Sonntag, 4. Dezember 2011

Tomatensalat

Verdauung im Reagenzglas ist in meinem gestrigen Versuch gescheitert und das kam so.

Um Amylase zu gewinnen sollte man in eine Zitrone beißen und dann ausspucken. Das habe ich gemacht, hatte aber das Gefühl, dass wohl doch mehr Zitronensaft in meinem Ausgespuckten war als Speichel. Daraufhin riet mir die Tutorin eine zweite Speichelprobe zu nehmen, was ich dann gemacht habe indem ich bewusst Speichel produziert habe, der dann auch wie Speichel und nicht wie Zitronensaft aussah. Die Zitrone sollte dazu anregen Speichel zu produzieren. Und dieser zweite Speichel hat in den Reagenzgläsern dann keine Stärke zersetzt.

Der Grund dafür sei, so die Tutorin, dass bei meinem ersten Versuch mit der Zitrone so viel Amylase ausgeschüttet worden sei, dass beim zweiten Spucken nicht genug vorhanden war. Somit ist in Speichel scheinbar nur dann Amylase, wenn auch gegessen wird. Komisches Phänomen. Bei Rücksprache mit einem Kommilitonen stellte sich aber raus, das ihm das selbe passiert sei.

Bei dem Versuch an sich sollte rausgefunden werden bei welchem pH-Wert Stärke am optimalsten verdaut werden kann, was natürlich bei 7-7,5 so ist. Wenn der pH-Wert nicht stimmt funktionieren die Enzyme nicht. Sie funktionieren aber auch bei falschen Temperaturen nicht und da frage ich mich immer noch ob Amylase vielleicht auch dann nicht funktioniert, wenn ich mein Essen zu heiß esse.

Darüber konnten wir des weiteren leider nicht sprechen, aber ich habe sie extra nochmal gefragt, wie denn Amylase im Magensaft, wie wir es gelernt haben, vorkommen und funktionieren kann, wenn dort ein pH-Wert von 1-2 herrscht. Sie erklärte mir darauf hin, dass die Amylase im Magen eine andere Amylase sei als die im Speichel. In erster Linie ginge es aber im Magen eh um die Durchsäuerung der Nahrung. Zudem erzählte sie mir, dass bereits im Mund, durch die Mundschleimhaut Kohlenhydrate in den Blutkreislauf aufgenommen würden. Das sei besonders wichtig, weil das Gehirn eben ausschließlich mit Zucker arbeiten kann. Alles andere kann es nicht verwerten, so wie ich es auch zuvor immer gelesen habe. Das sei der Grund dafür, dass man Dexto Energen lutschen muss und nicht zerbeißen soll. Das gilt natürlich ebenso für Honig oder Agavendicksaft.

Rohkost-Buch

Eigentlich wollte ich euch heute aber nur das Rezept vom letzten Wochenende mit auf den Weg geben, dass ich letzten Sonntag nicht mehr zu posten geschafft habe. Es ist eine Adaption aus dem Buch Fresh! von den Boutenko Kids. Ich habe wieder mal das Fett reduziert und die Zutaten vereinfacht und war wieder mal hingerissen davon wie lecker es war. Vor allem, wie gut Sellerie und Avocado miteinander harmoniert. Trotzdem würde ich empfehlen den Salat zu teilen oder an 2 Tagen zu essen, da er immer noch ziemlich viel Fett enthält.

Tomatensalat


5 große Tomaten, geschnitten
1 Avocado, gewürfelt
4 Stangen Sellerie
1 TL Sonnenblumenöl
1 TL Himalayasalz

Alles in einer Schüssel mischen. Als Beilagensalat für 3-4 Personen.

Guten Hunger und alles Liebe,

Silke

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