Hallo Liebes,
Tag 861: Ich sehe, ich habe mich schon wieder falsch ausgedrückt bzw. bin falsch verstanden worden. Durian und Bananen sind natürlich nicht nur leere Kalorien, sie enthalten aber so gut wie ausschließlich die Vitamine und Mineralstoffe die mit Rohkost eh total leicht aufzunehmen sind. Wenn ich also mehr Durian und Banane esse als ich Nährstoffe brauche die dort drin sind, sind es leere Kalorien. Für jemanden der nur Fleisch und Weißbrot isst, ist es natürlich wichtig Durian und Banane zu essen. So meine ich das.
Ich habe gestern mal keinen Bananensmoothie nach der Arbeit gegessen und habe dadurch gleich 500 Kalorien eingespart und war dennoch kein bisschen hungriger. Vielleicht bin ich genau deshalb noch Hungrig WEIL eben in Banane nichts drin ist, was mein Körper NOCH bräuchte. Vielleicht ist es das selbe bei Otto Normalverbraucher, wenn er bei McDonald’s isst. Er nimmt nicht die Nährstoffe auf, die er braucht und ist dann kurz danach eben wieder hungrig. Nach Brokkoli ist mir das auch gestern wieder nicht passiert, aber Brokkoli enthielt auch wieder genau die Nährstoffe die mir noch fehlten.
Und natürlich habe ich nicht vor, mich auf Dauer nur nach einem Computerprogramm zu ernähren, sondern es dient wieder mal dazu, sich einen Überblick zu verschaffen was wo drin ist. Und wenn man das macht, wird einem auch klar, warum man nicht pauschal sagen kann, dass eine vegane Ernährung gesünder ist oder eine vegetarische oder eine rohe oder eine mit Fleisch, denn es kommt auf die Ausgewogenheit ab.
Also habe ich gestern mal „nur“ 2500 Kalorien gegessen, was automatisch dazu führt dass ich auch mehr Fett gegessen habe bzw. meinen Fettkonsum auf die von mir eigentlich angepeilte Marke gebracht hat (wenn man Prozente berechnet). 20% bei 53 g Fett. Eigentlich will ich nur 40 g essen, aber irgendwie fiel es mir gestern schwer meine Omega 6 Fettsäuren zusammen zu kriegen und so habe ich immer mehr Sonnenblumenöl auf den Brokkoli und die Kartoffeln gegeben. Und weil das immer noch nicht reichte auch noch was von dem Hummus gegessen. Es ist faszinierend zu sehen, wie lange fetthaltige Nahrungsmittel bei mir momentan im Kühlschrank aushalten ;-)
Und trotz dieser 3000 kcal habe ich den Eindruck, dass ich Fett verliere, was schon Sinn macht, weil ich ja keines esse.
Irgendwas ist dran an der 80/10/10 Philosophie dass man viele Kalrrien esse muss. Was ich vor allem nicht esse sind gesättigte Fettsäuren, die ja im allgemeinen, außer von Christian Opitz, für nicht gesund gehalten werden. Gesättigte Fettsäuren sind aber auch die von denen mein Körper an Hüften und Oberschenkeln zu viel hat, also vielleicht verbrennt es deshalb dann die? Ist das der Hintergrund warum Kalorienzählen so oft nicht wirkt? Vielleicht einer der Faktoren.
Dennoch war ich aber auch gestern wieder 14 km Joggen und mit Sicherheit verbrenne ich auch ne Menge Kalorien. Außerdem verbrennt man ja auch bei jeder Kleinigkeit mehr, wenn man grundsätzlich mal mehr Muskeln hat und ich fahre zudem jeden Tag 40 Min zur Arbeit und zurück mit dem Fahrrad. Über mangelnde Bewegung kann ich mich, trotz Bürojob nicht beklagen. Wenn ich mich auch auf der Arbeit dauern wundere warum ich die Einzige bin, die dauernd isst, wohingegen Kolleginnen die ungefähr 3 Mal so breit und schwer sind wie ich scheinbar nie eine Essenspause machen. Das ist so ein Phänomen, dass ich noch nie begriffen habe. Dicke Menschen essen irgendwie nie in der Öffentlichkeit…
Und dann frage ich mich auch noch warum sich scheinbar auch mein Körper eher zu einer veganen Ernährung hingezogen fühlt, denn sobald ich mein Kalzium auch woanders her beziehen kann als aus Käse, mache ich das offensichtlich sofort. Ich esse lieber Carob und Brokkoli als Käse. Nicht, dass ich Käse nicht mag, ich mag alles wo Fett und Salz drin ist ;-), aber irgendwie hat es mich doch noch eher zum Brokkoli hin gezogen.
Liegt es daran, dass ich auf vegan geeicht bin, psychisch und physisch, oder könnte es auch daran liegen, dass es dem Körper bei pflanzlicher, oder besser, natürlicher Nahrung, leichter fällt das Kalzium aufzuschließen. Denn so lecker Käse ist, zunächst mal ist er Milch von einer anderen Spezies zum anderen ist er dann auch noch fermentiert! Ich glaube zwar auch nicht, dass geringe Mengen Käse Schaden können, tatsächlich glaube ich, dass es mehr schaden kann, wenn man sein Kalzium nicht bekommt, aber irgendwas in mir will dann doch lieber den gekochten Brokkoli statt des rohen Käses...
Was gab’s zu essen?:
Rooibostee
Püree aus Bananen, Buchweizenkeimen, Zimt und Leinsamen
110 g Carobschoten
1 Paranuss
10 eingeweichte Mandeln
10 Uhr: 2 Birnen
10:45 Uhr: Cucumbermeal aus 1 Gurke und 84 g Avocado mit Kresse, Salz und Nori
4 Kartoffeln
2 Datteln
12:45 Uhr: 7 Datteln
3 Kartoffeln
14:15 Uhr: 5 Datteln
16:30 Uhr: 500 g Brokkoli mit 2 TL Sonnenblumenöl, Prise Salz und Sesam-Wildkräuter-Gewürz von Vitakeim
2 Datteln
20:40 Uhr: 1 Gurke mit 40 g Cashew-Hummus
200 ml Rotwein
Ich hatte außerdem bereits auf der Arbeit Blähungen und habe wieder keinen Schimmer wieso. Das Einzige was ich anders gemacht habe, als die Tage zuvor, war die Birne und die Avocado. War die Avocado zu viel Fett? Liegt es daran? Oder ist irgendwas Blähendes in Birne. Das Frühstück was das gleiche wie sonst auch immer, daher bin ich da ratlos.
Und heute gibt‘s dann wahrscheinlich mal keine Brokkoli, es sei denn, mein Flaschenpfand reicht zusammen mit den restliche Geld aus, noch welchen zu kaufen. Aber mittlerweile bin ich voll an diese Situation gewöhnt und sage mir immer nur „In 2 Monaten ist es vorbei“. Wenn dann noch alle Arbeitswochen so schnell vorbei gehen wie diese, dann ist auch das völlig in Ordnung!
Alles Liebe,
Silke
PS: 72 g Eiweiß bei 19% Fett
Was als schlichtes Rohkosttagebuch anfing hat sich zu einer Dokumentation über die wahrhaft gesündeste Ernährung für die Spezies Mensch entwickelt. Mein Medizinstudium ermöglicht mir seit 2011 die Zusammenhänge von Nahrung und Gesundheit wissenschaftlich zu erkennen sowie Studien objektiv zu beurteilen. Klar ist: Die optimale Ernährung für die Spezies Mensch ist vollwertig und weitestgehend pflanzlich. Anekdotisch und wissenschaftlich zugleich! - Viel Spaß beim Lesen!:-)
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Samstag, 13. August 2011
Kalorie? Wichtig oder unwichtig?...
Sonntag, 10. Oktober 2010
Natalia Rose - Detox 4 Women
Hallo Liebes,
Tag 557: Natalia Rose – Ich liebe sie!!!! Sie ist die einzige die eine Brücke schlagen kann zwischen Cousens und Graham und die außerdem noch bedenkt, dass wir nicht in der Steinzeit leben, sondern in modernen Großstätten, Jobs haben und Familien zu versorgen. Zudem entspricht was sie sagt, der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.
Ich habe Detox for Women: An All New Approach for a Sleek Body and Radiant Health in 4 Weeks
„Alle Getreide, außer Hirse, dienen als Nahrung für Darmpilze. Quinoa und Buchweizen stehen an nächster Stelle auf der „sicheren-Getreide-Liste“ und können in die Ernährung integriert werden. Nichts desto trotz ist die beste Option Stärke zu verzehren die, sie aus Gemüse mit hohem Stärkeanteil zu beziehen (Kürbis, Butternuss etc.) Diese ist eigentlich die einzigen Formen von Stärke, die Frauen regelmäßig verzehren sollten“
„Frauen und Fett passen nicht gut zusammen. Gerade in dem Moment als Frauen anfingen die Nachricht zu verstehen, dass Fett nach Möglichkeit vermieden werden sollten, fing die Rohkostcommunity an die Vorzüge von rohen Ölen und Koko zu preisen – manche verbreiten sogar sie könnten davon so viel essen wie sie wollten ohne davon zuzunehmen! Mir ist sehr schnell klar geworden, dass es zu einem Großteil die Männer in der Bewegung waren, die das Fett so an preisen. Männer verstoffwechseln Fett viel leichter; für Frauen ist das einfach komplizierter“
Tatsächlich kenne ich keinen übergewichtigen Mann in der Rohkostszene. Mit ihrem Gewicht hadern und übergewichtig werden, tun nur Frauen in der Rohkostszene. Scheint was dran zu sein
„Während Kürbisse und Süßkartoffeln biochemisch der handelsüblichen Kartoffel überlegen sind, sind alle Gemüse, inklusive Kartoffel besser als Getreide (außer Hirse und Quinoa)"
„Obst ist wahrhaftig das reinste Nahrungsmittel für den menschlichen Körper – während dein Körper sich reinigt wirst du mehr und mehr feststellen, dass Obst dich komplett zufrieden stellt und energetisiert. Wenn du hingegen immer noch aufgedunsen wirst und der Ausscheidungsprozess nach dem Essen von Obst nicht funktioniert oder solltest du immer noch einen wenig stabilen Blutzucker haben, dann ist es ratsam mit dem Genuss von viel Obst zu warten, bis der Körper reiner geworden ist.“
„Wenn du Getreide in deine Ernährung integrieren willst, behalte im Hinterkopf, dass Getreide kein ideales Nahrungsmittel für den Menschen ist (Hirse ist die einzige Ausnahme). Ich empfehle also nicht Getreide in den Mittelpunkt der Ernährung zu stellen. Ein Mal in der Woche kannst du aber Pasta genießen, oder Brot oder auch Kekse, vorausgesetzt alles ist von hoher Qualität“
„Nüsse, es sei denn dun knackst eine nach der anderen, wie ein Eichhörnchen, sind zu konzentriert als dass sie ein täglicher Bestandteil der Ernährung sein sollten. Gekeimte Nüsse und Samen sind leichter zu verdauen, sind aber auch nicht leicht genug um regelmäßig verzehrt zu werden“
„Gekochtes Essen und nicht-veganes Essen ist nicht der Feind; genauso wenig wie nicht alle roh-veganen Nahrungsmittel zu innerer Reinigung führen“
„Einige qualitativ hochwertige, nicht-roh-vegane Nahrungsmittel sind leichter zu verstoffwechseln als so manche roh-veganen Nahrungsmittel“
„Die Rohkostpropaganda da draußen ist sehr verführerisch, aber ohne eine kluge Übergangsperiode und Darmreinigung, ein Desaster für viele Frauen.“
„Wenn du männlich bist und unter Blähungen und Aufgedunsensein leidest, wenn du Stimmungsschwankungen hast und zu Gelüsten nach was Süßem oder Stärke neigst, dann wird dieses Programm auch viele deiner Unausgewogenheiten beseitigen.“
„Fleisch sollte man nur 3 Mal in Woche konsumieren“
Ganz, ganz viel davon kann ich so unglaublich gut nachvollziehen. Im Endeffekt handelt das Buch davon, dass viele Frauen irgendwo Rohkost entdecken um abzunehmen oder zu entgiften, oder was auch immer, und dann feststellen, dass sie viele Rohkostsachen nicht vertragen, davon aufgebläht werden oder einfach kein Obst verdauen können. Der Grund dafür liege im Allgemeinen am Pilzbefall des Darms und der müsse zunächst beseitigt werden. Dazu hat Natalia Rose ihr "Detox for Women" entwickelt. Das ist aber so ziemlich das gleiche was Gabriel Cousens in seinem Rainbow Green Live-Food Cuisine
Ich glaube nicht, dass ich Candida habe, aber mir ist gestern folgendes passiert:
Ich habe kurz vor Mittag Haferbrei mit Stevia, Vanille und Zimt gegessen. Am Vortag hatte ich den auch schon mal und hatte zusätzlich mit Agavendicksaft gesüßt. Nachmittags hatte ich dann Blähungen, also habe ich es darauf geschoben, dass Agave und Hafer zusammen gärt.
Gestern habe ich ihn als ohne Agavendicksaft gegessen und alles war in bester Ordnung bis ich gegen 15 Uhr, also mehr als 4 Stunden später, eingeweichte Aprikosen gegessen habe, was zu entsetzlichen Blähungen geführt hat. Das obwohl so viel Zeit dazwischen lag, ich nicht falsch kombiniert hatte etc. Ich hab sowas normalerweise nicht - auch nicht ei Trockenfrüchten nach Salat. Getreide scheint wirklich sehr schwer verdaulich zu sein. Ich esse es definitv nicht mehr ungekeimt, das Glutenhaltige schon lange nicht und gestern Mittag hatte ich das Buch noch nicht gelesen. Ich probiere es heute noch mal mit gekeimtem Getreide in Kombination mit eingeweichten Feigen. Das war Anfang der Woche lecker und hat keine Probleme verursacht, Geteidekeime gelten botanisch als Gemüse und nicht mehr als Keim und da man frisches Obst nicht mit Gemüse mischen sollte, nehme ich liebe versuchsweise getrocknetes.
Ansonsten habe ich darüber nachgedacht ob ein wenige gekochtes Essen in der Ernährung Sinn macht oder nicht und bin da hin und hergerissen. Momentan gelingt es mir sehr gut die Nährstoffwerte zu ereichen die ich brauche und wenn ich Obst auf leeren Magen esse, bekomme ich genug Kohlenhydrate. Auch Eiweiß hatte ich gestern genug, da ich entdeckt habe, dass Gemüse im allgemeinen sehr viel Eiweiß enthält: ½ Blumenkohl hat 15 g, 100 g Lachs hatten 20 g. Blumenkohlfastfood ist mein bester Freund ;-))) Wenig Fett kriegt man auch hin, wenn man auf Nüsse verzichtet und Kokosöl ist fett- und kalorienärmer als anderes Öl.
Und dann beschreibt Natalia immer noch folgendes, worauf ich seit gestern Appetit habe: Gedämpftes oder sautiertes Gemüse mit Marinarasauce und rohem Ziegenkäse bestreut. Das ist ein entgiftendes Gericht bei dem einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Bei Milchprodukten bin ich mir ja auch recht unschlüssige. Ich halte sie eigentlich nur für Babys ideal, deren Mütter nicht stillen können und in dem Fall auch nur Ziegenmilch. Ich finde aber auch, dass ich die Dinge weiter erforschen sollte und vielleicht probiere ich es mal aus. Gestern habe ich erstmal Süßkartoffeln gekauft und überlege sie zu erhitzen um zu gucken was passiert.
Und obwohl ich die gekochte Hirse im Kühlschrank habe, hat mich nichts dahin getrieben! Trotzdem waren die letzten 2 oder 3 Tage 100% roh. Ich glaube ich kann kaum noch anders....
Was gab’s zu essen?:
1200 g Honigmelone (ja, ich habe es gewogen – nur das Fruchtfleisch sind mehr als 1 Kilo und sie enthält ganze 640 kcal)
10:30 Uhr: Haferbrei aus 150 g eingeweichtem Hafer mit viel Stevia, Vanille und Zimt
2 Tassen Kräutertee
14:00 Uhr: Blumenkohlfastfood aus 600 g Blumenkohl, 1 EL Kokosöl, Salz und Curry
5 Datteln (als Dessert)
15:30 Uhr: 100 g getrocknete Aprikosen, eingeweicht
17:00 Uhr: weitere 50 g Aprikosen
21:00 Uhr: Salat aus 2 Miniromana, 100 g Linsenkeime, ½ Paprika, 1 Frühlingszwiebel und Dressing aus 1 EL Olivenöl, Stevia, Salz, Apfelessig, Kreuzkümmel und Cayennepfeffer (sehr lecker)
Ich glaube es ist wirklich so, dass wenn man genug von den Makronährstoffen Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate isst, wird man auch richtig satt. Dieser Salat am Abend hat voll gesättigt trotz seiner nur 200 Kalorien. So satt machen mich 5 Bananen im allgemeinen nicht.
Gekeimte Linsen (100g) sind toll. Sie haben 4 g Eiweiß auf nur 30 Kalorien und enthalten verschwindend geringe Fettmengen.
So kam ich gestern raus bei 2065 Gesamtkalorien, 12 % Eiweiß, 69 % Kohlenhydrate und 16,6 % Fett. Ich fand das total super, zudem ich auch noch 36 g Eisen zu mir genommen habe – die dreifache Menge der empfohlenen Tagesdosis. Und ich werde wirklich kräftiger und stärker. Ich fahre normalerweise im 2 Gang Fahrrad. Das mache ich seit etwa einem halben Jahr, vorher war es immer der dritte Gang. Der erschien mir aus irgendweinem Grund plötzlich zu anstrengend. Gestern komme ich vom Flyer verteilen nach Hause und stelle fest, dass ich die ganze Zeit im vierten Gang unterwegs gewesen war und mich das gar nicht belastet hat.
Also der Rohköstler nimmt im allgemeinen genug Eisen auf, die Verwertung könnte das Problem sein und damit zusammenhängen könnte evtl. B12 Mangel. Es ist auf jeden Fall reichlich Eisen in Obst und Gemüse vorhanden. Vielleicht leiden ja auch Vegetarier unter B12 Mangel, da es ja so hitzelabil ist und Vegetarier nun gar keine rohen tierischen Produkte verzehren. So was untersucht ja kein Schwein. Egal – muss man es halt selber machen.
Also geht’s jetzt los zum feiern, liebe Leute. 10.10.2010 – der 1. Weltrohkosttag ist eröffnet. Um 16 Uhr geht’s los im Bürgerhaus Ehrenfeld in Köln-Ehrenfeld. Wer noch kurzfristig vorbeikommen möchte, braucht sich keinen Zwang anzutun, er ist herzlich willkommen – vorausgesetzt er bringt mir 8 € für die Raummiete mit!
Alles Liebe,
Silke
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Samstag, 9. Oktober 2010
Exkurs - Quantenphysik und Eiweiß....
Hallo Liebes,
Tag 556: Meine Geburtstagsgeschenke sind angekommen!!! Sowohl die, die mir selber geschenkt habe, als auch die, die ich mit dem Amazon-Gutschein meiner Schwester und meines Schwagers gekauft habe. Die von dem Gutschein waren schon im Laufe der Woche da, aber ich hatte hier wichtigere Themen zu besprechen.
Von dem Gutschein meiner Schwester hab ich mir Ani's Raw Food Essentials: Recipes and Techniques for Mastering the Art of Live Food
Ich hatte kaum Zeit da rein zu schauen. Das Anastasia-Buch ist noch in Plastik verpackt, Ani Phyo’s Buch habe ich durchgeblättert und besonders imponiert hat mir darin, dass sie Rezepte für Haushaltsreiniger mit drin hat. Ani ist so ultra grün in allem was sie macht. Sie schreibt immer wieder über Recycling und Umweltschutz was sonst keiner der Rohkostautoren macht. Sehr löblich!!!
Dann Natalia Rose – hat mich schockiert, dass das Buch so klein und dünn war, dafür dass es 20,99 € gekostet hat. Ani Phyo’s Buch war genau so teuer ist aber 5 Mal so dick….
Jetzt habe ich ja kürzlich über dieses total schräger Buch Raus aus dem Geld-Spiel! Ihr Wegweiser für den täglichen Kampf ums liebe Geld. Ändern Sie die Regeln - dann gewinnen Sie!
Die Theorie geht so, dass die Wissenschaft raus gefunden hat, dass die kleinsten Teile Atome sind, die wieder aus Elektronen und Protonen bestehen, die wieder aus noch etwas kleinerem bestehn und so fort. Irgendwann seien aber keine kleinsten Teile mehr vorhanden sind sondern nur noch reine Energie. Diese Energie sei dann Quasi Gott oder das eigene höhere Selbst – je nach Religion – und diese Energie könne verändert werden und so würde sich dann, auf der Energie basierende kleinste Teilchen, dann Elektronen und Protonen, dann Atome anders zusammensetzten und so können man sich eine andere Realität erschaffen. Außerdem geht der Author davon aus, dass das ganze Leben ein Spiel sei, dass das höhere Selbst sich entschieden habe das Menschenspiel zu spielen, dass alle Herausforderungen und Hindernisse dazu da seien ein neues Level zu erreichen, dass nichts wirklich wichtig und existenziell ist, weil das höhere Selbst eh für einen sorge. Ich gestehe, mir gefällt der Gedanken. Vor allem regt man sich dann nicht so viel auf, wenn man das Leben so sieht. Diese Theorie fügt sich außerdem, wie ich finde, in viele andere Theorien perfekt ein - nicht nur ins positive Denken, sondern auch in Platons Erkenntnistheorie.
Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte war, dass Natalia Rose in The New Energy Body
Und dann gab’s ja noch die 2 Bücher die ich mir selbst zum Geburtstag geschenkt habe nämlich Natalia Rose’ Detox for Women: An All New Approach for a Sleek Body and Radiant Health in 4 Weeks
In beiden habe ich gestern bereits angefangen zu lesen. Dr. Fuhrmanns Buch hat als Einleitung zunächst mal die Empfehlung von ca. 20 schulmedizinischen Ärzten (sehr imponierend) und auch Natalia Rose hat einen Arzt für ihr Vorwort gewinnen können. Der wiederum beruft sich auf die mediterane Ernährung welche viel Gemüse, wenig Fleisch, Milchprodukte und Eier enthält, dafür aber reichlich Olivenöl und Wein in Maßen. In nehme mal an die mediterane Ernährung ist den meisten unter euch bekannt. Jedenfalls enthalte die mediterane Ernährung ca 25-35 % Fett und dies sei ziemlich hoch sagt Dr. John E. Shrobeck, der das Vorwort geschrieben hat. Der Grund, weshalb die Menschen in den Mittelmeerländer bei dieser Form der Ernährung aber so gesund seien wäre, dass die Fette die sie verzehrten, größtenteils ungesättigt seien. Nur 8% kämen aus gesättigten Fetten, die im allgemeinen tierischen Ursprungs sind.
Also hier mal wieder 35% Fett ist relativ hoch und ihr habt an meinem Beispiel gesehen wie schnell man bei 50% Fett landet, wenn man Gourmetrohkost macht. Ih schätze an anderen Tage habe ich es sicherlich auch schon auf 70-80% geschafft. Ich persönlich schießte aus dieser Aussage, dass bei Rohkost 35% Fett völlig in Ordnung sind, da es sich um gesunde Fett handelt, aber mehr sollten es mit Sicherheit nicht seien.
Das nächste worauf ich bei mir selber gestoßen bin ist, dass es mir tatsächlich recht schwer fällt genug Eiweiß zu essen. Ja, es wird immer gesagt in Salat und Sprossen sei reichlich Protein drin, aber wisst ihr wie viel Gramm Alfalfasprossen man essen muss um so viel Eiweiß aufzunehmen wie 100 g Lachs enthält? 450 g!!!! Gut, 10% Eiweiß reichen aus aber wenn ich nicht konkret darauf achte, lande ich unter 10% wie zum Beispiel gestern.
Was gab’s zu essen?:
Banane-Feigen-Alfalfapudding (5 Bananen, 4 Feigen, 50 g Alfalfa)
11.30 Uhr: Haferbrei (100 g Hafer, 1 EL Agave, Stevia, Vanille und Zimt)
1 Eisen/B12 Tablette
13:00 Uhr: 200 g Möhre
15-17 Uhr: 4 Bananen, 500 g Weintrauben
20:00 Uhr: 10 Paranüsse, 4 Cocktailtomaten, ½ Gurke, 1/3 Paprika
21:30 Uhr: Salat aus Feldsalat, ½ Paprika, Möhre, 1 Blatt Nori und Dressing aus Kokosöl, Apfelessig, Stevia, Cayenne und Himalayasalz
250 ml Rotwein
Diese paar Sachen waren sage und schreibe 2704 Kalorien. Mehr als ich darf, aber ich bin gestern auch 30 km Fahrrad gefahren, vielleicht hatte ich deshalb mehr Hunger.
In Prozenten macht das 6,9 % Eiweiß, 67% Kohlenhydrate und 18,9 % Fett. UND 27 g Eisen (12 braucht eine nichtschwangere Frau) - nicht das ich noch ne Überdosis kriege, wobei angemerkt werden muss, dass Eisen nur mit genug B12 optimal assimiliert werden kann....
Ich stelle fest, dass es weitaus sinnvoller ist einen EL Kokosöl auf Salat zu tun, der 10 g Fett enthält als 10 Paranüsse mit 40 g Fett zu verdrücken. Aber an meinem Eiweiß muss ich arbeiten. Ich schätze, dass ist mit einer der Gründe warum Frutarier nach ca. 7 Monaten zu scheitern scheinen. Früchte enthalten zwar Eiweiß aber vielleicht nur 3-5% ihrer Gesamtkalorien. In Gemüse, Grünzeug und Sprossen ist weitaus mehr drin.
Meine Linsenkeime sind fertig, also werde ich wohl heute mal damit experimentieren.
ABER: gestern auf dem Fahrrad habe ich es gemerkt. Ich fühle mich stärker und kräftiger und ich glaube ich bin wirklich in den letzten 2 Jahren mieser im Joggen geworden, weil die Ernährung entweder nicht ausgewogen war, oder mir irgendwas gefehlt hat.
„Where do you get your protein from?“ – Scheint eine berechtigte Frage zu sein...Mit Nüssen geht’s jedenfalls nicht, da ist bei weitem zu viel Fett drin….
Alles Liebe,
Silke
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Donnerstag, 7. Oktober 2010
Bananen vs. Hirse
Tag 554: Und schon wieder gab es reichlich interessante Kommentare gestern, was mich dazu veranlasst hat mal zu schauen, was eigentlich der Unterschied zwischen Bananen und Hirse ist. Ja, schon klar, das eine ist Obst, das andere Getreide, aber wie sieht es mit den Inhaltstoffen aus? (Ich bin übrigens immer noch davon überzeugt, dass der Mensch eher Kohlenhydrate braucht als Protein – und falls jemand von euch eine Studie finden sollte, die untermauert, dass mehr als 35% Fett gut sei, seid doch so gut und schickt mir einen Link oder die Info)
Eine Leserin kam gestern auf die Idee, dass der Mensch vielleicht gar nicht so viel Kohlenhydrate benötige, wenn es so schwer sei die in unseren Breiten ungekocht zu verzehren. Ganz so schwer ist das nicht, da es ja noch die Pseudogetreide wie Buchweizen gibt, die roh zu verzehren sind, außerdem ist Hafer recht weich und somit roh zu verzehren. Und dann gibt es auch noch die Möglichkeit die gezüchteten Getreidesorten zu keimen bzw. einzuweichen, was jemand der sich seiner Gegend entsprechend ernähren möchte wahrscheinlich eh nicht essen würde, das es den Ackerbau und die Zucht ja erst seit 10000 Jahren gibt. Aber Buchweizen - den gibt’s schon länger. Hmm, ich gehe mal schnell welchen einweichen damit ich dann damit experimentieren kann und keine Hirse benötiger….
…so, wieder da – abgesehen davon ist, soweit ich das beurteilen kann, immer noch nicht klar inwieweit der Mensch an gekochtes Essen angepasst ist. Ziemlich klar ist, denke ich, dass auch in der Steinzeit vereinzelt gekocht wurde, wenn auch nicht in dem Maße wie wir es heute tun und wahrscheinlich auch hauptsächlich Fleisch.
Und dann fällt mir auf, dass ich viel zu wenig über die Inuit und ihre Ernährungsweise weiß, die ja hauptsächlich von rohem Fisch leben sollen. Ich meine irgendwo gehört zu haben, dass die zwar recht jung stürben, aber dafür astreine Arterien hätten. Ich glaube aber auch, dass sie weitaus mehr Fett verzehren, als überall empfohlen wird.
Aber mal zurück zu Bananen und Hirse.
3 Bananen enthaltern:
330 kcal
3 g Eiweiß
75 g Kohlenhydrate
verschwindend geringe Mengen Fett
Hirse enthält auf 250 g gekocht bzw. 100 g roh:
350 kcal
10 g Eiweiß
70 g Kohlenhydrate
5 g Fett
Die Kalorienmenge ist also fast gleich, die Kohlenhydrate auch, aber die restlichen Werte...Aus Jux und Tollerei schauen wir uns mal die Eisenwerte an:
Banane: 1,98 mg
Hirse: 9 mg - damit ist der tägliche Eisenbedarf fast erfüllt (10 für Männer, 12 für Frauen)
Ich fange an folgendes anzunehmen: Jedes Nahrungsmittel hat seiner Besonderheiten, seine bestimmten Fähigkeiten und Wirkstoffe und jedes Nahrungsmittel hat eine gewisse Berechtigung zu gewissen Zeiten und unter gewissen Umständen. Das gilt nicht für industriell verarbeitete Nahrungsmittel, wohlgemerkt.
Wenn ich also feststelle, dass ich von irgendwas zu wenig habe kann ich durch Kenntnis der Nahrungsmittel gegensteuern, aber dazu muss ich meine Nahrungsmittel scheinbar wirklich durch und durch kennen und das kann von keinem Verbraucher verlangt werden. Hauptsache roh, ist auf jeden Fall nicht die Lösung, roh ist aber ein unglaublich wichtiges Werkzeug zur Heilung und zu Wohlbefinden. Rohkost kann das selbe wie eine Fastenkur, die auch heilt, dennoch würde keiner auf die Idee kommen, weil eine Fastenkur so gut heilt und man sich so wohl dabei fühlt, müsste an sie für immer durchziehen.
Was ich damit sagen will ist, nur weil 100%ige vegane Rohkost nach 5-10 Jahren vielleicht nicht mehr funktioniert, heißt das nicht, dass sie nicht Myriaden an Beschwerden beseitigen kann und dass man sich deshalb auf Industrienahrung ausruhen kann.
Aber auch ich lerne nie aus: Hirse mag evtl. gut und sinnvoll sein, ist für mich mit Avocado kombiniert aber eine ebenso große Katastrophe wie Nüsse mit frischen Früchten. Ich fühle mich heute genau wie nach einem Potluck bzw. habe mich gestern schon völlig aufgebläht gefühlt.
Wir erinnern uns, dass Avocado wie Stärke kombiniert wir. Ich habe jetzt aber zum 2. Mal festgestellt, dass zumindest mir Avocado mit Stärke in einer Mahlzeit nicht bekommt. Vielleicht kann man unterschiedliche Getreide miteinander mischen, aber nicht Avocado mit Getreide. Zumindest ich nicht. Hab ihr Erfahrungen damit? Es würde mich interessieren, wie das anderen geht. Ansonsten habe ich keine Problem Hirse zu verdauen, ich hatte auch keine Probleme das Sushi zu verdauen. Mittlerweile glaube ich dass es Mumpitz ist, was in der Rohkostszene immer behauptet wird, dass man irgendwann zu rein sei um gekochtes Essen oder Stärke zu verdauen. Ich glaube es liegt allein am Salz und stimme damit Henning Müller-Burzler zu. Wer auf Salz verzichtet hat nicht genug Magensäure um Eiweiße aufzuschließen und wie ihr oben sehen könnt enthält Vollkorngetreide wie Hirse reichlich davon. Mehr als Bananen oder sonstiges Obst und Gemüse.
So, was gab’s also zu essen?:
1 Eisen/B12 Tablette
3 Bananen
13:00 Uhr: Cucumber Meal (Avocado, Gurke, Salz)
14:45 Uhr: Salat aus 250 g Hirse, ½ Avocado, Gurke, Tomate Alfalfasprossen
16.45 Uhr: eine Möhre
17:45 Uhr: 2 Bananen
18:15 Uhr: letztes Stück vom Geburtstagskuchen
20:30 Uhr: 2 Bananen
Also was passiert ist durch diese „falsche“ Hirse Avocado-Mischung ist exakt das gleiche gewesen, wie ich sonst immer mit Nüssen und Früchten erlebe. Dazu dieses Gefühl nicht richtig satt zu sein, noch mehr essen zu wollen obwohl der Bauch eh schon völlig gebläht ist und die Verdauung überlastet. Das kommt mir total mysteriös vor, denn eigentlich müsste ich doch dann das Gefühl haben das Essen besser sein zu lassen. Ist das Masochismus oder liegt es daran, dass ich glaube mir mit Essen was Gutes tun zu können? Was auch immer es ist, seit der „Trennkost“ habe ich dieses Gefühl von Unersättlichkeit nicht mehr und auch bei 80/10/10 hatte ich es nie. Es muss mit dem richtigen Kombinieren zusammen hängen und bedeutet offensichtlich, dass Avocado und Getreide nicht zusammen geht, obwohl Natalia Rose dies nicht explizit ausgeführt hat.
Mit diesem Essen, oder besser, mit der einen Avocado + Torte habe ich wieder mal furchtbare Verhältnisse ausgelöst:
2246 kcal zusammengesetzt aus 8% Eiweiß, 52% Kohlenhydrate und 42% Fett. Ich schätze ich esse auch zu wenig Eiweiß. Werde mal zusehen, wie ich das beseitigen kann. Laut Graham reicht ja 10 % aber ich frage mich auch, wie die Leute deren Stoffwechsel angeblich 40% Eiweiß bedarf dieses zu sich nehmen können, ohne zu viel Fett zu essen? Also, immer noch viele Mysterien zu erforschen…
Alles Liebe,
Silke
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Der Nährwertdschungel...
Hallo Liebes,
Tag 553: Auf meinen gestrigen Post habe ich einen Kommentar erhalten, in dem es hieß, dass es so scheine als würden die Leute über riesige Umwege wieder dahin zurück finden, was als eine allgemein gesunde Ernährung gelte. Irgendwie hat mich das gestört und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es stimmt und dann habe ich mich gefragt, wie sich die Rohkostszene überhaupt zusammen setzen kann.
Es war doch gerade Longevity Conference in LA, wo Matt Monarch (100% roh vegan), aber auch Kevin Gianni (high raw, vegan) Interviews mit Daniel Vitalis geführt haben und da war keinerlei negative Spannung zu spüren.
Ich glaube nicht, dass die Leute über Umwege wieder zu einer allgemeinen, gesunden Ernähurng finden, ich glaube es ist noch was anderes: ein Rohkostanteil von 70-80 Prozent ist, denke ich, erforderlich. Was die letzten 20-30% sind, macht dann den Unterschied aus, aber das kann stoffwechselabhängig, blutgruppenabhängig, vorfahrenabhängig, jahreszeitenabhängig etc, etc…sein.
70-80% Rohkost wird nicht von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen. Aber von mir, vorausgesetzt, die eigene Verdauungsfähigkeit reicht - wenn nich rohe Säfte oder gedämpftes Gemüse. Bei der Definition der letzten 20-30% wird es dann kompliziert und dann werden die größten Fehler begangen. Alles weiß ich nun auch noch nicht…
Ich war gestern wieder in der Videothek und habe mich, weil es ruhig war, gefragt, wie man mit Rohkost auf 65% Kohlenhydrate in der Ernährung kommen kann. Habe dann noch mal bei Gabriel Cousens nachgeschlagen, was der so empfiehlt. Er geht von unterschiedlichen Stoffwechseltypen aus. Der eine brauche etwa 50-55% Proteine, 25-35% Kohlenhydrate und 20% Fett, der andere 50-55% Kohlenhydrate, 30% Protein und ca 15% Fett, der gemischte Typ ca. 40% Eiweiß, 40%Kohlenhydrate und 20% Fett. Und somit stellt man mal wieder fest, dass sich alle uneins sind. Ich habe ja bereits bemerkt, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gerade die Werte diskutiert, aber der Einfachheit halber möchte ich auf das hinweisen, wo sich alle einig sind. Beim Fett! DGE, Cousens und Graham sind sich einig, dass man wenig Fett braucht, auch rohes Fett und wenn ich die 3 Wertevorgaben addieren würde und den Wert wieder durch 3 Teilen würde, käme ich auch bei 20% raus.
Das dumme ist nur, dass Cousens in „Rainbow Green Live-Food Cuisine“ keinen einzigen Tagesplan abliefert und alle im Buch enthaltenen Rezepte voll sind von Fett! Zudem empfiehlt er eine Kost aus Nahrung mit niedrigem glykämischem Index was beduetet, man darf keinen Kalorien aus Obst/gekochtem Getreide beziehen und auch nicht aus Fett. Proteine haben aber keine Kalorien - also woher soll die Energie kommen?
Im Zusamenhang mit Bernando Lapallo gestern, fiel mir dann auch wieder ein, dass Dr. Graham in 80/10/10 eine Studie vorlegt, die er aus John Robbins Buch „Living, Loving and Lasting“ entnommen hat. Es geht um die langlebigsten Völker der Erde, die Hunzas, die Menschen aus Vilcabamba und Abkhasia (ich nehme an, dass man auch Okinawa dazu zählen kann)
Folgende Wertetabelle wird aufgezeigt
Abkhasia Vilcabamba Hunza
Kohlenhydrate 69% 74% 73%
Fett 18% 15% 17%
Eiweiß 13% 11% 10%
Nahrung aus Pflanzen 90% 99% 99%
Tierische Nahrung 10% 1% 1%
Vitamine, Mineralstoffe und sonstige Lebensweise sind hier noch nicht mit drin, aber wenn ich all das vergleiche, komme ich mal wieder zu dem Schluss, dass weniger Fett für den Menschen weitaus besser ist und dass eine überwiegend pflanzliche Nahrung wichtig ist, auch wenn man nicht vegan oder vegetarisch sein muss oder sollte.
Aber wie stellt man das an?
Graham sagt Obst, Cousens äußert sich gar nicht dazu…
Als habe ich den ganzen Tag über, nach jeder Mahlzeit wieder gerechnet wie sich die 3 Nahrungsgruppen prozentual zueinander verhalten. Ich werde richtig gut darin dauernd zu rechnen. Ziemlich ideale Werte hatte ich noch nach 5 Bananen und einem Stück Geburtstagskuchen aber dann wurde das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Fett immer schlechter, da ich ja meistens Morgens die Kohlenhydrate in Form von Obst esse.
Also habe ich gedacht: Drauf gekackt, ich probiers jetzt aus, kaufe eine Tüte Hirse, schaue wie ich darauf reagiere, wenn ich gekochte Hirse esse und vor allem, was das mit den Prozentzahlen macht. Zur Erinnerung hier noch mal die Vorteile von Hirse: Glutenfrei und basenbildend.
Und das hat mich dann mit zumindest der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gefälligen Zahlen aus dem Tag gehen lassen: 9,6% Eiweiß, 60% Kohlenhydrate und 29% Fett. Allerdings gehe ich immer noch davon aus, dass Leinsamencracker gar nicht richtig zählen könnne, da die Samen fast unverdaut wider ausgeschieden werden. Egal, ich hab sie mitgezählt.
Meine Meinung zum Unterschied zwischen einer allgemeinen gesunden Ernährung nach DGE ist, neben dem viel höheren Rohkostanteil, der meines Erachtens in vielerlei Hinsicht immer noch der Schlüssel ist, auch, dass diese ganzen Rohkostleckereien, wie auch meine Geburtstagstorte, immer noch weitaus gesünder sind, als z.B. normale Torte – wenn sie auch trotzdem eine Ausnahme bleiben sollte – eben wegen dem hohen Fettanteil. Sich intensiev mit Rohkostzubereitungmöglichkeiten auseinanderzusetzten ist für jeden absolut nützlich.
Und so ist das schlussendlich immer noch das verbindende Element zwischen all den Rohkostrichtungen und ich bin sehr froh, dass sich da nicht mehr beschimpft wird, wie es vor ein paar Jahren noch war. Was viele Leute zur Rohkost inspiriert ist die: „All you can eat“ – Mentalität. Hauptsache roh, der Rest ist egal. Dem ist nicht so – zumindest nicht dauerhaft.
Was gab’s zu essen?:
1 Grüntee
4 Bananen
1 Eisen/B12 Tablette
2 Bananen
10:45 Uhr: 1 Stück Geburtstagstorte
14:00 Uhr Möhrensalat ohne Öl
30 g Leinsamencracker - tortilla style
17:00 Uhr: 3 Bananen, 1 Miniromana
20:30 Uhr: Salat aus 350 g gekochter Hirse, Möhren, Tomaten, 1 EL Kokosöl, 1 Selleriestange, 1 Miniromana, Salz, Cayenne, Sojasauce
2580 kcal – 2350 darf ich laut DGE-Rechnung…egal, gestern waren’s weniger
Der Großteil des Fetts kam natürlich aus der Torte und ein Stück hab ich davon auch noch. Mal schauen was danach passiert, aber ich habe gestern schon gemerkt, mal wieder, wie immer wenn ich Fett versuche einzuschränken, dass es mich doch am besten von allem satt macht. Ok, ich könnte mir vorstellen, dass Hirse das auch kann, aber Fett macht mich echt zufrieden. Verflixt aber auch…;-)
Und a propos zufrieden: Ich habe gestern die Nikotinkaugummis abgesetzt. Boah, war ich genervt!!! Dass ist das was „Soma“ in „Brave new world“ kann. So richtig schön Gefühle unterdrücken. Das Leben ist weniger leicht, ohne Nikotinkaugummis und positives Denken fällt mir schwerer….Meine Fresse!!! – Muss da jetzt wohl durch, wie?
Alles Liebe,
Silke
Labels:
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