Sonntag, 8. Januar 2012

Regelbeschwerden und Salz???

Ich hab meine Tage bekommen und mich haben entsetzliche Regelbeschwerden geplagt. Ich dachte ich spinne und das obwohl ich überhaupt nichts gegessen hatte. Morgens bis nachmittags nichts.

Mir war natürlich völlig klar, dass das damit zusammen hängt, dass ich in der letzten Zeit zu viel Gekochtes gegessen hatte. Als ich diese Theorie aber später meiner Arbeitskollegin erzählt sagt diese: „Das liegt nicht am Gekochten. Ich glaube da ja nicht dran. Das liegt am Salz!“

Diese Theorie hatte ich noch nie gehört, aber über Salz hatte ich mir durchaus im Verlauf der letzten Woche Gedanken gemacht, weil ich eine Brokkolicremesuppe aus 750g Brokkoli und 900 ml Wasser ca. 2 TL Salz gegeben habe und ich damit mehr als 3 Mal soviel Salz gegessen habe als man soll! Aber Salz hat ja so schön keine Kalorien und die Suppe war so lecker und dann stehe ich da mit Regelbeschwerden.

Hm, war es die ganze Zeit immer nur das Salz????

Wenn man gekochte Stärke isst und auch Industrienahrung, nimmt man mehr Salz zu sich, als bei Rohkost. Stärke schmeckt ohne Salz oder ohne Zucker einfach nicht. Sie ist relativ geschmacksneutral. Ich fragte meine Arbeitskollegin also wie das zusammenhängt und wo sie diese Theorie her habe. Sie sagte, dass sei keine Theorie, sondern wissenschaftlich bewiesen. Das Salz würde so viel Wasser binden, dass die Eingeweide aufgeschwemmt würden und dann käme es zu Regelbeschwerden. Man müsse eine Woche vor Beginn der Regel den Salzkonsum einschränken.

Nun ist meine Arbeitskollegin nicht gerade unbewandert in Ernährungsdingen. Sie kennt sich mit dem ganzen „Fit für’s Leben“ Kram aus, auch mit sonstiger Esoterik und Spiritualität und hauptberuflich arbeitet sie in einem Labor. Die Meinungsforschung macht sie nur als Zubrot, weil sie alleine 3 Kinder großzieht.

Hängen Regelbeschwerden also gar nicht mit Kochkost zusammen, sondern mit Salz? Dem muss ich mal nachgehen. Mit Rohkost isst man jedenfalls weitaus weniger Salz, aber auch da komme ich meistens über mein Soll an Salz. Das soll sind nämlich gerade mal 4 Gramm. Das ist ziemlich wenig.

Meine erste Mahlzeit war also ein Greensmoothie am Nachmittag aus 100 g Feldsalat, Banane, Mandarine, Blaubeeren und Stevia mit Gerolsteiner Naturell.

10 g Paranüsse

1,5 l Gerolsteiner medium

400 g Brokkolicremesuppe

3 Banane mit Mandelpüree

50 g Popcorm mit etwas Kokosöl und aufgesprühter Sojasauce

Das waren nur 1200 kcal, nur 20 g Eiweiß, dafür auch nur 33 g Fett und trotzdem 66/10/25.

Daran kann man mal wieder sehen wie irrelevant diese Prozentangaben eigentlich sind. Kalzium war reichlich vorhanden 140% - Mineralwasser sei Dank, B Vitamine waren einen Hauch zu wenig. Eisen war nur zur Hälfte vorhanden, Zink zu 70%, Kalium zu 80%. Methionin nur 36% - ist so, bei schön viel Obst und Greensmoothies – jeder der sich so ernähren will ist definitiv unterernährt. Und auch die Omega-Fettsäuren waren zu wenig, Ist aber bei der Kalorienanzahl kein Wunder.

75% waren roh, 25% gekocht und beim Sodium, also Salzgehalt, bin ich glatt auch bei 135% gelandet. Bei so wenig Essen. Aber das ist natürlich auch in Mineralwasser enthalten.

Essen wissenschaftlich anzugehen ist echt sauschwer. Ich mache heute mal süße Hirse, damit ich weniger Salz konsumiere und trotzdem genug Eiweiß bekomme. So wird das nix und mit Obst, wird das erstrecht nichts.

Alles Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. Das hat doch mit dem Essen nicht viel zu tun. Das ist psychosomatisch. Du posaunst das immer so laut raus, jetzt bleib dir doch einmal treu.
    Die Wahrheit ist, dass ich niemanden kenne, der so gar nicht psychologisch ist wie du.
    Du klebst an der Materie, an der Hülle, am Molekül.
    Deswegen auch deine Entscheidung, Medizin und nicht Psychologie zu studieren.
    Eindimensional.
    Oder Angst zu deuten, es vom Körper weg zu übersetzen?!

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  2. Nö, ich bin nur hier rein in der Materie. Psychologie studiere ich im Anschluss, aber damit steht man ja auch nur auf der Strasse, wie als Schauspielerin.

    Diesen Monat habe ich Groll gegen meine eigene Weiblichkeit. Meine Weiblichkeit bereitet mir Schmerzen. Weil Männer alle doof sind, wie du ;-)))

    Gefällt dir das besser?

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  3. Ich würde aber auch nicht so viel Salz in meine Suppe tun, wenn die Würze des Lebens nicht fehlen würde, beim blöden Chemie und Physik lernen...

    Somatopsychisch=Psychosomatisch

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  4. hallo silke.
    schön dass du in der vorlesungsfreien zeit wieder mehr postest. die theorie von salz und wassereinlagerung kenn ich. eigentlich aber zu deinem letzten post .... stärke und pickel. ich hab vor 10 jahren und vor ca. 1 jahr meinen stuhl untersuchen lassen. in beiden fällen: mangelhaft verdaute stärkekörner - so steht es in den befunden. ich habe das thema stärke immer. je mehr stärke, desto mehr wasser bindet mein körper, desto mehr pickel. vielleicht doch eine form von verdauungsschwäche? lg sabine

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  5. Danke dir Sabine,

    das behalte ich mal im Hinterkopf. Wahrscheinlich macht auch hier die Dosis das Gift!

    LG Silke

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  6. Hallo Silke, zu dem Thema Stärke und Pickel habe ich ein wenig gegoogelt und bin dabei auf einen interessanten Text der Uni Kassel gestoßen. Dort wird beschrieben, dass Buchweizen zu 71 % aus Stärke besteht. Bei Verfütterung an Schweine und Schafe hatten diese vermehrt Krämpfe, Durchfall und Hautentzündungen.
    Du isst doch oft Buchweizen-Porridge, vielleicht hat es damit was zu tun. Ich werde das mal bei mir beobachten, ich habe in letzter Zeit leider auch vermehrt mit Pickeln zu kämpfen und esse dein Porridge ziemlich gerne.

    LG
    Cindy

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  7. Hallo Cindy,

    die Beobachtung brauchst du nicht mehr machen. Bei Buchweizen kommt es nicht zu Regelbeschwerden, sondern nur bei gekochter Stärke! Also zumindest bei mir. Reis, Hirse, Kartoffeln all das Zeug.

    LG Silke

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