Newsletter

Freitag, 5. September 2014

Und wieder eine neue LowCarb-Studie...



In den Annals of Internal Medicine ist vor 3 Tagen eine Studie erschienen in der vermeindlich eine LowFat mit einer LowCarb Ernährung verglichen wurde. So scheint es jedenfalls. 148 Personen wurden als Probanden entweder einer LowCarb Ernährung mit maximal 40 g Kohlenhydraten oder einer LowFat Ernährung mit unter 30% Fett zugeteilt. Während die LowCarb Ernährung also, da sie unter 50 g Kohlenhydraten enthält sogar eine ketogene Ernährung ist, ist die „LowFat“ Ernährung nicht  lowfat sondern übertrifft die Empfehlungen für den Fettberzehr der WHO, der bei 25% liegt.

Somit wurde hier also eine normale omnivore Ernährung  mit einer ketogenen Ernährung verglichen. Wunder über Wunder: Die ketogene Ernährung ist "gesünder". Die Probanden mit der ketogenen Diät nahmen besser ab, außerdem fielen ihre Triglyceridwerte und Entzündungsmarker. Ihr HDL stieg unterdessen. Gleich blieben bei beiden Gruppen Cholesterinwerte und Blutdruck. Es handelte sich bei allen Probanden um Personen, die noch nicht unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Und damit nicht irgenwer diese Studien falsch in seinen LowCarb Hals kriegt, gab es mehrere Gegenstatements. Barnard hat hier in der Huffington Post was dazu geschrieben. Er berichtet, dass er selber 2005 eine Studien durchgeführt habe bei der eine deratige Ernährung mit ca. 30% Fett mit einer echten fettarmen Ernährung verglichen wurde. Da habe sicht gezeigt, dass die echte fettarme Gruppe um längen mehr Gewicht verloren habe als die mit 30% Fett. Einen weiteren wichtigen Faktor, der in der neuen Studie außer acht gelassen wurde, so sagt er, sei der Ballaststoffanteil, der in beiden Gruppen verschwindend gering war.

Ornish kritisiert, dass nicht zwischen guten und schlechten Kohlenhydraten und Fetten unterschieden wurde. Die 30% Fett-Gruppe aß natürlich ganz normal, nur wahrscheinlich mit Light-Produkten und fettarmer Milch und Huhn. Er fügt zudem hinzu, dass es nicht nur darum ginge Risikofaktoren zu messen, sondern man auch prüfen müsse, was in den Arterien passiert. Er verlinkt dieses Paper, welches im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde mit Abbildunge, wie sehr Plaques in Arterien bei welcher Ernährung entstehen. Bei der LowCarb Ernährug, waren die Ablagerungen am gravierendsten. Er fügt hinzu, dass ihm nicht bekannt sei, dass irgendeine LowCarb Ernährung jemals Artherosklerose rückgängig gemacht hätte. Und zudem weist er auf das Krebs- und Diabetesrisiko hin, welches mit einem hohen Fleischkonsum einher geht.

Ein mir bisher unbekannte Arzt, David M. Katz, MD, der an der Yale Universität in der Präventionsforschung tätig ist und mit fettarmer Ernährung nichts am Hut hat. Wahrscheinlich auch nicht mit veganer Ernährung. Er findet die Studie einfach nur irreführend und kritisiert ebenfalls, dass die LowFat-Ernährung nicht lowfat war und auch, dass in beiden Gruppen nur ca. 15 g Ballaststoffe gegessen wurden, was viel zu wenig sei

In der New York Times erschien ebenfalls ein Artikel dazu, jedoch genau so einer, der suggerieren soll, dass LowCarb besser als LowFat ist und in dem ein Dr. Mozaffarian zu Wort kommt, Cardiologe und Ernährungsforscher an der Universität Harvard. Hier heißt es:

“Dr. Mozaffarian said the research suggested that health authorities should pivot away from fat restrictions and encourage people to eat fewer processed foods, particularly those with refined carbohydrates.„

Man solle also weniger verarbeitete Nahrung essen und sich nicht einfach darauf konzenrieren Fett zu reduzieren.

Und das ist wohl auch die Bottom Line, die allen Beteiligten gemein ist: Vollwertige Nahrungsmittel mit Ballastoffen müssen gegessen werden. Fleisch ist tatsächlich vollwertiger als fettarmer Joghurt mit Zucker oder Weißbrot. In anbetracht aller Umstände kann man aber nur zu dem Schluss kommen, dass weitestgehend pflanzlich gegessen werden sollte und dass nur eine fettarme Ernährung, die gleichzeitig vollwertig ist, jemals Artherosklerose rückgängig gemacht hat.  Und davon verstopfen Blutgefäße, nicht von Cholesterinwerten oder Triglyceriden.

Was wäre passiert, wenn man hier eine vollwertige Ernährung mit 30% Fett mit der LowCarb Ernährung verglichen hätte? Kann man nicht einschätzen. Dazu muss man wahrscheinlich wirklich auch wieder eine neue Studie machen.

Menü des Tages am 4. September

Vollkornhaferflocken mit Datteln, Weintrauben, Leinsamen, Paranuss, Zimt, Banane und Wasser


Dinkelvollkornbrot mit Mandelpüree und Banane
3 Grüntee

2 Dattelkugeln
Dinkelvollkornbrot mit Ingwer-Mandel-Dressing und Gurke


1 Kochbanane
38 g Ombar Goji (regelbedingt)

Reis mit Gemüse in süß-sauerer Sauce


alkoholfreies Becks
1 Kugel Stracciatellaeis

Rest Reis
Popcorn mit Salz in Kokosöl gepoppt

Ich war mir einer Freundin zum Essen verabredet und zwar um 15 Uhr. Überhaupt gar nicht meine Essenszeit aber wohl neuerdings ihre. Sie isst nur noch 1 Mal am Tag um abzunehmen und für die Verdauung und zwar meistens nachmittags. Ich hab mich mittags also zurück gehalten.

Wir wollten eigentlich ins Well Being, einem thailändischen veganen Restauran, aber das hat zwischen 15 und 17:30 Mittagsruhe. Alternativ waren wir dann im Krua Thai wo ich von den vegetarischen Gerichten dann das ausgewählt habe, was weder gebraten noch mit viel Kokomilch zubereitet war: Phad Priao Waan Phak. Es war grauenvoll!!!! - Die süß-saure Sauce war völlig überzuckert und ich hab mir ne zweite Portion Reis bestellt um es überhaupt runter zu kriegen und das Süße auszuballancieren. Da gehe ich definitiv nie wieder hin. Das Well Being wäre um Längen besser gewesen.

Jedefalls hatte meine Freundin noch Lust auf Dessert, am besten auf Eis und so habe ich aus Solidariät eine Kugel mit gegessen. Auch da hätte es wieder die Option Well Being gegeben, aber das hätte erst in einer halben Stunde wieder auf gemacht. Also, das war nix...

Ach, und satt gemacht hat der weiße Reis mit der Zuckersauce natürlich auch überhaupt gar nicht...Das Leben macht einem immer einen Strich durch die Rechnung...Immer wieder...

Alles Liebe,

Silke

 

Donnerstag, 4. September 2014

Dr. Thomas M. Campbell über Smoothies...



Ich hab euch noch nie Dr. Thomas M. Campbell, MD vor gestellt. Er ist Allgemeinmediziner, beschäftigt an der University of Rochester, Mitautor der China Study und Sohn von T. Colin Campbell. Ich bin über einen Artikel von ihm über Smoothies gestolpert, den ich euch nicht vorethalten möchte.

Smoothies sind, finde ich, ziemlich in Mode. Und auch die Grünen Smoothies sind mittlerweile ziemlich bekannt und sie werden sogar in Köln am HBF verkauft, was mit am Wochenende aufgefallen ist, als ich meine Schwester besucht habe.

Vor 4 oder 5 Jahren habe ich auch noch ziemlich viele Smoothies getrunken. Das war noch bevor Victoria Boutenkos Bücher auf Deutsch erschienen waren, das war, als der Begriff 80/10/10 noch nicht von jedem auf alles angewendet wurde und das war als ich noch 100% roh gegessen habe.

Smoothies hatten für mich aber gewisse Haken: Sie machen den Magen zwar sauvoll, aber sie machen nicht zufrieden satt. Ich hab nie begriffen woran das lag. Überall hieß es, Obst sei die optimale Nahrung für die Spezies Mensch und das wurde nicht nur von Doug Graham verbreitet.

Ich hab dann ein bisschen rum experimentiert und festgestellt, dass ich besser satt werde, wenn ich mehr Grünzeug rein tue, aber dauerhaft satt blieb ich dann auch nicht. 80/10/10er sagen dann, man habe nicht genug gegessen, aber wenn der Magen doch so voll ist?! - Das lief darauf hinaus, dass ich quasi stündlich Obst gegessen habe, was entsprechend schlecht für die Zähne ist, sowohl wegen der Säure als auch wegen des Zuckers.

Jetzt wo ich mich mit Biochemie und Physiologie und richtigen Ärzten beschäftige taucht das Thema Smoothies erstaunlicherweise wieder auf, weil sich viele Leute denken, dass man mit Smoothies sehr leicht Obst und Grünzeug in sich rein kriegt. Also wird einfach eine Mahlzeit durch einen Riesensmoothie ersetzt und man hat ein gutes Gewissen. Dennoch kommt auch in der pflanzlichen  Vollwertszene die Frage: Was ist eigentlich mit Greensmoothies? Sind die gesund? Wie viel davon?

Tja, und diesem Thema nimmt sich Thomas Campbell in diesem Artikel an. Er beginnt den Artikel sehr schön weil er schreibt, dass er in seiner Zeit als Medizinstudent, als man alles hatte außer Zeit, er immer wenn er das Gefühl hatte nicht genug Grünzeug gegessen zu haben, sich einen Greensmoothie aus Grün und Wasser – sonnst nichts! - gemacht habe. Keinen einzigen Bissen davon habe er genossen, aber das hätte sein Gewissen beruhigt. Heutzutage würden viele Menschen zu Greensmoothies greifen und eine Mahlzeit damit ersetzten. Und obwohl das sicherlich besser sei als was sonst so zu sich genommen wird, würde er nicht empfehlen jeden Tag einen Greensmoothie zu trinken. Dafür zeigt er Gründe auf.

1. Diese Studie habe gezeigt, dass wenn man die selbe Menge an Kalorien in flüssiger und fester Form zu sich nimmt, man nach flüssiger Nahrung im laufe des Tages mehr Kalorien zu sich nimmt, weil die flüssige Nahrung nicht so gut sättige.

2. Durch die mechanische Zerkleinerung des pürierens wird die Nahrung schneller vom Körper zerlegt und geht schneller ins Blut über, was im Falle eines Smoothies, welcher Obst enthält, auch zu einem stärkeren Anstieg des Blutzuckers und damit zu einem  darauf folgenden starken Abfall führt, was wiederum schnell wieder hungrig macht.

Zur Folge habe das beides dann, dass man schneller wieder hungrig wird und über den Tag mehr Kalorien isst, als wenn man Obst oder Salat als Ganzes gegessen hat und das alles wirkt sich dann wieder negativ auf das Gewicht, Triglyceride und Diabetes aus.

Und ich wundere mich, warum ich von Smoothies nicht satt werde...Deshalb...

Ich trinke jetzt seit  vielen Jahren nicht mehr regelmäßig Smoothies, werde mit Vollkornhaferflocken am Morgen wesentlich satter als von einem Smoothie und auch wesentlich länger. Ich esse auch lieber Salate als Greensmoothies. Allerdings lassen sich Mineralien und Spurenelemente, für die man in der Rohkostszene das Grünzeug essen muss auch mit Getreide und Hülsenfrüchten aufnehmen. Man braucht dann nicht die von Graham und Boutenko empfohlenen 500-1000 g Grünzeug am Tag essen.

Und jetzt komme ich zu meinem Menü des Tages, das geprägt war dadurch, dass ich gestern meine Tage bekommen habe...

Haferflocken, Banane ½ Pfirsich, 4 Datteln, Zimt, Leinsamen, 2 Paranüsse, Wasser


3 Grüntee

½ Pfirsich

Vivani Dark Nougat

Rest Salat mit Kichererbsen und Ingwer-Mandel-Dressing (gestern im Newsletter)



Vivani White Nougat Crisp
Roobar Chocolate

Ich hatte Spätschicht im Bioladen und vorher keinen Hunger. 1,5 Stunden hat es gedauert, bis ich meiner Lust auf Schokolade nicht mehr standhalten konnte. Ich hab es die letzten 2 Tage schon gemerkt und mich gewundert, dass ich Lust auf Schokolade habe, die ich sonst nicht habe, wenn ich genug Kohlenhydrate esse...Was, zum Geier, ist eigentlich in Schokoladen, dass sie mit der Menstruation korreliert? Barnard erwähnt da zwar zwei, drei Sachen, aber so richtig Sinn macht das für mich nicht. Hormonschwankungen, ok, aber wie wirkt sich Schokolade darauf aus? Liegt es an ihrer Qualität als Multifunktionsdroge?

Na, egal, Ich bin eigentlich kein Nougat Fan, aber mein Instinkt sagte ganz klar Nougat. Die White Crisp ist eine der besten veganen Schokoladen die ich kenne und die Roobars sind neu im Bioladensortiment. Hat mich nicht überzeugt und ich fand sogar, dass der leicht gegoren schmeckte. Ne Mischung aus Nüssen, Trockenfrüchten und Schokolade und möglicherweise war der Sommer einfach zu heißt für derartige Produkte.

Alles Liebe,

Silke


Donnerstag, 28. August 2014

Minimum und Maximum beim Fettverzehr...



Mich ereilte gestern ein Kommentar bezüglich meiner Warnung maximal 1 EL Rapsöl am Tag zu essen. Das erschien der/dem Kommentatorin/Kommentator doch arg wenig. Ob ich dazu Quellen hätte und was denn damit sei, dass die ungesättigten Fettsäuren doch so leicht zerstört werden und man wisse ja auch nie, wie lange das Öl schon in der Flasche gewesen sei...Ich nehme an, dass damit gemeint war, dass man mehr von diesen Ölen essen sollte, weil ein Teil der Fettsäuren bereits zerstört sind.

Ich habe zwar in den Kommentaren darauf geantwortet, aber ich denke, dass auch für alle anderen Leser interessant seien könnte, wie wenig Fett wir tatsächlich mit der Nahrung aufnehmen müssen. Die viel interessantere Frage ist eigentlich: Wie viel Fett können wir essen ohne, dass es uns schadet? - Darauf findet man weitaus schwerer eine Antwort als darauf was das Minimum ist.

Hier also mal eine Quelle, bzw. mehrere Quellen, die Wikipedia angibt, wie viel Omega 3 Fettsäuren man essen sollte:

„Nach einem Artikel von 2007 empfehlen manche US-amerikanische Gesundheits- und Regierungsorganisationen die regelmäßige Einnahme der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Für den täglichen Bedarf wurden typischerweise zwischen 100 mg und 600 mg genannt.[20] Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentliche im März 2010 ebenfalls ernährungsbezogene Empfehlungen: Empfohlen wird die tägliche Aufnahme von 250 mg EPA und/oder DHA.[21] Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung(DGE) gibt dieselbe Empfehlung.[22] Daneben wird von der DGE für Schwangere und Stillende die Aufnahme von 200 mg DHA pro Tag zur Unterstützung einer gesunden Gehirnentwicklung des Fötus bzw. Neugeborenen empfohlen.[22]„

Rapsöl wir immer empfohlen, weil es ein sehr günstiges Verhältnis von Omega 3:6 Fettsäuren hat. Das ist im Rapsöl nämlich 1:2. Man sollte maximal ein Verhältnis von 1:5 haben. Anthropologen gehen davon aus, dass unsere Vorfahren ein Verhältnis von 1:1 hatten, daher wird das in der Paleoszene auch immer wieder erwähnt. Nüsse enthalten besonders viele Omega 6-Fettsäuren. Auch Getreide enthält viel davon, was der Grund ist, warum Fleisch von Masttieren keine Omega-3-Fettsäuren mehr enthält, das von Weidetieren aber schon, weshalb die Paleo-Anhänger grasgefüttertes Vieh essen, statt solches, was mit Getreide gemästet wurde.

Nun gut, kommen wir zu einem Esslöffel Rapsöl, ca. 12 Gramm. Laut dem Cronometer sind in 12 Gramm Rapsöl 1100 mg Omega 3 und 2200 mg Omega 6 enthalten. Wenn man das mit den Empfehlungen oben vergleicht erkennt man unschwer, dass ein halber EL Rapsöl sowohl für Omega 3 als auch Omega 6 Fettsäuren komplett und total ausreicht. Man braucht an essentiellen Fetten sonst überhaupt nichts mehr zu essen, keine Nüsse, keine Avocado, kein Fleisch, keine Milch, keine Butter, keine Oliven. Nichts! - Wenn man dann noch davon ausgeht, dass Getreide, Hülsenfrüchte und Gemüse ebenfalls noch Spuren von Fett enthalten, was natürlich ebenfalls ungesättigtes Fett ist, wird einem klar, dass man eigentlich keine zusätzlichen Omega 6 Fette essen muss und für die Versorgung mit Omega 3 Fetten sage und schreibe 3 Gramm Leinsamen ausreichen. Die liefern schon 700 mg Omega 3, also strenggenommen würde 1 g Leinsamen pro Tag ausreichen. Ein zu hoher Konsum von Omega-3-Fettsäuren wird von der Harvard School of Medicine mit erhöhtem Risiko an Prostatakrebs zu erkranken in Verbindung gebracht. Leider sagt dieser Artikel nicht wie viel zu viel ist. Und wo wir gerade beim Zu-Viel sind: Das hängt natürlich auch davon ab, was man sonst alles noch so isst. Der Körper verbrennt nur das, was er gerade braucht und alles was er nicht verbrennt, wird zum Problem, weil es sich irgendwo ablagert und dann Probleme verursacht. Wenn Glucose zur Verfügung steht, wird bevorzugt die verbrannt. Fettsäuren werden aber ebenfalls zur Energiegewinnung genutzt, daher kommt es auch noch auf das Verhältnis an.

Immer wieder wird diskutiert ob pflanzliche Omega-3-Fettsäuren ausreichen oder ob es tierische in Form von Fischöl sein müssen. Letzter Stand der Dinge von dem ich weiß ist, dass man bei Veganern keinen Mangel gefunden hat, der auf ein Fehlen von tierischem Omega 3 hindeutet.

Sollte man jetzt also mehr Öle konsumieren, weil ja ein Teil der guten, essentiellen Fettsäuren durch Lagerung zerstört wurden? - Auf gar keinen Fall!!! - Wenn ungesättigte Fette zerstört werden ändern sie ihre Konformation von Cis zu Trans und wir haben es mit den gefährlichen Transfettsäuren zu tun, die noch viel schädlicher sind als gesättigte Fette. Auch Transfette führen zu Herz-Kreislauf-Erkrankung und werden Fehlerhafterweise vom Körper in die Zellmembran eingebaut. Dadurch, dass sie ihre Form verändert haben aggieren sie dort aber anderes als die Cis-Fettsäuren was diversesten Konsquenzen auf die Zellfunktion haben kann.

Schlussendlich reicht also ein halber Teelöffel Leinsamen in Kombination mit vollwertiger Ernährung aus um mit essentiellen Fetten ausreichend versorgt zu sein. Wie sehr man es übertreiben darf hängt davon ab, was man sonst noch isst, wie aktiv man ist, etc. Einen Teelöffel Leinsamen in sein Müsli zu geben macht daher durchaus Sinn. Aber es macht überhaupt keinen Sinn mit Pflanzenöl zu supplementiere. - Ach ja, Leinsamen sollte man immer mahlen und das direkt zuhause vor Ort. Leinsamen der geschrotet verkauft wird, verliert auch wieder an Qualität und ganze Leinsamen werden vom Körper nicht verdaut sondern kompett als ganze Saat wieder ausgeschieden.

Und das wiederum ist der Grund warum Barnard, Esselstym, Ornish und Co. vom Verzehr von Ölen abraten und maximal erlauben Fett aus ein wenig Avocado, ein paar Oliven oder einer Hand voll ungerösteter Nüssen zu gewinnen. Geröstete enthalten wieder Transfette. Für Herzkranke und Diabetiker wird auch davon abgeraten.

Menü des Tages am 27. August

Haferflocken mit Reismilch, Datteln, Dattelkugel, Zimt, Stevia, Banane


3 Grüntee

Kichererbsen-Mais-Eintopf


Dinkel-Vollkornbrot mit Mandelpüree, Banane und Reissüße


130 ml Orangensaft

1 Kochbanane
Kartoffeln mit Asia-Gemüse in „Erdnuss“-Sauce (gestern im Newsletter)



Provamel Schokodessert mit Banane


Rest Kartoffeln mit Asia-Gemüse
200 g Sojade Kirsch

Ich war joggen, lernen, einkaufen.

Dieses Provamel Sojadessert geht gar nicht! - Fand ich furchtbar und hatte es auch nur, weil ich es geschenkt bekommen habe. Jetzt weiß ich, dass ich es definitv nicht kaufen muss...

Und was die Fettsäuretheorie betrifft, war gestern kein guter Tag. Ich habe nämlich vergessen meine Leinsamen zu essen. In dem Asiagemüse war etwas Mandelpüree, weitere Mandeln in der Dattelkugel und dann noch Fett in dem Sojajoghurt und eigentlich gar kein Omega 3. Und weil viele Leute Omega-3-Fettsäuren so leicht vergessen, vergessen Leinsamen oder Fisch zu essen, oder auch Grünzeug, wurde von dem Medien darauf aufmerksam gemacht Omega-3-Fettsäuren zu essen. Heutezutage, so meine ich, wird viel zu viel davon gegessen...

Heute früh hab ich aber an Leinsamen gedacht...Also alles gut...

Alles Liebe,

Silke


Mittwoch, 27. August 2014

Gefährliche Halbwahrheiten...



Ahhh, ich hasse es, wenn Laien irgendeinen Gesundheitskram verbreiten, den sie nicht verstehen und dann noch nicht mal den Konjunktiv verwenden!

In meiner Rohkostzeit habe ich häuftig die Renegade Health Show auf YouTube geschaut und auch oft darüber geschrieben. Kevin Gianni und seine Frau, auch beide Laien, haben über Rohkost berichtet, Rezepte vorgestellt etc. In den letzten Jahren hat sich ihre Ernährung aber verändert. Von veganer Rohkost sind sie zu 80/10/10 dann zu  High Raw gewechselt. Als sich im Blutbild aber immer noch Defizite zeigten, haben sie angefangen mit tierischen Produkten zu experimentieren und als Annmarie Gianni vor 2 Jahren schwanger wurde und immer noch Defizite im Blutbild waren, haben beide auch wieder angefangen Fleisch zu essen, weil sie die Gesundheit des Kindes nicht riskiere wollten. Ich bin mir zwar sicher, dass hier die Panikmache von manchen Leuten ausschlaggebend war und nicht etwa dass vollwertige, pflanzliche Ernährung nicht alles liefert, was Mutter und Kind benötigen, mit Ausnahme von B12 natürlich, aber gut. So war das nun mal.

In der Zweischenzeit hat sich auch der Renegade Health Blog verändert. Kevin schreibt nur noch ganz wenige Artikel selbst, Videos gibt es gar nicht mehr, die meisten Artikel schreibt Frederick Patenaude, der ebenfalls über Rohkost zu 80/10/10, zu gekochter Stärke und dann wieder hin zu omnivorer Ernährung gekommen ist. Zwei weiterer Leute schreiben dort aber auch noch. Ein naturheilkundlicher Doktor sowie die Dame über die ich mich gestern aufgeregt habe. Colleen M. Story.

Die Dame ist Schriftstellerin, selbst gelernt, hat vorher in der Altenpflege und als Kindergärtnerin gearbeitet. Sie sagt von sich selbst, sie sei ein Gesundheitsfreak, hat aber keinen naturwissenschaftlichen Hintergrund, geschweige denn eine Ausbildung zum Ernährungsberater oder Fitnessexperten. Sie schreibt als Journalistin über Gesundheitsthemen, sowohl unter ihrem eigenen Namen als auch als Ghostwriter und sie hat auch einen Roman geschrieben.

Normalerweise interessieren die Renegade Health Artikel mich heutzutage nicht mehr, aber ich habe den Blog noch in meiner Leseliste. Gestern habe ich rein geschaut weil die Überschrift hieß: 7 SIGNS YOU’RE NOT EATING ENOUGH FAT—AND WHAT FATS ARE HEALTHY

Das  Schlimme an derartigen  Artikeln ist, dass sie so klingen, als hätte die Person Ahnung von dem was sie schreibt, weil sie über Hormone, Zellmembranen etc. schreibt und weil sie Studie auflistet. Hätte sie aber biochemisches Verständis darüber wie der Körper Hormone und Fettsäuren selber synthetisiert, würde die Logik komplett auseinander fallen.  Und damit sind wir an dem Punkt, an den jeder schon mal kam, der sich mit Ernährung beschäftigt hat: Was stimmt denn nun? Die einen sagen das und die anderen sagen das.

Leider passiert sowas auch in Ärztekreisen. Da war mal dieser amerikanische Kardiologe der einen YouTube Vortrag darüber gehalten hat, dass es für die Herzgesundheit am besten sei möglichst viel Fleisch zu essen.  Man denkt, der Typ ist Kardiologe, der muss davon doch was verstehen. Am Ende des Vortrags wird er aus dem Publikum gefragt, was denn mit Ballaststoffen sei, die seien in Fleisch doch nicht drin. Darauf antwortet der Kardiologe: „Doch, in Fleisch sind reichlich Ballaststoffe!“ - Man kann in absolut jeder Nährwerttabelle nachschlagen um raus zu finden, dass Fleisch exakt 0g Ballaststoffe enthält. Wenn man den Kardiologen hingegen googelt findet man auch noch raus, dass er von der amerikanischen Ärztekammer ausgeschlossen wurde und man denkt sich, dass es sich bei diesem Herren offensichtlich um jemanden handelt, der seinen Verstand verloren hat. Leider weiß ich seinen Namen nicht mehr...

Aber zurück zu Frau M. Story. Sie sagt hier Fett sei gesund, der Körper braucht Fett um Membranen zu synthetisieren, um Hormone zu bilden und zur Energieversorgung. Auch für ein funktionierendes Hirn sei Fett wichtig. Sie zählt auch noch ein paar andere Sachen auf, die aber nicht begründet sind wie Fett als Geschmacksträger, zur Verhinderung von Krankheiten, es könne den Blutdruck senken und schütze vor Entzündungen.  Und teilweise stimmt das ja auch. Wir müssen tatsächlich Omega 3- und 6 Fette essen, für unsere Hirn und für die Produktion von Arachidonsäure aus der wiederum Prostaglandine synthetisiert werden, die Entzündungsmediatoren sind.  Das heißt aber nicht, dass es gesund ist „gesunde Fette“ in Unmengen zu verzehren, wie hier suggeriert wird.

Eine Kundin im Bioladen sprach mich an, weil sie das Rapunzel Rapsöl nicht fand, welches sie isst, wegen der gesunden Fett darin. 1 EL Rapsöl reicht an essentiellen Fetten für den ganzen Tag aus, wenn man nebenbei absolut gar kein anderes Fett mehr verzehrt auch keine Nüsse, Fleisch, Milchprodukte etc. Das habe ich ihr gesagt, worauf sie mir erzählte, dass sie sehr viele Nüsse essen würde, weil die ja sehr gesund sind. Die Frau war übergewichtig und erzählte mir auch, dass sie einen Leberschaden habe, für den ihr Arzt aber keine Ursache finden würde.

Wie, zum Geier, erklärt man Menschen, dass ein bisschen was von einer Substanz gesund ist, aber zu viel von einer gesunden Substanz schädlich? Wie erklärt man ihnen, dass man ohne Wasser verdurstet aber in zu viel Wasser ertrinkt?

Naja, wieder zurück zu Frau Story: Hormone und Membranfette synthetisiert der Körper aus Acetyl-CoA, was im Fettabbau anfällt, aber auch beim Abbau von Glucose. Glucose wird zu Pyruvat abgebaut und dieses wird in der Pyruvatdehydrogenasereaktion zu Acetyl-CoA abgebaut. Es kann hingegen sein, dass einem Coenzyme in der Phyuvatdehydrogenase Fehlen, das Thiaminpyrophosphat zum Beispiel, welches Vitamin B1, das Thiamin benötigt, um aus Pyruvat Acetyl-CoA zu machen und dann kann es tatsächlich sein, dass nicht genug Acetyl-CoA zur Synthese von Membranlipiden und Seroidhormonen zur Verfügung steht. Dann hat man aber einen Vitaminmangel und keinen Fettmangel! B1 ist in Vollkorn drin und es ist sehr hitzeempfindlich und geht ab 90°C kaputt.

Naja und dann legt sie noch ein paar Studien vor, die an normalen Menschen mit normaler ungesunder Ernährung gemacht wurden wo geschaut wurde, ob wenig Fett gesünder sei. Diese Studien sind immer wieder die gleichen. Bei keiner der Studien handelt es sich um Probanden die sich vollwertig ernähren und es handelt sich noch nicht einmal um Studien bei der wirklich wenig Fett gegessen wurde. Es lag bei um die 30% Fettanteil. Zur Erinnerung: Die WHO empfiehlt einen Fettanteil von 25%.

Und da denke ich an meine Tante, die mir bei unserem letzten Besuch erzählt hat, sie habe gelesen, dass Eier gesund seien. - Ja, Journalisten...Sollten wirklich Journalisten hingehen und Studien interpretieren? Menschen, die nicht das Wissen haben aber die Naturwissenschaften ein zu gehen? Ich weiß es nicht...Menschen hören gerne gute Nachrichten über ihre schlechten Angewohnheiten und Zeitungen wollen Auflagen steigern. Wo gibt es ein Gütesiegel? Woher weiß man, was man glauben soll, wenn man nicht die Möglichkeit hat eine medizinische Fakultät zu besuchen. Klar, jede Stadtbücherei hat Biochemie-Bücher. Aber die versteht man nicht. Und wenn man sie nicht verstehen MUSS, weil man Klausuren darüber schreiben muss, macht man sich auch nicht die Mühe sie zu verstehen. Hab ich früher auch nie. Ich hab auch nur Experte 1 vs. Experte 2 vor mit gehabt und musste alles am eigenen Leib ausprobieren. Was anderes bleibt einem dann leider nicht...dachte ich...

Menü des Tages am 26. August

Haferflocken mit Datteln, Reismilch, Banane, Zimt, Dattelkugel, Leinsamen


1 Grüntee

1 Bananenmuffin mit Schokotropfen

Mais-Kichererbsen-Eintopf



Mais-Kichererbsen-Eintopf
1 Bananen-Muffin

Ich bin definitiv ein Stressesser. Ob ich das für die Energiegewinnung oder das Belohnungssystem brauche, weiß ich nicht. Ich bin müde. Hab Mittagsschlaf gemacht, hatte keinen Hunger, hab aber auch nicht viel getan. Mich nur über Frau Story aufgeregt!;-)

Alles Liebe,

Silke


Dienstag, 26. August 2014

Darf ich vorstellen?: Dr. Kim A. Williams, MD



Das hier ist Dr. Kim A. Williams, MD.


Er ist Kardiologe, Internist und Nuklearmediziner am Rush University Medical Center und Professor an der Pritzker School of Medicin, beides in Chicago, Illinois. Er ist außerdem der zukünftige Prädident des American College of Cardiology, einer Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden und zu heilen. Und nur mal so ganz nebenbei: Er ernährt sich vegan und empfiehlt es auch seinen Patienten.

In der Onlineausgabe von MedPageToday erklärt er wie er dazu kam und was es damit auf sich hat.

2003 kam eine Patientin zu ihm, die gravierende gesundheitliche Verbesserungen erlebt hat und erzählte ihm von Dr. Ornish. Daraufhin hat Williams sich die Arbeit von Ornish angeschaut und aufgrund seines eigenen relativ hohen LDL-Cholesterinspiegels von 170, der ihm eh schon gesagt habe, dass er irgendwas ändern müsste, hat er Ornish' Ernährung an sich selbst ausprobiert.

Zuvor habe er gedacht, dass er sich schon gesund ernähren würde. Rotes Fleisch habe er gemieden, auch nicht viele Milchprodukte verzehrt und als tierische Produkte hauptsächlich Fisch und Huhn verzehrt. Allerdings hätte eine einfache Internetrecherche schon zu Tage gefördert, dass Huhn weitaus mehr Cholesterin enthält als Schweinefleisch. Er fing also an Fleischersatzprodukte zu kaufen und binnen 6 Wochen sei sein LDL auf 90 gefallen.

Williams erklärt auch, warum weder das American College of Cardiology noch die American Heart Association bisher eine vegane Ernährung empfiehlt. Studien seien entweder sehr groß und beruhten auf Beobachtungen (z.B. China Study) oder eben sehr klein und mit ausgewählten Teilnehmern wie die von Ornish (oder auch Barnards Studien). Schlussendlich bräuchte man also noch mehr und noch genauere Studien mit konkreteren Forschungsergebnissen z.B., so mein Vorschlag, wenn man 5000 Herzkranke Menschen auf Ornishs Ernährungsprogramm setzt. Sowas ist natürlich entsprechend schwerer, vor allem, weil Ornish in seiner Prostatastudie ja bereits 100 Teilnehmern über ein ganzes Jahr lang vollwertiges, pflanzliches, fettarmes Essen nach Hause geliefert hat.

Williams Ziel ist es jedenfalls das American College of Cardiology binnen der nächstens 1-2 Generationen unnötig zu machen, auch wenn das noch ein langer Weg sei. Wir wünschen ihm auf jeden Fall gutes Gelingen!

Menü des Tages am 25. August 2014

Übernacht Zweikorn Frühstücksbrei aus Haferflocken, Quinoa, Zimt, Bananen, Cranberries, Leinsamen, 2 Paranüsse


1 Grüntee

1 Bananen-Muffin mit Schokotropfen

Linsen-Quinoa-Suppe


Dinkel-Vollkornbrot mit Mandelpüree, Banane und Reissüße


Fertigsalat mit Kartoffeln, dazu Yummy Sauce und Crema di Balsamico und Salz


1 Dattelkugel

Rest vom Frühstück

Ich hab zu wenig Obst und Gemüse im Haus und hatte auch keinen Nerv welches zu kaufen, mit Ausnahme des Fertigsalats. Ich bin immer noch gerädert, von dem Klausurstress...Mache Mittagsschlaf und solche Sachen. Außerdem habe ich gestern keinen Kaffee getrunken und nur einen einzigen grünen Tee und komme so langsam wieder in die Entspannung rein.

War Joggen, habe locker gelernt und das war es dann auch fast schon...

Alles Liebe,

Silke


Montag, 25. August 2014

Warum wir altern...



Bevor ich zum eigentlichen Thema des Tages komme erst mal folgendes: Alkohol und fettarme Ernährung passen nicht zusammen. Leider weiß ich nicht wieso, aber es ist allgemein bekannt, dass man, um zu vermeiden zu schnell betrunken zu werden, ordentlich Fett essen muss. Es gibt sogar Tricks um andere Leute unter den Tisch zu trinken, die seit Jahrhunderten von Männern angewandt werden, die zeigen wollen wie knallhart sie sind, dadurch dass sie mehr Alkohol vertragen. Zum Beispiel in Öl eingelegte Sardinen zu essen bevor man anfängt zu trinken.

Ich hab keine Ahnung welcher Mechanismus da hinter steckt. So viel haben wir an der Uni noch nicht über Ethanol gelernt. Nur in der Physiologie der Niere wurde ganz kurz angerissen warum man von Bier so schnell urinieren muss. Bei der Verstoffwechselung der Makronährstoffe blieb Alkohol hingegen außen vor. Das einzige, was wir dazu gelernt haben ist, dass Alkohol 7 kcal enthält.

Naja, ich war auf einer Single-Party am Samstag abend, habe 6 Kölsch getrunken, was 1,2 l sind und war gestern einfach überhaupt nicht fit. Hatte leichte Kopfschmerzen und keine Lust aufzustehen. Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich mit meinem Vater Alkohol getrunken habe und wir hatten währenddessen Tortillachips gegessen. Am nächsten Tag: Nichts. Obwohl die Alkoholmenge um Längen mehr war. Und ich erinnere mich auch, dass ich, als ich mit Rohkost anfing nie wieder auch nur ansatzweise sowas wie einen Kater hatte einfach weil ich sauviel Öl und Nüsse gegessen habe. Für die Zukunft also folgendes: Falls ich mal wieder was trinken gehen sollte, wird vorher was fettiges gegessen. Zum Glück mache ich das nicht allzu oft. Andererseits braucht man mit fettarmem Essen wiederum auch weniger Alkohol um angeschickert zu sein. Pros und Cons.

Der Typ in diesem Video ist Hank Green. Er hat Biochemie studiert und ist ein klassischer Nerd. Zusammen mit seinem Bruder hat er mehrere Internetseiten und YouTube Channels, die Bildung und Spaß gewidmet sind. Sein Bruder kümmert sich um Literatur und Geschichte, er kümmert sich um Naturwissenschaften. Dies ist eine Folge seiner SciShow, die sich mit dem Altern beschäftigt und abgesehen davon, dass es wissenschaftlich fundiert ist, hat der Typ eine tolle Bühnenpräsenz und Sinn für Humor. Nebenbei ist er auch noch Musiker und hat 4 Platten raus gebracht...



Ich glaube nicht, dass man, wenn man gar kein Hintergrundwissen hat, beim ersten Anschauen versteht über was er alles referiert, aber man kann es, im Gegensatz zu Vorlesungen, mehrfach anschauen. Dabei geht es zunächst um die zellbiologischen Aspekte des Alterns. Darum, dass Wissenschaftler irgendwann mal rausgefunden haben, dass sich die Zellen eines Menschen im Schnitt 50 Mal teilen, die Zellen von Würmern aber nur 20 Mal und die Zellen von Galapagosschildkröten, die 150 Jahre alt werden können sich bis zu 125 Mal teilen. Im Zuge dessen hat man rausgefunden, dass es Gene gibt, die für Altern und Jugend verantwortlich sind und da es bei einem Wurm, dessen Namen ich vergessen habe, der nur 14 Tage alt wird jeweils ein Gen gibt, das für das Altern zuständig ist und eines für das Gegenteil. Wenn man das Gen für Alterung im Labor ausschaltet, wird der Wurm gleich doppelt so alt. Bei Menschen gibt es leider nicht nur ein einziges Gen, also hat man sich um die Telomere gekümmert, die sich von Zellteilung zu Zellteilung verkürzen und daher verantwortlich gemacht werden für die Unfähigkeit der Zelle sich mehr als 50 Mal zu teilen.

Es gibt ein Enzym, namens Telomerase, welches die Enden der Chromosomen, die Telomere wieder reparieren kann. Hingegen hat man Angst, dass, wenn man Menschen künstlich mit zu großen Mengen Telomerase versorgen würde, auch entartete Zellen sich zu sehr vermehren könnten, denn Krebszellen haben eine eigene Telomerase was sie dazu befähigt sich weitaus öfter als nur diese 50 Mal zu teilen.

Das alles ist hingegen eh nur theoretische Spielerei, denn es wurde nur an Tieren getestetet, euch und mich und Hank interessiert natürlich nur was wir tun können um älter zu werden und länger jung zu bleiben. Daher kommt auch er auf Kalorienrestriktion zu sprechen, welche wahrscheinlich deshalb erfolgreich ist, weil sie weniger die Produktion des Insulin-like-Growth-Factor IGF-1 stimuliert (ich meine mich zu erinnern in Barnards Krebs-Buch gelesen zu haben, dass der IGF-1 auch das Wachstum von Tumorzellen unterstütz und dass er bei hohem Fettkonsum besonders stark produziert werden soll). Von Methionin erwähnt er nichts.

Aber er kommt abschließend auf die 7. Tags Adeventisten zu sprechen, einer Sekte in Kalifornieren, die ihre Mitglieder ermutigt vegetarisch zu leben, nicht zu rauchen und Sport zu treiben. Man nimmt die 7. Tags Adventisten deshalb gerne für Studien. Statistisch ist es daher so, dass die Mitglieder dieser Sekte im durchschnitt 8 Jahre älter werden als Otto Normalverbraucher. Daher ist also soviel klar: Viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch zu essen, Sport zu treiben und nicht zu rauchen erhöhrt die Langlebigkeit. Oder man schaut sich einfach nochmal die Studie von Ornish und der Telomere-Expertin Elizabeth Blackburn an über fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung und ihre Auswirkung auf die Telomere und die Telomerase...

Ach, und noch mal kurz zu Rohkostblödsinn über Langlebigkeit: Ich habe gestern angefangen ein Buch zu lesen, was mir eine Freundin geliehen hat. Dr. Joachim Mutters Grün essen!
Im Vorwort von Markus Rothkranz ist zu lesen, dass Tiere in freier Wildbahn im Alter keine Zivilisationerkrankungen bekommen, weil sie sich roh ernähren. Ich habe derartige Aussagen auch ziemlich lange geglaubt. Ein bisschen was ist ja auch dran. Mit der richtigen Ernährung kriegt man auch keine Zivilisationerkrankungen, das muss nur nicht notwendigerweise Rohkost sein. Das Argument hakt aber trotzdem total, denn Tiere in freier Wildbahn erreichen im Allgemeinen sowieso nie ihr maximales Lebensalter. Sie werden vorher gefressen, weil sie älter und schwacher und damit leichteres Opfer für Raubtiere werden.

Das ist bei uns Menschen vorbei. Douglas Lisle schreibt in Die Lustfalle, dass Anthropologen davon ausgehen, dassjeder 16 Menschvor ca. 100 000 sein Leben lassen musste, weil er gefressen wurde. Andere verhungerten und wieder andere starben an Krankheiten. Die Chance seine natürliche Lebensspanne zu erreichen, war allein dadurch limitieret. Bei wildlebenden Tieren ist das heute noch so!

Ich habe mal versucht raus zu finden wie alt Katzen so werden, weil ich ja will, dass mein Kater mindestens 25 wird und ich ihm das auch immer wieder sage: Wikipedia schreibt folgendes „Im Haus lebende Katzen erreichen bei Pflege durch den Menschen in der Regel ein Alter von 12 bis 15 Jahren. Nach Desmond Morris seien aber auch Lebensalter von mehr als 20 Jahren belegt. Als Ausnahme nennt er den Fall einer Tabbykatze namens „Puss“, die von 1903 bis 1939, also 36 Jahre, gelebt habe.[5] In freilaufenden Katzenpopulationen ohne menschliche Zuwendung und medizinische Betreuung liegt die Lebenserwartung einer Katze zwischen 1,4 und 3,2 Jahren (männliche Tiere) bzw. 3,3 und 4,2 Jahren (weibliche Tiere)“ (Warum weibliche Tiere in freier Wildbahn wohl länger leben?)

Menü des Tages am 24. August 2014

1 Bananen
1 Kochbanane

2 Bananen-Muffins mit Schokotropfen


Linseneintopf mit rotem Quinoa


2 Soja-Kaffee-Latte mit braunem Zucker bei Starbucks, davon einer koffeinfrei

Linseneintopf mit Quinoa

Hm, ja, ich hab vorgestern Muffins gebacken, unfassbar lecker und werde das Rezept noch posten. Nachmittags war ich mit einer Kommilitonin bei Starbucks mit Aussicht auf 3 hinreißende Männer, einer davon ein sehr attraktiver Sportmoderator aus dem Fernsehen, der ungefähr 3 Stunden dort rum hockte, mit Taschen und Koffern, so wie ich in München, als ich auf meinen Flieger warten musste.

Ach, und bei Starbucks hörte ich dann einen Kellner zu einem Kunden hinter mir sagen: „Hier, für Sie das vegane Sandwich“ - Ich liebe Starbucks! - Nicht nur, dass die als erstes Sojalatte gemacht haben, als erstes Matcha im Sortiment hatten, sondern jetzt haben sie noch vegane Sandwiches. Vielleicht kann man Starbucks sogar da hin bringen, veganen Vollwertkuchen anzubieten! - Die nehmen einfach alles ins Sortiment auf, wonach Nachfrage besteht! Toll...

Alles Liebe,

Silke


Samstag, 23. August 2014

Die liebe Wissenschaft...



So, da bin ich wieder! - Biochemie ist bestanden, Physiologie wurde gestern geschrieben, der nächste anstehende Termin ist meine mündliche Physikumsprüfung am 22. September. Mein Hirn ist Matsche ich hab 16 Stunden geschlafen und fühle mich jetzt halbwegs wieder fit. Es gab die letzten Tage zu viel Kaffee und zu viel Schokolade aber wenn man überarbeitet ist, macht das Zeug genau das, was es soll. Irgendwann kommt man aber an den Punkt, da es nicht mehr hilft, der Punkt, an dem man wach ist, sich aber nicht mehr konzentrieren kann oder, was viel schlimmer ist, der Punkt, wo man einfach keinen Bock hat! - Lust zu Leben und was zu unternehmen, habe ich nur wenn ich ausgeschlafen bin. Einen Großteil meines Lebens war ich kontinuierlich auf Kaffee und ich hatte gleichzeitig keine Lust irgendwas zu tun. So im Alter zwischen 18 und 30 war das in etwa. Hätte ich so weiter gemacht, hätte ICH nicht den Arsch hoch gekriegt ABI zu machen und schon lange nicht ein Medizinstudium in Angriff zu nehmen. Vielleicht habe ich meinen ersten ABI-Versuch sogar verbockt, weil ich damals schon voll auf Kaffee und überarbeitet war!!! - Na egal, ich will heute schreiben über Wissenschaft.

Ich habe wahrscheinlich verhältnismäßig  ziemlich wenig Ahnung von Wissenschaft. Aber reichlich viel mehr als Otto Normalverbraucher. Das selbe gilt für Naturwissenschaften, für die ich eigentlich weder Interesse noch Talent habe. Sprachen, Kunst und Psychologie/Philosophie ist meins, daher habe ich mein ABI in Englisch, Deutsch, Philosophie und..naja, muss man ja...Mathe mündlich gemacht.

Entsprechend schrecklich war für mich das erste Semester des Medizinstudiums wo man eigentlich nur Bio, Physik und Chemie hat. Und wenn man in Köln studiert, weil wir ein Modellstudiengang sind, auch noch Psychosomatik und ein paar Kompetenzfelder. Es war schrecklich, weil ich Phsyik nach der neunten Klasse auf der Realschule abgewählt habe und Chemie nach der zehnten. Und weil das zudem 20 Jahre her war.

Aber ich habe mich da ran gesetzt, mit Realschulbüchern, weil ich weder die Vorlesungen noch die Folien verstanden habe und habe mir das Nötigste erarbeitet. Bio und Chemie braucht man als Grundlagen um Biochemie zu verstehen und Physik als Grundlage für Physiologie. Es nervt alle Studenten, aber wer nicht weiß was ein Mitochondrium, ein Proton und der Fluß von Strömen in Röhren ist, der kann das beides nicht verstehen.

Ich kann mich noch erinnern, wie es war nichts zu verstehen. Ich habe irgendwas gegoogelt, Kollagen zum Beispiel, und habe im Wikipediaeintrag kein Wort verstanden. Ich wollte raus finden, was man essen muss um straffes Bindegewebe zu haben, aber habe nicht verstanden wie Kollagen aufgebaut ist. Oder auch, was Hyaluronsäure ist. Wenn man diese Basic-Kenntnisse nicht hat, dann versteht man nicht mal Wikipedia.

Schlussendlich versteht aber niemand in der Rohkost- oder alternativen Gesundheitsszene diese Wikipedia-Artikel, weil sie kein Hintergrundwissen über diese Mechanismen haben und dann lesen sie Bücher von vielleicht Wissenschaftlern, vielleicht auch Pseudowissenschaftlern oder auch von Leuten, die Einzelhandelskaufmann oder Steuerprüfer sind wie Wandmaker und Konz, aber mit einem derart erniedrigenden Tonfall daher kommen, die sie vielleicht auch nicht richtig verstehen oder sie falsch verstehen und setzten sich dann mit mir auseinander, oder ich mich mit ihnen. Ich weiß nicht, was zuerst da war....Ich bilde mir ein, dass ich mich vor  Jahren darüber gefreut hätte, wenn mir jemand Kollagen leichtverständlich erklärt hätte, aber vielleicht ist das nicht so. Vielleicht ist es eher so:


Ich habe also über Wissenschaft nachgedacht, vor allem wegen der Big Band Theory und wegen Stephen Hawking, der da mehrfach mitspielt, der dem Fernsehpublikum ebenfalls durch Gastauftritte aus den Simpsons bekannt ist und der gesagt haben soll: „Die Simpsons sind das beste Programm im amerkanischen Fernsehen“ Außerdem habe ich auf Facebook die Seite I fucking love Science geliked, eine von einem Wissenschaftler von der Sorte der Big Bang Theory Nerds ins Netz gestellte Seite auf der immer wieder neue wissenschaftliche Kenntnisse in alltagstauglicher Form gepostet werden. Hier wurde auch gepostet, dass Ende des Jahres eine Verfilmung über Stephen Hawkings Leben in die Kinos kommt und der Trailer war zum heulen! Undbedingt anschauen!!!



Für die, die ihn nicht kennen, Stephen Hawking ist ein theoretischer Physiker und Astrophysiker, der bereits in seiner Studentenzeit an ALS erkrankte, die Krankheit für die sich gerade alle Promis Eiswasser über die Köpfe gießén. Diese Krankheit ist genetisch, sie ist selten und deshalb wird zu wenig an ihr geforscht um ein Heil-oder Hilfmittel zu finden. Bei ALS versagen nach und nach alle Muskel und irgendwann kann man nichts mehr bewegen. Stephen Hawking kommuniziert mittlerweile mit einem Sprachkomputer, den er durch die Bewegung seiner Augen steuert. Der Mann ist ziemlich reich, daher kann er so was finanzieren. Der Durchschnittsbürger kann das nicht.

Während ich mich also mit Stephen Hawkings beschäftigte las ich, dass er Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaft ist, eine Einrichtung, die der Vatikan unterhält, in der sich 80 der anekanntesten Wissenschaftler der Welt befinden um den Papst immer auf dem Laufenden zu halten. Johannes Paul II. hatte die Zahl der Mitglieder von 60 auf 80 herauf gesetzt. Faszinierend dabei ist, dass Stephen Hawking Atheist ist und erst kürzlich dem Papst erklärt hat, dass es Gott nur geben könne, wenn das Universum endlich sei. Er hingegen ginge davon aus, dass das Universum unendlich sei und daher könne es Gott nicht geben. Der Papst hat ihn nicht verbrannt! Der Vorsitzende der Päpstlichen Akademie der Wissenschaft ist derzeit erstmals ein Protestant! Mitglied ist auch ein Typ namens Günther Blober, der 1999 den Nobelpreis für die Entdeückung der Signalfragmente an Proteinen bekommen hat und den Mechanismus über den der Körper die Verteilung der snthyetisierten Proteine im Organismus regelt. Heute steht das in jedem Medizinlehrbuch und es war klausurrelevant. Günther Blober ist zudem auch noch so ein netter Kerl, dass er 850 000 € seines Nobelpreisgeldes für den Wiederaufbau der Dresdener Frauenkirche gespendet hat, weil seine Schwester im Zweiten Weltkrieg zu Tode gekommen ist...Aber das nur nebenbei...

Ich finde, wenn der Papst nichts gegen Wissenschaft hat, warum wird sie von so vielen Laien so schrecklich kritisiert ohne dass sie jegliches Hintergrundwissen haben. Die würden Wissenschaftler am liebsten verbrennen, weil sie sie nicht verstehen und weil sie denken, dass nur Geld jeglichen Wissensdurst motiviert.

Ich kriege immer wieder gesagt, dass die Schulmedizin nichts lehrt was heilt, dass das alles verlogen sei und Medikamente Menschen krank machen. Ich bin selber kein großer Fan von Medikamenten und die meisten Ärzte sind das auch nicht, weil sie aufgrund ihres wissenschaftlichen Hintergrundes die Nebenwirkungen kennen. Ich hab aber auch die Erfahrung gemacht, dass die Patienten diese Medikamente unbedingt haben wollen. Kritisieren tun diese Leute auch immer wieder die Medizinischen Fakultäten, die sie noch nie von innen gesehen haben. Die wissen doch überhaupt gar nicht, was gelehrt wird! Sie haben aber irgendwo gelesen, dass Mist gelehrt wird, zum Beispiel Chemotherapie.

Chemotherapie beruht darauf Zellen zu schwächen. Leider schwächt sie alle Zellen und nicht nur die Krebszellen, daher macht sie krank. Manchmal erholt sich der Organismus auch gar nicht mehr von den Schäden, die die Chemotherapie ausgelöst hat. Die Theorie da hinter ist jedoch plausibel und es ist auch nicht so, dass nicht noch an  ettlichen anderen Mechanismen geforscht wird um die Vermehrung von entarteten Zellen zu unterbinden.

Von einem Laien-Kritiker der Schulmedizin und der Chemotherapie musste ich mir anhören, dass Otto Warbung doch bereits rausgefunden hat, dass Krebszellen ein anaerobes Millieu bräuchten und dass ettliche Leute im Krankenhaus von Krebs genesen seien, nachdem man sie mit Sauerstoff begast habe. So habe er das irgendwo gelesen und deshalb sei Chemotherapie Müll und die Schulmedizin ein verlogens Pack. Tatsächlich braucht man aber nur Wikipedia um ein bisschen was über Otto Warburg raus zu finden. Ein deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe, der 1930 denn Nobellpreis bekam, weil er den Komplex 4 in der Atmungskette entdeckt hat. Ich weiß, die meisten von euch wissen jetzt nicht, was das ist, dazu muss man wieder Biochemie gelernt haben. Der Komplex 4 in der Atmungskette der Mitochondrien sorgt für die Übertragung von Elektronen auf Sauerstoff woraufhin ATP entstehen kann. Aber auch das, überfordert jetzt wahrscheinlich die meisten Leser.

Nebenbei hat Warburg die Hypothese aufgestellt, dass Krebszellen durch Sauerstoff absterben, aber es ist niemals bewiesen worden und jetzt, 84 Jahre nach seinem Nobelpreisgewinn ist es immer noch nicht bestätigt. Der Komplex 4 hingegen ist wissenschaftlich anerkannt und nachgewiesen. Zur Warburghypothese sagt Wikipedia folgendes:

„Die Warburg-Hypothese ist eine Hypothese zur Krebsentstehung. Sie geht auf den Nobelpreisträger, Biochemiker und Arzt Otto Warburg (1883–1970) zurück. Bei seinen Beobachtungen an Krebszellen stellte er ungewöhnlich hohe Laktatwerte in diesen fest, Milchsäure ist jedoch ein typisches Gärungsprodukt.
Warburg hatte 1924 aus diesen Beobachtungen eine Hypothese zur Krebsentstehung entwickelt. Diese besagt, dass Krebszellen bevorzugt ihre notwendige Energie aus deranaeroben Vergärung (Milchsäuregärung) von Traubenzucker gewinnen und daher Sauerstoff nicht unbedingt für das Krebswachstum notwendig sei. Eine Störung der Funktion der Mitochondrien in Krebszellen sei der Hauptgrund für das Auftreten von Krebs. Krebszellen würden Traubenzucker hauptsächlich vergären und nicht verbrennen. Für ein mögliches Wachstum benötigen Tumorzellen Energie. Die Geschwindigkeit des Wachstums hängt vom Stoffwechsel dieser Zellen sowie einem optimalen Milieu für ihr Wachstum ab. Zellen von Tieren gewinnen ihre Energie sowohl in den Mitochondrien durch den oxidativen Abbau von Traubenzucker, andererseits aber auch durch Milchsäuregärung, bei der Traubenzucker in Abwesenheit von Sauerstoff vergoren wird. Die Warburg-Hypothese konnte bis 2006 weder bewiesen noch widerlegt werden. Auf sie berufen sich einige alternativmedizinische Verfahren zur Behandlung von Krebs, so zum Beispiel die sogenannte „Cellsymbiosis-Therapie“ von Heinrich Kremer oder die Diätempfehlungen, wie beispielsweise die Budwig-Diät von Johanna Budwig. 2006 wurde eine Arbeit Jenaer Forscher veröffentlicht, die die Warburg-Hypothese stützt.[1][2] In ihrer Arbeit konnten die Forscher bei einer Form des Dickdarmkrebses bei Versuchstieren zeigen, dass eine erzwungene Weichenstellung hin zur aeroben Verbrennung von Traubenzucker das Krebswachstum hemmt. Sie setzten dazu das Protein Frataxin ein, das sie mit Hilfe der Gentechnik in Mitochondrien einschleusten. In einem zweiten Versuch förderten sie die anaerobe Vergärung des Traubenzuckers und stellen umgekehrt ein vermehrtes Tumorwachstum fest. Ähnliche Ergebnisse konnte eine Mannheimer Gruppe zeigen.[3] Der Warburg-Effekt könnte Ausgangspunkt für zukünftige glykolysehemmende Medikamente zur Therapie von Krebs sein.[4] So konnte mehrfach belegt werden, dass durch entsprechende Medikation die Energieversorgung (= Glykolyse + Glutaminolyse) von Tumorzellen inhibiert und dadurch der Warburg-Effekt revidiert werden konnte.[5][6]“

Was aber niemals, jemals passiert ist, ist das Menschen mit der Beatmung von Sauerstoff von Krebs geheilt wurden. Derartige Dinge werden von Laien aber im Internet verbreitet, die Bücher z.B. von Johanna Budwig gelesen haben und ich persönlich halte es für sehr, sehr fatal aufgrund solcher Informationen und ohne medizinisches Hintergrundwissen der herkömmlichen Krebstherapie zu entsagen. Bei Krebs gibt es aber auch in der Schulmedizin keine Garantien, hingegen Statistiken die Heilungswahrscheinlichkeiten aufzeigen.

Und weil ich gestern wieder gefragt wurde, was man bei Krebs machen kann: Sucht euch einen guten, vertrauenswürdigen Onkologen, der euch alle Optionen erklärt, und sich die Mühe macht, darauf zu achten, dass ihr sie auch versteht! Ich weiß, dass es die da draußen gibt. Das eigene Leben sollte die Suche  nach so jemandem schon wert sein.

Menü des Tages am 22. August

Grüntee
Kaffee mit Sojamilch und Stevia
1 Päckchen Dextro
37 g Bitterschokolade (beides während der Klausur)

Koffeinfreier Kaffee mit Sojamilch und braunem Zucker
Udon Nudeln mit Gemüse vom Vortag


Instant Tabouleh mit Romana-Mango Salat aus dem Newsletter





2 Dinkelvollkornbrote mit Mandelmus, Banane und Agavendicksaft



Vegane Salatschale mit rotem Quinoa und Crema di Balsamico


1 Banane mit Mandelpüree

Morgens hatte ich vor lauter Nervosität überhaupt keinen Hunger, was bei mir sehr selten vorkommt. Dafür hatte ich aber auch keinen Druchfall was immer bei mir vorkommt, wenn ich nervös bin!;-)))

Ich hab die Tage über diesen hier gegessen: 150 g Schokolade mit ganzen Haselnüssen – vegan und sehr lecker.


Zu fetthaltig natürlich aber mit die beste Nervennahrung, die ich bisher bekommen konnte.

Darüber hinaus warte ich jetzt auf Ergebnisse, bereite mich auf die Mündliche vor, aber ich werde euch jetzt sehr lange nicht mehr so lange alleine lassen, wie diese Woche!:-) Ich muss nochmal erwähnen, dass es für mich schlimmer ist als für euch, wenn ich keine Zeit zum Schreiben habe.

Alles Liebe,

Silke