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Samstag, 15. Oktober 2011

Popcorn a la Dr. Switzer...

Hallo Liebes,

Tag 924: Also, meine Tutorin ist der Meinung, dass es eingeklemmte Nerven eigentlich gar nicht gäbe und dass meine Unterrückenschmerzen auf jeden Fall muskulär seien. Und sie muss es wissen, sie will Neurologin werden! Sie sagte so was geht meist von selbst wieder weg. Tatsächlich fühlt der Schmerz sich momentan so an, als ob ich einen Muskel dehnen würde. Ich nehme an, sie hat recht. Auch wenn sie mich direkt gefragt hat, ob ich mich verhoben hätte oder so was. Habe ich ja nicht. Also schlussfolgere ich, dass es psychosomatisch ist. Geldbedingt, oder besser geldmangelmangel-bedingt.;-) Es soll sich wohl dann legen, wenn ich alle Geldmangelgefühle freigegeben habe ;-) Aber es wird besser, was ich darauf schiebe, dass ich mich allein mit den Geldgefühlen auseinander setze.

Um 1 Uhr war das Treffen mit meiner Tutorin und ich finde sie super! Sie hat uns so Sachen erklärt wie wo im Internet man Lernmaterialien finden kann, welche Bücher es sich zu kaufen lohnt, wie man den Bericht über seinen zu betreuenden Patienten abfasst und wie die Kompetenzfeldtutorien ablaufen. Getroffen haben wir uns in einem Kölner Kaffee und ich habe dran gedacht Rooibostee zu bestellen statt irgendwie Latte Macchiato. Allerdings hatte ich eh keine Lust darauf. Das Treffen war ja Arbeit und kein Vergnügen.

Einer meiner Kommilitonen hat dann die Tutorin gefragt, ob man denn wirklich ALLE Vokabeln aus der Terminologie lernen müsse. Das klingt in meinen Ohren so wie als würde ich den Regisseur fragen, ob ich wirklich den kompletten Text meiner Rolle lernen muss! Hallo??? Ist doch logisch! Offensichtlich ist da wirklich ein riesiger Unterschied zwischen Abi-Online im Abendgymnasium und der Art und Weise wie man auf einem normalen Gymnasium sein Abitur macht.

Da die meisten Noten, ich glaube sogar alle, die man in den ersten 2 Jahren im Studium bekommt sowieso in kein Zeugnis einfließen, geht es, so die Tutorin, in erster Linie darum, dass man lernt wie man lernt. Ich glaube ich bin wirklich im Vorteil, weil ich das schon kann.

Nach dem Treffen habe ich mich dann für den Biokurs angemeldet und mich nochmal schlau gemacht, dass Bio auch wirklich das einzige Fach ist, wo ich mich auch noch persönlich anmelden muss. Man hat mir 2 CDs mit Lernmaterial in die Hand gedrückt und jetzt habe ich so lange Zeit wie ich will, den Stoff durchzuarbeiten. Prüfungen finden jeden Monat statt, man kann sich, wann man sich bereit fühlt, dazu anmelden, aber erst wenn man den Bioschein hat, kann man im nächsten Semerster auch an der Biochemie teilnehmen. So funktioniert das. Schlussendlich kann man sich also für fast alles so viel Zeit lassen wie man möchte. Wenn man es dieses Semester nicht macht, macht man es halt nächstes. Natürlich gerät dann aber anderer Stoff ins Hintertreffen, daher ist das natürlich nicht empfehlenswert. Aber es ist schön Optionen zu habe. Wer weiß was noch passiert in den nächsten 6,5 Jahren.

Und nachdem ich mich bei Bio angemeldet hatte, bekam ich Hunger. Ich hatte leider vergessen, dass Brokkoli zwar super satt macht, aber nicht super lange. Und da stand ich schon wieder und wusste nicht was ich machen sollte. Früher hätte ich einfach immer Nüsse dabei gehabt und dann Salat und Avocado hinzu gekauft. Ich hab zwar gedacht, wenn man auch was Gekochtes isst ist es in der Gesellschaft leichter. Ist es aber nicht. Ich wollte zunächst in die Mensa, aber alles Ausganestellen wo es warmen Gerichte gab, hatten schon zu. Es gab noch belegte Brötchen und Waffeln. Nicht das Optimum, was ich wollte. Ich bin weiter gefahren Richtung Innenstadt und stieß auf einen Schnellimbiss namens „Lebanon Vitamin“ ein Libanese.

Ich hatte gehofft dort Hirsesalat zu bekommen. Gab’s nicht, dafür aber Falafel mit Salat in hauchdünnes Weißbrot eingerollt. Na, das ist dann auch so eine Sache. Falafel per se, finde ich super. Bestehen fast nur aus Kichererbsen und sind vegan, aber zubereitet werden sie in Fritierfett. Vegan, fettarm draußen zu essen ist ganz und gar nicht so leicht, wie Dr. Barnard erzählt. Ja, man kann immer Reis und Gemüse oder auch Salat bestellen, aber man weiß ja nie was in der Soße drin ist, die dazu gereicht wird. Ein Salat bei McDonalds soll sage und schreibe 700 kcal haben. Und macht natürlich nicht satt dabei. Ich glaube ich muss mir meinen eigenen Hirsesalat machen und ihn dann für Unterwegs bereithalten. So wird das nichts. Vegane Mensa hin oder her. Außerdem kann ich bei allem, was ich außer Haus esse auch nicht anständig mitzählen und eigentlich möchte ich schon noch ein paar Kilo abnehmen.

Es gab dann dennoch die Falafel und das war auch sehr lecker. Ich muss aber auch begreifen, dass ich mich dauerhaft nicht darauf verlassen kann. Und im „Lebanon Vitamin“ habe ich dann die „Natürlich Leben“ ausgelesen nur um festzustellen wie unglaublich sektierisch diese Zeitschrift tatsächlich aufgebaut ist und bei jedem Artikel habe ich mich gefragt, was wohl wirklich von den Autoren stammt und was von der Chefredaktion…

Rohkost-Buch

Danach begann eine Hetzjagd durch Köln um Nährhefe zu finden, die ich eigentlich bei Basic vermutet hatte. Dort gab es sie früher. Ich wollte endlich mal wieder richtige Nährhefe kaufen und nicht immer nur Bierhefe. Die gibt es bei DM und sie ist auch viel günstiger, aber sie hat nicht so ein käsiges Aroma wie die Nährhefe. Bei Basic gab es keine, dafür aber im Reformhaus auch zu einem ziemlich stolzen Preis. Und laud Packungsangaben war keine der beiden Varianten Nährhefe mit B12 angereichert. Bei Bierhefe ist das so.

Egal, es ging mir um Käsegeschmack und in diesem Fall um Käsepopcorn, was sowohl Dr. Barnard als auch Dr. Switzer in ihren Büchern als Rezept anbieten. Man soll es eigentlich in einem Luftpopper zubereiten, aber so einen habe ich nicht. Es steht aber noch einer in meinem Elternhaus, also werde ich den vielleicht entwenden. Auf der anderen Seite hat meine Küche aber auch kaum mehr Fassungsvermögen

Dr. Switzer Rezept geht so. Man nehme gepopptes Popcorn, fülle Sojasauce in eine Sprühflasche und besprühe das Popcorn mit der Sojasauce und dann streue man Hefeflocken drüber. Er vergleicht das Resultat mit Erdnussflipps. Die Sojasauce hat den Vorteil, dass sie das Popcorn aufnahmefähig für die Hefeflocken macht, obwohl man kein Fett verwendet hat. Ziemlich coole Idee, wie ich finde und eine die ich bestimmt nochmal machen werde. Leider habe ich mit einem Minimum an Fett experimentiert und daher sind mir einige Popkörner angebrannt. Das Popcorn hat zudem meinen Salat ergänzt für den ich eine Paranuss-Kichererbsen-Sauce gemacht habe. Eine Abwandlung der Spanischem Mandelsauce nur diesmal mit Paranüssen. Vor allem wegen des Methionin. Also 80 g Kichererbsen aus dem Glas mit 20 g Paranüssen, 125 g Tomaten, 1 Knoblauchzehe, etwas Stevia, 1 TL Salz, einen TL Essig und einer halben Chilischote pürieren. Ich habe dann noch etwas Wasser zugegeben, damit die Sauce mehr ein Dressing als ein Dip ist. Der ganze Salat hatte dann 270 kcal und nicht 700 wie bei McDonalds und nur 6 Gramm Fett. Kichererbsen sind toll für sowas!

Was gab’s zu essen?:

Bananen-Schoko-Shake
5 g Paranüsse

11:45 Uhr: 750 g Brokkoli, gekocht mit Knoblauch, Salz und Pfeffer
2 Bananen mit 15 g Mandelpüree

Rooibostee

14 Uhr: 1 Banane

14:30 Uhr: Falafelwrap
Zimttee

18:30 Uhr: Salat aus Romana, Gurke, Möhre, Zwiebel und Kichererbsen-Paranuss-Sauce














Käsepopcorn















2 Bananen

Wenn es ca. 120 g Falafel waren, hatten laut Chronometer allein schon die Falafeltaler 21 g Fett. Vielleicht waren es aber mehr g, vielleicht weniger. Das ist schwer einzuschätzen. Wenn es die 120 g waren hatte ich ca. 2000 kcal davon 73 g Eiweiß, 55 g Fett und 61/14/25. Dr. Barnard hingegen schreibt, dass wenn man sich vegan ernähre und Öl auf ein Minimun begrenze, es sogar leicht sei pro Tag auf nur 20 g Fett zu kommen. Das sehe ich ein wenig differenzierter, denn die gesunden Fett fehlen dann ja auch. Gut, Brokkoli enthält alle Omega 3 die man braucht und obwohl ich seit Wochen davon schwärme, scheint niemand diese Liebe so richtig teilen zu können. Liegt wohl daran, dass, wenn man die Gewürze weglässt er nicht so absolut geil ist, wie ich ihn empfinde!;-)))

Und jetzt eine Frage an euch:

In Deutschland gibt es keine Impfpflicht. Es wird den Studenten der Human- und Zahnmedizin aber empfohlen sich gegen Hepatitis impfen zu lassen. Hepatitis kann man sich leicht einfangen bei Tätigkeiten in der Pädiatrie, auf Infektionsstationen, Stuhllaboratioren, Endoskopie, auf Psychiatrie-Stationen sowie bei Reisen in Endemiegebieten, so heißt es in der Erstsemesterbroschüre. Ich habe mich bisher zu wenig mit Impfungen beschäftigt, also meine Frage, wer kann mir begründet darlegen, was für und was gegen Impfungen spricht. Speziell in Bezug auf Hepatitis! Lieben Dank im Voraus!

Alles Liebe,

Silke
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Freitag, 14. Oktober 2011

Psychosomatik und Süßkartoffelhaschee....

Hallo Liebes,

Tag 923: Ich werd bekloppt. Ich habe Rückenschmerzen im unteren Rücken bekommen und habe keinen Schimmer wieso. Es wurde gestern ab Mittag im Laufe des Tages immer schlimmer und über Nacht dann auch nicht besser. Ich wüsste nicht, dass ich schief gelegen oder gesessen habe und bin auch nicht irgendeiner Gewalt ausgesetzt gewesen, sprich hingefallen oder sowas. Alles was ich weiß ist, dass Schmerzen im unteren Rücken psychosomatisch „ Sorge ums Geld“ bedeuten .

Aber warum kommt das denn jetzt? Wo ich noch nie so gut abgesichert war und noch nie so gut verdient habe? Mir fällt dazu nur ein: Herpes kommt auch immer erst dann, wenn der Stress vorbei ist. Meistens ist es ja so:

Unser Körper hält unglaublich vielem Stand und wenn unser Geist dann auch noch denkt: „Nein, ich habe ein wichtiges, anstrengendes Projekt auf der Arbeit, ich kann jetzt nicht krank werden.“ – passiert das meistens auch nicht. Aber dann, wenn der Stress vorbei ist, man in Urlaub geht, dann liegt man plötzlich krank da und stellt fest, dass man sich überarbeitet hat und dann fängt der Körper einen an zu Ruhe zu zwingen. Vielleicht hat mich jetzt auch so ein Phänomen ereilt. Ich hab die vielen Geldsorgen vielleicht einfach nicht an mich ran gelassen, schlechte Stimmung und so, und jetzt, wo ich erstmals seit Jahren 2 Wochen vollkommen ohne irgendwelche Geldsorgen verbracht habe, kriege ich Rückenschmerzen. Das ist also die einzige Erklärung die mir einfällt und daher warte ich jetzt einfach mal ab, bis die Schmerzen wieder verschwinden. Zumindest gehe ich davon aus, dass sie einfach so wieder verschwinden.

Das mach ich immer so. Keine Medikamente, keine Schmerzmittel, ich warte einfach ab. Ich hab keine Ahnung, ob das nicht vielleicht verantwortungslos ist, vielleicht habe ich einen eingeklemmten Nerv und brauche einen Neurochirurgen wie McDreamy um mich zu behandeln?!;-) – Aber selbst wenn es ein eingeklemmter Nerv wäre, könnte der Körper sich dann nicht auch selber helfen? Den eingeklemmten Nerv abstoßen und einen neuen bilden? Kann man sowas? Nach 2 Tagen Einführungsveranstaltung im Medizinstudium habe leider noch nicht mehr gelernt als was die lateinische Übersetztung für Nerv ist. Aus Krebszellen mögen keine Himbeeren: Nahrungsmittel gegen Krebs. Das Immunsystem stärken und gezielt vorbeugen weiß ich allerdings, dass Zellen so eine Art Notfallprogramm haben und sie evtl., wenn sie von etwas bösartigem angegriffen werden, zum Schutz des ganzen Organismus, ein Selbstmordprogramm haben, was sie in solchen Fällen einschalten. Und da ich, Rohkost hin oder her, immer noch glaube, dass die Medizin nur den Körper bei der Selbstheilung unterstützen kann, gedenke ich auch nicht irgendwie einen Arzt aufzusuchen. Vielleicht frage ich aber meine Tutorin heute mal, ob sie was dazu weiß.

180 Medizin-Erstis wurden auf ca. 15 Tutoren verteilt, die uns nun mit Rat und Tat zur Seite stehen und uns die nächsten 1,5 Jahre betreuen. Sie sind vor allem dafür zuständig uns durch die Kompetenzfelder zu begleiten. Die Kompetenzfelder sind die einzelnen Krankheiten die im Laufe der Zeit besprochen werden. Los geht es da, wie gesagt, mit Diabetes, dann kommt Virushepatitis, dann Tod und Trauer, dann Karzinogenese und den Rest habe ich vergessen;-)Die Tutoren bereiten die Stunde mit uns vor und dann auch wieder nach und helfen uns bei Referaten und überhaupt kann man sie alles fragen, was einem unklar ist. Meine Tutorin ist im 9. Semester und das ist auch der Hauptgrund, warum ich sie ausgesucht habe. Heute ist das erste Treffen in der Gruppe um sich einfach mal kennen zu lernen und zu besprechen wie es weiter geht. Danach muss ich mich dann für den Biologiekurs anmelden, der nicht in der Uni gelehrt wird, sondern am Rechner. Teilweise im Biologischen Institut und teilweise kann man es auch mit nach aus nehmen. Wovor ich mich am meisten sorge ist, dass ich vergesse mich irgendwo anzumelden. Das meiste geht zwar über das Onlineportal der Fakultät, aber bei Bio z.B. muss man sich auch persönlich anmelden und womöglich habe ich vergessen, dass man sich außer bei Bio noch irgendwo persönlich anmelden muss.

Rohkost-Buch

Aber kommen wir zu leichteren Themen, nämlich Rezepten, die heute von Dr. Barnard sind. Eigentlich nicht von ihm, sondern von Robyn Webb, die für die Rezepte in seinem Buch The Get Healthy, Go Vegan Cookbook: 125 Easy & Delicious Recipes to Jump-Start Weight Loss and Help You Feel Great!.

Das Rezept ist aus der Frühstücksabteilung, ich habe es aber zu Mittag und zu Abend gegessen, da ich das gesamte Rezept zubereitet habe und es soll 6 Portionen Frühstück enthalten. Es ist kein typisches Frühstück, jedenfalls nicht für Deutschland. Er schreibt in der Einleitung: „Das Rezept ist die gesunde Variante des alten Frühstücklieblings“ – Sweet Potato Hash with Peppers Süßkartoffelhaschee mit Paprika. Für mich als Frühstück völlig unbekannt. Aber egal.

In seinem Diabetesbuch empfiehlt Barnard Kohlenhydrate mit einem sehr hohen glykämischem Index zu vermeiden, so wie Kartoffeln oder auch Weißbrot, Vollkorn ist aber durchaus erlaubt, auch süße Früchte, außer Trockenfrüchte. Und als Ersatz für herkömmliche Kartoffeln müssen dann immer Süßkartoffeln herhalten. Sind ja auch sehr lecker, enthalten womöglich mehr Nährstoffe und sind weniger hoch gezüchtet als normale Kartoffeln. Leider auch teurer, aber so ist das ja immer. Das Rezept geht jedenfalls so:


Süßkartoffelhaschee mit Paprika

1 kg Süßkartoffeln, in 1-2 cm große Würfel geschnitten und nach Wunsch geschält
¼ Tasse Gemüsebrühe oder Wasser
3 Knoblauchzehen, gepresst
1 kleine Zwiebel, gewürfelt
1 rote Paprika, geschnitten
1 grüne Paprika , geschnitten
1 EL edelsüße Paprika (Gewürz)
Salz nach Geschmack, ca. 1-1,5 TL
Eine Prise schwarzen Pfeffer

Die geschnittenen Süßkartoffeln in einem Topf mit geschlossenem Deckel 15-17 Minuten köcheln lassen. Ich lasse die Schale bei Kartoffeln immer dran und esse sie mit. Ich finde sie sogar sehr lecker. Zudem heißt es, die meisten Vitamine sitzen direkt unter der Schale und so habe ich auch die Süßkartoffeln nicht geschält. Macht somit auch weniger Arbeit. Nach der Kochzeit das Wasser abgießen. Ich habe es aufbewahrt und für zukünftiges Andünsten beiseite gestellt. Auch den Brokkoli mache ich immer nur mit Wasser. In dem Wasser befinden sich zudem auch noch einige Wasserlösliche Vitamine, die nicht bei 100 Grad kaputt gehen, daher hat dieses Kochwasser auch noch Nährwert.
Dann in einer großen Pfanne oder im Wok bei mittlerer Hitze Knoblauch, Zwiebel und die Paprika ca. 4 Minuten andünsten. Dazu die Gemüsebrühe bzw. das Kochwasser der Süßkartoffeln verwenden. Dann edelsüße Paprika, Salz und Pfeffer zugeben und weitere 5 Minuten dünsten. Dann die Süßkartoffelstücke hinzu fügen und nochmal ca. 5 Minuten weiter kochen lassen. Fertig!

Auch in diesem Buch ist der Nährwert des Rezepts angegeben nämlich 107 kcal pro Portion. 6 Portionen enthält es. Davon 0,4 g Fett, 2,3 g Eiweiß, 24, 8 g Kohlehydrate. Der Chronometer hat natürlich was anderes raus und zwar 1000 kcal für das ganze Rezept. Ich weiß ja nicht wer Recht hat, behalte aber mal in Hinterkopf, dass unterschiedliche Kalorientabellen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen können.

Das Schöne an diesem Rezept ist natürlich, dass es gar kein zusätzliches Fett enthält. Das ist so praktisch an so Sachen wie Eintopf oder Gemüsepfannen. Man braucht kein zusätzliches Fett hinzufügen, was man bei Salat immer muss. Allerdings habe ich gestern auch rausgefunden, dass man auch einfach etwas Nussmilch verwenden kann und auf deren Basis vielleicht ein Dressing machen kann. Das wäre dann so ähnlich wie Joghurtdressing. Dummerweise, und das ist wirklich dumm, weiß niemand wie viel Fett Nussmilch enthält und man kann es auch nicht pauschal angeben denn Nussmilch wird nicht mal industriell verkauft. Ich habe wieder Erdmandelmilch gemacht, von der ich zwar weiß, dass sie weniger Fett enthält als Mandelmilch, aber wie viel genau ist mir ein Rätsel. Es gibt ja nicht mal besonders viele Angaben zu Erdmandeln als Ganzes. Zur Berechnung im Chronometer habe ich also einfach nur „Milchimitat sojafrei“ gewählt, was aber nicht wirklich repräsentativ ist.

Ach so, erwähnen sollte ich vielleicht auch noch, dass ich, als ich gestern einkaufen war, Lust auf Fisch hatte. Habe ich zu wenig Sonne bekommen in den letzten Tagen? Recht gut möglich. Also habe ich für die Unsummer von 3,50 € 100 g geräucherten Wildlachs gekauft. Aus nachhaltiger Fischerei, nicht gezüchtet und somit, meines Erachtens die harmloseste Variante tierischer Produkte gewählt. Ich finde immer noch, dass was mein Kater macht, an Masttierhaltungsunterstützung viel schlimmer ist, denn der frisst ausschließlich Masttiere. Mit einem Teil des Fisch habe ich abends mein Omega 3 Defizit, sowie mein Methionindefizit aufgefüllt. Und ebenso viel wie ich gegessen habe, hat sich der Kater dann auch noch erbettelt.

Was gab’s zu essen?:

Schoko-Banane- Erdmandel-Shake
80 g Kichererbsen aus dem Glas

11 Uhr: 100 g gekochtes Quinoa mit Curry, Erdmandelmilch, Salz und geraspelten rohen Möhren

13:45 Uhr: 5 frische Feigen
1 Banane














4/6 des Süßkartoffelhaschees
3 Paranüsse

19 Uhr: Rest des Süßkartoffelhaschee
2 Bananen mit Mandelpüree
20 g Wildlachs, geräuchtet
46 g Applecrumble

21 Uhr: 1 Banane

Auch der Apple Crumble war zur Beseitigung des Omega 3 Defizits nötig, denn Walnüsse enthalten Omega 3, Paranüsse aber nicht. Wie das bei Erdmandeln aussieht…keine Ahnung!

Und da sind wir wieder mal bei dem Grund warum Rohkostsüßigkeiten absolut ihren Platz in gesunder Ernährung haben :-)

Der Bananen-Schoko-Shake ist schwer empfehlenswert und besteht aus 2 Bananen, ca. 200 ml Nussmilch und 1 EL Kakaopulver. Schmeckt wie ein richtiger, echter Milchshake und Nussmilch hat auch nicht diesen leicht bitteren Nachgeschmack den Soja hat, wie ich bei dem Sojamacchiato in Starbucks festgestellt habe.

Das Süßkartoffelhaschee war sehr sättigend und auch lecker, obwohl die Portion abends noch besser war, wahrscheinlich weil alles so gut durchgezogen war.

Das Omega 3 Defizit trat auf, weil ich keinen Brokkoli gegessen hatte, denn der enthält reichlich Omega 3, wie auch Feldsalat und natürlich hatte dieses Süßkartoffelhasche auch mehr Kalorien als Brokkoli.

Schlussendlich waren es 2883 kcal davon 69 g Eiweiß, 41 g Fett und eine Makronährstoffratio von 78/9/13. Sehr korrekt, auch wenn ich mir immer noch nicht sicher bin, ob Kalorien wirklich egal sind. Ich hatte nun mal so viel Hunger. Dr. Barnard schreibt, bei veganer Ernährung mit einem Minimum an Ölen könne man so viel essen wie man wolle. Nüsse mal außen vor gelassen.

Tatsächlich strebe ich das aber auch nicht an. Der gelegentliche Fisch macht für mich immer noch mehr Sinn als B12 und D zu supplementieren, aber das kann jeder halten wie er möchte.

Alles Liebe,

Silke
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