Was als schlichtes Rohkosttagebuch anfing hat sich zu einer Dokumentation über die wahrhaft gesündeste Ernährung für die Spezies Mensch entwickelt. Mein Medizinstudium ermöglicht mir seit 2011 die Zusammenhänge von Nahrung und Gesundheit wissenschaftlich zu erkennen sowie Studien objektiv zu beurteilen. Klar ist: Die optimale Ernährung für die Spezies Mensch ist vollwertig und weitestgehend pflanzlich. Anekdotisch und wissenschaftlich zugleich! - Viel Spaß beim Lesen!:-)
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Mittwoch, 11. März 2015
Challenge-Finale
Hier nur schnell das Challenge-Finale an Tag 21:
Alles Liebe,
Silke
Dienstag, 10. März 2015
Welche Nahrungsmittel machen am stärksten süchtig?
Die Universität in Michigan hat am 18. Februar eine Studie veröffentlicht in der der Suchtindex verschiedener Nahrungsmittel bestimmt wurde. Dazu hat man die Probanden zunächst die Yale Food Addiction Scale ausfüllen lassen um zu bestimmen wie stark sie esssüchtig sind. Laut eigener Aussage hatten 92% der Probanden mit manchen Nahrungsmitteln Probleme, würden gerne aufhören sie zu essen, aber konnten es nicht.
Danach sollten sie Probanden bei 35 Nahrungsmitteln entscheiden wie stark sie jeweils darauf süchtig reagieren. Das heißt, die Entscheidung viel subjektiv aus und wurde nicht, wie z.B. bei anderen Studien, wo Probanden Nahrungsmittel auf Fotos gezeigt wurde, während man im MRT die Aktivität in bestimmten Hirnarealen gemessen hat.
Es gab 2 Studien, eine mit 120 Teilnehmern, welche sich ausschließlich aus Studenten zusammen setze und eine mit 384 Teilnehmern, die über Amazon rekrutiert wurden. (Amazon treibt also auch schon Menschen handel?;-) Dementsprechend fiel die Yale Food Addiction Scale bei Gruppe zwei heftiger aus.
Unter den 35 Nahrungsmitteln waren 18 verarbeitete Nahrungsmittel und 17 unverarbeitete. Gruppe 1 schätzte das Suchtpotential folgendermaßen ein:
Gruppe 2 so:
Quelle: http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0117959
Daran kann man erkennen, dass je verarbeiteter und je fetthaltiger ein Produkt ist, desto größer auch sein Suchtpotential. Hinzu kommt, dass manche natürlichen, fetthaltigen Produkte wie Eier, Nüsse, Käse oder Speck. Sich ebenfalls im eher hohen Bereich aufhielten, während unverarbeitete Kohlenhydrate weiter unten angesiedelt waren. Sogar Bananen. Grundsätzlich lässt sich sagen je verarbeiter, fetthaltiger und höher der glykämische Index, desto höher das Suchtpotential.
Eine wunderschöne Grafik über das Ergebnis habe ich hier gefunden:
Mit der Challenge macht man also alles richtig, wenn man sich aus Essucht befreien will.
Menü des Tages am 9. März 2015
1 Zucchini, 3 Tomaten, ½ Paprika
Hafer und Hirseflocken mit Banane, Sunwarrior, Traubenkernmehl, Wasser, Yogi-Tee, Granatapfel
11:10 Uhr: 125 g Mix-Salat, pur
1 Möhre
Süßkartoffeleintopf
kleine Orange
½ Banane
16 Uhr: 1 Banane
Rest Eintopf
1 Möhre
200 g Vollkorn-Basmatireis mit Sojasauce
18 Uhr: 1 Banane
Ich fange an immer simpler zu essen. Hauptsächlich, weil die Lebensumstände gerade so sind. Ich mag keinen Salat zubereiten, weil das mit den fettarmen Dressing irgendwie alles nicht der Traum ist. Und weil ich keine Lust auf das viele Schnibbeln habe. Ich esse rohes Gemüse einfach vor dem warmen Essen während ich darauf warte, dass es gar wird.
Ich glaube ich werde die nächste Challenge wirklich mal ohne Salz durchziehen und gucken, wie sich das auf mein Essverhalten auswirkt. Ich hab auch angefangen, das Gemüse morgens nicht mehr zu salzen. Das hat sich auch zufällig so ergeben, als ich keinen Brokkoli mehr morgens gegessen habe. Und auch das geht einwandfrei. Ist sogar irgendwie aromatische.
Video von gestern noch schnell hier:
Ich fürchte die nächsten paar Tage werdet ihr nichts von mir hören, da ich bei Dreharbeiten bin und immer um 8 Uhr da sein muss. Die Zeit vorher morgens werde ich wahrscheinlich aber für Sport nutzen müssen.
Alles Liebe,
Silke
Montag, 9. März 2015
Challengetag 19
Hier nur schnell das Video von gestern:
Alles Liebe,
Silke
Sonntag, 8. März 2015
Wie sehen andere Entwöhnungsprogramme eigentlich aus?
Mit der 3. Challenge, die so langsam auf ihr Ende zugeht, mache ich mir Gedanken ob man sie ggf. noch verbessern muss. Viele Sachen waren vielen Teilnehmern scheinbar schon klar, und die Kommunikation war/ist dieses Mal grundsätzlich weniger. Andererseits haben wir beim letzten Mal auch einfach mehr über Kalorien und was die Waage anzeigt gesprochen. Vielleicht blieb dieses Mal derartige Konversation aus, weil sich viele Zweitchallenger dieses Mal weder gewogen haben noch Kalorien gezählt haben, was grundsätzlich auch Sinn der Sache ist. Tägliches Wiegen und tägliches Kalorienzählen sind ein Teil der Food Obsession, die mit Esssucht/strörung oder Zuckersensibilität einher geht, weil der Kontrollverlust, den man durch die Sucht erfährt ja irgendwie wieder kompensiert werden muss.
Ich glaube aber auch, dass das Schönheitsideal, was viele Menschen haben vielleicht nicht das Ideal ist, was der Körper hat bzw., dass wenn man sich zu einem Ideal hingehungert hat, die Challenge dieses Ideal nicht notwendigerweise hält und dann könnte es Probleme geben. Jemand übergewichtiges oder adipöses nimmt alleine mit fettarmer, vollwertiger Kost auf Normalgewicht ab. Jemand mit einem BMI von 20 nimmt mit der Challengeernährung möglicherweise sogar erstmal zu und vielleicht auch nicht mehr auf das Gewicht ab. Mein Körper regelt sich jedenfalls nicht auf einen BMI von 20 runter. Das merke ich auch ohne Waage.
Jemand der also darauf achtet einen BMI von 20 zu halten müsste demnach auch mit der Challengeernährung weiter darauf achten, aber das Ziel ist natürlich auch nicht für den Rest seines Lebens darauf achten zu müssen. Sondern den Körper langsam daran zu gewöhnen, dass er wieder die Kontrolle über das Essen kriegt und nicht das Großhirn was Kalorien zählt. Wie stellt man das also am besten an?
Kay Sheppard schreibt in ihrem Entwöhnungsprogramm ja was anderes vor als AJ, nämlich die Nahrung zu wiegen, sich selbst aber nicht und auch keine Kalorien zu zählen. Sie will damit dem Phänomen aus dem Weg gehen, dass manche Menschen auch gesundes, kalorienarmes Essen bingen, was ich nicht verstehe. Aj auch nicht. Ich verstehe nicht wo hier der Belohnungsmechanismus herkommen soll. Oder ist es das Ausbleiben der Belohnung, was zum Weiteressen führt?
Und da auch die Frage: Mache ich das auch?
Wir hatten in dieser und auch in der letzten Challenge zwei sehr dünne Mädels, die mit der Challenge mehr Obst rein gehauen haben, als sie es sonst tun und dabei zumindest auf der Waage erstmal Gewicht zugelegt haben. Und ich persönlich hatte bei dieser Challenge auch nicht das Phänomen, dass ich keine Lust hatte zu essen, weil ich bereits ahnte das die Belohnung ausblieb. Das hatte ich bei der letzten Challenge noch. Ne, meine Rezeptoren sind jetzt hoch reguliert, so dass ich auch Belohnung bei gesundem Essen bekomme.
Jedenfalls habe ich mir dann Kay Sheppards Plan nochmal genauer angeschaut und exemplarisch durchgerechnet. Der könnte so aussehen:
Frühstück:
1 Tasse fettfreie Milch
100 g Rindfleisch
100 g Haferflocken
1 Orange
Mittag:
100 g Schweinfleisch
200 g Gurke
1 Tasse Brokkoli
Abendessen:
100 g Fisch
2 Tomaten
1 Tasse Blumenkohl
1 Tasse Hirse, gekocht
Snacks:
½ Tasse Hüttenkäse
1 Apfel
Zusätzlich darf man noch essen: 1 EL Öl, 3 EL Saucen, 1 EL Gewürze und wenn man möchte 6 Portionen Süßstoff. Kays Buch Food Addiction: The Body Knows: Revised & Expanded Edition by Kay Sheppard
Stellt sich raus, damit landet man bei 1900 kcal, 30% aus Fett, also gerade noch an der Grenze und 32% Eiweiß, satten 144 g, was viiiiiieeeeel zu viel ist!!! - Hingegen triggert Eiweiß keine Sucht, aber was man von derartigen Mengen an Eiweiß sonst noch alles bekommt, möchte ich nicht wissen...
Männer dürfen noch etwas mehr essen und die Leute, die nicht mehr abnehmen wollen oder müssen, bekommen ein leicht veränderten Dauerernährungsplan.
Ich persönlich sehe jedoch keinen Unterschied darin sein Essen zu wiegen und abzumessen oder direkt seine Kalorien zu zählen. Oder??? Und natürlich ist eine derartige Ernährung mit 3 Mal Fleisch am Tag alles andere als gesund. Da kann man selbst jeder noch so konservative Ernährungsgesellschaft befragen. Vor allem, wo es hier, im Gegensatz zu Paleo, noch nicht mal darum geht besonders hochwertiges Fleisch zu essen. Massentierhaltung ist völlig ok!
Das andere, was ich überlege ist, ob es für mich mal Sinn macht die Challenge ohne Salz zu machen. Oder mit sehr wenig Salz. Ich bekommen nur aus pflanzlichem Essen 78% meines Natriums, habe ich festgestellt. Wenn ich aber einen Eintopf mache, wie fast jeden Tag, schütte ich sehr viel Salz zusätzlich rein. Muss das sein? Esse ich dadurch vielleicht mehr, als ich müsste?
Andererseits habe ich Angst vor Salzverzicht. Ein Zeichen von Sucht oder ein Zeichen, dass ich Angst habe kein Teil der Gesellschaft mehr sein zu können? Oder ist das Salz gut für meinen sonst sehr niedrigen Blutdruck?
Menü des Tage am 7. März 2015
8 Uhr: 2 Zucchini, 1 Tomate
Haferflocken mit Banane. Mango, Wasser und Yogi-Tee
11 Uhr: 1 Banane
12 Uhr. 70 g Mix-Salat
1 Möhre
Eintopf aus Süßkartoffeln, Paprika, Mangold, Kichererbsen, Lauch, Hefeflocken, Salz, Pfeffer, Garam Masala, Ingwer
1 Banane
15 Uhr: ½ Banane
17:30 Uhr: Endiviensalat pur
paar Kichererbsen
1/3 Gurke
Quinoa und Hirse
Rest vom Eintopf
½ Banane
Gleichzeitig hab ich mir dann nochmal all die Vorteile der Challenge vor Augen geführt, die ich in den letzten Monaten schon fast wieder vergessen habe, weil ich sie als selbstverständlich genommen habe. Seit Januar absolut keine Pickel mehr und superfeine Haut. Und ich bin erstmals in der Lage einer Ernährung zu folgen, die nur um die 10% Fett enthält. Das ging vorher wegen der ständigen Süßattacken nicht.
Und was ich noch nicht weiß ist, wie lange eine endgültige Gewöhnung an diese Ernährung dauert, wie lange man noch damit hadert, dass man gewisse Sachen vielleicht besser nie mehr essen sollte, wie andere Drogen das Essverhalten beeinflussen und ob Salz einen Einfluss ausübt.
Hier das Video von gestern:
Heute Joggen im Frühling!
Alles Liebe,
Silke
Samstag, 7. März 2015
Warum Ballaststoffe so unglaublich wichtig sind!
Ich denke quasi nie über Ballaststoffe nach. Ich habe auch noch nie darüber geschrieben. Wozu auch, wenn man eine vollwertige, pflanzlicher Ernährung praktiziert? Da ist alles voll von Ballaststoffen! - Da sind sogar so viele Ballaststoffe drin, dass Menschen, die auf eine derartige Ernährung umstellen aufgrund der vielen Ballaststoffe Blähungen oder Verdauungsbeschwerden bekommen!
Grund dafür ist, dass der Mensch, im Gegensatz zu Grasfressern wie Kühen, Pferden oder anderen Herbivoren kein Enzym hat, welches die beta-glycosidische Bindung zwischen den Glucosemolekülen in den Ballaststoffen spalten kann. Der Name rührt daher, dass man früher dachte, das ganze sei nur Ballast! - Das Spalten können hingegen die Bakterien der Darmflora und die stellen dem Wirt (Mensch) als Resultat freie Fettsäuren und ihre eigenen Stoffwechselprodukte in Form von Gasen zur Verfügung. Im Laufe der Zeit verbessert sich jedoch der Umgang des Körper mit Ballaststoffen und alles ist wieder gut.
Der „Urmensch“, so nimmt man an, verzehrte am Tag ca. 100 g Ballaststoffe. Heute wird, selbst von konservativen Institutionen, empfohlen mindestens 30 g Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Mit der Challengeernährung komme ich auf 60-70 g Ballaststoffe.
Menschen die hingegen nur Weißmehl, Fleisch, Milchprodukte und Limonade essen, nehmen überhaupt keine Ballaststoffe zu sich. Da sind halt keine drin!
Wozu sind die also wichtig? Oder können die nur Blähungen verursachen?
Das PCRM hat eine Studie veröffentlicht, bei der es sich um eine Meta-Analyse handelt, also einem Vergleich mehrerer Studien miteinander von der Medizinischen Universität in Shanghai, welche besagt, dass Menschen, welche mehr Ballaststoffe aßen, auch eine höhere Lebenserwartung hatten. Hier wurden 17 Studien miteinander vergleichen, ins gesamt wurden die Werte von 980 000 Teilnehmern ausgewertet mit dem Resultat, dass 10 g Ballaststoffe mehr, das Sterberisiko um 10% senkte. Erschienen im American Journal of Epidemiologie
Das mag daran liegen, dass Ballaststoffe in der Lage sind sowohl Cholesterin- und Triglyceridspiegel zu senken, dass sie den Darm vor unerwünschten und ggf. kanzerogenen Stoffen beseitigen und auch daran, dass sie Übergewicht beseitigen indem sie einfach satt machen.
Ein hoher Triglycerid- und Cholesterinspiegel sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen Erkrankungen, an denen 40% alle Menschen in der westlichen Welt sterben, mangelnde Ballaststoffe sind die Hauptursache für Darmkrebs, der zweithäufigsten Krebsart in der westlichen Welt. Und Übergewicht ist sowohl ein Risikofaktor für Krebs als auch für Herz-Kreislauferkrankungen.
Ballaststoffe entfernt die Industrie gerne auch unserem Essen, weil es die Kaloriendichte erhöht und damit unser Belohnungssystem dazu verleitet mehr Belohnungsneurotransmitter auszuschütten. Die Entfernung von Ballaststoffen sorgt aber auch dafür, dass das Produkt sich im Ladenregal länger hält und länger gekauft werden kann und somit den Ertrag des Produzenten erhöht.
Heutzutage kommen viele Hersteller auf die Idee den Frühstücksflocken zusätzlich Ballaststoffe hinzu zu fügen, weil sie das als Verkaufsargument auf der Packung nutzen möchten. Dummerweise nutzen ein paar mehr Ballaststoffe in einem Produkt wie Smacks oder Fruit Loops, welche zu 50% aus Zucker bestehen auch nicht mehr viel.
Daher sollte jeder, dem an seiner Gesundheit was liegt möglichst oft selber kochen und möglichst oft Pflanzen verwenden. Denn es geht nicht nur um die reine Lebensdauer, sondern auch um die Qualität des Lebens in den letzten Jahrzehnten vor dem Tod. Und die ist bei Menschen, die Zivilisationskrankheiten anheim fallen, meist katastrophal.
Menü des Tages am 6. März 2015
Zucchini mit Tomate
Haferflocken mit Banane, Yogi-Tee, Traubenkernmehl, Mango
70 g Mix-Salat
½ Paprika
½ Banane
Blumenkohlcremesuppe
2 Bananen
Endiviensalat
Rest Eintopf vom Vortag
1 Banane
1 Apfel
Rest von Blumenkohlcremesuppe
1,5 Bananen
Liebe Leute, ich hab mein Physikum bestanden! Gestern kam die Nachricht, dass ich Physio, also meine Klausur letzten Freitag, auch in der Tasche habe, damit geht’s jetzt weiter in den klinischen Studienabschnitt. Ab nächste Semester geht’s dann nur noch um Krankheiten und Medikamente und nicht mehr um Biochemie und Physiologie. Ich freu mich! Endlich wieder neues Wissen und nicht das alte, was sich sträubt sich in meinem Kopf einzunisten.
Hier das Video von gestern:
Alles Liebe,
Silke
Freitag, 6. März 2015
Challengetag 16
Donnerstag, 5. März 2015
Ernährung und Krebs
Anlässlich einer neuen Veröffentlichung der American Cancer Society vom 13. Februar 2015 hat sich Dr. John McDougall erneut mit seiner eigenen Forschung bezüglich Krebs und Ernährung von 1984 auseinander gesetzt. Praktisch ist nämlich, dass McDougall das selbe empfiehlt wie die American Cancer Society die folgende Ernährungsweise proklamiert:
„Guidelines-based diets are also termed “prudent diets”
and are plant-based diets that are high in fruits and vegeta-
bles and unrefined grains while at the same time being low
in red and processed meats, refined grains, and sugars.
These diets are contrasted to “Western” diets, which have
the opposite pattern and are heavy in meats, sweets, other
processed foods, and dietary fat. Prudent diets have been
identified as protective for a number chronic illnesses; for
example, the Dietary Approach es to Stop Hypert ension
(DASH) diet is a specific, guidelines-based dietary pattern
proven to reduce blood pressure“
Natürlich hat die American Cancer Society in dieses Paper etliche Studien eingefügt wie sich welche Diät auf welchen Krebs auswirkte etc. und unter anderem sogar eine wo Kalorienrestriktion zusammen mit LowFat mehr Gewichtsverlust brachte als eine LowCarb-Ernährung mit Kalorienereduktion. Anmerken muss ich wahrscheinlich auch, dass es hier um Empfehlungen für Menschen geht, die Krebs überlebt haben und es Empfehlungen sind wie man sich vor Krebs oder einer Neuerkrankung schützen kann. Es geht hier nicht darum eine akute Krebserkrankung mit dieser Ernährung zu heilen, wie es Franz Konz mit seiner Urkost versucht hat anzubieten.
McDougall selbst hat vor etwa 30 Jahren eine Studie durchgeführt, wo er Risikofaktoren für Brustkrebs und den Einfluss der Ernährung auf sie untersucht hat. Faktoren, die mit einer schlechten Überlebenswahrscheinlichkeit bei Brustkrebs korrelierten war Übergewicht, hoher Cholesterinspiegel, hohe Östrogenspiegel und hohe Prolaktinspiegel.
Vielleicht wundert es den einen oder anderen auch, mich wundert es jedenfalls, dass Cholesterin mit Brustkrebs in Verbindung gebracht wird. Ich nehme an, dass das einfach nur damit zusammen hängt, dass viele Übergewichtige auch einen hohen Choelesterinspiegel haben. Ein Wachstumsfaktor für Krebs, so wie das Östrogen, ist Cholesterin jedenfalls nicht, aber vielleicht wusste man das vor 30 Jahren auch noch nicht.
Schlussendlich zeigte seine Studie damals, dass eine fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung ohne Öl und Nahrungsergänzungsmittel alle 4 Faktoren reduzieren konnte.
Eine der Studienteilnehmerinnen war die damals an Brustkrebs erkrankte Dr. Ruth Heidrich, die den Krebs alleine mit McDougalls Ernährungsweise in den Griff bekam und weder Chemo noch Bestrahlung oder eine Mastektomie benötigte. Darüber hat sie dann ein Buch geschrieben. Der Lauf meines Lebens: Im Kampf gegen den Brustkrebs zur Ironwoman
Gleichzeitig erwähnt McDougall aber noch zwei weitere Sachen, die man Berücksichtigen muss, wenn man Krebs und Ernährung miteinander in Verbindung bringt, was mir in der Rohkost-Szene und in der ganzen alternativen Gesundheitsszene fehlt wo einfach propagiert wird alle Chemo zu boykottieren und Gras oder LowCarb zu essen bis der Krebs weg ist:
Nicht alle Krebsarten reagieren gleich auf Ernährung und manchmal ist nur die Ernährung zu verändern für Heilung nicht genug.
Brustkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs reagieren überaus positiv auf eine fettarme, pflanzliche Ernährung. Und das wurde in Studien gezeigt, die noch bis zu 30% Fett aufwiesen. McDougall empfiehlt ja weit weniger und sagt, dass mit weniger Fett die Vorteile noch größer wären. Tatsächlich sind Brust- und Prostatakrebs die häufigsten Krebsarten beim jeweiligen Geschlecht, gefolgt von Darmkrebs, bei beiden Geschlechtern.
McDouall gibt auch 10 Gründe dafür an, warum seine Ernährungweise so positiv gegen Tumorwachstum wirkt:
1. Beseitigung von Übergewicht: Übergewicht ist ein Risikofaktor für alle Krebsarten und statistisch überleben Übergewichtige Krebskranke weniger lange
2. Verzicht auf Fleisch: Beseitigt Substanzen die förderlich auf das Krebswachstum wirken (ich nehme an er meint heterozyklische Amine und Häm-Eisen und vielleicht noch ein paar andere Dinge)
3. Verzicht auf Milchprodukte: Beseitigt ebenfalls Substanzen die förderlich auf Krebswachstum wirken (möglicherweise Kasein?)
4. Reduzierte Produktion von Wachstumsfaktoren: Alle tierischen Produkte steigern die Produktion von Wachstumsfaktoren wie IGF-1 und anderen.
5. Verzicht auf Pflanzenöl: Isoliertes Pflanzenöl wie Raps, Olive etc. führen dazu, dass Tumore schnelle wachsen (hab ich noch nie gehört! - Kein Link zu einer Studie oder so, im Gegensatz zu den ersten 4 Faktoren, wozu ich bereits Studien gelesen haben, hierzu noch nicht)
6. Vermeidung von Konsum krebserregender Chemikalien
7. Verbesserung des Immunsystems durch sekundäre Pflanzenstoffe
8. Verbesserung der Darmflora, welche ein Abwehrmechanismus des Körpers gegen die Krebsentstehung ist (ich nehme an bei Darmkrebs)
9. Vermehrte Aufnahme von Pflanzensterolen, die gegen Krebs wirken
10. Vermehrter Konsum von Folsäure, welche der Krebsentstehung entgegen wirkt.
Wir ihr an meinen Anmerkungen erkennt hat McDouall diese 10 Punkte nicht mit Quellenangaben untermauert, was mich persönlich etwas skeptisch macht. Außerdem ist er ein bisschen wage in seiner Formulierung. Wahrscheinlich will er hier aber nicht allzu wissenschaftlich werden, weil das aus seinem Newsletter ist und nicht in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurde.
Tja, und was er dann noch macht ist die Geschichte einer seine Patientinnen beifügen. Jessica hatte Brustkrebs, bekam Chemo und eine Mastektomie, aber der Krebs verschwand nicht, sondern schrumpfte nur, so dass sie operiert werden konnte. Daraufhin bekam sie wieder eine Chemo, wieder die stärkste und die vertrug sie nicht. Daraufhin machte sie sich schlau, stieß auf McDougall, stellte auf seine Ernährung um, konzentrierte sich darauf Gewicht zu verlieren, weil Fettzellen Östrogen produzieren und ihr Krebs besonders stark auf Östrogen reagiert, sprich wuchs und schlussendlich kam es auch noch zu einer Entfernung der weiblichen Geschlechtsorgane, weil diese ebenfalls Östrogen produzieren. Aktuell ist sie krebsfrei.
Waren es die OPs oder die Ernährung, oder beides? War es psychisch? - Krebs ist jedenfalls ein viel zu kompliziertes Thema um es ohne Onkologen und völlig alleine anzugehen.
Menü des Tages am 4. März
5 Uhr: 4 Tomaten, ½ Möhre
Haferflocken mit Traubenkernmehl, Banane, Birne, Yogi-Tee
11 Uhr: 2 Bananen
13 Uhr: Rest Eintopf vom Vortag
2 Orangen
2 Bananen
18 Uhr: 1 Möhre
2 Bananen (weil das Essen noch nicht fertig war)
Hirse mit Mangold und Erbsenschoten in Knoblauch, Salz und Pfeffer
1 Banane
Was passiert denn da mit mir? Werden die Bananen kleiner oder esse ich mehr davon? 4 von den 7 Bananen waren tatsächlich nur Notstopfer in Situationen wo anderes Essen gerade nicht verfügbar war. Um 5 Uhr Frühstück machte mich eigentlich um 10 Uhr wieder hungrig, aber um kurz nach 10 war ich verabredet.
Hier alles weitere im Video von gestern:
Alles Liebe,
Silke
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