Samstag, 14. April 2012

Knochen und Zähne....

Ich habe doch den richtigen Studiengang gewählt. Letztes Semster hatte ich da echt ein wenig dran gezweifelt, aus dem einfachen Grund, weil es für meinen Geschmack zu viele Tage gab, die mir überhaupt keinen Spaß gemacht haben. Ich habe wirklich, wirklich überhaupt gar kein Interesse an Physik. Es ist einfach so, und egal wie sehr ich mich um Interesse bemühe, es funktioniert nicht. Sich den ganzen Tag mit etwas beschäftigen zu müssen, was einen nicht interessiert ist natürlich auch überaus ungesund.

Chemie ist da ein bisschen anderes, da habe ich ein bisschen Interesse dran, aber eigentlich nur an aller Chemie, die im menschlichen Körper abläuft und nicht solche, die z.B. im Weltall abläuft. Dummerweise kam Biochemie im ersten Semester auch noch nicht vor. Das kommt erst im 4. Ich habe also auch in Chemie sehr gekämpft.

Und jetzt ist schlagartig alles anderes! Plötzlich ist alles interessant. Ok, nicht immer alles, aber soooo viiiiiel mehr!

Ich habe doch tatsächlich gelernt, dass das Beste, was man bei einem Bandscheibenvorfall tun kann ist: Nichts zu machen! – Außer ein bisschen Rückenstärkung.

Ich hatte bisher keine Ahnung von Bandscheibenvorfällen und ich kenne auch nur 2 Leute die mir davon erzählt haben, dass sie einen hatten. Beide in meinem Alter oder etwas jünger.

Da tritt also der sogenannte Nucleus Pulposus aus der Wirbelsäule aus und drück auf einen Spinalnerv. Daher die Schmerzen. Operativ verfährt man dann so, dass der Rücken aufgeschnitten wird, man den Nucleus Pulposus vom Spinalnerv runter kratzt und den Rücken wieder zunäht. Man kann sich aber, so der Professor, genauso gut darauf verlassen, dass die Makrophagen den ausgetretenen Nucleus Pulposus wegfressen und so von innen abtragen. Man müsse dazu nicht 15 Muskel operativ durchtrennen! Einziger Hacken an der Sache ist natürlich, dass der Patient immer noch Schmerzen hat, so lange der Nucleus Pulposus noch nicht wegefressen worden ist und deshalb wird wahrscheinlich lieber operiert.

Ich frage mich immer mehr, ob die Schulmedizin nicht vielleicht einfach diese Möglichkeiten liefert, weil das Volk sie verlangt! Die Mediziner, die ich so kennenlerne, sind nämlich durch die Bank weg alle sehr idealistisch veranlagt und überhaupt nicht die Dollarzeichen-in-den-Augen-Verbrecher, als die die Ökoszene sie immer darstellt. Wie gesagt frage ich mich, ob das Hauptproblem nicht vielleicht in der unaufgeklärten Bevölkerung steckt und nicht in der Schulmedizin selbst. Schlussendlich ist es ähnlich wie mit der Lebensmittelindustrie: Die Leute wollen doch die Industrienahrung. Sie wollen doch glauben, dass raffinierte Zucker und rotes Fleisch ihnen nichts anhaben kann.

Ich habe auch gelernt, dass alle fettlöslichen Giftstoffe sich im Fettgewebe ablagern und dass man deshalb eine Fastenkur nur unter ärztlicher Aufsicht machen soll. Der Arzt kann dabei die Leberwerte begutachten und wenn sie zu hoch werden eingreifen oder die Fastenkur entschärfen. Das gilt wahrscheinlich nicht für Rohköstler, denn die haben meist nicht so viele Giftstoffe im Gewebe wie Leute die z.B. lange krank waren und lange Medikamente nehmen mussten. Je mehr Körperfett jemand hat, desto mehr Giftstoffe hat er auch immer Körper eingelagert.

Gleichzeitig habe ich gelernt, dass man niemals so viel abnehmen soll, dass das Baufett abgebaut werden muss um Energie zu liefern. Baufett regeneriert sich so gut wie gar nicht. Das ist bedeutsam für Magersüchtige oder Bulimiker, aber ich denke es gibt auch den einen oder anderen Rohköstler, der um immer noch reiner zu werde, immer noch mehr fastet ohne Rücksicht auf sein Baufett zu nehmen.

Und dann ging es auch noch um die Regeneration von Knochen und warum es für die Gesundheit der Knorpel so wichtig, dass man Sport treibt. Knorpel wird nämlich nicht durchblutet, weil er über keine Blutgefäße verfügt, anders als Knochen. Knorpel ernährt sich durch Diffusion indem er zusammengepresst wird, Wasser aus ihm austritt und sobald er wieder freigegeben wird, Wasser in ihn zurückfließt, was dann Nährstoffe mit sich bringt. Wenn man sich natürlich eh nährstofffrei, oder mit zu wenig Nährstoffen ernährt, bringt auch das nichts!

Knochen ist da anders, Knochen regeneriert sich permanent immer selbst, genauso wie Haut und Gewebe. Ist total lebendig! Das fand ich alles super und habe mich die ganze Vorlesung hindurch gefragt, ob alles was für die Knochen gesagt wurde, auch für die Zähne gilt. Diese Frage wurde aber nicht beantwortet. Also bin ich nach der Vorlesung zum Professor um persönlich zu fragen, ob alles was für Knochen gilt auch für Zähne gilt, oder ob da noch spezielle Dinge zu beachten sein.

Der Professor fragte mich zunächst mal ob ich Zahnmediziner sei und deshalb fragen würde. Ich erklärte ihm, dass dem nicht so sei, sondern ich eine oder besser 2 empfindliche Stellen an 2  unteren Backenzähnen habe und ich permanent auf widersprüchliche Aussagen stoße, ob sich Zahnschmelz regenerieren können. Er sagte mir sofort, dass sich Zahnschmelz NICHT regenerieren könne und dass Zähne ein klein wenig anders seien als Knochen. Klar Kieferknochen und Verankerung der Zähne ist alles noch Knochen, funktioniert auch genau wie Knochen, aber Zahnschmelz eben nicht. Und irgendwo dazwischen gibt es so eine Art Übergangszone. Wenn der Zahnschmelz also weg ist, ist er weg. So offizielle schulmedizinische Aussagen von meiner Zahnärztin und diesem deutschlandweit mit-führenden Anatom.

Da fällt mir aber wieder das mit der Leberzirrhose ein, dass die Schulmedizin noch bis vor ca. 10 Jahren geglaubt hat, dass die nicht reversibel sei, mittlerweile aber als reversibel gilt, aber immer noch davon ausgegangen wird, dass die meisten Patienten nicht gewillt sind ihr Leben so weit umzustellen, dass die Leber sich auch tatsächlich regeneriert. Vielleicht funktioniert eine Regeneration des Zahnschmelz deshalb nicht, weil bisher nur versucht wurde ihn mit Milchprodukten und Kalktabletten zu regenerieren. Milchprodukte übersäuern allerdings und zum Ausgleich dafür werden Mineralien aus den Knochen gezogen. Kalktabletten soll der Körper nicht aufnehmen können.

Und dann gibt es da ja das Flour, oder besser Flourid, was zu Härtung das Zahnschmelz verwendet wird. In der Chemievorlesung habe ich gelernt, dass Fluor hochgiftig ist. Meinen Chemienachhilfelehrer, der gerade an seiner Doktorarbeit schreibt, habe ich dazu befragt, wie das aussieht mit der Hochgiftigkeit von Fluor und der Zahncreme und der sagte mir, er könne das im Endeffekt auch nicht einschätzen. Klar, Fluor sei hochgiftig, aber in so kleinen Dosen wie in Zahnpasta könne es auch nicht viel ausrichten. Man soll es ja auch nicht essen, oder schlucken, sondern es nur auf den Zahn auftragen. Quecksilber ist ja ebenfalls hochgiftig und das hat man, wenn man Amalganplomben hat, jahrelang im Mund, was weitaus schlimmer ist als mal ein bisschen Fluor.

Ich kann mich dennoch nicht wirklich zu Fluor durchringen, wenn auch Maiglöckchen ebenfalls hochgiftig sind aber als herzstärkendes Mittel Digitalis verschreiben werden. Vielleicht hat Paracelsus recht mit seiner Aussage „Die Dosis macht das Gift“

Meine Zähne jedenfalls waren völlig in Ordnung, bevor ich 80/10/10 ausprobiert habe und daher hier nochmal die Warnung: Es kann sein, dass wenn man es nicht richtig macht und minderwertiges Obst kauft, womit ich alles meine was hier in Supermärken und Bioläden verkauft wird, kann man seinen Körper, seinen Zahnschmelz dauerhaft, irreversibel schädigen.

Ich las kürzlich bei einer 80/10/10erin die bloggt, dass sie immer unter starken Schmerzen ihre Datteln gegessen hat. Abgesehen davon, dass Grahams Maxime „fresh, ripe, raw, organic“ ist, rät er auch von Trockenfrüchten ab. Der Clou ist hier „ripe“. Besorgt euch reifes Obst von Orkos oder Passion4Fruit, aber nicht das von Aldi.

Bitte!!!!

Das von Aldi kann man immer mal wieder essen, aber nicht bei 80/10/10. Das ist zu viel für den Körper bzw. die Zähne!

Also, ich werde kein Fluor nehmen. Aber alles, worauf meine Zähne empfindlich reagieren, werde ich auch nicht essen. Will ich auch gar nicht essen. Mittlerweile habe ich eine Aversion gegen saure Früchte entwickelt. Unterdessen habe ich auch rausgefunden, dass der gefrorene Brokkoli von Aldi geschmacklich der allerbeste ist. Und billiger als der von Rewe ist er zudem.

Das war’s von meiner Seite für heute. Ich würde so gern öfter bloggen, weil ich wirklich jeden Tag was neues, spannendes lerne, aber es ist zeitlich nicht drin.

Alles Liebe,

Silke

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Kommentare:

  1. danke,dass du das mit deinen lesern teilst :)
    war echt interessant, jetzt weiß ich auch schonmal mehr zum schlaganfall und dass nicht alle mediziner dollarzeichen in den augen haben klingt auch iwie schlüssig :)
    viele grüße

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  2. Also ich habe letztes Jahr zweimal Elmex Fluor ausprobiert, weil das meine Tochter vom Zahnarzt auf Rezept bekommen hatte, auch wegen dem Zahnschmelz. Sie hat es über Wochen einmal die Woche benutzt und der Zahnschmelz wurde besser. Jetzt nimmt sie es nur noch ganz selten.

    Ich habe es wegen der Zahnemfindlichkeit genommen und es hat sofort geholfen. Allerdings scheue ich mich davor, es dauerhaft anzuwenden. Liebe Grüße

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  3. Hallo liebe Silke,
    bei mir ist der Zahnschmelz auch angegriffen und hat sich nicht regeneriert. Dies wurde, so vermute ich, aber eher durch den täglichen Konsum von Zitronensaft verursacht. Den hatte ich eine zeitlang mal total gern getrunken, so richtig pur und frisch gepreßt. Ich hatte das Gefühl, er tut mir gut bzgl. Immunsystem. Als ich die Schäden an den Zähnen bemerkte, hab ich ihn fortan nur mit Strohhalm getrunken....
    Während der Rohkostzeit, die sich dann bald entwickelte, ist mir der Zahnschmelz dann eigentlich nicht weiter kaputt gegangen, obwohl ich auch oft Supermarktobst gegessen hatte. Zähne hab ich mir meist mit Teebaumöl geputzt, dies mache ich heute noch. Ein paar Tropfen Teebaumöl auf die feuchte Zahnbürste und los gehts. Ich habe seit damals keine neue Karies mehr bekommen. Habe allerdings auch kein Amalgam mehr im Mund, sondern nur Gold. Dieses wirkt im Mund antibakteriell, kann auch mit ein Grund sein, daß ich keine Karies mehr habe.
    Liebe Grüße
    Iris

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