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Mittwoch, 12. November 2014

Gabriele Lendle - Vegan international



Thieme liebt Medizinstudenten! - Das ist einer der Werbeslogan des Verlags und ich glaube das stimmt, denn bisher kam noch kein anderer Verlag auf die Idee mir ein Buch zu Rezension zu schicken obwohl ich über 1 Mio. Seitenzugriffe auf diesem Blog zu verzeichnen habe und es in den Staaten mittlerweile Gang und Gäbe ist Bücher von Bloggern rezensieren zu lassen als Teil der Werbemaßnahme.:-)

Der Thieme-Verlag bringt vor allem Medizinlehrbücher heraus, hat aber auch den Triasverlag in seiner Obhut, welcher sich mehr mit Gesundheitswissen für den Laien beschäftigt und dabei unter anderem mit Ernährung. Mir wurden zwei bei Trias erschienene Kochbücher geschickt und leider mag ich nur eines davon rezensieren, weil ich mich hinter das andere in keinster Weise stellen kann. Es ist zwar vegetarisch aber voll mit Fett und ohne Vollkorn und es steht unwissenschaftlicher Blödsinn drin, so dass ich niemandem empfehlen kann es zu kaufen und ich möchte auch dem Verlag nicht schaden, daher muss eine Rezension leider unterbleiben.

Das andere Buch hingegen ist fantastisch: Vegan international: In 115 veganen Rezepten um die Welt Auf dem Cover steht es enthalte 115 vegane Rezepte aus aller Welt, auf der ersten Seite hingegen steht nur was von 80. Ich hab sie nicht gezählt, daher weiß ich nicht was stimmt, es sind auf jeden Fall reichlich Rezepte drin.



Das ist praktisch für jemanden wie mich, der deutsche Küche gaaaaaanz grauenvoll findet. Seit ich zuhause ausgezogen bin, vor 18 Jahren habe ich nie wieder Rotkohl oder Knödel gegessen, von Sauerbraten oder Kassler ganz zu schweigen. Aber das war typisch deutsches Sonntagsessen bei uns. Ich hasse es! Ich mag Essen, was von möglichst weit weg kommt. Asiatisch oder Mexikanisch mag ich und dafür ist dieses Buch toll, wenn es auch ein paar wenige österreichische Rezepte enthält.

Was ich auch toll finde ist, dass Gabriele Lendle keinen Blödsinn erzählt. Sie ist von Haus aus weder Köchin noch Gesundheitsexpertin, sondern Malerin und arbeitet bei einer 'Versicherung. Sie stellt keine Behauptungen auf über Dinge, von denen sie nichts weiß wie viele, viele andere, besonders Rohkostautoren. So scheibt sie im Vorwort darüber, dass ihre internationale Küche durch ihre Reiseleidenschaft inspiriert wurde und dass man auch bei Auslandsaufenthalten immer mehr merken könne, dass vegane Küche im Trend liegt. Sie berichtet darüber, dass Bill Clinton wegen seines Herz-Kreislauf-Leidens auf vegane Kost umgestellt hat und sein ehemaliger Vize Al Gore wegen des Klimaschutzes. Und darüber dass vegane Ernährung auch bei vielen Hollywoodstars im Trend liege. Und das war's. Danach konzentriert sie sich ausschließlich auf Rezepte und weist nochmal darauf hin, und auch das finde ich goßartig, dass sie keine Sojamargarine und auch keinen Zucker verwende. Als Magarineersatz verwendet sie eine Creme auf Cashewbasis, wofür sie das Rezept beilegt, und als Zuckerersatz Dattelpaste. Und auch hierfür gibt es ein Rezept.

Gabriele Lendle ist also durchaus interessiert daran ihre Gerichte so vollwertig wie möglich zu machen. Sie gibt keine Anweisungen bei Rezepten die Mehl enthalten, ob man Auszugsmehl oder Vollkornmehl oder eine Mischung verwenden soll, sondern überlässt das dem Leser. Sie weist jedoch darauf hin, dass man, wenn man Vollkornmehl verwendet, womöglich etwa mehr Wasser benötigt wird als mit Auszugsmehl.

Ihre Verwendung von Fett ist gut im Rahmen, daran gibt es nur wenig zu meckern, wenn natürlich manche Rezepte mehr davon enthalten, was bei Länderküche aber auch logisch ist, denn in der Karibik wird nun mal viel mit Kokosmilch zubereitet und der typische Geschmack kommt genau aus diesem fetthaltigen Produkt. Ich hab aber schon vegane Kochbücher mit weit mehr Fett in der Hand gehabt.

Drei Rezepte habe ich stichprobenartig ausprobiert: Pizza Calzone aus Italien, welche ich mit Vollkornmehl gemacht habe


Knusprige Süßkartoffel-Zucchini-Bratlinge aus Asien


und Kichererbsen-Kürbis-Tamarinden-Eintopf aus der Karibik.


Alles drei war superlecker.

Außerdem ist es Gabriele Lendle ein Anliegen, dass alle Zutaten im Bioladen bzw. Asialaden auch leicht zu bekommen sind und dass die Rezeptanleitung auch für Nicht-Kochprofis leicht umzusetzen sind. Das kann ich bestätigen.

Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für Veganer oder Nicht-Veganer braucht, kann mit Gabriele Lendles Vegan international: In 115 veganen Rezepten um die Welt nur richtig liegen.

Menü des Tages am 11. November 2014

450 g Brokkoli mit Salz und Pfeffer


½ Mango
Allos Amaranthbrei Vital mit Rosinen, Birne, Agave und Wasser


Ingwer-Zitronengras-Tee

1 Banane
handvoll Mandeln

5 Cashew-Schokopralinen (heute im Newsletter)


Rest Topinambursuppe
Knusprige Süßkratoffel-Zucchini-Bratlinge s.o.
4 Medjool Datteln

4 Bratlinge
½ Mango
handvoll Rosinen

450 g grüne Bohnen


Rest der Bratlinge

So, ich hab mir eine Challenge überlegt, daher wird es hier bald wieder persönlich spannend. :-)

Es ist quasi McDougalls Maximum Weightloss nur in der Variante von Chef AJ, welche sich dann Chef AJs Ultimate Weightloss nennt und zwei Unterschiede zu McDougall aufweist. Man soll jeweils 500 g stärkefreies Gemüse, am besten Grünes, vor der Stärke essen und man darf Obst essen, nicht nur 2 Stück und das gefällt mir einfach besser.

Außerdem fühle ich mich AJ verbundener, denn sie hatte immer noch Gewichtsprobleme nachdem sie fettarm, vollwertig und pflanzlich aß. Sie sagt, die Nüsse hätten es ihr unmöglich gemacht abzunehmen. Außerdem steht sie auf Süßes und arbeitete jahrelang als Konditorin. Tatsächlich aber hat sie nicht gewußt, dass bei McDougall Obst auf 2 St. limitiert war und diese Gemüse zum Frühstück-Geschichte, die sie propagiert, ergab sich daraus, dass sich zufällig raus stellte, dass die Personen, die in ihren Schulungen am meisten abnahmen, morgens bereits ihr Gemüse aßen, weil sie später am Tag keine Gelegenheit dazu sahen...Nun habe ich kein Gewichtsproblem, aber ich habe auch keine Hollywoodfigur, wie ich sie habe, wenn ich Kalorien reduziere und AJ macht einen glauben, dass man auf ihre Weise satt werden und eine Hollywoodfigur haben kann.
Also stimmt das???:-)))

Aber auf all das gehe ich morgen genauer ein. Nur so viel: Gemüse zum Frühstück essen habe ich gestern mal ausgetestet um zu schauen ob ich das 3 Wochen lang durchhalte, denn so lange soll die Challenge gehen. Ich halte es durch. Ich liebe Brokkoli! Und was danach passiert schauen wir mal...

Alles Liebe,

Silke


Sonntag, 9. November 2014

Progerie...



Heute mal was anderes. Heute geht es mal nicht um eine Krankheit, die durch Ernährungsumstellung heilbar ist, sondern um eine unheilbare und superseltene Krankheit. Die Inzidenz ist nur 1:8000 0000. Als Vergleich: ALS hat eine Inzidenz von 2-3: 100000.

Ich bin darauf gestoßen, weil ich ein Facebookvideo gesehen habe von einem Mädchen, welches an dieser Krankheit leidet. Der Name der Krankheit ist Progerie. Den Namen kannte ich vorher nicht, aber die Symptome. Kinder leiden an frühzeitiger Vergreisung und verlieren bereits mit 2 Jahren ihre Haare, entwickeln Osteoporose, verlieren ihr Augenlicht und sterben schlussenlich meist als Teenager an Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Bevor ich aber weiter auf die Symptome eingehe, möchte ich dieses Mädchen einfach mal vorstellen, weil ihre Persönlichkeit einfach der Hammer ist. Ihre Eltern hatten sich, als sie kleiner war, wegen der seltsamen Reaktionen der Umwelt auf sie, mehr oder weniger zurück gezogen und irgendwie entwickelte es sich dann, dass der Kontakt zur Außenwelt über moderne Kommunikationsmedien hergestellt wurde, was wiederum dazu führte, dass auch die unmittelbare Umwelt das Mädchen, Adalia Rose ist ihr Namen, völlig anderes wahrgenommen hat.

Nun hat dieses Mädchen auch noch ein unglaubliches Entertainment Talent, tanzt und singt gerne, verkleidet sich gerne und ist unglaublich süß dabei obwohl man meinen möchte, dass das in diesem vorzeitig alternden Körper gar nicht möglich ist. Sie hat eine Facebookseite, die von fast 14 Mio Menschen gelikt wurde und dort werden immer wieder Videos und Fotos von ihr gepostet, alles um mehr Bewußtsein für diese Krankheit zu schaffen und Forschungsgelder zu sammeln. Den ganzen gestrigen Abend war ich damit beschäftigt mir ihre Videos anzuschauen und habe mal 2 rausgesucht. Eines ist aus dem Fernsehen, wo sie mit ihrem Vater Werbung macht für eine Aktion zu Sammlung von Forschungsgeldern, ein anderes ist ein Privatvideo.






Naja, ich musste auch die Krankheit recherchieren und sie geht auf eine spontane Punktmutation auf Chromosom 1 zurück, was schlussendlich dazu führt dass, das Strukturprotein Lamin A nicht gebildet werden kann. Das wiederum ist erforderlich zur Stabilisierung des Zellkerns und für regulatorische Prozesse, tja und wenn es fehlt, treten eben diese Symptome auf: Haarausfall, Arterienverkalkung, Kleinwuchs, kraniofaziale Disproportion, Verlust des Unterhaut-Fettgewebes und Osteoporose, Krankheiten, die man im Allgemeinen erst im Alter bekommt, erstaunlicherweise aber keinen Krebs und keine Demez.

Nun frage ich mich natürlich, was Lamin A damit zu tun hat, dass man Artherosklerose bekommt und frage mich gleichzeitig, ob es bei Progerie vielleicht nicht zu Arterienverkalkung und damit Schlaganfalls und Herzinfarkt als Todesursache kommt, wenn man die Ernährung verändert. Womöglich ist eine Ursache für Artherosklerose aber auch, dass die Kinder kein Fett ansetzten können und damit mehr Nahrungsfett im Blut unterwegs ist.

Laut der Seite der Progeria Research gibt es auf der ganzen Welt derzeit 114 Kinder, die an Progerie leiden und ich bin mir sicher, dass im Studium quasi garnichts darüber gelehrt wird, also werde ich wohl auch nie raus finden, ob Ernährung bei Kindern mit Progerie lebensverlängernd wirken könnte. Ich nehme es an, weil man die Substanzen, die sich an den Arterien ablagern ja schlicht und ergreifend nicht zu sich nimmt.

Menü des Tages am 8. November

Allos Frischkornbrei mit Matcha, Hafermilch, Rosinen, Banane, Sunwarrior Vanille


2 Zitronen-Ingwer-Tee

Dingel-Hefe-Brötchen mit veganer Mayo und Seitanbratling
2 Medjool Datteln

Salat aus Battsalat und Paprika mit Cashewvinaigrette


handvoll Rosinen
1 Kaki

Gemüse-Nudel-Pfanne mit Mangoldstielen, Pfifferlingen, Möhre Spinat, Salz, Pfeffer, Vollkornnudeln und ½ TL Kokosöl


1 Birne
handvoll Cashews

Banane mit Schokolade


2 Pralinen aus Cashew-Schokolade (Mittwoch im Newsletter)

Ich stelle immer wieder fest, wie auch bei 80/10/10, dass ich nach fettarmer Nahrung immer noch Hunger bzw. Appetit habe und bin mir nicht sicher, wie das zu erklären ist. Ob mir tatsächlich noch Kalorien fehlen oder ob mein Belohnungssystem unzufrieden ist. Auch mit dieser Pickelentstehung bei fettarmer Ernährung komme ich nicht weiter. Die Ursache will sich mir einfach nicht erschließen.

Ich überlege mal wieder so eine richtige Challenge durchzuführen, wirklich 3 Wochen lang komplett ein Programm nach allen Richtlinien durchzuziehen und zu schauen wie es mir damit geht, was sich entwickelt und wie ich damit umgehe. Das muss ich aber noch ein bisschen aufschieben, denn erstmal muss ich ein Kochbuch rezensieren. Und dann weiß ich gleichzeitig auch jetzt schon wieder, dass auch 3 Wochen etwas durchzuziehen nicht der Weisheit letzter Schluss ist, weil zum einen die Nahrung in Gesellschaft nicht zu kriegen ist, zum anderen Weihnachten vor der Tür steht.

Ich wurde gerade kürzlich mal wieder zu McDougalls Maximum Weight Loss Programm befragt, was hingegen wirklich als „Diät“ gedacht ist. Es soll nicht als dauerhafte Lebensweise herhalten, so extrem braucht man nicht fettarm, vollwertig und vegan zu essen, um gesund zu bleiben, aber man kann es nutzen um Gewichtsverlust voran zu treiben, wenn man etwas aus der Form geraten ist oder man für irgendwas fit werden will. Vielleicht sollte ich das einfach mal 3 Wochen testen und gucken was passiert, denn auch, wenn mir die Theorie dahinter völlig klar ist, habe ich es noch nie gemacht. Vielleicht ist es an der Zeit...

Alles Liebe,

Silke


Samstag, 8. November 2014

Dr. Ornish' Botschaft und der Vegan Garden...



Ich wünschte dieses Video wäre auf Deutsch, weil es eigentlich alles enthält, was man über Heilung mit Ernährung so wissen muss. Nee, natürlich nicht, aber Dr. Dean Ornish reflektiert hier über den Prozess des Vermittelns der Botschaft, wie er sich für ihn in den letzten 40 Jahren dargestellt hat. Dass er ursprünglich dachte, dass man nur ausreichend wissenschaftliche Studien bräuchte, aber dass auch dann noch, als er die entsprechenden Studienergebnisse hatte, dass Artherosklerose mit der richtigen Lebensweise rückgängig zu machen war, es immer noch kein Zuckerschlecken war, das Wissen an den Mann zu bringen, dass Ernährung wesentlich effektiver bei der Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist als Cholesterinsenker und Operationen.

Auf Operationen geht er anschließend ein, indem er darauf hinweist, dass mittlerweile mehrere Metaanalysen belegt hätten, dass Angioplastien und Bypassoperationen weitestgehend ineffektiv seien, wenn es darum ginge Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu bekämpfen und zudem risikoreiche Eingriffe in den menschlichen Körper sind. Er geht auch auf LowCarb ein, darauf, dass selbst wenn damit manche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie ein hoher Cholesterinspiegel vielleicht gesenkt würden, so hieß das noch nicht, dass damit auch die Krankheit beseitigt sei. Risikofaktoren seien keine Krankheiten und auch ein fallender Cholesterinspiegel bei LowCarb sei kein Indikatior dafür, dass die Artherosklerose nicht schlimmer wird und damit die tatsächliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Artherosklerose nimmt bei LowCarb natürlich zu. Er sagt, wünschte er könnte den Leuten auch sagen, dass Speck und Burger gesund seien, aber dem wäre halt nicht so. Mit der LowCarbTheorie könne man gut Bücher und Zeitschriften verkaufen, weil die Menschen gerne gute Nachrichten über ihre schlechten Angewohnheiten hören. Die Wahrheit würde aber immer ans Licht kommen und damit gebe ich ihm Recht.

Der Grund, warum dieses Video aber überhaupt existiert ist, dass Ornish der Meinung ist, dass momentan der Zeitpunkt gekommen ist, auf den er jahrelang gewartet hat, der Zeitpunkt wo die Botschaft großflächig angenommen wird, was er, als US-Amerikaner, darauf schiebt, dass Obama-Care dafür gesorgt hat, dass seine und auch Dr. McDougalls Ernährungstherapien nun auch vom Staat bezahlt werden, was zuvor nicht so war. Obama habe das Gesundheitssystem auch dahingegen verändert, dass Krankenhäuser wenige dafür bezahlt würden, was sie an Leistungen liefern sondern vielmehr an Heilung. Ganz genau verstanden habe ich das nicht, weil ich nicht genau weiß wie das amerikanische Gesundheitssystem vor Obama getickt hat, und wie es jetzt tickt, aber Obama-Cares scheint es für Ärzte lukrativer gemacht zu haben mit Ernährung zu therapieren statt eine tausende Euro oder Dollar teure Bypassoperation durchzuführen.

In Deutschland ist die Zeit aber auch jetzt, weil vegan gerade groß in Mode ist und das muss man dazu nutzen eine gesunde vegane Ernährung zu promoten und den Tierschützern auch ein Gesundheitsbewußtsein mit auf den Weg zu geben. Es muss sicher noch viel getan werden, aber die Dinge laufen in die richtige Richtung.



Ich war gestern mit einer Freundin in The Vegan Garden einem neuen veganen, na, Bistro würde ich es nennen, in Köln verabredet. Es befindet sich in der Nähe des Friesenplatzes auf der Venloer Strasse stadtauswärts. Ich hatte keine Ahnung, was mich dort erwarten würde, da ich das Lokal nur vom Vorbeifahren kannte. Eigentlich wollten wird Abendessen gehen, aber es gab dort nur Kleinigkeiten, was aber nicht schlimm war. Eine vegane Spinatquiche mit, für meinen Geschmack, mal wieder zu viel Fett und zum Dessert einen Cupcake mit riesig-viel Cremetopping. Ich dachte es hätte vielleicht eine Konsistenz von Sahne, aber es war richtig fest und schlussendlich gar nicht so leicht zu essen. Beim Bezahlen kam ich nicht umhin zu fragen woraus die Creme war und die Kellnerin fragte: „Willst du das wirklich wissen?“  Ich: „Ja! - Margarine, oder?“ Kellnerin: „Genau“  Das war sowas wie Buttercreme nur eben mit Margarine. Alsan, glaube ich, sagte sie. Die machen die Cupcakes dort nicht selber, sondern bekommen sie geliefert.

Es gab im Vegan Garden auch roh-vegane Brownies und Kugeln, aber sogar ich, wenn ich ausgehe, esse Dinge, die ich zuhause nie essen würde. Margarine zum Beispiel. Niemals, jemals gebe ich Margarine in irgendwas, das ich koche. Wenn überhaupt dann Öl.

Naja, der Vegan Garden hat eine tolle Atmosphäre, eine große Auswahl an kalten und warmen Getränken und wenn man abends kommen möchte, scheint es sich zu lohnen zu reservieren.

Menü des Tages am 7. November

Haferflocken, Melasse, Rosinen, Sunwarrior vanille, Sesam, Chia, Traubenkernmehl





Ingwer-Zitronen-Tee

200 ml Sojade Kirsch
Reste vom Vortag



1 unveganen Schokoriegel im Bioladen
1 Brownie

Spinatquiche

alkoholfreies Becks
Schokocupcake


2 Guinnes 0,3

Wir mussten um 19:30 Uhr den Vegan Garden verlassen, weil unser Tisch ab 19:30 Uhr reserviert war und weil wir unsere Unterhaltung nicht abbrechen konnten, sind wir weiter gezogen in den Irish Pub um die Ecke und ich habe erstmals seit Jahren mal wieder irisches Bier getrunken. War lecker..

Heute musste ich dann aufs extremste Ausschlafen. Ich hab offensichtlich noch immer ein Schlafdefizint von der monatedauernden Stressphase. Ich weiß ja auch eigentlich, dass das nicht auf einen Schlaf zu beseitigen ist, sondern nach und nach passieren muss. Aber es wird besser...

Alles Liebe,

Silke

 

Donnerstag, 6. November 2014

Milchprodukte, Mortalität und Osteoporose...



Ich hab den Eindruck es dringt tatsächlich immer mehr ins Bewusstsein, dass Milch ganz und gar nicht das absolut notwendige Nahrungsmittel ist, von dem uns immer Glauben gemacht werden soll, dass es das ist. Das ist wirklich lustig zu beobachten.

Als ich klein war, war Milch trinken ganz normal. Sie war das „Getränk“ zum Abendessen oder auch zum Frühstück. Meine Eltern sind beide auf einem Bauernhof aufgewachsen und mein Vater trinkt jetzt noch abends sein Glas Milch (und wundert sich über seine Neurodermitis), wenn er nicht zu einem Bier greift. Für den Fall, dass ihr euch fragt: Ich halte Bier für gesünder als Milch!

Mir wäre niemals in den Sinn gekommen, dass Kuhmilch vielleicht für Kälber gedacht ist und nicht für Menschen. Erst an der Medizinische Fakultät habe ich gelernt, dass wenn man Menschenbabies Kuhmilch das Risiko an Typ-I-Diabetes zu erkranken für diese Kinder erhöht ist. Meine Mutter hat weder mich noch meine Schwester gestillt. Meine Schwester hatte dann als Baby bereits Neurodermitis und Asthma und beides wird auch immer wieder mit Milch in Verbindung gebracht. Von vielen Menschen weiß ich, dass sie Neurodermits oder Asthma mit Vermeidung von Milchprodukten beseitigt haben. Meiner Schwester wurde reichlich Cortison auf die Haut geschmiert und ich frage mich ob dass viele Cortison vielleicht schuld ist, dass sie mit 15 Jahren dann auch noch Lymphdrüsenkrebs bekam, weil Cortison das Immunsystem unterdrückt. Das sind aber alles Spekulationen von mir...

Aber zurück zur Milch: Die Washington Post berichtete am 31. Oktober, dass die Universität in Uppsalla, Schweden, kürzlich eine Studie über Milchprodukte, Mortalität und Osteoporose veröffentlicht habe, welche im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Dabei handelte es sich um eine langzeit Kohortenstudie 190 000 Frauen und Männer, die bereits zwei anderen Studien zugeteilt waren, wurden über 20 Jahre beobachtet, weil die Ergebnisse von 2 Metaanalysen bezüglich Osteoporose und Mortalität in Zusammenhang mit Milchprodukten keine klaren Zusammenhänge gezeigt haben.

Diese Studie jetzt zeigt nicht nur einen Zusammenhang von steigender Osteoporose mit steigendem Milchkonsum sondern auch eine erhöhte Mortalität bei Menschen die viel Milch trinken. Bei Männern zeichnete sich dabei als Todesursache nicht etwas Prostatakrebs ab, sondern Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Wissenschaftler aus Uppsalla gehen ebenfalls davon aus, dass die vorherigen Metaanalysen, die keinen klaren Zusammenhang zwischen Milchprodukten und erhöhter Mortalität feststellen konnten womöglich nicht beachtet haben, dass die Gefahr vor allem von Milch, nicht aber von Käse, Joghurt, Sauermilch etc. ausgeht. In Milch ist nämlich noch der Milchzucker D-Galaktose enthalten, welcher zu oxidativem Stress und damit zur vorzeitigen Alterung führen kann.
Laut Washington Post sind es auf der Welt übrigens satte 65%  der Menschen lactoseintolerant.

Wo hier das Kasein ins Spiel kommt, ist mir auch noch nicht klar, denn wenn das als Wachstumsfaktor für Tumore eine Rolle spielt, gilt das natürlich auf für Käse, Joghurt und Co. aber das sei mal dahin gestellt, genauso wie das viele gesättigte Fett und die wenigen Ballaststoffe, die Milchprodukte enthalten.

Ok, also, das Milch viele Nachteile haben kann ist klar, aber als Vorteil wurde uns immer verkauft, dass sie viel Kalzium enthält und das die Knochen stärkt. Kalzium stärkt tatsächlich die Knochen, aber das aus Milch wirkt halt nicht, wegen all der negativen Eigenschaften der Milch. So stellt auch diese Studie fest. Frauen, die 3 oder mehr Gläser Milch am Tag tranken, hatten mehr Hüftbrüche als solche, die weniger tranken. Mit dem Konsum von noch mehr Milch, wurde es aber auch nicht besser. Je mehr Milchprodukte verzehrt wurden, desto höher waren bei den Probanden auch die Marker für oxidativen Stress und damit Alterung und Risiko für Entartung einer Zelle.

Der Havard Professor und Ernährungsspezialist Dr. David Ludwig erklärt in dem Artikel der Washingto Post, dass es nicht genug Belege gäbe um die Ernährungsempfelungen der Regierung (und bei uns der DGE) für den Verzehr von Milchprodukten zu untermauern. Vielmehr würden sich die Beweise häufen, dass Menschen sie überhaupt nicht benötigen. (Was eigentlich total logisch ist, da Menschen erst vor 10-20 000 Jahren anfingen Milch zu trinken, weshalb sie ja auch noch häufig laktoseintolerant sind in Ländern, die noch später damit anfingen)

Kalzium findet sich auch in allem Grünzeug, in Orangen, Sesam und diversen anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln in kleineren Dosen. Wer ganz sicher gehen will, kann auch Pflanzenmilch, welche mit Kalzium angereichert ist verzehren und sollte dabei nicht vergessen, dass für den Einbau von Kalzium in Knochen auch Vitamin D und Östrogen vorhanden sein muss (und sicherlich noch viele andere Substanzen, die ich noch nicht kenne...) Ach ja, das Kalzium muss übrigens nicht „organisch“ sein, damit der Körper es aufnehmen kann, sondern als Ionen vorliegen, also gelöst in Wasser sein. Kalkstein essen hilft tatsächlich nicht!,-)

Menü des Tages am 5. Oktober 2014

Haferflocken, Rosinen, Mandarine, Melasse, Kakao, Sunwarrior Vanille, Traubenkernmehl, Chia, Sesam, Wasser

Brennnesseltee

1 Rippe Ombar dark
Kaffee mit Agavendicksaft

Pizza Calzone aus Vegan international: In 115 veganen Rezepten um die Welt


Allos Crannberry Riegel
1 Rippe Ombar dark

3 Medjool Datteln
2 Oblaten Lebkuchen

Vollkornspaghetti mit Seitan von Sojade (neu im Bioladen), Tomate, Paprika, Pepperoni, Zwiebel, Salz, Pfeffer
Gedünsteten Brokkoli mit Knoblauch, Salz und Pfeffer



Wir haben zwei neue Veggieprodukte im Bioladen und es muss endlich mal die Order von Oben kommen, dass die Veggieecke vergrößert und die Fleischecke verkleinert werden muss. ;-) Sie platzt aus allen Nähten!

Das eine ist Seitan mit Gemüse als Bratlinge, welche ich gestern in eine Nudelsauce – bolognesestyle – geschnitten habe. Das andere ist tatsächliche Bolognese, die ich heute mal mit den Resten von gestern austesten werde.


Tatsächlich koche ich fast immer zu viel und lade mir den Teller zu voll. Die Einschätzung wann ein Teller zu voll ist mit ½ Stärke fällt mir schwer, da ich es gewohnt bin einen Teller voll Gemüse zu essen und da sind weniger Kalorien drin, daher macht er später satt. Nur gut, dass ich mich nicht schwer damit tue am nächsten Tag Reste zu verwerten!

Alles Liebe,

Silke


Dienstag, 4. November 2014

Ketogene Ernährung bei Typ-II-Diabetes?...Ihre Nachteile...



Ich hab bzw. hatte eine Facebookfreundin, die mich vor 4 Jahren in meiner Rohkostphase anfreundete. Sie war dann eine Zeit lang dort präsent, verschwand aber irgendwann, als sich eine neue Beziehung bei ihr anbahnte. Kürzlich tauchte sie wieder auf und postete ihre Gedanken über LowCarb, irgendwelche Links und über die Erfahrungen übergewichtiger Familienangehöriger damit. Nie hat auch nur einer ihrer anderen Facebookfreunde das irgendwie kommentiert und ich fing an mich zu fragen, was sie wohl damit bewirken will, dass sie es postet. Sucht sie Bestätigung, oder sucht sie Widerspruch? Was ist die Motivation da hiter?

Irgendwann habe ich nachgefragt und sie erklärte, sie würde einfach nur ihre Gedanken teilen. Räumte innerhalb der Konversation aber auch ein, dass sie Typ II Diabetes habe und vor allem übergewichtig sei und abnehmen müsse. Ich hab ihr gesagt, dass ich wisse, wie das geht, dass ich mein wissenschaftliches Projekt darüber geschrieben habe und ihr den dorthin Link gegeben. Die Sache war nämlich die: Sie fragte sich unter anderem wie LowCarb zur China Study passen würde, welche sie gelesen hat. (Passt natürlich nicht - LowCarb lügt!)

Schlussendlich kam ich aber mit allen Erklärungen nicht durch. Sie hatte nicht das Hintergrundwissen zu entscheiden ob LowCarb gut oder schlecht ist und dass ich Medizin studiere hatte ihr auch nicht gereicht. Zwei ihrer Ärzte hatten ihr nämlich in ihren LowCarb Bestrebungen unterstützt.

Also, warum machen Ärzte das? Sind die dumm?

Natürlich nicht! - Die Idee hinter LowCarb für einen Diabetiker ist, dass es nicht zu hohen Blutzuckerspiegel kommen kann, weil keine Kohlenhydrate verzehrt werden und ohne hohen Blutzucker kommt es dann auch nicht zu den Diabetes-Folgeerkrankungen wie Neuropathie, Retinopathie und Angiopathie, sprich es kommt dann nicht zu Nierenversagen, Erblindung und Absterben der Extremitäten. Gegen den Typ II Diabetes selbst kann eine LowCarb-Ernährung aber rein gar nichts ausrichten. Man bleibt weiter insulinresistent, wegen all des Fetts in den Zellen und die Bauchspeicheldrüse muss auch weiterhin Insulin produzieren, weil ja auch Ketonkörper, Aminosäuren und kurzkettige Fette zur Insulinausschüttung führen. Mit ein bisschen Glück nimmt der Diabetiker aber bei dieser Ernährung ab.

Was LowCarb Ernährungen alles nicht können, haben wir hier schon oft besprochen, aber welche Schäden sie anrichten können nur wenig. Tatsächlich gibt es für die Auswirkungen von über mehrere Jahre durchgeführte LowCarb-Ernährungen auch keine Studien. Die Experten sind sich aber einig, auch die an der MedFak in Köln, dass diese Auswirkungen nicht gut sein können.

Kurzfristige Auswirkungen sind hingegen bekannt und die möchte ich euch nicht vorenthalten. Und das sind jetzt die Auswirkungen eine ketogenen Ernährung, nicht eine normalen LowCarb Ernährung, die noch weitaus ungesünder ist, weil eine ketogene Ernährung tatsächlich in der Lage sein kann den Cholesterinspiegel zu senken und Blutfettwerte zu verbessern, was LowCarb nicht kann.

Also, ketogene Ernährungesweisen können durch die Übersäuerung zu niedrigen Phosphatwerten im Blut führen, was zu schlechterer Gehirnfunktion, Nierensteinen und Osteoporose führen kann. Quelle: Metabolic and endocrine effects of metabolic acidosis in humans 

Ketogene Ernährung hat bei untersuchten Personen zudem zu Kopfschmerzen, Mundgeruch, Verstopfung, Durchfall, Schwäche, Ausschlag Schlaflosigkeit und Rückenschmerzen geführt.
Quelle: The effect of a low-carbohydrate, ketogenic diet versus a low-glycemic index diet on glycemic control in type 2 diabetes mellitus 

Das sind die kurzfristigen Effekte, die man in kauf nehmen muss, wenn man mit ketogener Ernährung Gewicht verlieren will.

Da ketogene Ernährungsweisen reich an tierischen Produkten sind und tierisches Eiweiß zu diversen Erkrankungen führt, steigt das Risiko für diverse Krebsarten und Zivilisationserkrankugen.
Quelle: Low protein intake is associated with a major reduction in IGF-1, cancer, and overall mortality in the 65 and younger but not older population  

Zudem fehlen bei ketogener Ernährung vor allem die Ballaststoffe.

Und leider hilft sie halt kein Stück bei der Heilung von Typ II Diabetes. Mit fettarmer, vollwertiger, pflanzlicher Ernährung kann man seine Insulinresistenz überwinden und dann auch mal Ausnahmen machen bei der Ernährung und etwas fetthaltiger essen oder auch Mal Zucker oder Weißbrot. Man kann also quasi zurück zu einer Ernährung die „normal“ ist, wenn der Diabetes überwunden ist. Bei LowCarb muss man, um seinen Diabetes im Griff zu haben, immer und für immer so weiter essen. Der Körper wird nie wieder in die Lage zurück versetzt seine Nährstoffverteilung durch Insulin selber in die Hand zu nehmen. Heilung ist nicht möglich.

Ich hab diese Facebookfreundin dann entfernt, weil ich das nicht mehr mit ansehen konnte: Links zu LowCarb Seiten von Laien wie Patric Heizmann wo ich einfach nur kotzen muss, wenn ich so viel Dummheit auf einem Haufen sehe. Und das furchtbare ist, dass es tatsächlich sein kann, dass sie mit ketogener Ernährung  beim nächsten Arztbesuch bessere Cholesterin und Blutzuckerwerte hat als vorher. Da rührt mich echt der Donner! Wie kann man an jemanden appellieren, der scheinbar gute Erfahrungen macht. Artherosklerose misst kein Hausarzt zu Diagnose von Herzkreislauferkrakungen, nur immer diesen elenden Cholesterinwert, der leider viel zu wenig Aufschluss auf das wirkliche Risiko einen Herzinfarkt oder Schlafanfall zu erleiden gibt.

Ach ja, weil ich mündlich in MedSoz geprüft wurde, habe ich lernen müssen, wie die Leitlinien so funktioniern. Im Informationszeitalter gibt es das natürlich alles online. Bei www.ammf.org
Schöne neue Welt! - Sogar die Leitlinien empfehlen eine Ernährung die arm an Fett, vor allem gesättigtem Fett und arm an freien Zuckern ist. http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/057-001_S2_Ernaehrungsempfehlungen_zur_Behandlung_und_Praevention_des_Diabetes_mellitus_06-2010_06-2015.pdf

Wieso gibt es auf Diabetesstationen im Krankenhaus dann noch diesen Schrott zu essen und warum stützen Ärzte die Bestrebungen ihrer Patienten LowCarb zu machen?

Menü des Tages am 3. November 2014

Haferflocken, Sunwarrior Vanille, Rosinen, Chia, Sesam, Birne, Kakao


2 Brennnesseltee

Laugenbrezel
Koffeinfreie Sojamilchkaffee mit Stevia

Rote Beete-Meerrettich-Suppe


Popcorn mit Salz in 1 TL Kokosöl zubereitet
1 Banane

½ Apfel
½ Birne
Salat aus Paprika, Frühlingszwiebel, Gurke und gemischtem Blattsalat mit Cashew-Vinaigrette


Rote-Beete-Suppe mit Reiseinlage
Alkoholfreies Krombacher
2 handvoll Rosinen

Diese 3 Tage „Romanverschlingungspause“ hat mir unendlich gut getan. Wie Urlaub! Ich kann mich schlagartig wieder auf Lernstoff konzentrieren und habe sogar wieder Spaß daran. Außerdem habe ich gestern meine neue Semesterfreundin gefunden! - Da ich nicht in Regelstudienzeit studiere, mangelnder neuronale Plastizität im Alter zu schulden, habe ich kaum mehr Kommilitonen, mit denen ich angefangen habe zu studieren. Die meisten haben mich überholt, ein paar habe aber auch ich überholt. Bereits letztes Semester fiel mir auf, dass man offensichtlich jedes Semester neue Freunde hat je nachdem was man gerade belegt und das ist einerseits schade, weil man Leute später wieder aus den Augen verliert und andererseits gut, weil man viele neue Leute kennen lernt. Meine neue Semesterfreundin ist 9 Jahre älter als ich, mir als Bioladenkundin schon länger bekannt und nun hockt sie in der selben Vorlesung wie ich. Naheliegend war also, dass wir gestern nach der Vorlesung im Bioladen einen Kaffee trinken waren und das beide unbedingt wiederholen wollen. Das Semester ist geritzt!:-)

Alles Liebe,

Silke,


Sonntag, 2. November 2014

Pflanzliche Ernährung und Akne...



Es fällt mir gerade unglaublich schwer mich hin zu setzten und zu schreiben, weil meine ganze Freizeit in Entertainment aufgeht, was ich allerdings leider auch dringend brauche. Es ist wie Urlaub. Der erste Urlaub seit Monaten! - Am 30. Oktober ist der neueste Roman der Vampirchroniken von Anne Rice erschienen, auf meinem Kindle gelandet und jetzt lese ich wie bekloppt, bin süchtig und kann mich nicht losreißen. Seit 25 Jahren verschlinge ich alles, was Anne Rice schreibt und das ist das erste neue Buch der Vampirchroniken seit 2003!!!

Das hat gleichzeitig zur Folge, dass ich mich mental nicht mit Gesundheitsfragen auseinandersetztet sondern nur Prosa lese. Jedoch ist mir am Tag vor der Erscheinung des Romans noch ein Fitzelchen Gesundheitsinfo in die Hände gefallen, das mich tatsächlich nicht ganz los läßt.

John McDougall hat bei Facebook einen Link zu einem YouTube-Video zweier amerikanischer Schwestern gepostet, die ihre Akne mit seiner Ernährung geheilt haben.


Jedoch macht das alles nicht so richtig Sinn, weil die zwei zunächst erzählen, dass sie schon ewig vegan leben und als Teenager nie Akne hatten aber dann 6 Monate vor der Aufnahme dieses Videos plötzlich katastrophale Akne bekamen. Nicht hatte geholfen, Ärzte kamen nicht weiter und dann kamen die zwei auf die Idee, dass McDougalls Ernährung, welche irgendeine Krankheit ihrer Mutter geheilt hatte, ja vielleicht auch Akne heilen könnte. Sie fingen daraufhin an sich McDougall-Style zu ernähren und die Akne ging weg. Begründung dafür sei, dass eine fettarme Ernährung die Hormone ins Gleichgewicht bringt.

Nun ist es tatsächlich so, dass Testosteron die  Stimulation der Talgdrüsen in der Haut anregt, was  zu Akne führen kann. In der Pubertät bewirkt Testosteron die Ausbildung der männlichen Geschlechtsorgane und das Wachstum von Achsel- und Scharmbehaarung und das bei Männern und Frauen, daher kriegen Teenager häufig Akne. So, und Testosteron ist natürlich ein Steroidhormone und ein Abkömmling des Cholesterins und da in veganer Ernährung kein Cholesterin drin ist, wird auch kein Testosteron daraus gebildet, welches zu Akne führen kann.

Ich hingegen kriege immer Pickel wenn ich sehr fettarm esse und hab keine Ahnung ob das eine Entgiftungsreaktion ist oder...naja, Akne. Bei Rohkost, auch Gourmetrohkost, ist meine Haut immer völlig frei von jeglichen Pickeln gewesen. Bei Gourmetrohkost ist aber auch mein Cholesterinspiegel viel höher, wegen des hohen Fettanteils und dennoch keine Pickel?! - Da muss ja wohl noch ein anderer Mechanismus irgendwo eine Rolle spielen. Das Dumme ist nur, dass ich keinen Schimmer habe welcher, außer, dass Nüsse womöglich entsprechende Antioxidantien oder Selen oder Vitamin E enthalten, was vor Entzündungen in der Haut schützt. Ein Pickel ist ja nicht notwendigerweise gleich Akne.

Ich hab alle Kommentare zu diesem Video durchgelesen und die Erfahrungen der Kommentatoren sind total unterschiedlich. Ich glaube nicht, dass man pauschal sagen kann, dass fettarme, vollwertige, pflanzliche Ernährung von Pickeln befreit. Es kann ja auch noch eine endokrine Störung vorliegen. Oder, weiß der Geier, Phsychosomatik! Eine Kommentatorin sagte, ihre Haut sei erst besser geworden, als sie Weizen hätte bleiben lassen. Auch das habe ich schon mal ausprobiert und es hat nichts geändert. Soweit ich das beobachte, ist meine Haut ok, wenn ich Nüsse integriere und damit eben nicht bei 10% Fett lande, oder aber auch, wenn ich mehr Obstrohkost integriere, was aber wieder Nachteile bei der Nährstoffversorgung hat.

Und während ich so denke, dass jegliches Nahrungmittel vor und Nachteile hat, denke ich, dass wir wahrscheinlich genau deshalb irgendwann sterben. Welches Nahrungmittel hat sich schon in der Evolution deshalb so entwickelt, damit es am besten den Menschen ernähren kann. Es ist ein Kompromiss. Die ganze Evolution. Es gibt Nahrungmittel die besser geeignet sind als andere und sogar die Wissenschaft kann das BESTE Nahrungmittel nicht erfinden, weil nicht alles Substanzen bisher bekannt sind.

Daher bleibt uns nur eine Kombination von gesundheitsförderlichen Nahrungmitteln auszuwählen und solche die Schaden anrichten weitestgehend zu vermeiden. Sozusagen eine möglichst optimale Mischung aufzustellen. Tja und die besteht vor allem nicht darin ausschließlich Weißmehl, Zucker, Molkereiprodukte und Fleisch zu essen, was leider die meisten Menschen tun. Sogar viele, die im Bioladen kaufen!

Menü des Tages am 1. November 2014

1 Kaki
Haferflocken, Rosinen, Banane, Sunwarrior Vanille, Kakao, Zimt, Melasse, Braunhirseknusper, Wasser


2 Brennnesseltee

Salat vom Vortag


4 Scheiben Roggenbrot mit Avocado und Knoblauchpaste



2 Sojalatte entkoffeiniert mit Zucker

Eintropf aus allen Gemüseresten, die noch da waren + Reis und 1 EL Tahin


handvoll Rosinen

1 Birne

Wenn man den ganzen Tag im Bett hockt und Romane liest, hat man bei weitem nicht so viel Hunger, wie wenn man am Schreibtisch sitzt und lernt. Und sogar jetzt, wenn ich hier sitze und mich konzentrieren muss, spüre ich, dass mein Muskeltonus um Längen größer ist, als wenn ich nur ein Buch festhalten und mich mit meiner Fantasien in einen Roman einhänge.

Dennoch bin ich unsicher ob es das Belohnungssystem ist, was Kalorien will oder mein Körper. Schlussendlich denke ich mir aber auch, dass es vielleicht keine Rolle spielt, so lange es hochwertige Nahrung ist, die ich wähle. Schlussendlich ist das sogar der Trick bei der fettarmen, vollwertigen, pflanzlichen Ernährung: Man kann es unbeschadet übertreiben, wenn das Belohnungssystem es einem vorgibt. - Was mich stört ist, dass ich es nicht erfassen kann, dass ich nicht unterscheiden kann, dass mein kognitiver Verstand es genau so wenig beeinflussen kann, wie irgendwelche Makrophagen, Killerzelllen oder T-Zellen, die in meinem Körper die Abwehr gegen Eindringlinge übernehmen, ohne, dass ich daran was ausrichten kann.

Es ist als könne man nur einen Teil seines Körpers willkürlich steuern und das ist ja auch so. Krass, oder? Man hockt mit seinem Bewußtsein in einem Körper, den man nur zum Teil in der Lage ist zu steuern. Sowas gefällt mir als Kontrollfreak eigentlich nicht...Es nervt mich einerseits und andererseits weiß ich, dass ich eigentlich gar keine Zeit oder auch kognitive Kapazitäten hätte, auch noch daran zu denken!

Was heißt das? Es gibt leider Dinge, die man mit dem Verstand nicht erfassen kann, Dinge, die man nicht machen, sondern nur entstehen lassen kann, wie in der Kunst,  und Dinge und Prozesse, denen man vertrauen muss. Aber wenn man das begriffen kann, kann man versuchen die Bedingungen für das Vertrauen als auch diese Prozesse zu optimieren, aber ich fürchte damit begebe ich mich zu sehr aus philosophisches Terrain...

Alles Liebe,

Silke


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Pflanzliche Ernährung am effektivsten beim Abnehmen!



Heute möchte ich euch dann mal die Studie vorstellen, auf die ihr alle gewartet habet!:)

Sie ist am 17. Oktober erschienen in der Onlineausgabe der Zeitschrift Nutrition und hier wurden 63 übergewichtige Erwachsene in 5 Ernährunggruppen eingeteilt: Omnivor, welche als Kontrollgruppe diente, Halbvegetarier (was auch immer das sein mag!), Fischvegetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier, also solche, die Milch und Eier essen und eben Veganer. Der Beobachtungszeitraum waren 6 Monate und allen 5 Gruppen wurde nahe gelegt, sie sollen sich fettarm und mit möglichst niedrigem glykämischen Index ernähren. Nach 6 Monaten hatte die vegane Gruppe 7,5% Körperfett verloren, die omnivore Gruppe 3,1%, die halbvegetarische Gruppe 3,2% die Fischvegetarier ebenfalls 3,2% und die Ovo-Lacto-Vegetarier 6,3%. Die vegane Gruppe hatte also eine doppelt so große Gewichtsabnahme wie die Fleisch-/Fischesser.

Zudem hatte die vegane Gruppe die größte Reduktion an Fett, gesättigtem Fett und Cholesterin in der Nahrung und die gravierendste Erhöhung an Ballaststoffen, was sich alles positiv auf die Verhütung von Zivilisationskrankheiten auswirkt. Quelle

Schussfolgerung der Forscher ist damit, dass eine vegane Ernährung mehr Erfolg bei der Gewichtsgeduktion bringen könnte, als moderatere Ernährungempfehlungen.

Ja, es gibt übergewichtige Veganer, keine Frage, aber fragt die mal, ob sie sich fettarm und mit niedrigem glykämischem Index ernähren!

Menü des Tages am 29. Oktober

Haferflocken, Reismilch, Banane, Zimt, Melasse, Chia, Sunwarrior Vanille


Laktitz Chai

handvoll Mandeln

Organic Food Bar Active Greens
1 Banane
Maccheroni mit Kürbis-Käsesauce und Spinat mit Knoblauch, Salz, Pfeffer und Msp. Kokosöl



1 Kaki
1 Maracuja

Rest Spinat mit Kartoffeln und Kürbis-Käse-Sauce


3 Reissdorf Kölsch

Ich hab Besuch von einem langjährigen Freund bekommen und mal wieder festgestellt, wie schlecht sich fettarme Ernährung und Alkohol verträgt. Zu Alkohol muss man echt Chips oder Erdnüsse essen...!!!

Darüber hinaus kann ich scheinbar endlich mal ein keines Bisschen ausspannen, stehe endlich mal nicht unter Stress, verbringe Zeit zuhause und leere meine Nebenhöhlen, die nicht zu sitzen oder so aber mit irgendeinem Anflug von irgendwas beschäftigt waren. Das war schon irgendwie seltsam...

Ach ja, und ich hab den festen Vorsatz gefasst, wenn ich Lust auf was Süßes bekomme mich nicht an Schokolade, sondern an Obst zu vergehen, was echt gut klappt...Und dann postet Dr. Ornish einen Link zu einem Artikel in der New York Times in dem es heißt, dass Schokolade das Erinnerungvermögen verbesserer. Naja, tatsächlich muss man sagen, dass es sich dabei um die Antioxidantien im Kakao handeln und nicht um das Fett, was in einem Schokoriegel sonst noch drin ist. Ich muss das Ganze also irgendwie nochmal überdenken, denn Steigerung meines Erinnerungsvermögens ist eines meiner gaaaaaanz grooooooßen Anliegen!;)

Alles Liebe,

Silke