!

Peanutbutter and Jelly

Für die Marmelade:

250 g Erdbeeren
130 g Irish Moss Gel
3 EL Honig oder Agavendicksaft (oder nach Geschmack)

Alles pürieren.

Ggf. nachsüßen je nachdem wie süß die Erdbeeren sind. In ein Glas füllen und im Kühlschrank kalt stellen. Das Irish Moss dickt dann wieder ein und man hat eine fest Masse zum Ausstreichen.

Mandelbutter
:

100 g Mandelpüree
½ TL Salz
25 g Agavendicksaft oder Honig.

Alles in eine Schüssel füllen und umrühren.


Diese Mandelbutter ist supergeil und unglaublich lecker. Man muss sich schwer beherrschen da nicht zuzuschlagen. Ein Wissen um die Kalorien und Fettmenge ist schon wichtig. Eine Scheibe davon hat ca. 400 kcal. Also habe ich nur 1/3 Scheibe gegessen.

Die „Diät“ habe ich weiter so eingehalten wie letzte Woche, außer dass ich 2 Mal in der Mensa essen musst, dafür habe ich den Rest dann angeglichen. War an den Tagen etwas mehr Gekochtes aber da habe ich auch festgestellt, dass ich von veganen Nudeln mit Ruccola in Carbonarasauce Blähungen bekomme. Von Kartoffeln nicht! Macht mich schon stutzig.

Die Waage zeigte heute früh 59,5 kg an, das heißt, ich verliere bei 1700 kcal mit 10-15% Fett 500 g Körperfett die Woche. Wahnsinn!!! Und was für ein perfektes Tempo, das den Körper nicht überlastet. Wenn ich 58 kg erreicht habe werde ich die Kalorienmenge erhöhen und mal schauen wie hoch ich gehen kann. Allerdings fange ich nächste Woche auch mit dem Joggen wieder an, Ferien sei dank, und schaue mal was das für Auswirkungen hat.

Alles Liebe und guten Appetit!

Silke

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