Mittwoch, 30. September 2009

Schnauze voll...ich ziehe aus...



Hallo Liebes,

Tag 194: Ich hab die Schnauze voll – Ich zieh aus. Nachdem André sich gestern, nachdem er verschlafen hat, bei der GEW um Kopf und Kragen geredet hat und die den Strom trotzdem abstellen wollen weil er die letzten 3 Jahre schon diese Zahlungsmoral hat und ich die GEW auch noch völlig verstehe, ist es gestern Abend zum Eklat gekommen. Wieder.

André weiß, dass ich heute Geld bekomme, und hat mir als ich wieder kam aufgelauert und gefragt: „Siehst du vielleicht irgendeine Möglichkeit das Geld doch zu bezahlen.“ Ich: „Nein“. Er: „Also, die siehst wirklich keine Möglichkeit?“ Ich: „Nein, und wenn ich das Geld hätte würde ich es dir auch nicht geben.“ Er: „Wieso“ Ich: „Weil du endlich mal lernen musst, dass deine Handlungen auch Konsequenzen haben.“

Und dann ging die üblich Hass- und Beleidigungstirade wieder los. Was bin ich alles? Boshaft, dumm wie Brot, keiner mag mich, alle sagen ich sei ein Arschloch, nicht sozial und, und, und… Und alles was ich wieder gesagt habe war: „Man hat an anderen Leuten immer das auszusetzen, was auf einen selber zutrifft.“ Da hat er aber noch nie drüber nachgedacht und deshalb höre ich mir diese Beleidigungen immer wieder an. Weil ich rational weiß, dass sie nichts mit mir zu tun haben, dennoch tut mir das aber auch nicht gut, mich so was auszusetzen.

Mir ist dann gestern Abend rausgerutscht, eigentlich nach dem Streit, als ich schon alleine in meinem Zimmer war: „Ich zieh aus“ Und dann hörte ich von ihm aus dem Nebenzimmer: „Was?“ Ich hab dann nicht mehr geantwortet aber da war es erstmal raus. Ich wohne ja gerne hier, weil ich nur 280 € zahle, aber wenn André permanent Schulden auf meinen Namen macht, lohnt sich das auch nicht. Und der Ärger dauernd lohnt sich auch nicht.

Also hab ich dann im Bett grübelnd darüber sinniert und mich zum Auszug entschlossen. Fühle sich zuerst Scheiße an weil ich ja auch nicht weiß, was die Zukunft bringt aber wer weiß das schon? Ich bin hier auf einem sehr guten Weg, z
iehe mich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf und André will mich immer wieder rein ziehen.

Wir haben uns einfach auseinander entwickelt. Noch ist der Strom nicht abgestellt, aber das wird passieren und dann werde ich an meinem Geburtstag im Dunkeln sitzen und nach dem Kölnmarathon keine Duschmöglichkeit haben. Danke André!
Genau das ist rücksichtslos.

Wenn also jemand was hört über eine Wohnung, ein Zimmer oder ne WG in Köln für wenig Geld, wo Katzen gestattet sind: bitte eine Mail an silke-rosenbusch@web.de



Kommen wir aber zum Essen, darin war ich nämlich recht gut gestern. OK, viel zu viele Datteln, aber das essen von so vielen Kohlenhydraten hat bei mir eine ier auf Süßes losgetreten, dagegen versuche ich mich heute mal aufzulehnen aber wenigstens war alles wieder roh. Ich fühle mich ganz klar besser, je roher ich bin, das ist klar und ich fühle mich auch nicht so benebelt. Mit Kochkost ist es so wie am Tag nachdem man zu viel getrunken hat oder wie wenn man die erste Zigarette seit Tagen raucht. Benebelt. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Man kann sich nicht mehr so leicht auf die richtigen Prioritäten fokussieren, gibt sich dem Rausch hin. Ich meine, eigentlich ist es logisch, dass André sich so verhält. Wenn das einzige Nahrungsmittel das man konsumiert legalen Drogen sind?!

Ich muss mich ein bisschen sputen, deshalb mach ich mal schneller.

Was gab’s also zu essen?:

4 Feigen
2 Bananen
13 Datteln
10 Haselnüsse
1 Banane
Super Duper Mangosalat
6 Datteln
2 Feigen
Trauben
20 Haselnüsse
3 Bananen
1 Möhre
Möhrensalat ohne Öl
7 Datteln

Es ist gestern das Geld von dem Nachtdreh gekommen, so war ich fürs Erste gerettet, aber heute ist ja eh alles besser und ab sofort kann es nur noch bergauf gehen. Ich bin immer noch leicht überlastet wegen der Anforderungen an Hausaufgaben, weil ich nicht hinterher komme, aber ich bin ohne Kontaktlinse viel gelassener. Das sollte jeder wirklich mal ausprobieren. Seltsam…

Alles Liebe,

Silke

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