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Sonntag, 17. August 2014

Mädchenprobleme....



Ich habe eigentlich einen ernsthafteren und komplizierteren Post anstehen, als den, den ich jetzt schreibe. Einen über Niacin, das Vitamin B3, was in der Therapie bei Herz-Kreislauf-Erkrankung sowohl als Choelesterin- und als Fettsäuresenker angewandt wird und worüber eine Studie, die soeben im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde berichtet, dass diese Therapie ganz und gar nicht sicher sei, da sie sich auf diverse Parameter der Körpers negativ auswirkt und den Choelsterinspiegel nur sehr geringfügig senkte. Anlässlich des Freitods von Robin Williams wollte ich im selben Zusammenhang nochmal erwähnen, dass Niacin sich sehr positiv auf Depressionen auswirken kann und dass ein FB-Freund von mir, der selber unter Depression leidet, schockiert war über die Postings der Freelee/Durianrider-Anhänger, die posteten, wäre er dieser Ernährung gefolgt, hätte er auch keine Depressionen gehabt, was natürlich super Schwachsinn ist! Niacin, zum Beispiel, ist ein B-Vitamin, kommt vor allem in Getreide vor und kann auch aus Tryptophan synthetisiert werden, einer Aminosäure, und beides kommt in Obstrohkost nicht allzu reichhaltig vor. Aber weil es bei diesen Themen um Leben und Tod geht, ich ausgesprochen umsichtig schreiben muss und mir dazu durch Physiokreuzen die Kranft fehlt, soll es heute mal nur um etwas gehen, woran keiner stirbt und wovon auch nur die Hälfte der Menschen betroffen ist: Die Menstruation. - Jungs, ihr dürft jetzt ausschalten.

Diese US-Bloggerin, die normalerweise nur rohe Süßkramrezepte postet, schrieb über ihre Probleme während ihrer Periode vegan zu bleiben und da dachte ich: Hmmm, vielleicht geht das ja anderen auch so?! - Mir geht es persönlich nicht so, aber ich hatte mal eine Mitschülerin auf der Schauspielschule, die immer kurz bevor sie ihre Tage bekam, Gelüste auf rohes Fleisch entwickelte. Das ist mir, wie gesagt noch nie passiert, womöglich, weil ich bereits mit 13 Jahren Vegetarier wurde und, obwohl ich meine Regel mit 12 bekam, mein Körper wahrscheinlich nie einen Zusammenhang zwischen Fleisch und Hämoglobin hergestellt hat. Meine Eisenwerte sind mit pflanzlicher, vollwertiger Ernährutng absolut top und waren bei meinem letzten Bluttest sogar um 1 Punkt erhöht. Ich hatte 152 µg/dl. Richtwerte sind 49-151. Mein Hämoblobin lag bei 13,6 g/dl. Bei Frauen normal sind 12-16.

Wenn man seine Tage hat verliert man Blut und damit Hämoglobin und damit Eisen und daher macht es durchaus Sinn, dass man Lust auf eisenhaltige Nahrung bekommt. Wenn der Körper einmal rausgefunden hat, dass Eisen mit Fleisch assoziiert ist, entwickelt man bei Eisenverlust, Gelüste auf Fleisch. Wer also feststellt, dass er es während seiner Tage nicht schafft seinen Gelüsten zu widerstehen, sollte einfach darauf achten, dass er bzw. sie eisenhaltige, pflanzliche Nahrung zu sich nimmt. Ich persönlich habe da gute Erfahrungen mit Hirse und Quinoa gemacht. Alles Grünzeug geht natürlich ebenfalls, mit Ausnahme von Spinat, der zwar viel Eisen enthält, aber auch Oxalsäure, welche die Eisenaufnahme behindert.

Was diese Bloggerin aber auch anspricht ist, dass sie in ihrer 100% Rohkostzeit ihre Regel verlor und das auch noch gut fand, weil das nicht unbedingt das Angenehmste am Frauendasein ist. In der Rohkostszene behaupten viele Frauen, dass das Verlieren der Regel ein Zeichen dafür sei, dass der Körper sich gereinigt habe und dass man wieder an einen Zustand wie im Tierreich zurückgekommen sei. Die Regel sei nichts Normales, sondern quasi eine Zivilisationskrankheit. Manchmal frage auch ich mich, wie Homo Erectus Weibchen wohl damit umgegangen sind so ohne  Tampons, Binden und Klamotten, aber die waren wahrscheinlich bis zu ihrem Tod chronisch schwanger. Das ist unser Problem. Wie sind nicht dauernd schwanger!!!

Tatsächlich, medizinisch betrachtet, ist das Ausbleiben der Regel ein Zeichen dafür, dass der Körper die Fortpflanzung unterbindet, weil man zu dünn ist oder mit Nährstoffen unterversorgt und die Natur es eben so einrichtet, dass man, wenn man sich selbst nicht ausreichend mit Nahrung versorgen kann, man auch keinen Nachwuchs kriegt. Clever, oder? Seine Regel nicht mehr zu kriegen ist vom gesundheitlichen Standpunkt also absolut nicht erstrebenswert!

Menü des Tages am 16. August

Hirse mit Reismilch, Banane, Dattelkugel, Tellerpfirsich, Zimt, Leinsamen, Stevia


1 Grüntee

Kaffee mit Reismilch und Stevia
Tortilla mit etwas Erdnussbutter und einer Banane

2 Tortillas mit Hummus aus weißen Bohnen und Thymian sowie Resten der Vortage



3 Govindakugeln: Kokos und Schoko
2 St. Snackbrot
2 Bananen
400 g Sojade Heidelbeere

3 Riegel Bitterschokolade

Ich mach gerade was, was ich eigentlich nie mache: Bis tief in die Nacht lernen! Normalerweise gehe ich ins Bett, wenn meine Neurone müde werden und ich mich nicht konzentrieren kann... Ich hab Freitag die Physio-Klausur anstehen und eine Kommilitonin, die diese Klausur bereits bestanden hat, riet mir zur Vorbereitung: Jeden Tag mindestens 3-4 Stunden lang kreuzen. - Für die, die keine Ahnung vom Medizinistudium haben: Die Klausuren sind Multiple Choice Fragen und auch wenn das leicht klingt, sowas zu bestehen, sind die Antwortmöglichkeiten doch unglaublich kompliziert, so dass man leicht verwirrt ist und genau lesen muss. Die Staatsexamina der letzten 10 Jahre oder so gibt es aber zum Üben im Netz und als App für's Handy und damit trainiert man dann quasi. So, und das mache ich jetzt bis Freitag konsequent 6 x 50 Minuten!

Da ich Spätschicht im Bioladen hatte und morgens nicht alles geschafft habe, musste ich nach der Arbeit dann auch kreuzen und hatte extra dafür Bitterschokolade gekauft. Was schadet's, wenn ich das 6 Tage lang mach!  Es gibt Kommilitonen, die nehmen richtige Drogen zum Lernen! Am Freitag habe ich abends noch Popcorn gemacht und das hat auch sehr gut funktioniert...und ich weiß immer noch nicht ob wegen des Belohnungssystems oder wegen echter Energie für die Neurone.- Aber wenn meine Physioprofs das nicht wissen, woher dann ich, nicht wahr? - Wenigstens kann das keine Klausurfrage werden... Was aber eine Klausurfrage werden kann ist wo der Energieverbraucht bei geistiger Arbeit stattfindet, nämlich im Skelettmuskel bei gesteigertem Tonus. Lernen ist wie Ausdauersport!...Nur nicht so gesund...

Alles Liebe,

Silke



Freitag, 15. August 2014

Neues von Denise Mingert...



Kennt ihr Denise Minger? Ich hab nur ein Mal kurz über sie geschrieben in dem Artikel über die „Weizenwampe“, dem Buch eines Arztes der LowCarb empfiehlt. In diesem Buch geht es um die Probleme die glutenintollerante Menschen von Weizen kriegen, es geht um die Opioidausschüttung, die noch nicht nachhaltig in ihren Folgen wissenschaftlich belegt ist und es geht darum, dass die China Study unrecht hat und Dr. Weizenwampe bezieht sich hier auf Denise Minger.

Minger ist berühmt geworden, weil die T.Colin Campbells China Study kritisiert hat. Es heißt, dass sie sich nicht nur mit Campbells Buch, sondern auch mit den Originaldaten der China Study beschäftigt hat und da Zusammenhänge aufgedeckt hat, die Campbell so wohl nicht dokumentiert habe, sondern dass er die China Study so interpretiert habe, wie es seinen Laborergebnissen entspract, nämlich, dass tierisches Eiweiß, in dem Fall Kasein, in Ratten Krebstumore hat wachsen lassen.

Kaum jemand hat sich in der Food Communitiy wirklich mit den Originaldaten beschäftigt. Ich auch nicht. Entweder beziehen sich die Vegananhänger auf Campbell oder die LowCarb-Leute auf Minger.

Nun, wer ist Denise Minger? Was für einen Hintergrund hat sie? Sie ist Anfang/Mitte 30 (genaues Alter mag sie nicht nennen), hat viel mit Rohkost experimentiert, hat darüber gebloggt, hat ein Jahr lang 80/10/10 gemacht und sagt, sie sei dabei regelrecht auseinandergefallen, dann hat sie zu Paleo gewechselt und isst immer noch viel Rohkost. (In McDougalls FB-Thread zu diesem Video schreibt sie, sie würde 20% Fett essen. Im Sommer weniger, im Winter mehr) Wenn man sie googelt, findet man hauptsächlich Paleo-Seiten, die sich mit ihr beschäftigen. Vor ein paar Monaten hat sie ein Buch veröffentlicht „Death by Food Pyramid“ und sie hat einen Collegeabschluss in Englisch. Nicht in Naturwissenschaften, Biochemie oder Medizin...Nein, in Englisch. Obwohl sie wohl ihr Hauptfach mehrfach gewechselt hat, bevor sie Englisch gewählt hat und sich vorher nicht zwischen Naturwissenschaften und Kunst entscheiden konnte.

Wie gesagt, berühmt ist sie geworden, weil sie es als 23-Jährige Bloggerin, ohne Hintergrund in Biochemie gewagt hat die Arbeit eines 80jährigen Biochemikers zu kritisieren, der Biochemie 50 Jahre lang sowohl lehrte als auch erforschte und der innerhalb dieser Zeit erkennen musste, dass das, was er in seiner Jugend über Ernährung gelernt hat, so ganz und gar nicht stimmt. Allein wegen dieser Biographie müsst Campbell auch für jeden Laien plausibler sein.

Jetzt postete McDougall bei Facebook dieses Video von Denise Minger auf dem Ancesteral Health Symposium und schreibt dazu „Is Denise Minger now lecturing on the virtues of a low-fat WFPB diet to her fellow Paleos? Is she conceding that she was wrong about the "vegan diet doctor squad?" Watch this 35 minute video from the Ancestral Health Symposium & decide for yourself. „

Ich war neugierig: Kommt hier ein Paleo-Enthusiast endlich zur Vernuft und rafft, dass biochemisch Paleo bei weitem nicht die Vorteile hat, die eine fettarme, pflanzliche, vollwertige Ernährung hat? Also habe ich es mir angeschaut. Das erste Mal, dass ich Denise Minger nicht in Schriftform wahrgenommen habe. Und obwohl sie erstaunlich anschaulich erklärt was die fettarmen, pflanzliche Ärzte und ihre Vorgänger so raus gefunden haben, muss ich auch sagen, dass sie offensichtlich eine totale Bitch ist.



Drei Sachen stören mich bei ihr ungemein.

Gleich zu Anfang stellt sie die Mediziner vor, die eine fettarme, pflanzliche, vollwertige Ernährung empfehlen: McDougall, Barnard, Ornish, Esselstyn und Fuhrmann. Dann sagt sie: Fuhrmann wird immer zu dieser Gruppe gezählt, aber eigentlich gehöre er nicht dazu, weil er keine eigenen Studien gemacht hätte und ihn keine mag. Und dann streicht sie sein Gesicht in ihrer PowerPoint-Folie mit einem roten X durch. So bleibt das dann den Rest der Präsentation. McDougall hat, so weit ich weiß, auch keine eigenen Studien gemacht, aber er behandelt, ebenso wie Fuhrmann, tausende von Patienten. Was Fuhrmann wohl gemacht hat und Denise so gegen sich auf zu bringen???

Etwa in der Mitte des Videos redet sie über McDougalls Vorbild Walter Kempner, der die Reis-Diät erfunden, das war ich glaube in den 40er Jahren, wobei Patienten Reis, Obst, Gemüse und auch ziemlich viel Zucker gegessen haben...und gar kein Fett... und ihre Herzkrankheiten und Diabetes los wurden. Weil es wohl  schwer gewesen sein sollte sich daran zu halten, habe Kempner seine Patienten geschlagen. Laut Denise Minger, sei das übrigens typisch für Deutsch. „Typical German that he is“ - Kempner war vor den Nazis in die USA geflohen. - Punkt zwei wo ich dachte; „Mädchen, pass auf was du von dir gibst!“

Der dritte Punkt der gar nicht ging war, dass sie ein Cover von Esselstyns Buch zeigt,  auf dem auch Bill Clinton abgebildet ist. Einmal fett und mit fleischhaltiger Ernährung, die ihm eine Herz-OP einbrachte und ein zweites Foto nach der Ernährungsumstellung nach Esselstyn, schlank, aber auch ein paar Jahre älter. Minger sagt dazu, und hält sich scheinbar für sehr witzig: „Esselstyn cured Clintons heart-disease an made his hair turn gray“

Abgesehen davon, fasst sie das alles sehr schön und richtig zusammen, hat aber schlussendlich doch nicht genug Biochemiewissen um Paleo über Bord zu werfen. Sie gibt zu, dass eine fettarme, pflanzliche, vollwertige Ernährung Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes heilt und ergänzt sogar noch, dass, im Gegensatz zu Paleo, man, wenn dann die Insulinwirkung auf die Zellen nach der Ernährungsumstellung wieder funktioniert, man auch wieder einen etwas höheren Fettanteil essen könne. Das sei bei Paleo nicht möglich. Zur Erinnerung: Bei Paleo isst man einfach kaum Kohlenhydrate, hat wenig Zucker im Blut und daher einen niedrigeren Blutzucker. Die Zellen hingegen bleiben weiter insulinresistent, werden vielleicht sogar noch resistente, durch das viele Fett und natürlich wird Insulin auch so produziert, weil auch der Verzehr von Aminosäuren und kurzkettigen Fetten eine Insulinausschüttung verursacht. Also, man ist das Symptom los, aber nicht die Ursache, wenn man Paleo macht. Oder LowCarb. Fettarme, pflanzliche Ernährung bringt Heilung!

Nun gut, Minger ist weit gekommen in ihrer Entwicklung und räumt nun ein, dass eine optimale Ernährung entweder mehr als 60% Fett enthalten und LowCarb sein sollte oder unter 15% fett und HighCarb. - Das ist natürlich totaler Blödsinn, weil es etliche Aspekte gibt, die bei LowCarb zusätzlich gesundheitsschädigend sind, die Minger möglicherweise aufgrund ihres Mangels an Biochemiewissen nicht in der Lage ist zu berücksichtigen.

Wenn man bei LowCarb in Ketose ist, kommt es zwar nicht zu Plaque-Ablagerungen aber zur Übersäuerung des Körpers mit Ketonkörpern...Zusätzlich zu der Säure, die anfällt, wenn man sich vorrangig von Eiweiß ernährt. Das schädigt die Nieren und die Knochen und läßt einen aus dem Mund nach Nagellackentferner riechen. Wenn man nicht in Ketose ist, fällt viel zu viel Fett sowie zu viel Cholesterin an, welches sich in den Blutgefäßen ablagert und oxidiert wird, weil es sich zu lange dort aufhält. Was Minger noch erzählt, das wusste ich nun wiederum nicht, ist dass zu viel Fett im Blut die Sauerstoffversorgung des Körpers verschlechtert. Zu viel Fleisch bringt zu viele Purine mit sich und fördern Gicht und damit sind wir wieder bei allen „Eiweißspeicherkrankheitssymtomen“. Und auch, wenn man sich bei LowCarb oder ketogener Ernährung gut fühlt gibt es absolut keinen biochemischen Grund, dass es dadurch zu Heilung kommen kann. Es mag besser sein als McDonalds, aber es gibt kein einziges Ernährungsprogramm, was an die Vorteile einer fettarmen, vollwertigen, weitestgehend pflanzlichen Ernährung ran kommt! Zudem wird die Cholesterinbiosynthese unterbunden und damit auch die Synthese von Vitamin D und Membranlipiden und Ankern. Viel zu viel, als dass man LowCarb auch nur ansatzweise als gesund bezeichnen könnte.

Menü des Tages am 14. August 2014

Vollkorn-Basmatireis mit Reismilch, Zimt, Dattelkugel (aus dem Newsletter) Leinsamen, Banane, Tellerpfirsich


1 Grüntee

2 Kaffee mit Sojamilch und Stevia

Rest Gemüsepfanne vom Vortag mit Reis, Mais, Paprika, Balsamicoessig und Salz

1 Bananen mit 1 TL Erdnussbutter


Gemüsepfanne aus Reis, Mais, Paprika, Süßkartoffel, Zwiebel, Pastinake, Salz, Chili, Selleriestange


2 Reisdorf Kölsch

Seit Tagen schon kriege ich meinen Teller nicht leer und mische Essen vom Vortag oder von der vorherigen Mahlzeit mit neuem Essen. Das ist ziemlich neu für mich. Ich fühle mich sehr wohl, stecke jedoch mitten zwischen 2 Klausuren und bin damit im Stress. Ich denke zumindest so lange das Studium noch geht, komme ich da nicht raus. Wie ich dann später mal mein Berufsleben organisiere steht noch in den Sternen, aber ne 24-Stunden-Schicht mache ich unter Garantie niemals! Das finde ich sowohl für Ärzte als auch für ihre Patienten völlig sinnlos. Da kann man doch gar nicht auf der Höhe seines Tuns sein!

Frühschicht im Bioladen und ich bin es nicht mehr gewohnt früh auf zu stehen, daher der Kaffee. Abends fand ich dann, sollte ich mir mal wieder ein Bier oder zwei gönnen, weil ich gerade zwischen zwei Klausuren stehe. Soviel dazu. Soweit alles in Butter!

Alles Liebe,

Silke



Montag, 11. August 2014

Und nochmal Krebs...



Der Sohn meiner Cousine ist an akuter Leukämie, an Blutkrebs erkrankt. Am Samstag stand ein Aufruf zur Typisierung für eine Knochenmarkspende für ihn in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Nur 30% aller Leukämiepatienten findet laut Wikipedia seinen Spender im unmittelbaren Familienkreis. Geschwister sind häufig die besten Spender. Bei dem Sohn meiner Cousine, kommt aber keines seiner Geschwister in frage. Man möchte eigentlich meinen, das in meinem Heimatdorf, eigentlich ein genetischer Zwilling irgendwo rum laufen müsste. Über Jahrhunderte hat man immerhin sehr nah aneinander geheiratet. Deshalb gibt es jetzt eine Typisierungsaktion vor Ort. In Deutschland sind 5,6 Mio. Menschen als Knochenmarkspender registriert. Das sind weniger als die in Deutschland an Typ-2-Diabetes erkrankten Patienten. Die Spenderdatenbank ist aber international organisiert. Derzeit bekommt der Junge Chemotherapie und kann danach, ohne neues Knochenmark, halt nicht überleben.

Meine Tante, seine Oma, erzählte mir vor ein paar Wochen: „Die Haare sind jetzt weg, aber wenn man dem Jungen eine Mettwurst in die Hand gibt, dann strahlt er über das ganze Gesicht.“ - Ich hab da meine Klappe gehalten, schließlich weiß man offiziell nicht, was die Ursache von Blutkrebs ist. Ich hab Wikipedia durchforstet und dabei erfahren, dass 1/3 aller Kinderkrebsfälle wohl Leukämie ist. Bei Erwachsenen ist es immer Krebs der Geschlechtsorgane, Brust und Prostata, und danach gleich Darmkrebs. Krankheiten die durch jahrelange Prozesse der Entartung von Zellen entstehen. Bei Blutkrebs muss das anders sein, allerdings bilden entartete Blutzellen ja auch keine Tumore sondern zirkulieren im Blut.

Die Mutter des Jungen ist Fleischereifachverkäuferin, seit 20 Jahren witzeln wir schon darüber, dass ihr Mann sie hauptsächlich deshalb geheiratet hat, weil der der größte Fleischliebhaber ist, den wir jemals getroffen haben und dabei kugelrund. Und ich muss mich einfach fragen ob das reiner Zufall ist. Man spekuliert zwar darüber, dass ketogene Ernährung bei Krebs durchaus hilfreich sein kann, und seine Ärzte haben auch nichts gegen den Fleischverzehr gesagt, obwohl sie durchaus Ernährunggeboten und Verbote ausgesprochen haben. Aber wenn ich mich dann ein bisschen umschaue und nur ein paar Studien durchblättere, muss ich einfach hinterfrage ob es da Zusammenhänge gibt.

Dr. Michael Greger hat vor 3 Wochen erst einen Artikel geschrieben der heißt: Cancer and die Animal-to-Plant-Protein Ratio. Über den Zusammenhang von Krebs mit dem Verhältnis von Pflanzen- zu Tierprotein. Diesen Artikel leitet er ein indem er berichtet, dass es mittlerweile 8 Jahre her sei, seit seine Studie veröffentlicht wurde, in der Dr. Dean Ornish bewies, dass Prostatakrebs durch eine vegane, fettarme Ernährung rückgängig gemacht werden kann, Dabei hat man an Prostatakrebs erkrankten Männern sage und schreibe ein Jahr lang jede einzelne Mahlzeit nach Hause geliefert, weil es schlicht und ergreifend unmöglich ist ältere Männer dazu zu kriegen vegan und fettarm für sich zu kochen. Hingegen seien Männer scheinbar so faul, dass sie einfach alle essen, was man ihnen vorsetzt. Diese Männer waren alles solche, die sich geweigert hatten eine herkömmliche Prostatakrebstherapie über sich ergehen zu lassen. Insgesamt waren es 93 freiwillige mit einem PSA von 4 bis 10 ng/ml. Der PSA zeigt die Wachstumsrate des Krebs an. Im Vergleich dazu gab es eine Kontrollgruppe von Prostatakrebserkrankten, die sich normal ernährten, bei denen der PSA anstieg. Bei den Veganern fiel der PSA.

Dr. Greger hat auch ein Video darüber gedreht in welchem er sehr gut erklärt, was Ornish herausgefunden hat.

 

Hier werden Aufnahmen gezeigt von Tumoren der Prostat in vorher/naher Fotos, auf denen man sieht, dass der Tumor geschrupft ist und man hat parallel dazu Krebszellen in eine Petrischale gegeben und sie mit Blut der beiden Patientengruppen versetzt. Dabei zeigte sich, dass das Blut der normal ernährten Männer, dass Wachstum der Krebszellen um 10% unterdrücken konnte. Die maximale Leistung ihres Immunsystems. Das Blut der veganen Probanden hingegen unterdrückte das Krebszellwachstum um 70%. Auf moklekulargenitischer Ebene hat man im Zuge dessen raus gefunden, dass die Ernährung gewisse Gene runter reguliert und die Genexpression reguliert.

Eigentlich wollte Greger aber auf die Pflanzen/Fleisch Protein-Ratio hinaus und verlinkt später eine Studie über Blasenkrebs aus dem Jahre 2012 in welcher gezeigt wurde, dass eine Erhöhung von nur 3% an Tierprotein in der Nahrung mit einem 15% höheren Risiko assoziiert wird an Blasenkrebs zu erkranken, eine Erhöhung von nur 2% an Pflanzenprotein ging mit einem um 23% verringerten Risiko einher an Blasenkrebs zu erkranken.

In Köln plant die Uni oder die Uniklinik gerade ein Krebszentrum zu bauen, wo sich alle Spezialisten der unterschiedlichen Krebsarten mal zusammen setzten können. Denn Krebs wird nicht in einer Krebsklinik behandelt sondern Prostatakrebs in der Urologie, Hirntumore in der Neurologie, Brustkrebs in der Frauenklinik etc., dabei handelt es sich dabei doch um ein und die selbe Krankheit und man müsste doch mehr nach Gemeinsamkeiten suchen. So erklärte es jedenfalls der Prof.

Wenn man also, so frage ich mich, für sehr viele Krebsarten tierische Produkte als Bösewichte ausmachen kann, warum sollte man dann nicht auch spekulieren, dass eine Krebsform, deren Ursache man offiziell überhaupt nicht kennt, auch damit in Zusammenhang steht!?

Menü des Tages am 10. August 2014

Haferflocken mit Wasser, Rosinen, Zimt, Bananen, Apfel
3 Grüntee

Eintopf aus diversen Gemüsen, Bohnen und Reis
3 Tellerpfirsiche
3 Aprikosen

3 Stück fettarmen, veganen Möhrenkuchen
koffeinfreier Kaffee mit Süßstoff

4 Scheiben Vollkornbrot mit Avocado, Senf, Paprika, Salz
2 Bananen

Ich war bei meinem Vater zu Besuch, habe den Fotoapparat vergessen und daher gibt es keine Fotos. Ich hatte gestern auch wieder leichte Entgiftungssymtome, hatte unglaublich viel Durst, merkte, dass wenn ich jetzt nichts trinke ich Kopfschmerzen bekommen würde und hatte Schleimabsonderungen aus den Bronchien. Was war das nur, dass trotz all der Jahre Rohkost sich mein Körper nicht optimal regenerieren konnte? Mangelnde Energie und mangelnde Wärme? Oder noch was anderes?

Ich stelle gerade fest, dass meine Fingernägel besonders kräftig werden, was vielleicht auch damit zusammen hängt oder mit einer besseren Nährstoffversorgung. Aber schlussendlich: So ein Leben ist echt schwer zu verstehen. Dieses Gleichgewicht von Millionen von Faktoren! So eine Homöostase, die sich der Körper verschafft ist etwas, was man mit Medikamenten niemals jemals herstellen kann. Alles was eine Wirkung hat, hat auch eine Nebenwirkung. Das Mittel erster Wahl sollte niemals jemals Medikamente sein sondern nur nichtinvasive Therapien wie Ernährungsumstellung und Auseinandersetzung mit möglichen psychischen Aspekten. Wenn man erstmal in die Homöostase eingegriffen hat, weiß man nicht, was als nächstes an Symptomen auf einen zukommt. Ich bin ein Fan davon erst nachdem Ernährungsumstellung und psychische Abklärung erfolgt sind irgendwas anderes zu unternehmen. Aber manchmal, manchmal sind die Symptome so belastend, dass man nicht warten kann und mit Medikamenten eingreifen muss. Und danach Regeneration und Aktivierung der Selbstheilungskräfte...

Alles Liebe,

Silke



Freitag, 8. August 2014

Wieviel ist eigentlich viel?...



Ich hab endlich McDougalls Buch The Starch Solution: Eat the Foods You Love, Regain Your Health, and Lose the Weight for Good! gekauft und ich bin restlos begeistert. Früher habe habe ich Bücher vor allem deshalb gesammelt, weil ich Rezepte haben wollte, die mir ermöglichen alles was ich gerne esse auch in gesunder Variante her zu stellen. Heute freue ich mich bei Büchern, weil ich mittlerweile eine Überfülle an Rezepten habe, hauptsächlich darüber wenn mir Studien präsentiert werden, die mir neu sind. Und das macht McDougall hier auch sehr gut, so wie es Ärzte in ihren Büchern immer machen und Laienautoren nie. Nicht mal jemand der einen IQ von 180 oder so haben soll, wie Christian Opitz, macht sich die Mühe Studien in seinem Buch als Quellen an zugeben und für einen derart hohen IQ finde ich das sehr dumm.

Ich mag McDougall in schriftform lieber als in seinen Vorträgen, weil er sich da wissenschaftlicher verhält. Er argumentiert logisch, hat haufenweise Belege und Erklärungen zur Hand und legt Quellen dafür vor. Mir persönlich imponiert das. In seinen Vorträgen ist er emotionaler, was vielleicht auch einfach daran liegt, dass man mit einem 30 minütigen Vortrag über Biochemie die meisten Laien nicht gerade für sich gewinnen kann. Ich erinnere mich daran wie Dr. Lustig in Sugar die Leute mehrfach darum bittet bei der Biochemie doch bitte dran zu bleiben, er würde versprechen, dass er es leicht macht und sich beeilt. Schlussendlich versteht der Laie davon leider nichts, aber im Publikum bei Lustig waren auch nicht Laien sondern Akademiker. - Wenn man einen Vortrag für Laien hält muss man einfach emotionaler und enthusiastischer werden und Sachen sagen, die der Laie versteht. Barnard streut ja auch in jeden Vortrag ein, dass man von Fleisch erektile Dysfunktion als erstes Zeichen für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung bekommt. Damit versucht er natürlich die Männer vom Grillen ab zu halten. Sie auf emotionaler Ebene sie für sich zu gewinnen.

Ich als jemand, der Medizin studiert um die Wissenschaft hinter Ernährung zu verstehen, interessiere mich für so emotionalen Kram nicht wirklich, auch wenn ich das natürlich genau so anwende, wenn ich auf jemanden stoße, der die Wissenschaft nicht versteht. Um was zu verändern muss man aber innerhalb des wissenschaftlichen Paradigmas argumentieren und das ist absolut möglich, denn die Beweise dafür, wie die richtige Ernährung welche Krankheiten verhindern oder heilen kann, sind da. Dennoch glaube ich, dass irgendwie doch das Emotionale die Wissenschaftler davon abhält ihr Wissen auch in die Tat um zu setzen.

Mein Prof., der das wissenschafltiche Projekt gelesen hat über Diabetes fand Barnard ein bisschen dogmatisch. Dennoch: Wer heilt hat Recht. Wenn man alle Diabetesmedikamente weglassen kann, wenn man sich an Barnards Ernährungsregeln hält, ist das dann dogmatisch? Ist das dogmatischer als wenn man morgens, mittags, abends die und die Tablette nehmen MUSS um sich nicht krank zu fühlen? Klar gibt es womöglich Abstufungen und der ein oder andere muss strenger zu sich sein als der Nächste. Aber jemand der Zöliakie oder eine Allergie oder Fruktoseintolleranz hat MUSS halt einfach die Nahrungsmittel meiden, die ihn krank machen. Das sind keine Dogmen sondern Fakten.

Ich komme darauf auch gerade nur, weil ich gestern in der Mensa war und den Physiologie-Prof. der mir die Sache mit dem Methionin und der Auswirkung auf das Altern erzählt hat, vor einem Teller mit einem Stück Fleisch sitzen sehen habe. Er hat mir erzählt er würde nicht viel Fleisch essen und ich habe mich gestern mehrfach gefragt wie viel die Menschen denn als VIEL ansehen.

Ich hatte Spätschicht im Bioladen und eine Kundin kam rein: „Haben Sie Dinkelpaniermehl?“ - Ich musste überlegen...Ich weiß, dass wir glutenfreies Paniermehl haben und auch Vollkornpaniermehl, aber ob wir Dinkel haben wusste ich nicht so genau. Das habe ich der Kundin mitgeteilt worauf hin sie sagte: „Aber sie müssen das haben!“ - Ich : „Wieso MÜSSEN wir das haben?“ - Weil sie ein Bioladen sind und weil sie gesunde Sachen verkaufen und weil Dinkel viel gesünder ist als Weizen!“ - Ich: „Wissen sie, nicht alles was wir verkaufen ist gesund, wir verkaufen auch Chips udn Gummibärchen, und wir verkaufen auch nicht alles was gesund ist hier im Laden. Ich gehe mal mit ihnen nachschauen.“ - Wir hatten Dinkelpaniermehl! - Unterwegs habe ich ihr erzählt, dass Biodinkel gerade schwer zu bekommen ist, weil die Ernte schlecht war und dass es auch sein kann, dass es momentan nicht lieferbar ist, gerade deshalb. Wir hatten es, aber und die Kundin stand daraufhin mit 5 Paketen Dinkelpaniermehl an der Kasse. Ich hatte ihr Angst gemacht mit dieser Missernte-Geschichte...Und dann kam ich nicht umhin zu bemerken: „Wenn sie allerdings Fleisch damit panieren ist der gesamte gesundheitliche Gewinn von Dinkel im Vergleich zu Weizen wieder weg“ - Sie: „Wieso?“ - Ich: „Na, weil die meisten Menschen an den Auswirkungen von zu viel Fleisch und Fett sterben, ganze 40% sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen". Das war wieder ne Diskussion auf die ich mich nicht hätte einlassen sollen, denn auch die Kundin erzählte mir sie würde nicht viel Fleisch essen und man müsse sich ja langsam umstellen und sie hätte einen Heilpraktiker, der auch Medizin studiert hätte, dr aber durch das Examen gefallen sei, weil er einen gemeinen Prof. hatte...Aber das ist wohl eine andere Geschichte.

Auch mein Vater sagt, er esse nicht viel Fleisch. Also 3 Menschen, die mir erzählen sie essen die gleiche Menge Fleisch: Nicht viel!

Ich weiß ungefähr wie viel mein Vater isst. Jeden Morgen Schinken auf sein Brot. Macht täglich Fleisch. Und ich schätze so 4-5 Mal die Woche hat er noch irgendein Fleisch in seiner warmen Mahlzeit. Ich persönlich denke dass 300 g die Woche das Maximum an Fleisch sind, was man verzehren darf. Und ich glaube alle drei Personen, die nicht viel Fleisch essen, essen mehr. Die Frau im Bioladen war übergewichtig und erzählte mir zudem sie würde auch häufig auf Geflügel ausweichen. Was Fett betrifft ist das auch nicht viel besser. Das Stück Fleisch, was der Prof auf seinem Teller hatte war geschätzt 250 g. Noch 3 Scheiben Wurst dazu, und man hat seine Wochenration erreicht. Und was ich persönlich auch noch finde ist, dass das die Dosen sind, die eine GESUNDER Mensch essen darf. Jemand mit Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen darf sowas nur 2 Mal im Jahr...meine Meinung...Fleisch essen: An Weihnachten und an seinem Geburtstag!;-) - Über Milchprodukte rede ich hier mal noch gar nicht...

Menü des Tages  am 7. August 2014

Gerste, gekocht in Reismilch mit Ananas, Banane, Vanille, Walnüsse


1 Grüntee

Kaffee mit Schuß Milch und Zucker

Mensaessen: Nudeln mit Kräutertomatensauce und 2 Beilagensalate


1 Banane

Sojade Kirsch mit 3 Bananen
5 St. Snäckbrot
4 St. Bitterschokolade

2 Gläser Rotwein

Gestern war völlig suboptimal. Ich musste zwei Prüfungen an der Uni ablegen, denn ohne Belege für diese Prüfungen zu haben, kann ich mich nicht für die mündliche Physikumsprüfung anmelden. Also habe ich mich prüfen lassen im Blutabnehmen und Blasenkatheterlegen und bin danach zur Anmeldung für die Mündliche gegangen. Jetzt ist auch da ein Haken hinter! Gott sei Dank! Als Nervennahrung gab es Kaffee.

Ab 12 Uhr musste ich im Bioladen stehen und weil wir Personalprobleme haben, wie immer, hieß es: „Silke, du musst heute Abschließen!“ - Was ich noch nie vorher gemacht habe...Schlagartig war ich als Aushilfe die Führungskraft, weil wir keine Führungskräfte mehr haben...Die melden sich, krank, werden gefeuert oder weiß der Geier... Und so habe ich den Bioladen geschmissen, zwischendurch was gegessen was halbwegs satt macht und Heißhunger auf Schokolade hatte ich zwischendurch auch...Wobei das glaube ich mit dem Mensaessen zu tun hatte. Das war ab-grund-tief schlecht und seit Monaten das erste Mal, dass ich in der Mensa was nicht-veganes gegessen habe. War glaube ich in 3 Jahren Studium das schlechteste Mensaessen überhaupt! - Ich hatte aber nichts dabei...C'est la vie...

Aber was ich noch zur Stärke loserden wollte: Neuerdings bin ich in der Lage bei nur 23°C in Rock und T-Shirt rum zu laufen, wegen der körpereigenen Thermogenese. Und das hat natürlich den Vorteil, dass man mehr Sonne an seine Haut lassen kann und damit auch mehr Vitamin D produzieren kann und damit seinen Vitamin D Speicher für den Winter möglicherweise besser füllen kann. Womöglich kann man sogar im Winter mit mehr Thermogenese mehr Sonne an seine Haut lassen.

Ach ja,...und dann möchte ich mich noch bei allen bedanken, die für mich beim Keimling Blog Award abgestimmt haben. Es hat leider nicht ausgereicht, weil ich keine so starke Lobby habe und nicht so gefällig bin.;-) Aber es hat dem Blog zu mehr Bekanntheit verholfen und das war das, worauf ich mit dieser Anmeldung auch nur abgezielt habe. Statt 1000 tägliche Seitenaufrufe wie im Juli habe ich nun 1500. Auch die Werbeeinnahmen sind gestiegen. Schlussendlich...so lange es keinen andern Medizinstudenten gibt, der über Essen bloggt, laufe ich in meinen Augen eh außer Konkurrenz!:-)

Alles Liebe,

Silke



Dienstag, 5. August 2014

Kris Carrs Mealplan...



Ich bin ja ein großer Fan davon, wenn man offentlich für eine Ernährungsform argumentiert auch zu zeigen, wie man die im Alltag umsetzt. Die meisten Leute die darüber schreiben machen das nicht und ich bin immer wieder verzückt davon, wenn es dann doch einer macht. Denn erst dann kann ich mir wirklich ein Bild darüber machen, ob die Ernährung alltagstauglich ist und ob die funktioniert. Es ist mir auch schon sehr oft passiert, dass ich bei deinem Autor las, wie man seine Ernährung theoretisch umsetzt und praktisch funktionierte es dann doch nicht. So schreibt Gabriel Cousens z.B. darüber, dass man nur 10-20% Fett essen sollte, mit den in seinem Buch vorkommenden Rezepten ist das aber nicht möglich. Zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass er diese Postition mittlerweile revidiert hat und für einen uneingeschränkten Fettkonsum eintritt. Das hingegen bei sehr reduzierter Kohlenhydratzufuhr. Cousens ist sozusagen ein 80% roh-veganer LowCarb Anhänger.

Aber auf Cousens wollte ich heute gar nicht hinaus, sondern auf Kris Carr, die kürzlich ein Video veröffentlich hat, wo sie einen typischen Tag in ihrem Leben vorstellt. Da ich lange nicht mehr über Kris Carr geschrieben habe, möchte ich sie den neuen Lesern auch nochmal vorstellen.

Kris Carr ist eine amerikanische Schauspielerin, Filmemacherin und Fotografin die am Valentinstag 2003 mit einem sehr seltenen Krebs, der nur in 1 von 1 Mio Fällen auftritt diagnostiziert wurde. Dem epitheloiden Hämangioepitheliom in Leber und Lunge. Dieser Krebs ist wohl ziemlich resistent gegen Chemotherapie und da er sich in den Blutgefäßen befindet auch kaum zu operieren. Laut Wikipedia heißt es, dass dieser Krebs so selten ist, dass es in Deutschland keine Therapieleitlinie gibt. Man versucht, was man versuchen kann, Chemo, Bestrahlung, Chirurgie oder schichte watch and wait, weil es sich dabei um einen sehr langsam wachsenden Tumor handelt. Je nach Zustand des Patienten wird individuell entschieden. Für watch and wait, also einfach Abwarten und Zuschauen hat sich dann auch Kris Carr entschieden obwohl sie bereits im Endstadium diagnostiziert wurde. Sie hat sich daraufhin mit allen möglichen alternativen Therapien auseinander gesetzt, mit Entspannungtechniken, Yoga, positivem Denken und natürlich auch mit Ernährung. Über dieses Auseinandersetzten hat sich gleichzeitig einen Dokumentarfilm gedreht und ein Buch geschrieben Kämpfen, Leben, Lieben: Wie ich mich gegen den Krebs wehre gefolgt von 2 Kochbüchern Crazy sexy gesund: Iss' Dein Gemüse, entfach' Dein Feuer und leb' aus ganzem Herzen! und Crazy Sexy Kitchen: 150 Plant-Empowered Recipes to Ignite a Mouthwatering Revolution

Seit 11 Jahren lebt sie nunmehr mit der Diagnose und arbeitet als Health Coach, Autorin und hält Vorträge überall in den Staaten. Sie hat wohl auch zwischenzeitlich die Liebe ihres Lebens kennen gelernt, ist nach eigener Aussage glücklicher als jemals zuvor und sagt, wie man es von vielen Krebsüberlebenden hört, dass der Krebs das Beste war, was ihr passiert ist. (Das ist krass, aber auch ich habe das schon viele Überlebende sagen hören)

Jedenfalls hat Kris also ihren täglichen Speiseplan mal vorgestellt, der aus Haferflocken zum Frühstück, Mittags eine Nusspaté zu Salat, Gemüse oder Wrap besteht und abends mit einem Salat endet. Morgens, mittags und abends gibt es bei ihr einen Greenjuice. (Was mir ein schlechtes Gewissen macht, weil Greenhuice wirklich großartige ist und ich zu faul bin mir welchen zu machen...und teuer ist er auch) Kris hat viel in die Rohkost reingeschnüffelt, diese aber nie zu 100% gemacht, sie ist eine Anhängerin von glutenfreiem Essen sowie davon einen möglichst geringen glykämischen Index zu bevorzugen, weil Zucker ja Krebszellen füttert und sie isst mehr ungesättigte Fette als Barnard oder Esselstyn empfehlen. Ein Krebs ist aber auch keine Herzkreislauferkrankung und kein Diabetes, daher kann man da vielleicht die Makronährstoffe anders gewichten.


Ich glaube es hat sich noch niemand getraut, mit Ausnahme von Scharlatanen wie Franz Konz, ein Buch zu schreiben darüber mit welcher Ernährung man definitv Krebs heilt. Und das wäre wohl auch anmaßend in Anbetracht dessen, dass jeder Krebs, je nach Organ völlig anders tickt und dass die Ursachen so multikausal sind, dass es wahrscheinlich nicht nur eine Angriffstelle gibt. Chemotherapeutika zielen darauf ab, die Krebszellen so weit zu schwächen, dass das Immunsystem eine größere Chance hat sich dagegen zu wehren. Leider schwächen Chemotherapeutika aber auch immer das Immunsystem mit, was man aber in kauf nimmt, weil es ohne Chemo ja auch nicht reicht. Somit kann man natürlich immer eine Ernährungsweie wählen, die das Immunsystem stärkt, aber ob das ausreicht, kann man auch nie definitiv sagen. Sogenannte Spontanheilungen sind alle schon vor gekommen, aber nichts genaues weiß man. Das Leben ist an und für sich zu komplex um wirklich alle Faktoren berücksichtigen zu können.

Ich werde oft nach Ernährungsweisen für Krebs gefragt und tue mich schwer was dazu zu sagen, weil ich es natürlich von Rechtswegen überhaupt nicht darf, da ich 8noch) kein approbierter Arzt bin aber natürlich ist das auch aus der Ferne völlig unmöglich. Jedem der mich anschreibt rate ich einen vertrauenswürdigen, verständigen Onkologen ausfindig zu machen, dem man vertraut und der zusammen mit dem Patienten die passende Therapie auswählt.

Also, Kris Carrs Ernährungsempfehungen sind sicherlich gut, aber spätestens seit dem Tod von Melanie Maria finde ich, dass man nicht auf eigene Faust an einem Krebsleiden rumdoktorn sollte nur weil es ehemalige Steuerprüfer gibt, die ein Buch geschrieben haben, wie sie aus dem Krankenhaus abgehauen sind und sich mit Urkost selber geheilt haben. Jeder Krebs ist unterschiedlich und jede menschliche Konstitution ist unterschiedlich und einen guten vertrauenswürdigen Arzt zu finden, der alle Facetten berücksichtigt, ist hier wesentlich mehr wert, als alternativmedizinischer Blödsinn.

Menü des Tages am 4. August

Gerste, gekocht in Reismilch mit Banane, Birne, Walnüssen, Vanille, Rapadura und Weizenkeime


Bancha Tee

2 St. Bananen-Gugelhupf

Rest Linseneintopf
1 St. Bananen-Gugelhupf

Linseneintopf
1 Banane

Dieser Linseneintopf vom Vortag hat mich umgehauen!!! Ich schätze ich habe Linsenmangelsymtome, so lecker war der, dass ich direkt noch einen Topf gemacht habe um ihn mit zur Arbeit zu nehmen.

Ich war kurz joggen und habe mich ziemlich gut dabei gefühlt, so dass ich die Distanz wieder steigern werde.

Und dann die Weizenkeime, die ich eigentlich nur für den Bananen-Gugelhupf gekauft hatte: Mir fiel wieder ein, dass ich gelesen habe, dass Weizenkeime besonders reich an Vitamin E sind. Möglicherweise ist ja das eine fettarme Vitamin E-Konsums-Möglichkeit!

Alles Liebe,

Silke



Montag, 4. August 2014

Ode an Mayim Bialik...



Ich hab vor kurzem angefangen The Big Bang Theory zu gucken. Bei Fernsehen hänge ich leider immer katastrophal hinterher, weil ich kein Fernsehen schauen und was gut ist immer nur dann mitkriege, wenn ich mir die Golden Globe Verleihung ansehe oder wenn eine Serie schon so lange läuft und so gut ist, dass ich über Facebook oder über Freunde mitbekomme, dass das eine gute Serie ist. So war kürzlich schon bei How I met your Mother und nun auch bei Big Bang.

Da ich als Schauspielerin auch immer daran interessiert bin, wie ein Castingdirktor wohl auf die Idee kam welchen Schauspieler zu casten, wird jeder einzelne Darsteller von mir auch immer gegoogelt und sehr oft bin ich erstaunt darüber, dass jemand quasi vorher nichts gedreht hat und dann für eine Hitserie gecastet wird.

Jedenfalls, Mayim Bialik aus Big Bang kenne ich seit 1989, seit sie in dem Film Freundinnen die junge Bette Midler verkörperte. Später spielte sie in Blossom mit, was ich nie gesehen habe, von dem aber alle erzählen, es sei großartig und dann tauchte sie nochmal in Fat Actress als sie selbst an der Seite von Kirstie Alley auf. Seit 2010 spielt sie bei Big Bang mit. Das reicht aber an und für sich nicht aus eine Karriere darauf auf zu bauen oder auch nur genug Geld zu verdienen. Immerhin hat sie zwischen 1995 und 2010 nicht sonderlich viel gearbeitet.

Und was machen Schauspielerinnen, wenn sie keine Arbeit haben? Genau, sie studieren was Anständiges, was mit Naturwissenschaft und so verschlug es Mayim Bialik an die Universität von Kalifornien wo sie zunächst ihren Bachlor und dann ihren Doktor in Neurowissenschaften machte.

Was Neurowissenschaften sind wusste ich bis von 2,5 Jahren auch noch nicht. Hab ich erst gelernt, weil Neurowissenschaftler in Köln die Vorlesungen der Vorklinik zusammen mit den Medizinern besuchen: Anatomie, Histologie, Biochemie etc. Die Vorklinik der Mediziner ist mir dem Grundstudium der Neurowissenschaftler fast identisch. Nur müssen die auch noch ein bisschen was über das Nervensystem von Tieren lernen. Tatsächlich ist es so, dass ich Leute kenne, die bei Medizin im Physikum durchgefallen sind und daraufhin zu Neurowissenschaften gewechselt haben. So „abgefahren“ ist Neurowissenschaften gar nicht, tatsächlich war/ist auch mein Plan, dass ich, wenn ich irgendwie mein Physikum nicht kriegen sollte, ich zu Neurowissenschaften wechsele..;-) - Ich glaube aber nicht, dass das erforderlich sein wird.

Jedenfalls stellt sich dann auch raus, das Mayim Bialik Veganerin ist und so denke ich wieder: Man kann nicht Biochemie-Vorlesungen besuchen ohne, dass einem klar wird, dass unsere fett- und tierproduktlastige Ernährung uns krank macht! Nachdem sie bereits 2012 ein Buch über Erziehung veröffentlich hat ist kürzlich ein veganes Kochbuch von ihr erschienen. Mayim's Vegan Table: More Than 100 Great-Tasting and Healthy Recipes from My Family to Yours Und ich meine auch irgendwo mal gelesen zu haben, dass sie sich  gegen das Impfen ausgesprochen hat. (Korrektur: siehe Kommentare)



Jetzt fragt ihr euch, warum jemand der Neurowissenschaften studiert hat als Schauspielerin in einer Sitcom arbeitet? - Nun, momentan steht in der Klatschpresse auch, dass die Darsteller von Big Bang
zum ersten Drehtag für die 8 Staffel wohl nicht erschienen sind, weil die Verträge noch nicht unterschrieben sind, was daran liegt, dass die Gagen noch nicht ausgehandelt sind. Sieht so aus als wollten die Schauspieler mehr als 235000 $ pro Folge haben. Und diese Forderungen sind nicht mal unbegründet, denn die Friends haben pro Folge zum Ende hin alle 1 Mio $ bekommen. - Neurowissenschaftler verdienen nicht so viel!:-)

Zu dumm, dass ich mir mein Bedürfnis nach Reichtum irgendwie abgewöhnt habe. Ich bin in den letzten Jahren wirklich bescheiden geworden und strebe Reichtum überhaupt nicht mehr an. Ich freue mich jedoch jeden Monat darüber, dass mein Geld ausreicht, was mir Reichtum genug ist, weil ich mir alles kaufe, was ich haben will. Ich will nur nicht viel haben!!!

Eher im Gegenteil. Ich will Kram loswerden. Der Entrümelungswahn hat mich gepackt und obwohl ich mich noch nie mit Minimalismus detailliert beschäftigt habe, wie es mir bekannte Blogger gemacht haben oder mich als Minimalist bezeichnen würde, bin ich durch meine spärlichen Kontakte mit Minialisten dazu gekommen das Gefühl wahr nehmen zu können, dass es befriedigender ist Raum zu haben als unnützen Kram zu sammeln, der alle Ecken der Wohnung voll stopft. Ich träume schon lange von der Entrümpelung, aber dazu kommt man ja nicht, wenn man studiert.

Manchmal wünschte ich, ich hätte ein paar tausend Euro über um mal anständig zu verreisen, aber andererseits habe ich dazu auch keine Zeit und auch keine Lust auf den Ärger die Katze unter zu bringen. Tja, und daher habe ich auch kein Bedürfnis Millionen zu scheffeln oder ein großes Haus zu besitzen oder 235 000 $ für 20 Minuten Fernsehdrehzeit zu verdienen. Ich strebe eigntlich nur nach Spaß, nach Wissen und nach Raum. Und manchmal auch nal Liebe und Anerkennung, jedoch kann man sich auch das abgewöhnen...

Menü des Tages am 3. August

Gerste, eingeweicht und dann gekocht in Reismilch + Walnüsse, Banane, Birne, Weizenkeime und Rapadura

1 Bancha Tee

Dinkelvollkornbrot mit Garam Masala Aufstrich und Paprika
Sojalatte entkoffeiniert mit braunem Zucker

Vollkornreisnudeln mit Brokkoli, Chinakohl, Pastinaken, Salz, Chili, Sojasauce, Lauch, Petersilie


1 Banane
1 Banane mit 1 TL Erdnussbutter

2 Scheiben Dineklvollkornbrot mit Rucola-Tomaten-Streich und Paprika
4 St. Bananen-Gugelhupf (beim Abtippen des Rezepts habe ich solche Lust auf diesen Kuchen bekommen, dass ich ihn direkt noch mal machen musst, statt mit Datteln aber mit Schokolade, was auch traumhaft war!)



Eintopf aus roten Linsen, Brokkoli, Möhren, Pastinaken, Knoblauch, Salz, Chili, Rotweinessig



Gott, ich hab definitv mehr Hunger, wenn ich zuhause sitze und lerne, als wenn ich im Bioladen arbeite. Und ich weiß noch immer nicht, ob das daran liegt, dass ich beim Denken mehr Energie verbrauche als wenn ich arbeite, oder ob mein Belohnungssystem will, dass ich mir damit Freude bereite. Ich versuche mich rational damit zu beschwichtigen, dass man gesunde Kohlnehydrate ruhig als Comfort Food verwenden kann und auch damit, dass Kohlenhydrate schwerer auf der Hüfte landen als Fett.

Aber beim Lernen lerne ich dann auch solche Sachen:

„Der Anteil des Energieumsatzes des Gehirns am Grundumsatz des Körpers liegt beim Erwachsenen am wahrscheinlichsten im Bereich von 15-28%“

Damit ist aber nicht nur das Denken gemeint, sondern die Steuerung des ganzen Körpers in Ruhe. Der Arbeitsumsatz des Gehirns ist mir jedoch auch noch unklar. Und auch wie viel zusätzlich noch der gesteigerte Muskeltonus aus macht. Und deswegen hat der Körper eigentlich Sensoren um exakt Nährstoffe zu berechnen und zu bestimmen was man braucht. Ich traue de Braten aber nicht, weil es so viele fette Leute gibt.

Die Arbeit im Bioladen ist gefühlt ein optimaler Ausgleich für mich. Da brauche ich überhaupt nicht denken. Manchmal rennen, manchmal schwer heben, aber Lernen ist weitaus anstrengender für mich. Und vielleicht ist es wirklich so, dass ich dabei etliche Kalorien mehr verbrauche...

Alles Liebe,

Silke



Samstag, 2. August 2014

Die wahren Gründe für die Schädlichkeit eines übermäßigen Konsums tierischer Produkte...



Besagte Heilpraktikerin hat mich bei Facebook blockiert, weil ihr die wahre, biochemische Erklärung, warum zu große Mengen tierischer Produkte krank machen, nicht passte. Ich nehme zudem an, dass sie ihr deshalb nicht passte, weil sie sie nicht verstehen konnte, weil ihr das Hintergrundwissen fehlte. Und als ich dann wiederum bei FB gepostet hatte, dass ich von einer Heilpraktikerin blockiert wurde, weil es die „Eiweißspeicherkrankheit“ nicht gibt, sondern völlig andere Gründe dahinter stecken, warum tierische Produkte im Übermaß ungesund sind, schrieb ein weiterer FB-Freund darunter, was denn der Unterschied sei zwischen der Theorie der "Eiweißspeicherkrankheit" und meiner Erklärung. Zunächst mal: Meine ist nicht meine, sondern eine weltweit anerkannte biochemische Wahrheit. Man achte darauf, dass ich hier immer nur schreibe, dass ein Übermaß tierischer Produkte ungesund ist, denn Probleme tauchen immer erst dann auf, wenn die Verstoffwechselungskapazität des Körpers überschritten wurde. In der westlichen Welt wird häufig aber zu viel gegessen, daher haben wir diese Krankheiten. Es wird aber auch zu viel Zucker und Weißmehl gegessen, was ebenfalls ungesund ist.

Aber kommen wir zurück zur „Eiweißspeicherkrankheit“. Wenn wirklich so viele Leute daran glauben, sollte ich vielleicht mal erklären, warum es sie nicht gibt. Alle Ärzte sagen, dass es sie nicht gibt und der alternativmedizinisch informierte Laie glaubt dann, dass Ärzte zu doof sind zu erkennen, dass tierische Produkte ungesund sind. Dem ist aber nicht so. Nur weil es keine „Eiweißspeicherkrankheit“ gibt, heißt es nicht, dass es nicht etliche Mechanismen gibt, auf denen tiereische Produkte der Gesundheit schaden können.

Es war einmal in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts; Prof. Dr. med. Lothar Wendt machte sich Gedanken über die Entstehung von Arteriosklerose, Arthrose, Diabetes II, Gicht, Rheuma und Bluthochdruck und stellte offensichtlich fest, dass man mit dem Weglassen von tierischen Produkten diese Krankheiten bessern oder heilen konnte. Eine Zusammenfassung der „Eiweißspeicherkrankheit“ findet man auch hier, beim „Zentrum der Gesundheit“ womit auch die wieder beweisen, was für eine scharlatanige Seite sie sind. Schlussendlich wird mit dieser Theorie ausgesagt, dass unverarbeitetes Eiweiß sich überall ablagert und den Körper übersäuert, was einem spätestens dann komisch vorkommen muss, wenn man weiß, dass es nicht nur saure sondern auch basische Aminosäuren gibt. Dennoch wird Fleisch in jedem Fall sauer verstoffwechselt, was auch immer noch keine Katastrophe ist, wenn man auch basische Nahrung ist. Der Körper braucht ja sein pH-Optimum.

Ich glaube, über die Ursachen von Arteriosklerose und Typ-2-Diabetes brauche ich an dieser Stelle nicht mehr groß schreiben. Jeder der mich liest und der Barnard, Esselstyn und Ornish kennt, kennt die Ursachen dafür: Vor allem zu viel Fett, zu viel Cholesterin, aber auch zu wenig Antioxidantien, die das Cholesterin oxidieren und auch zu viel Zucker, welcher die Gefäßinnenseite schädigt, sind Schuld an den Plaques, die sich am Endothel der Gefäße ablagern, den Blutdruck erhöhen und schlussendlich zu einem Verschluss der Gefäße führen. Das führt dann wiederum zu Herzinfakt und Schlaganfall und ist damit die Todesursache von 40% der Menschen in der westlichen Welt. Krebs liegt nur bei 20%. Schuld an Diabetes sind Fett und Zucker,  wobei der Zucker von den Zellen jedoch besser aufgenommen wird, wenn man Fett meidet. Fett in den Zellen führt zu Insulinsresistenz und ist damit die eigentliche Ursache für Diabetes.

Aber was ist eigentlich mit Gicht?

Innerhalb der alternativen Gesundheitsszene habe auch ich immer wieder gelesen, dass Gicht durch Harnsäure aus dem Abbau von Eiweiß entsteht. Das stimmt nicht. Harnsäure entsteht nicht beim Abbau von Eiweiß, sie entsteht beim Abbau von Purinabasen. Harnstoff entsteht beim
Abbau von Eiweiß. Wenn Eiweiß zerlegt wird kommt es zur Freisetzung von Ammoniak und dieses wirkt auf den Körper toxisch. Es muss daher möglichst schnell entsorgt werden, indem es an Transportaminosäuren gebunden zur Leber transportiert wird, dort in den Harnstoffzyklus eingespeist und zu Harnstoff abgebaut wird.

Harnsäure entsteht jedoch beim Abbau von Purinen und jetzt fragt ihr euch: Was zum Geier sind Purine? Und das ist auch das was Dr. Lothar Wendt noch nicht wusste, denn Purine sind Bestandteile der DNA, Adenin und Guanin, und die DNA ist bekanntlich erst 1956 entdeckt worden. Fleisch enthält besonders viele Purine, die vom Körper zu Harnsäure abgebaut werden und wenn die Ausscheidungsfähigkeit für den Anfall der Harnsäure nicht ausreicht, entsteht Gicht, weil sich die Harnsäure in den Gelenken ablagert. Dr. Robert Lustig bringt Harnsäure jedoch auch mit dem Abbau von Fructose in Verbindung, weil dieser den Körper seiner ATP-Reserven beraubt und ATP bekanntlich auch eine Adenin enthält, aber so richtig habe ich diesen Mechanismus auch noch nicht verstanden.

Na, und dann kann man auch noch was Schlechtes über Milchprodukte sagen, nämlich, dass ein Konsum von mehr als 1500 g Kalzium am Tag mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht wird, dass in Milchprodukten häufig auch viel Fett drin ist sowie viel Cholesterin, hinzu kommt das Milcheiweiß Kasein, was in mehreren Studien gezeigt hat, dass es das Tumorwachstum anregt und dann sind natürlich alle tierischen Produkte völlig frei von Ballaststoffen und ein Mangel an Ballaststoffen kann zu Darmkrebs führen. Ein Mangel an Antioxidantien, die tierische Produkte auch so gut wie gar nicht enthalten, führt wiederum zu allen anderen Krankheiten weil das Immunsystem Antioxidantien braucht, ebenso wie Vitamine.

Und das sind die wahren, derzeit geltenden Gründe, warum ein Übermaß an tierischen Produkten ungesund ist. Was ist ein Übermaß? - Keine Ahnung. Mit dem Verzehr von tierischen Produkten kann man jedenfalls mehr falsch machen, als wenn man sie nicht verzehrt. Man kann aber auch sehr gesund sein, wenn man vollwertig und mit ein paar tierischen Produkten lebt. Vom medizinischen Standpunkt muss jedenfalls nicht vegan gelebt werden um gesund zu sein. Dennoch ziehe auch ich das vor, was wahrscheinlich hauptsächlich aus der Gewohnheit heraus resultiert...

Menü des Tages am 1. August

Vollkorn-Basmatireis, Walnüsse, Kokos-Reis-Milch, Banane, Weizenkeime, Rapadura


Bancha Tee

Kaffee mit Stevia

Thai Eintopf mit Roggenbrötchen,
Sojade Kirsch, 400 ml
2 Bananen

Rest Thai Eintopf mit Reis


2 Vollkornbrote mit Agave und Banane
1 Banane
100 ml Reis-Kokos-Milch
Popcorn mit Salz und etwas Kokosöl


Alkoholfreier Weißwein

Gestern haben sich aus versehen 3 Mahlzeiten entwickelt, was ich sonst gar nicht von mir kenne. Ich hab jedes Mal gegessen bis ich satt war und war dann auch über Stunden satt. Ein bisschen höher war der Fettanteil glaube ich gestern zwar schon, aber auch das Frühstück hielt sehr lange vor. Ich hatte Frühschicht im Bioladen...

Ich hab den Eindruck mein Körper hat wieder eine Homöostase erreicht und sich an die neue Situation gewöhnt. Er hat nicht mehr das Bedürfniss Reserven aufzubauen, sondern alle Reserven sind gefüllt. So wird für eine gewisse Zeit von der gerade konsumierten Nahrung gelebt und für eine Zeit danach dann von den Reserven. Es besteht keine Gefahr, Reserven schonen zu müssen, weil kein Mangel mehr in irgendwas besteht. Aber das ist nur Theorie. Es fühlt sich aber so an, als sollte es so sein. Es fühlt sich so an wie in Zeiten als ich mir überhaupt keine Gedanken um Essen gemacht habe. Ich fühle mich gut genährt, vermisse nichts und funktioniere...Das ist gut...

Alles Liebe,

Silke